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Selbststaendigkeit.de > Existenzgründung > Ratgeber Businessplan – Das...

Ratgeber Businessplan – Das sollten Sie beachten, wenn Sie Ihren Businessplan erstellen

Ein Businessplan – auch Geschäftsplan genannt – beschreibt die Geschäftsidee eines Existenzgründers einschließlich Marktanalyse, Kapitalbedarf und Erfolgsaussichten.

Für den Existenzgründer ist ein Businessplan ebenso bedeutsam wie für Finanzinstitute und Investoren. Der Gründer selber verschafft sich mit einem sorgfältig ausgearbeiteten Businessplan einen soliden Überblick über die Herausforderungen und die zu ergreifenden Maßnahmen für die Startphase seines Unternehmens. Finanzinstitute und Investoren können anhand des Businessplans beurteilen, ob sie das Startup unterstützen wollen – durch Darlehen oder indem Anteile am Startup erworben werden.

Wenn auch Sie vor der Herausforderung stehen, einen eigenen Businessplan aufstellen zu müssen, dann finden Sie hier die wichtigsten Tipps und Hinweise für einen überzeugenden Businessplan.

Der Businessplan: Wozu wird er benötigt?

Die Erstellung eines Businessplans bildet einen zentralen Bestandteil der Vorbereitung einer Unternehmensgründung, einer Geschäftsübernahme sowie (bei Bestandsunternehmen) größeren Investitionsvorhaben oder Umstrukturierungen. Denn eine mangelhafte Planung führt häufig zum Scheitern von Unternehmensgründungen.

Der Businessplan dient dabei der

  • Präzisierung eines Geschäftsmodells,
  • Definition strategischer und betriebswirtschaftlicher Zielsetzungen,
  • Erstellung einer Finanzplanung und
  • ist Voraussetzung für die Beantragung öffentlicher Fördergelder.

Er umfasst gewöhnlich 20 bis 25 Seiten zuzüglich eines Zahlenwerks mit detaillierten Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. 

Der Businessplan dient der Überprüfung einer Geschäftsidee auf generelle Durchführbarkeit und wirtschaftliches Potenzial. Wenn Sie einen Businessplan erstellen, wird ein zentrales Element die Planung aller strategisch wichtigen Geschäftszahlen und Unternehmensziele sein. Er enthält aber auch die einzelnen operativen Maßnahmen, die nach Gründung, Firmenübernahme oder Tätigung einer größeren Investition mit Priorität durchgeführt werden sollen.

Bevor Sie aber Ihren Businessplan erstellen, sollten Sie zunächst seinen Zweck bestimmen. Dazu gehört insbesondere eine klare Definition der Zielgruppen und Funktionen des Businessplanes.

Für Kreditgeber und Investoren ist der Geschäftsplan eine unverzichtbare Grundlage für Entscheidungen über eine Kreditgewährung oder eine Beteiligung am Unternehmen. Lieferanten und potenziell wichtige Kunden entscheiden auf Basis eines Businessplans darüber, ob sie eine Geschäftsbeziehung mit einem Gründer-Unternehmen eingehen oder nicht. Der Vermieter gewerblicher Geschäftsräume verschafft sich anhand des Businessplans einen Eindruck über die Seriosität eines möglichen Mieters und seines Geschäftsvorhabens. Auch die Förderung durch öffentliche Mittel setzt voraus, dass Sie einen Businessplan erstellen. Hierzu sei gesagt, dass die deutsche Landschaft der Förderinstitute und die jeweiligen Programme zur Förderung von Existenzgründungen sehr vielfältig sind. Gerade für Startups sind aber die Fördergelder der KfW und natürlich der Gründungszuschuss vom Arbeitsamt besonders interessant. Aber auch die Förderbanken der Länder halten umfangreiche Fördermittel für Existenzgründer bereit.

Die größte Bedeutung hat ein Businessplan jedoch für den Gründer selbst. Durch die Bearbeitung der einzelnen Kapitel eines Businessplans ist sichergestellt, dass sich der Gründer mit allen wichtigen Fragen rund um die Gründung seines Unternehmens intensiv befasst. Wegen seiner Funktion als Machbarkeitsstudie ist deswegen unbedingt zu empfehlen, dass der Businessplan bereits vor der Umsetzung einer Geschäftsidee ausgearbeitet wird.

Businessplan Gliederung: Der Aufbau eines Businessplans

Gründer und Unternehmer, die einen Businessplan erstellen wollen, sollten sich am besten an der Gliederung einer Businessplan-Vorlage orientieren. So wird ein systematischer Aufbau sichergestellt. Häufig werden dabei die folgenden Kapitel vorgeschrieben:

 Kapitel des BusinessplansWenn Sie einen Businessplan erstellen, sollten Sie diese Punkte bringen! Selbststaendigkeit.de

Eine allgemeingültige Struktur des Businessplans gibt es allerdings nicht. So ergeben sich beispielsweise die Bestandteile „Analyse von Markt und Wettbewerb“, „Unternehmensziele und -strategie“ sowie „Marketing“ aus den Arbeiten an einem Marketingplan. Leserfreundlicher ist allerdings der dargestellte Kapitelaufbau, insbesondere wenn es darum geht, Investoren und Finanzinstitute von der eigenen Geschäftsidee zu überzeugen. Wenn Sie allerdings ein fertigungsintensives Gründungsvorhaben planen, sollten Sie ein gesondertes Kapitel zum Fertigungsplan einbauen.

1. Executive Summary

Dem Businessplan wird eine Zusammenfassung der Geschäftsidee (Executive Summary) vorangestellt, die nach den Vorgaben jeder Businessplan-Vorlage eine bis höchstens zwei Seiten umfasst. Mit einer sachlich und interessant geschriebenen Executive Summary stellen Sie die Aufmerksamkeit der Leser sicher.

2. Der Gründer/ das Gründerteam

Die Vorstellung des Gründers oder Gründerteams ist für die Businessplan-Adressaten von zentraler Bedeutung. Schließlich entscheidet die Gründerpersönlichkeit über den Erfolg einer Unternehmensgründung. Ein aussagekräftiger Lebenslauf des Gründers sowie seine Qualifikationen und Erfahrungen ermöglichen Investoren, Geschäftspartnern oder Banken eine belastbare und verlässliche Einschätzung der Person, der letztlich das Vertrauen ausgesprochen werden soll.

3. Geschäftsidee

Zu einer prägnanten Darstellung der Geschäftsidee gehören auch Informationen über

  • Besonderheiten bei der Produktherstellung, zum Beispiel Produktionsweisen und Bezugsquellen von Vormaterialien,
  • Kostenstrukturen, zum Beispiel Einkaufs- und Herstellungskosten sowie
  • Produktpreise und Gewinnmargen.

Wichtig, wenn Sie Ihren Businessplan erstellen, ist stets die Darstellung des Nutzens, die mit Ihrer Geschäftsidee für Kunden verbunden ist.

4. Analyse von Markt und Wettbewerb

In der Marktanalyse beschreiben Sie das Marktumfeld Ihres Unternehmens. Dazu gehören

  • eine kurze und präzise Bestimmung Ihres Zielmarktes mit seinen charakteristischen Merkmalen,
  • eine Beschreibung der Größe des relevanten Marktes nach Kundenzahl und der erwarteten Absatzmenge und des prognostizierten Umsatzvolumens,
  • eine Analyse des Wettbewerbs, in der Sie auf die Stärken und Schwächen von Mitbewerbern eingehen sowie
  • eine Darstellung der Marktpositionierung Ihres Unternehmens (im Vergleich zur Positionierung von Mitbewerbern). Mögliche Unterscheidungskriterien zu Wettbewerbern sind der unterschiedliche Kundennutzen aufgrund der räumlichen Lage im Markt, der Eigenschaften der Produkte und der Service-Leistungen sowie die Preisgestaltung.

Wenn Sie einen Businessplan erstellen, sollten Sie fundierte Unterlegungen Ihrer Annahmen zur Umsatzplanung mit möglichst genauen Belegen und plausiblen Argumenten machen. Dies verstärkt die Überzeugungskraft des Businessplans. Belastbare Daten finden Sie in der Regel auf den Seiten des statistischen Bundesamtes oder privater Anbieter.

5. Unternehmensziele und -strategie

In diesem Kapital präsentieren Sie Ihren Umsetzungsplan (auch Realisierungsfahrplan genannt), mit dem Sie die von Ihnen definierten Ziele erreichen wollen. Zur Umsetzungsplanung gehören die wichtigsten Maßnahmenpakete sowie die zentralen Meilensteine auf dem Weg zu den jeweiligen Zielen.

Konzentrieren Sie sich in diesem Abschnitt auf die Beschreibung der wesentlichen Maßnahmen - wie beispielsweise einen geplanten Umbau, die Geschäftseröffnung (Termin und Vorgehensweise) oder auch Erweiterungsvorhaben. Sorgen Sie gerade bei diesem Abschnitt Ihres Geschäftsplans für eine übersichtliche Darstellungsform.

6. Marketing

Sobald Sie einen Businessplan erstellen, kommen Sie um einen Marketingplan nicht umher. Denn dieser nimmt eine bedeutende Rolle in Ihrem Businessplan ein. Schließlich versuchen Sie hier die Adressaten Ihres Businessplans davon zu überzeugen, dass es für Ihre Geschäftsidee einen Markt gibt und dass dieser gewinnbringend ist.

Allerdings ist es nicht nötig, im Businessplan Ihren kompletten Marketingplan zu präsentieren. Ein kompletter Marketingplan sollte neben der Marketinganalyse, der Bestimmung von Marketingzielen und Ableitung von Marketingstrategien auch den Einsatz von Marketinginstrumenten und die geplanten Aktivitäten bei der Marketingkontrolle umfassen.

In der hier gewählten Struktur reicht es aus im Kapitel Marketing solche Marketinginstrumente – auch bekannt als die 4 P’s – zu beschreiben, mit denen Sie erreichen wollen, dass potenzielle Kunden auch tatsächlich Ihre Produkte kaufen. Abschließend stellen Sie Ihre Markteintrittsstrategien vor – also diejenigen Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Unternehmen etablieren und die ersten Kunden gewinnen wollen.

7. Organisation, Rechtsform und Personal

Beschreiben Sie die Rechtsform Ihres Unternehmens und die Eigentümer- und Anteilsstrukturen. Gegebenenfalls gehen Sie auf vorhandene Zweigstellen und Besonderheiten der Organisation Ihres Unternehmens ein.

Planen Sie die Einstellung von Personal, so sind auch Informationen über Schlüsselmitarbeiter und sonstige feste oder freie Mitarbeiter von Interesse, um den Erfolg Ihres Geschäftsmodells einschätzen zu können.

8. Finanzplan

Der Finanzplan für Ihr Unternehmen besteht aus verschiedenen Teilplänen.

 Bestandteile FinanzplanBusinessplan erstellen: Teilpläne eines Finanzplans, Selbststaendigkeit.de

  • Im Umsatzplan tragen Sie die angestrebten Netto-Umsätze ein (ohne Mehrwertsteuer).
  • Der Kostenplan zeigt die unabhängig vom Umsatz entstehenden fixen Kosten sowie die variablen Kosten, deren Höhe regelmäßig von Produktionsvolumen oder Beschäftigungsgrad bestimmt werden. Berücksichtigen Sie auch die Kosten für die Gründung Ihres Unternehmens. Dazu gehören zum Beispiel Aufwendungen für einen Rechtsanwalt und Notar, Zulassungen und Lizenzen sowie für Beratungen, die im Hinblick auf die Unternehmensgründung durchgeführt werden.
  • Der Liquiditätsplan (Kapitalbedarfsplan) weist die Umsätze und Kosten für diejenigen Monate aus, in denen Einnahmen bzw. Ausgaben tatsächlich zu erwarten sind. Beispiel: Zwischen Rechnungsstellung und Zahlungseingang verstreicht oftmals ein größerer Zeitraum. Der Liquiditätsplan zeigt die Differenz zwischen Ihren Einnahmen und Ausgaben. Gerade in der Startphase eines Unternehmens ist ausreichende Liquidität von größter Bedeutung. Daher wird die Liquiditätsplanung in der Regel auch mit monats- oder quartalsweisen Plandaten erstellt. Ergänzend ermitteln Sie Ihren privaten Finanzbedarf. Ihr Gehalt berücksichtigen Sie in Ihrem Unternehmen als Personalaufwand oder als Unternehmerlohn bei den Privatentnahmen.
  • Der Finanzierungsplan gibt Auskunft darüber, wie Sie Ihren im Liquiditätsplan ermittelten Kapitalbedarf abdecken – nämlich als Finanzierung durch Eigenkapital oder Fremdkapital, zum Beispiel in Form von Bankkrediten.
  • Der Investitionsplan enthält die für die bis zum Gründungszeitpunkt geplanten Investitionen, aus denen sich die voraussichtlichen Abschreibungen für die nächsten Jahre errechnen lassen. Halten Sie die Höhe der Anfangsinvestitionen zum Zeitpunkt der Geschäftseröffnung fest. Beispiele für Investitionen sind unter anderem Aufwendungen für Geschäfts- und Lagerräume, Fahrzeuge, Maschinen sowie Betriebs- oder Geschäftsaustattung.
  • Im Rentabilitätsplan werden die prognostizierten Umsätze den ermittelten Kosten gegenübergestellt. Sollte die Rentabilitätsvorschau einen auf mittlere und lange Sicht noch nicht ausreichenden Überschuss ergeben, so sind die Teilpläne nochmals zu überprüfen – insbesondere auf Kosteneinsparungen.

9. SWOT-Analyse

Als geeignete Methode zur Untersuchung der Unternehmenslage und zur Ausarbeitung einer Unternehmensstrategie hat sich die sogenannte SWOT-Analyse bewährt.

Der Begriff SWOT setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen Wörter Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats zusammen (Stärken, Schwächen, Gelegenheiten und Bedrohungen).

Im Rahmen einer SWOT-Analyse ermitteln, strukturieren und gewichten Sie zunächst die Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens. In einem zweiten Schritt befassen sie sich mit den Chancen und Gefahren, die sich aus dem Marktumfeld Ihres Unternehmens ergeben.

Chancen ergeben sich für ein Unternehmen beispielsweise aus bestimmten Produktvorteilen gegenüber der Konkurrenz. Risiken können unter anderem aus einer ungewissen Marktentwicklung, außerordentlichen Vertragskündigungen (Mietvertrag, Kooperationsvertrag oder ähnliches) oder aus der mit einer Produktentwicklung eines Wettbewerbers verbundenen Unsicherheit erwachsen.

Anschließend erläutern Sie, wie Sie Stärken und Chancen maximieren und Schwächen und Gefahren minimieren können. Dazu erarbeiten Sie geeignete Maßnahmen unter vier Blickwinkeln:

  • Stärken und Chancen (SO): Wie lassen sich Stärken so nutzen, dass sich die Chancen-Nutzung verbessert?
  • Stärken und Gefahren (ST): Wie können Stärken genutzt werden, um Gefahren abzuwehren?
  • Schwächen und Chancen (WO): Welche Möglichkeiten gibt es, um Schwächen zu Stärken oder Chancen zu entwickeln?
  • Schwächen und Gefahren (WT): Wie lassen sich Schäden aufgrund der erkannten Schwächen und Gefahren vermeiden?

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10 Tipps für die Erstellung Ihres Businessplans

Mit unseren 10 Tipps werden Sie im Handumdrehen das beachten, was wirklich wichtig ist, wenn Sie Ihren Businessplan erstellen:

  1. In den Leser versetzen: Versetzen Sie sich stets in die Sichtweise der Adressaten. Beispielsweise interessieren sich kreditgebende Banken vornehmlich dafür, ob Ihr Vorhaben finanziell tragfähig ist.
  2. Erscheinungsbild aufpolieren: Achten Sie auf ein ansprechendes Erscheinungsbild des Businessplans sowie auf eine klare Gliederung und auf einen verständlichen Schreibstil. Stets an den Beginn eines Geschäftsplans gehört eine ein- bis zweiseitige Zusammenfassung (Executive Summary). Auch, wenn Ihnen diese überflüssig erscheint – sie ist es nicht!
  3. Marktexpertise aneignen: Lesen Sie Marktstudien, um auf die Besonderheiten Ihrer Zielbranche gezielter eingehen zu können.
  4. Auf Konsistenz achten: Stellen Sie sicher, dass Textteil und Zahlenteil zueinander widerspruchsfrei sind. Der Zahlenteil muss in sich schlüssig sein.
  5. Belastbares Zahlenwerk erarbeiten: Erarbeiten Sie glaubwürdige Umsatz- und Kosten-Prognosen. Die im Zeitplan aufgeführten Meilensteine müssen realistisch sein. Denn zu einem späteren Zeitpunkt werden Sie, zum Beispiel von Ihrer Bank, an den Aussagen Ihres Businessplans gemessen.
  6. Einzigartigkeit des Gründungsprojektes herausstellen: Wenn Sie Ihren Businessplan erstellen, sollten Sie einen Schwerpunkt auf die Darstellung des Besonderen und Einzigartigen Ihres Gründungsprojektes legen.
  7. Produktnutzen aufzeigen: Zeigen Sie den Nutzen Ihrer Produkte und Dienstleistungen für die Kunden auf. Beschreiben Sie, wie sich Ihre Produkte von denjenigen der Mitbewerber unterscheiden. Benennen Sie die innerhalb des Marktumfeldes einzigartigen Merkmale Ihres Produktangebotes – Ihre Alleinstellungsmerkmale. Was ist die USP – die Unique Selling Proposition Ihres Produktangebotes?
  8. Zielkunden definieren: Benennen Sie die Kundengruppen oder Kundensegmente, die Ihr Produktangebot voraussichtlich nutzen werden.
  9. Finanzielle Belastung niedrig halten: Prüfen Sie, ob alle vorgesehenen Investitionen tatsächlich erforderlich sind. Vermeiden Sie, dass der Investitionsumfang zu einer übermäßigen finanziellen Anfangsbelastung führt.
  10. Beratung nutzen: Nehmen Sie rechtzeitig vor dem beabsichtigten Gründungstermin Kontakt mit Beratungsstellen auf, die Ihnen bei der Erstellung Ihres Businessplans behilflich sein können. Gründer-Know-How erhalten Sie beispielsweise bei der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, bei regionalen Gründungsinitiativen, aber genauso bei privaten Anbietern wie zum Beispiel Selbststaendigkeit.de.

Branchenabhängige Besonderheiten sind zu berücksichtigen!

Wenn Sie Ihren Businessplan schreiben, sollten Sie diesen sorgfältig auf die Besonderheiten Ihrer Branche abstimmen! Zwischen einem Businessplan Gastronomie, Hotel und andere Branchen gibt es beachtenswerte Unterschiede.

  • In einem Businessplan für die Hotellerie sind Aussagen zur Lage, Vermarktung und Servicequalität von besonderer Bedeutung. Wenn Sie für die Hotelbranche einen Businessplan erstellen müssen, sollten Sie unter anderem bei Ihren Annahmen eine realitätsnahe Hotelauslastung berücksichtigen.
  • Wenn Sie ein Einzelhandelsunternehmen gründen, dann sollten Sie die Vor- und Nachteile Ihres Standortes sowie das Kaufverhalten und die Kaufkraft Ihrer Zielkunden – überwiegend Privatkunden – genau kennen. Führen Sie hierzu eine gründliche Analyse durch.
  • Die größte Teilgruppe unter den Selbständigen stellen die Freiberufler, wie zum Beispiel Ärzte, sonstige freie Heilberufe, Rechtsanwälte und Architekten. Steuerrechtliche Fragen wirken sich direkt auf den Businessplan von Freiberuflern aus. Klären Sie frühzeitig mit einem Steuerberater oder Rechtsanwalt oder mit dem Finanzamt, ob eine Tätigkeit tatsächlich zu den Freien Berufen gezählt wird. Prüfen Sie, ob für Ihr Vorhaben eventuell eine Gründung im Franchise-Verfahren in Betracht kommt.
  • Wer im Handwerk eine Existenzgründung plant, der muss sich genauestens mit seinem lokalen Markt vertraut machen. Anhand von Branchenbüchern stellen Sie die Zahl der Mitbewerber-Betriebe fest. Holen Sie Informationen zur Preisgestaltung Ihrer Konkurrenz ein. Im Liquiditätsplan ist zu berücksichtigen, dass Handwerker üblicherweise in Vorleistung treten und der Gegenwert von Rechnungen häufig mit zeitlicher Verzögerung eingeht.
  • Gründungen im Rahmen einer Unternehmensnachfolge erfordern eine besonders eingehende Planung. Tragen Sie in der Businessplan-Vorlage die Erfahrungen und Qualifikationen ein, die Sie dazu befähigen, ein bestimmtes Unternehmen zu übernehmen. Erläutern Sie, welche Änderungen Sie hinsichtlich Betriebsstruktur und Geschäftsstrategie beabsichtigen.

Tools zum Businessplan erstellen

Wir empfehlen Ihnen, Ihren Businessplan selbst zu erarbeiten. So stellen Sie in Ihrem Eigeninteresse sicher, dass Sie sich mit allen Herausforderungen der Gründung intensiv vertraut machen. Nutzen Sie aber durchaus ein vorhandenes Businessplan-Beispiel oder Businessplan-Muster, um Ideen für Ihren Businessplan zu sammeln.

Verschiedene Software-Programme und Online-Tools unterstützen Sie beim Businessplan erstellen mit einer Businessplan-Vorlage in PDF oder einer Businessplan-Vorlage in Word bei der Geschäftsplan-Erstellung.

Jede Businessplan-Vorlage weist (je nach Anbieter) einen speziellen Funktionsumfang auf. Achten Sie bei der Auswahl einer Businessplan-Vorlage auf eine leichte Bedienbarkeit.

Alternativ können Sie natürlich auch einen Businessplan erstellen lassen. Dies ist quasi das Wohlfühlpaket auf Ihrem Weg zum Businessplan. Hier finden Sie diverse Anbieter am Markt, die sich gut im Internet recherchieren lassen.

Unterstützung bei der Erstellung

Bei der Erarbeitung eines Businessplans können Sie sich von einem externen Dienstleister unterstützen lassen. Viele Gründungsberater (Gründungscoach) und freie Unternehmensberater stehen Ihnen beim Businessplan erstellen auf Wunsch zur Seite.

Auch Selbststaendigkeit.de kann Sie dabei unterstützen. Wenn Sie Hilfe benötigen können Sie eine kostenlose Erstberatung mit uns vereinbaren. Schreiben Sie uns einfach eine Email an info@selbststaendigkeit.de. Innerhalb von 24 Stunden melden wir uns bei Ihnen.

Umfangreiche Informationen zu den Themen Businessplan-Vorlage und Businessplan erstellen erhalten Gründer aber auch auf Tages- oder Wochenseminaren, die von Handwerkskammern und der Industrie- und Handelskammern angeboten werden. Diese Seminare umfassen in der Regel 20-30 Teilnehmer und gehen auf die wesentlichen Anforderungen eines Businessplans oder der Existenzgründung ein.

Alternativen zum Geschäftsplan

Anstelle der Erstellung eines Businessplans können wir auch die folgenden Alternativen empfehlen:

  • Business Model Canvas: Das Business Model Canvas (Lean Canvas) ähnelt einer Businessplan-Vorstufe. Anstelle eines vollständig ausgearbeiteten Geschäftsplans enthält das Model Canvas nur die für eine Gründungsidee besonders wichtigen Schlüsselfaktoren. Start-up-Unternehmen nutzen das Business Model Canvas für eine schnelle und prägnante Präsentation ihres Unternehmens.
  • Verkaufstool Pitch deck: Für kurze Unternehmenspräsentationen eignet sich auch das Verkaufstool Pitch deck (pitch slide deck). Die Präsentationen bestehen aus einer Mehrzahl von Informationsseiten, die beispielsweise mit PowerPoint gestaltet werden. Das Pitch-deck Tool wird in Präsenz- oder Online-Meetings mit Investoren, Kunden, Partnerunternehmen oder Mitgründern eingesetzt.

Fazit

Der Businessplan ist auch heute noch ein unverzichtbares Werkzeug für Existenzgründer, die ihre Geschäftsidee entwickeln oder auf den Prüfstand stellen wollen. Für Investoren und Kreditgeber ist der Businessplan in der Regel die Hauptvoraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Achten Sie bei der Erstellung darauf, dass der Businessplan alle formalen und inhaltlichen Anforderungen erfüllt. Machen Sie sich aber bewusst, dass Sie den Businessplan zu allererst für sich selbst schreiben. Sehen Sie den Businessplan als eine Chance an, Ihr Gründungsvorhaben strukturiert durchzuplanen. So können Sie frühzeitig die Weichen für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung stellen sowie Fehlentwicklungen erkennen und vermeiden.

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