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Existenzgründung in 2024: Tipps und Tricks & Laufweg für Ihren erfolgreichen Start!

In diesem Ratgeber lernen Sie:
Hier finden Sie einen guten Überblick darüber, was Sie bei der Existenzgründung beachten müssen und auch die Verweise zu unseren weiteren Ratgebern für den tieferen Einstieg zu Themen wie dem Businessplan.
Sie erhalten wichtige Informationen zum Thema Finanzierung, welche Möglichkeiten es gibt. Auch können Sie einschätzen, welche Art der Finanzierung für Ihre Gründung die Richtige ist, sollten Sie sich nicht für ein "Bootstrapping" entscheiden.
Hier starten: Dieser Ratgeber ist als erster Schritt auf Ihrer Reise gedacht. Weiter verweisend finden Sie umfangreiche Informationen, wie Sie Schritt für Schritt von der Gründungsidee zu einer profitablen Gründung kommen.
Sie würden gerne Ihr eigenes Unternehmen aufbauen und suchen Orientierung? Unsere Artikel für Gründerinnen und Gründer vermitteln einen Überblick über alle wichtigen Themen und bereiten Sie gut auf Ihre unternehmerische Tätigkeit vor. Erfahren Sie, wie eine erfolgreiche Existenzgründung gelingt und welche Schritte dafür notwendig sind.

Schnellcheck Existenzgründung – die wichtigsten Fragen auf einen Blick

Sie möchten sich gern selbstständig machen und suchen nach Informationen? Vielleicht sind dabei schon folgende Fragen aufgetreten:

  • Ist es schwer, sich selbstständig zu machen?
    Es ist anspruchsvoll, aber mit einer guten Idee, den richtigen Voraussetzungen sowie passender Beratung und Unterstützung ist es machbar.
  • Gibt es Zuschüsse für die Existenzgründung?
    Zuschüsse gibt es bei Gründungen aus der Arbeitslosigkeit und in besonders zukunftsweisenden Bereichen.
  • Was muss ich bei einer Existenzgründung beachten?
    Neben der Erarbeitung eines funktionierenden Geschäftsmodells, der Finanzierung und rechtlichen Fragen sind noch viele weitere Punkte zu beachten, weshalb fachkundige Beratung empfehlenswert ist.

In den folgenden Abschnitten erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Schritte bei einer Existenzgründung. Auf den verlinkten Seiten können Sie sich noch tiefer zu den einzelnen Themen informieren.

Orientieren Sie sich: Grundlagen einer erfolgreichen Existenzgründung

Sie sind zur Existenzgründung entschlossen, weil Sie eine gute Idee haben, unabhängig sein möchten oder sich für die Inhalte Ihres geplanten Unternehmens ganz besonders begeistern? Sobald Sie diesen Gedanken in sich tragen, bietet die Beschäftigung mit grundsätzlichen Fragen zur Existenzgründung eine erste Orientierung.

Tipps für die Formulierung Ihrer Idee

Sie haben eine Geschäftsidee und grobe Vorstellungen davon, wie Ihr Unternehmen funktionieren soll? Stellen Sie sich nun konkrete Fragen, um diese weiterzuentwickeln.

Checkliste Dokumente Gewerbeanmeldung

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Meldebescheinigung, Aufenthaltstitel
Optionale Dokumente zur Gewerbeanmeldung:

In Abhängigkeit von Ihrer Geschäftsidee oder auch der geplanten Rechtsform sowie Organisation kann es auch sein, dass die folgenden Dokumente vorzulegen sind:

  • Führungszeugnis
  • Erlaubnisse, Lizenzen, Zulassungen
  • Registerauszug (z.B. bei UG oder GmbH)
  • Ermächtigung der Erziehungsberechtigten, Genehmigung des Familiengericht
  • Vertretungsvollmacht

Das sind nur einige Vorschläge. Unsere Unterseite zur Formulierung der Idee bietet noch mehr Anregungen, mit denen Sie Ihre Existenzgründung vorbereiten.

Analyse Ihrer Unternehmerfähigkeiten für die Existenzgründung

Sind Sie ein geborener Unternehmertyp? Oder müssen Sie noch an sich arbeiten? Wichtig sind zunächst die für Ihr Start-up notwendigen fachlichen Kenntnisse. Zusätzlich brauchen Sie aber auch kaufmännisches Basiswissen, welches erlernbar ist, zum Beispiel durch die Beschäftigung mit unseren Tipps zur Existenzgründung.

Es zählt aber nicht nur das Wissen. Bestimmte persönliche Eigenschaften bilden eine gute Basis für die erfolgreiche Existenzgründung. Dazu gehören unter anderem Risikobereitschaft, Belastbarkeit und die Fähigkeit zur Eigenmotivation. Informieren Sie sich über weitere Unternehmerfähigkeiten und -eigenschaften, auf die es bei der Existenzgründung ankommt.

Lassen Sie sich aber nicht entmutigen, wenn Sie die formulierten Anforderungen nicht hundertprozentig erfüllen. Es besteht immer die Chance, sich weiterzuentwickeln und doch noch ein Unternehmen zu gründen.

Wahl der Gründungsart – es muss nicht immer eine eigene Geschäftsidee sein

Neben der Existenzgründung auf der Basis einer eigenen Geschäftsidee gibt es auch noch zwei weitere Möglichkeiten. Franchise und die Unternehmensnachfolge. Wenn diese Alternativen für Sie infrage kommen, finden Sie auf unserer Seite weitere Informationen zur Wahl der Gründungsart.

Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, eine Unternehmensnachfolge anzutreten und sich hierdurch selbstständig zu machen. Das bietet sich besonders an, wenn Sie das Unternehmen bereits kennen, weil Sie dort gearbeitet haben, was aber keine zwingende Voraussetzung ist. Der größte Vorteil besteht darin, dass der Betrieb funktioniert und seinen Kundenstamm hat.

Die andere Option ist Franchising, bei dem Sie als selbstständiger Unternehmer gegen Gebühren ein bereits etabliertes Geschäftsmodell umsetzen. Sie profitieren von der Bekanntheit der Marke, erprobten Abläufen und einem zentralen Marketing, sind aber an gewisse Vorgaben gebunden. Eine Existenzgründung durch Franchise gilt als relativ sicher, da der Franchisegeber Unterstützung bietet. Selbst Franchise ohne Eigenkapital ist möglich. Aber bedenken Sie: Als Franchisenehmer haben Sie die diverse Vor- und Nachteile.

Beliebte Formen der Existenzgründung: online, von Zuhause und im Nebenjob Geld verdienen

Nicht immer geht es bei einer Existenzgründung darum, ein Start-up mit hohem Wachstumspotenzial aufzubauen. Oft sind auch andere Motive ausschlaggebend. Vielleicht möchten Sie ein passives Einkommen erzielen, schnell Geld verdienen oder einen Nebenverdienst erwirtschaften. Zudem erlauben es viele Geschäftsmodelle, online und damit von Zuhause zu arbeiten. So gibt es vielfältige Möglichkeiten für seriöse Heimarbeit oder einen Nebenjob von Zuhause. Dabei ist Network-Marketing ebenfalls eine Tätigkeit, die sich zum Teil über das Internet ausüben lässt.

Neben der klassischen Vollerwerbsgründung mit eigenem Unternehmensstandort sind diese Gründungsformen sehr beliebt. Nicht selten bildet ein Start auf diese Weise auch die Grundlage für ein wachsendes und langfristig erfolgreiches Unternehmen.

Der Businessplan als Herzstück jeder Existenzgründung

Mit dem Businessplan halten Sie alle nötigen Bausteine für Ihre Existenzgründung fest und versehen Ihre Start-up-Idee mit konkreten Angaben und Zahlen. So setzen Sie sich zum einen selbst noch einmal intensiv mit Ihrer Unternehmensgründung auseinander. Zum anderen dient der Plan Banken, Investoren und Entscheidern über Fördermittel als Grundlage für die Bewertung des Konzepts.

Das sind die wesentlichen Bestandteile eines Businessplans:

Existenzgründung Starterpaket

Tipp: Nutzen Sie das Existenzgründung Starterpaket von Selbststaendigkeit.de. Hier finden Sie neben Businessplan Vorlagen in Word und Excel das Wichtigste für Startups in einem Paket!

Mit dabei sind Ratgeber und Checklisten zur Existenzgründung, Vorlagen zur Businessplan-Erstellung, die wichtigsten Vertragsvorlagen und Muster für Existenzgründer und Unternehmer, AGB, Muster der Datenschutzerklärung, Muster für Angebote und Rechnungen, PR und Werbung und vieles mehr.

So finanzieren Sie Ihre Existenzgründung

Eine gesicherte Finanzierung ist die Voraussetzung dafür, dass Sie Ihre Existenzgründung überhaupt durchführen können. Neben der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung spielen dabei auch die Fördermittel eine wichtige Rolle.

Gründungsförderung – das sind die wichtigsten Anlaufstellen und Programme

Die Förderung der Existenzgründung liegt auch im öffentlichen Interesse, weshalb es in Deutschland für Gründerinnen und Gründer verschiedene Hilfen gibt. So kann der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) Gründungen aus der Arbeitslosigkeit durch die Finanzierung von Existenzgründerseminaren und individuellen Gründungsberatungen unterstützen. Weitere Fördermöglichkeiten der Bundesagenturen für Arbeit und der Jobcenter sind der Gründungszuschuss für ALG-1-Empfänger beziehungsweise das Einstiegsgeld bei ALG-2-Bezug. Weiterhin besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, sich auch bei Selbstständigkeit freiwillig gegen Arbeitslosigkeit zu versichern.

Bei der KfW-Förderung geht es im Wesentlichen um die Finanzierung durch Kredite mit günstigen Konditionen und Teilbürgschaften. Aber auch Coaching und Beratung werden gefördert und bestimmte Unternehmen können Eigenkapital erhalten. Die Landesförderbanken haben ihre eigenen Programme aufgestellt und kooperieren mit der KfW. Informieren Sie sich, welche Möglichkeiten es in Ihrem Bundesland gibt. Wenn Sie als Existenzgründer bei der Hausbank einen Kredit aufnehmen möchten, aber zu wenig Sicherheiten bieten, kann die Bürgschaftsbank Ihres Bundeslandes mit einer öffentlich geförderten Teilbürgschaft helfen. In allen genannten Fällen erfolgt die Beantragung der Förderung über die Hausbank oder eine andere Geschäftsbank.

In Deutschland fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ebenfalls die Beratung und unterstützt junge, technologieorientierte Start-ups bei der Teilnahme an wichtigen Messen. Darüber hinaus gibt es Zuschüsse, welche die Gewinnung von Investoren erleichtern.

Erwähnenswert ist weiterhin EXIST, ein Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Dieses fördert innovative Gründungen aus dem Hochschulbereich im wissenschaftlich-technischen Bereich durch Stipendien und Zuschüsse.

Gründungsfinanzierung – welche Form kommt für Ihre Existenzgründung infrage?

Zur Gründungsfinanzierung gehört in den meisten Fällen sowohl Eigen- als auch Fremdkapital. Eigenkapital bringen Sie selbst, Ihre Mitgründer oder Anteilseigner in das Unternehmen ein. Je nach Rechtsform und Vertragsgestaltung ergeben sich daraus Rechte auf die Teilhabe am Erfolg und zum Teil Mitbestimmungsmöglichkeiten, aber auch ein Verlustrisiko. Das Fremdkapital umfasst Kredite, die Ihnen gegen Zinszahlungen gewährt werden und die Sie nach einem vereinbarten Plan zurückzahlen müssen.

Das Kreditangebot ist vielseitig. Trotzdem kann es in bestimmten Situationen schwierig sein, einen Kredit zu erhalten. Das betrifft vor allem Selbstständige und Gründer, da diese kein regelmäßiges Einkommen nachweisen können. Unsere Artikel über Kredite widmen sich verschiedenen Schwerpunkten und zeigen Lösungen auf. Denn neben den klassischen Filialbankkrediten gibt es noch weitere Möglichkeiten.

Checkliste Dokumente Gewerbeanmeldung

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Meldebescheinigung, Aufenthaltstitel
Optionale Dokumente zur Gewerbeanmeldung:

In Abhängigkeit von Ihrer Geschäftsidee oder auch der geplanten Rechtsform sowie Organisation kann es auch sein, dass die folgenden Dokumente vorzulegen sind:

  • Führungszeugnis
  • Erlaubnisse, Lizenzen, Zulassungen
  • Registerauszug (z.B. bei UG oder GmbH)
  • Ermächtigung der Erziehungsberechtigten, Genehmigung des Familiengericht
  • Vertretungsvollmacht

Die Möglichkeiten der Eigenkapitalfinanzierung und die daraus folgenden Ansprüche, Risiken und Rechte der Kapitalgeber ergeben sich hauptsächlich aus der Rechtsform. Wenn Sie als Einzelgründer ohne weitere Kapitalgeber starten, können Sie nicht nur allein entscheiden, sondern müssen auch den Gewinn mit niemandem teilen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten der Teamgründung als Personen- oder Kapitalgesellschaft.

Wenn die vorhandenen Mittel nicht genügen, steht die Suche nach Investoren an. Denn auch für die Gewährung eines Kredits muss im Normalfall ein bestimmter Eigenkapitalanteil vorhanden sein.

Speziell im Bereich der Gründungsfinanzierung gibt es besondere Möglichkeiten, die vor allem innovativen und besonders erfolgversprechenden Unternehmen zusätzliche Chancen eröffnen. Oft steht dahinter die Hoffnung der Investoren, dass die Unternehmensanteile stark an Wert gewinnen und irgendwann mit hohen Gewinnen wieder verkauft werden können. Business Angel sind Investoren, die auch ihre umfassenden Erfahrungen in das Unternehmen einbringen und es fachlich unterstützen. Mit der Beteiligung sind deshalb auch Informations- und Mitspracherechte verbunden.

Checkliste Dokumente Gewerbeanmeldung

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Meldebescheinigung, Aufenthaltstitel
Optionale Dokumente zur Gewerbeanmeldung:

In Abhängigkeit von Ihrer Geschäftsidee oder auch der geplanten Rechtsform sowie Organisation kann es auch sein, dass die folgenden Dokumente vorzulegen sind:

  • Führungszeugnis
  • Erlaubnisse, Lizenzen, Zulassungen
  • Registerauszug (z.B. bei UG oder GmbH)
  • Ermächtigung der Erziehungsberechtigten, Genehmigung des Familiengericht
  • Vertretungsvollmacht

Startup – Jetzt geht es mit Ihrer Existenzgründung richtig los!

Wenn der Businessplan steht und die Finanzierung geklärt ist, können Sie Ihre Existenzgründung endlich starten. Dafür sind viele Aufgaben zu erledigen. Damit Sie an alles denken und schnell die richtigen Ansprechpartner finden, lesen Sie unsere Startup-Artikel.

Behördengänge und Anmeldungen

Nachdem Sie gegebenenfalls mit Ihren Mitgründern den Gesellschaftsvertrag geschlossen und im Falle einer Kapitalgesellschaft die besonderen Gründungsformalitäten erledigt haben, stehen verschiedene Behördengänge an. Kümmern Sie sich zuerst um eventuell notwendige Genehmigungen. Obwohl das nur bestimmte Unternehmen betrifft, ist es empfehlenswert, diesen Punkt rechtzeitig zu klären. Denn mitunter ist eine Genehmigung die Voraussetzung für eine weitere, sodass diese Vorgänge viel Zeit in Anspruch nehmen können. Es gibt eine Stelle, die Sie dazu berät und die Aufgaben koordiniert: der einheitliche Ansprechpartner. Die Kontaktdaten für Ihre Region finden Sie über die Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Der nächste Schritt ist die Anmeldung des Unternehmens beim Gewerbeamt. Das gilt jedoch nur für gewerbliche Betriebe und nicht für Freiberufler sowie für Betriebe der Urproduktion (u. a. Land- und Forstwirtschaft). Diese melden sich gleich beim Finanzamt und füllen den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung aus, was für Gewerbetreibende der zweite Schritt ist.

Es folgen für Gewerbebetriebe die Anmeldung bei der IHK und für Handwerker bei der Handwerkskammer. Weiterhin müssen Sie die Berufsgenossenschaft informieren und, falls Sie Mitarbeiter beschäftigen, eine Betriebsnummer bei der Arbeitsagentur beantragen. Sobald Sie Mitarbeiter eingestellt haben, melden Sie diese zur Sozialversicherung an.

Die genannten Punkte werden im Folgenden Video zusammengefasst:

Geschäftskonto

Obwohl laut Gesetz nur Kapitalgesellschaften ein eigenes Geschäftskonto führen müssen, empfiehlt sich die Einrichtung auch für Personengesellschaften und Einzelunternehmen. Das vereinfacht nicht nur die Buchhaltung, sondern ist auch konform mit den Geschäftsbedingungen der Banken, die meist separate Privat- und Geschäftskonten anbieten. Die Kontoführung muss keine hohen Kosten verursachen. Auch Angebote für ein kostenloses Geschäftskonto ohne Grundgebühr gibt es.

Sie haben grundsätzlich die Wahl zwischen dem Konto bei einer Filialbank und einem Onlinekonto. Achten Sie bei den verschiedenen Angeboten nicht nur auf die Grundgebühren, sondern auch auf die für die einzelnen Buchungen. Wenn Sie sich oft im Ausland aufhalten, sollte eine kostengünstige Kreditkarte enthalten sein. Falls Sie zum Beispiel als Gastronom oft Bargeld einzahlen müssen, bedenken Sie, dass das bei Onlinekonten nicht immer möglich ist.

Mit einem Schufa-Eintrag kann es schwierig werden, ein Geschäftskonto zu eröffnen. Aber es ist nicht unmöglich. Lesen Sie, was Sie zum Geschäftskonto ohne Schufa wissen müssen.

Versicherungen

Wenn es um Versicherungen geht, dann bedenken Sie nicht nur den Schutz Ihres Unternehmens, sondern auch Ihren eigenen. Welche Versicherungen für den Betrieb erforderlich sind, kommt immer auf die individuellen Gegebenheiten an. Wichtig ist eine Geschäftsinhalte- beziehungsweise Firmenversicherung, die Ihre Räume, Einrichtungen, Technik und Material gegen Feuer, Leitungswasser oder Einbruch absichert. Eine an der Art des Unternehmens ausgerichtete Haftpflichtversicherungen ist ebenfalls unverzichtbar. Dabei kann es sich bei bestimmten Berufen auch um eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung handeln.

Im folgenden Formular können Sie direkt überprüfen, welche Betriebshaftpflichtversicherung am ehesten zu Ihnen passt:

Was den privaten Bereich angeht, so klären Sie zunächst Fragen zu Ihrer Sozialversicherung. Bei Selbstständigkeit besteht die Option der privaten oder freiwillig gesetzlichen Krankenversicherung. Bedenken Sie, dass ein Wechsel von der privaten zur gesetzlichen Versicherung im fortgeschrittenen Alter nicht mehr möglich ist. Auch bei der Rentenversicherung bestehen Wahlmöglichkeiten zwischen privat und gesetzlich. Einige Berufsgruppen sind auch als Selbstständige gesetzlich rentenversicherungspflichtig.

Was die gesetzliche Unfallversicherung angeht, so sind in vielen Fällen nicht nur die Angestellten, sondern auch die Unternehmer pflichtversichert. Vergessen Sie deshalb auch als Einzelunternehmer nicht die Meldung bei der Berufsgenossenschaft. Diese entscheidet dann, ob eine Versicherungspflicht vorliegt.

Private Versicherungen sind die Berufsunfähigkeitsversicherung, die Unfallversicherung und die Lebensversicherung. Was für Sie notwendig oder empfehlenswert ist, hängt von Ihrer individuellen und familiären Situation und von Ihren Ansprüchen ab.

Bürosuche

Die Standortsuche ist im Rahmen der Existenzgründung ein wichtiges Thema. Aber bei einigen Geschäftsmodellen brauchen Sie für die Existenzgründung zunächst nur Büroräume. Diese können Sie in einem Geschäftsgebäude mieten, wobei natürlich die regelmäßig anfallenden Kosten ein wichtiges Entscheidungskriterium sind. Wenn Sie in Ihrem Büro auch Kunden empfangen, achten Sie auf gute Erreichbarkeit und ausreichend Parkplätze.

Eine kostengünstigere Alternative zum eigenen Büro sind Co-Working-Spaces. Dort nutzen Sie ein Büro gemeinsam mit anderen Selbstständigen oder Mitarbeitern verschiedener Unternehmen. Oft sind separate Räume für Besprechungen oder den Empfang von Kunden vorhanden. Darüber hinaus gibt es auch Gründerzentren, die jungen Unternehmen günstig Räume vermieten. Dabei können oft Gemeinschaftseinrichtungen und Serviceleistungen wie ein Sekretariatsservice genutzt werden.

Vielleicht haben Sie aber auch die Möglichkeit, von Zuhause zu arbeiten. Das dürfte kein Problem sein, wenn Sie ausreichend Platz haben und allein tätig sind. Durch das Homeoffice sparen Sie die Miete für Geschäftsräume, was direkt nach der Existenzgründung sehr hilfreich sein kann.

Verträge und Mustervorlagen

Als Unternehmer kommen Sie oft in die Situation, Verträge schließen zu müssen. Das Vertragsrecht ist eine komplexe Angelegenheit. Deshalb ist es empfehlenswert, Mustervorlagen für Verträge zu verwenden. Damit können Sie sicher sein, dass alle wichtigen Punkte geregelt sind.

So sind bei einigen Rechtsformen bereits im Rahmen der Gründung Verträge zu schließen. Das betrifft zum Beispiel den Gesellschaftsvertrag für die GmbH oder UG.

Wenn Sie für Ihre Existenzgründung Personal einstellen möchten, ist auch das Arbeitsrecht ein Thema. Das beginnt bereits bei der Einstellung, weshalb ein Muster für den Arbeitsvertrag eine Hilfe sein kann. Dabei gibt es einige Sonderformen, etwa den Arbeitsvertrag für den Minijob. Besonders regelungsintensiv ist die Anstellung eines Geschäftsführers, was im Geschäftsführervertrag Beachtung finden muss.

Weiterhin gibt es einige Vertragsarten, die Sie voraussichtlich häufiger abschließen werden. Das sind vor allem KaufverträgeMietverträgeweitere Arbeitsverträge oder Gesellschaftsverträge. Es ist ein Unterschied, ob Sie Büroräume, Maschinen oder Fahrzeuge mieten beziehungsweise vermieten. Auch bei einem Kaufvertrag kommt es darauf an, ob Sie ihn mit einem Unternehmen oder einer Privatperson schließen. Darüber hinaus gibt es Sonderformen wie den Kommissionsvertrag.

Personalsuche

Gute Mitarbeiter sind für das Unternehmen ein wichtiger Erfolgsfaktor. Gehen Sie deshalb bei der Personalsuche entsprechend sorgfältig vor. Jobbörsen im Internet sind eine gute Möglichkeit, geeignete Fachkräfte über deren Profil zu finden oder als Unternehmen selbst Jobangebote einzustellen.

Der Personalsuche geht die Personalplanung voraus. Das bedeutet, Sie müssen ermitteln, für welche Aufgaben Sie wie viele Mitarbeiter brauchen und welche Fähigkeiten diese mitbringen müssen.

Durch die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt kann es bei bestimmten Berufen schwierig werden, geeignete Mitarbeiter zu finden. Formulieren Sie deshalb die Anforderungen in Jobangeboten nicht zu starr und bieten Sie gegebenenfalls auch umfassendere Einarbeitung und Hilfe für die Weiterbildung an.

Buchhaltung, Steuern und Rechnungen

Dieser Themenbereich ist sehr komplex, weshalb die meisten Unternehmen professionelle Beratung in Anspruch nehmen, wenn es um Buchhaltung, Steuern und Rechnungen geht. Trotzdem ist es unverzichtbar, sich im Rahmen der Existenzgründung mit den wichtigsten Inhalten zu befassen. Es beginnt bereits damit, dass Sie wissen müssen, ob Sie eventuell ein Kleingewerbe anmelden können oder als Kleinunternehmer agieren, denn die ähnlich klingenden Begriffe beschreiben unterschiedliche Sachverhalte.

Rechnungen schreiben ist eine Aufgabe, die in Unternehmen regelmäßig zu erledigen ist. Dabei sind einige Dinge zu beachten, denn Rechnungen müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Mit einer Rechnungsvorlage sind Sie auf der sicheren Seite.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Umsatzsteuer. Wissen Sie, ob Sie vorsteuerabzugsberechtigt sind? Erfahren Sie auch, wann eine Umsatzsteuerbefreiung sinnvoll ist und wie Sie eine Dauerfristverlängerung beantragen.

Kennen Sie die Formen der Gewinnermittlung? Während Freiberufler und Kleingewerbetreibende die Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) anwenden dürfen, müssen andere Unternehmen eine Bilanz erstellen. Die Grundlage dafür bildet die Buchführung auf der Basis geeigneter Buchhaltungssoftware.

Tipp:

Es gibt auch kostenlose Buchhaltungssoftware. Erfahren Sie, für welche Unternehmen sich diese Produkte eignen.

In puncto Buchhaltung spielt auch das Thema Lohn und Gehalt eine wichtige Rolle. Dies gilt nicht nur dann, wenn Sie Mitarbeiter beschäftigen, sondern auch, wenn Sie sich selber ein Gehalt zahlen. In beiden Fällen werden Sie sich mit dem Thema Lohnsteueranmeldung auseinandersetzen müssen. Vergessen Sie in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht, dass hier nicht nur Ihre Gehaltszahlungen eine Rolle spielen. Auch die Überlassung von gehaltsähnlichen Gegenständen oder Leistungen wie einem Firmenwagen, Firmenlaptop oder -handy sowie Gutscheine können zum Gehalt dazu gerechnet werden und müssen als geldwerter Vorteil versteuert werden.

AGB, Impressum, Datenschutzerklärung

Der Bereich AGB, Impressum und Datenschutzerklärung umfasst Vorgaben, die vor allem dem Verbraucherschutz dienen. Die Regelungen zum Impressum und zur Datenschutzerklärung beziehen sich speziell auf Webseiten und andere digitale Inhalte. Ein Impressum ist innerhalb der EU sowohl für kommerzielle als auch für private Webseiten vorgeschrieben. Die Datenschutzerklärung soll Nutzer darüber aufklären, mit welchen Tools und Methoden ihre Daten gespeichert und ausgewertet werden. Seit Mai 2018 muss sie der DSGVO entsprechen.

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) müssen auf kommerziellen Webseiten ebenfalls vorhanden und sichtbar eingebunden sein. Es ist wichtig, dass der Kunde eines Onlineshops noch vor dem Kauf auf die AGB hingewiesen wird. Sie spielen jedoch nicht nur im Internet eine Rolle, sondern generell im Geschäftsleben. Es ist gesetzlich geregelt, was in den AGB stehen muss und darf und auf welche Weise Kunden Zugang zu diesen Informationen bekommen müssen.

Tipp: Wenn Sie hier Zeit sparen wollen und trotzdem einen rechtssicheren Auftritt gewährleisten wollen, empfehlen wir Ihnen eine Beratung vom Fachmann.

Fazit

Eine erfolgreiche Existenzgründung basiert auf guter Vorbereitungsarbeit. Um Ihnen den Start in die Selbstständigkeit zu erleichtern, vermitteln unsere Artikel wichtige Informationen zu verschiedenen Themen, die im Rahmen der Gründung von Bedeutung sind.

Beschäftigen Sie sich besonders intensiv mit den Fragen zur Finanzierung, damit es Ihnen auch in wirtschaftlich schwierigeren Phasen nicht an Liquidität fehlt. Vor allem für Existenzgründer sind darüber hinaus die vielseitigen Fördermöglichkeiten interessant. Vergünstigte Kreditzinsen, öffentliche Bürgschaften oder Zuschüsse machen vieles einfacher.

Weiterhin müssen sich Unternehmer auch ausgiebig mit rechtlichen Dingen beschäftigen, von der Vertragsgestaltung über die Buchführung bis hin zur rechtssicheren Gestaltung von Webseiten. Sehen Sie unsere Informationen als Orientierung und Basiswissen. Es ist in vielen Fällen trotzdem empfehlenswert, die Leistungen einer Anwalts- oder Steuerkanzlei oder das Angebot von einem Berater in Anspruch zu nehmen.

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Jetzt mit Roul Radeke, dem Autor dieses Beitrags vernetzen:

Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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