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Selbststaendigkeit.de > News > News / Gründertipps > Das Business Canvas Model:...
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Das Business Canvas Model: Für jeden Selbstständigen ein Mehrwert


Das Business Canvas Model ist eine strategische Methode, die sich an Existenzgründer, Startups und Unternehmensleitungen richtet. Mit ihr lassen sich Geschäftsideen konkretisieren und Geschäftsmodelle optimieren. Es kann Grundlage für Überlegungen zum Businessplan sein. Vielleicht wird es selbst zum Businessplan. Es ist keine Methode allein für den Start eines Unternehmens, sondern eine Anleitung auch für die Gestaltung des künftigen Tagesgeschäfts.

Historie

Das Business Canvas Model geht zurück auf die Dissertation von Alexander Osterwalder, die er im Jahr 2000 bei der Universität Lausanne eingereicht hat. Es ist durch zahlreiche Beiträge von ihm selbst und anderen Spezialisten fortentwickelt worden. Großkonzerne und mittelständische Unternehmen wenden es an und tragen so zu seiner Aktualisierung bei. In den USA steht es auf dem Lehrplan von 250 Universitäten. Das Business Canvas Model ist bis heute fünf Millionen Male herunter geladen worden. Als Buch ist es 100.000 Male bestellt worden.

Struktur

Das Business Canvas Model ist in vier Abschnitte gegliedert:

  • Der erste Abschnitt beschäftigt sich mit der Zielgruppe. Er dient ihrer Definition, ihrer Ansprache und ihrer Belieferung.
  • Der zweite Abschnitt wendet sich dem Angebot von Produkt und Dienstleistung zu. Ihr Nutzen für die Kunden wird definiert. Das Versprechen des Nutzens wird abgegeben.
  • Der dritte Abschnitt hat die Herstellung der Produkte und Dienstleistungen zum Thema, insbesondere das Verhältnis von Eigen- zu Fremdleistung.
  • Der vierte Abschnitt ist den Einnahmen und Ausgaben gewidmet.

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Das Business Canvas Model: Für jeden Selbstständigen ein Mehrwert, selbststaendigkeit.de

Anwendung

Das Business Canvas Model wird durch weitere neun Elemente bestimmt, die Vorgaben für die Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells enthalten.

1. Partnerschaft

Nicht jede Gemeinschaft ist eine Partnerschaft. Dazu wird sie erst, wenn die Beteiligten gemeinsame Interessen oder Ziele verfolgen. Berater, Provider, Lieferanten, sogar Kunden können zu Partnern werden. Auch können Firmen eingeschlossen werden, die nicht im direkten Wettbewerb stehen. Nicht nur für ein Startup oder eine Existenzgründung kann das Eingehen strategischer Partnerschaften viele Vorteile haben. Die Geschäftsmodelle können optimiert, das Tagesgeschäft effektiver gestaltet, neue Ressourcen oder Zielgruppen erschlossen werden.

2. Aktivitäten

Jedes Startup, jede Existenzgründung, überhaupt jedes Unternehmen haben Aktivitäten zu ergreifen, mit denen das Geschäftsmodell verwirklicht werden kann. In erster Linie sind es Aufgaben, die vom Unternehmen direkt zu erfüllen sind. Nur wenn sie beherzt angegangen werden, stellt sich der Erfolg ein. Wenn die Qualität stimmt, werden Kunden gewonnen, fließen Einnahmen. Notwendige Aktivitäten im Vertrieb sind wichtige Maßnahmen, die den Erfolg beim Kunden sichern. Um die aktive Umsetzung des Geschäftsmodells in die Tat geht es bei diesem Element des Business Canvas Models.

3. Ressourcen

Jedes Geschäftsmodell bedarf eigener spezieller Ressourcen, damit es funktioniert. Die Produkte oder Dienstleistungen sind herzustellen, Märkte zu erschließen und Nutzen-Versprechen abzugeben. Immaterielle Ressourcen sind Lizenzen, Markenrechte oder Know-how in Forschung und Entwicklung oder zur Sicherung der Qualität. Finanzielle Ressourcen sind Betriebsmittel oder Kreditwürdigkeit. Bezogen auf die Lage des Firmensitzes sind Immobilien die Ressourcen. Personelle Ressourcen betreffen das Humankapital. Dazu gehören alle Mitarbeiter, speziell die Führungskräfte und das Fachpersonal.

4. Nutzen-Versprechen

Ob ein Produkt oder eine Dienstleistung verkäuflich sind, entscheidet der Markt. Nutzen oder Wert sind die Entscheidungskriterien. Jedes Angebot muss daher ein Versprechen enthalten, dass es Probleme seiner Zielgruppe löst oder Bedürfnisse der Kunden befriedigt. Der Inhalt eines Nutzen-Versprechens ist eine Aussage zu den Produkten der Wettbewerber. Die eigene Innovation, die kostengünstigere Herstellung, die größere Benutzerfreundlichkeit oder die schnellere Verfügbarkeit sind die Aspekte des Business Canvas Models. Damit erhält das Nutzen-Versprechen höchste Priorität. Wenn es nicht gegeben oder eingehalten wird, wird das Ende eines jeden Geschäftsmodells greifbar, egal ob es sich um eine Existenzgründung, ein Startup oder ein etabliertes Unternehmen handelt.

5. Kundenbeziehung

Die konkrete Gestaltung der Beziehung zu den Kunden sichert die interaktive Kommunikation zu Abgabe und Akzeptanz von Angeboten. Wenn sie nicht optimal verläuft, bleibt das Nutzenversprechen gegenüber den Kunden eine theoretische Hülse. Wie die Beziehungen im Einzelnen aufzubauen sind, richtet sich nach den jeweiligen Geschäftsmodellen. Die Erwartungen der Kunden sind zu erfüllen. Sie spielen sich in B2B-Markt anders als im B2C-Markt ab. Sie sind sogar innerhalb der Branchen von Kunde zu Kunde verschieden. Deshalb gilt es, jeden Gesprächspartner singulär wahrzunehmen und seinen Vorstellungen zu entsprechen. Sonst ist die Kundenbeziehung schnell beendet.

6. Kommunikation und Vertrieb

Die Kommunikation mit den Kunden ist eine wichtige Voraussetzung für den finanziellen Erfolg eines Unternehmens. Sie ist eine ständige Aufgabe, damit die Produkte oder Dienstleistungen im Gespräch bleiben. Vor allem für Existenzgründungen und Startups, die anfangs völlig unbekannt sind, beginnt sie bereits vor den ersten Kundenkontakten. Bei Interessenten muss Aufmerksamkeit erregt werden, damit sie in Kunden umgewandelt werden können. Deshalb endet die Kommunikation nicht mit Public Relations, sondern setzt sich durch die Auswahl geeigneter Vertriebswege fort.

7. Kundensegmente

Die Zielgruppe für jedes Unternehmen ergibt sich aus dem Geschäftsmodell. Sie ist die Bündelung möglicher Kunden. Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass die Zielgruppe aus verschiedenen Segmenten besteht; denn die Kunden sind nicht alle gleich. Sie unterscheiden sich durch Alter, Geschlecht und andere Merkmale. Genau danach und nach anderen Kriterien sind Kundenuntergruppen zu bilden. Jede so herausgefilterte Gliederung ist weiter zu segmentieren. Zum Schluss entstehen Einheiten, die mit gleichen Angeboten angesprochen und auf ähnlichen Vertriebswegen bedient werden können. Je individueller ein Kundensegment bedient wird, desto größer ist der damit verbundene finanzielle Erfolg.

8. Kostenstruktur

Die Kostenstruktur eines Unternehmens errechnet sich aus der finanziellen Bewertung der geplanten Maßnahmen. Nicht nur die Herstellung von Produkten kostet Geld. Bereits Forschung und Entwicklung verschlingen Summen. Die Vermarktung steht dem in nichts nach. Sie beginnt mit der vorbereitenden PR und endet nicht mit der Auslieferung des Produktes; denn ein vorsichtiger Kaufmann bildet Rückstellungen für eventuelle Reklamationen. Zu addieren sind die Gemeinkosten, die ihrem Namen nach "gemein" sind. Gerade für einen Existenzgründer ist es nicht leicht, die Kostenstruktur im Griff zu behalten.

9. Einnahmen

Angebot, Mehrwert und Nutzen-Versprechen sind zwar die Voraussetzungen für Einnahmen, aber sie garantieren sie nicht. Deshalb kommt es auf die richtige Preisstrategie an. Sie richtet sich nach der Kenntnis, was ein Kunde für ein Produkt zu bezahlen bereit ist.

Fazit

Das Business Canvas Model gibt den Blick für die wichtigen Fragen einer Existenzgründung frei. Da es eine Erörterung über die Ressortgrenzen hinweg fordert, ist es ein das ganze Unternehmen ergreifender Prozess. Er sollte nicht mit der Gründung enden, sondern die folgenden Jahre weiterlaufen, praktisch unbegrenzt. Allerdings ersetzt das Model nicht den Businessplan, aber es ergänzt ihn.

Prifil Hanno Steiger

Hanno Steiger

Hanno Steiger ist langjähriger Unternehmensberater mit den Schwerpunkten Interimsmanagement und Unternehmensfinanzierung. Er sammelte ebenso fundierte Erfahrungen in der Beratung von Unternehmen und Unternehmern bei Corporate Finance Transaktionen und Restrukturierungen (M&A, Finanzierung, Restrukturierung, Rating Advisory, Due Diligence, LBO). Hanno Steiger ist Inhaber der Steiger Unternehmensberatung.


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