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Existenzgründungsberatung: Anlaufstellen, Kosten, Inhalte & wieso sich eine Gründerberatung lohnt

Sie haben eine gute Geschäftsidee und konkrete Pläne, wie Sie diese umsetzen möchten? Lesen Sie hier, warum sich in diesem Fall eine Existenzgründungsberatung lohnt, welche Inhalte dort besprochen werden und welche öffentlichen Förderprogramme Sie dafür nutzen können. Erfahren Sie auch, wie Sie nach geeigneten Beratern suchen und worauf es bei der Auswahl ankommt.

Inhaltsverzeichnis

Schnellcheck Existenzgründungsberatung – die wichtigsten Fragen auf einen Blick

Sie möchten für Ihre Unternehmensgründung eine Beratung in Anspruch nehmen? Vielleicht haben Sie dazu sich bereits eine der folgenden Fragen gestellt:

  • Wie teuer ist eine Gründungsberatung?
    Die Kosten für eine Existenzgründungsberatung variieren stark in Abhängigkeit vom Umfang der Beratung. Abhängig vom Beratungsthema werden häufig bis zu 80 % der Beratungskosten bezuschusst; bei einer Gründung aus der Arbeitslosigkeit können sogar 100 % bezuschusst werden.
  • Wer hilft mir beim selbstständig machen?
    Dafür gibt es Unternehmensberater, die sich auf
    Existenzgründungen spezialisiert haben.
  • Was macht ein Gründungsberater?
    Der Berater prüft Ihr Geschäftskonzept, gibt Feedback, beantwortet Fragen und unterstützt Sie bei allen Schritten der Gründung.

Gründungsberater finden

Erfahren Sie im Folgenden, warum es sinnvoll ist, dass Sie vor der Unternehmensgründung ein Coaching in Anspruch nehmen.

Weshalb sich Existenzgründungsberatung lohnt

Sie haben ein Geschäftskonzept entwickelt und sind sich sicher, dass Sie Ihr eigenes Unternehmen gründen möchten. Aber warum sollten Sie eine Gründerberatung nutzen und was können Sie davon erwarten? Die Beratung zur Existenzgründung beantwortet u. a. Fragen wie diese:

  • Gibt es überhaupt einen Markt für Ihr Angebot?
  • Wo müssen Sie Ihr Unternehmen anmelden und woran müssen Sie denken, um rechtlich sicher zu sein?
  • Wie soll das Unternehmen finanziert werden?
  • Welchen Umsatz müssen Sie erzielen, damit Sie kostendeckend wirtschaften und von ihrer Arbeit leben können?
  • Welches Alleinstellungsmerkmal hat Ihr Angebot und wie kommunizieren Sie dieses am besten?
Eine Existenzgründungsberatung ist nicht kostenlos. Warum sich diese Investition für Gründer trotzdem lohnt, zeigen folgende Gründe:

  • Eine Gründungsberatung bietet Ihnen die Chance, dass eine fachlich kompetente Person Ihr Konzept unvoreingenommen überprüft, bewertet und Sie auf Risiken sowie Optimierungspotenziale hinweist.
  • Gründungsberater kennen aufgrund ihrer Erfahrung typische Fehler bei Gründungen. Diese können Sie mithilfe der Beratung zur Existenzgründung vermeiden.
  • Die Gründungsberatung unterstützt Sie bei der strukturierten Bewältigung der vielen Aufgaben, die mit einer Selbstständigkeit verbunden sind.
  • Praxiserfahrungen zeigen, dass Existenzgründungsberatungen die Erfolgschancen von Gründungen erhöhen.
  • Existenzgründungsberatungen werden in vielen Fällen mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Im folgenden Abschnitt lesen Sie, in welchen Bereichen Sie Unterstützung erwarten können, wenn Sie für ihre Existenzgründung ein Coaching in Anspruch nehmen.

Klassische Inhalte und Themen bei einer Gründungsberatung

Jede Existenzgründerberatung hat ihre eigenen Schwerpunkte, die von der Art des Unternehmens und vom individuellen Beratungsbedarf des Gründers abhängen. Daher haben sich viele Berater auf bestimmte Themen spezialisiert. Folgende Inhalte sind jedoch typisch:

  • Bewertung und Ausbau der Geschäftsidee
    Existenzgründer erhalten eine auf Kompetenz und Erfahrungen beruhende Einschätzung der Erfolgschancen Ihrer Geschäftsidee. Meist geht es bei einer Gründungsberatung darum, eine Grundidee zu konkretisieren oder ein vorhandenes Konzept zu optimieren.
  • Marktanalyse
    Hier werden Marktgegebenheiten wie die Konkurrenz und Kundensegmente analysiert. So erkennen Sie Chancen und Risiken.
  • Kosten- und Finanzplanung
    Damit wird die wirtschaftliche Tragfähigkeit Ihrer Geschäftsidee überprüft, wozu begründete Prognosen der voraussichtlichen Umsätze und Kosten gehören. Es wird u. a. ein Kapitalbedarfs- und
    Liquiditätsplan erstellt.
  • Finanzierung
    Aus welchen Eigen- und Fremdkapitalquellen soll die Finanzierung erfolgen? Im Rahmen der Gründungsberatung erhalten Sie auch Hilfe bei der Beantragung von Krediten und Fördermitteln.
  • Marketing
    Mithilfe der Gründerberatung klären Sie, mit welchen Marketinginstrumenten Sie Ihre Zielgruppe am besten erreichen.
  • Persönliche Voraussetzungen
    Es wird analysiert, inwiefern persönliche Eigenschaften und Lebensumstände Ihre Selbstständigkeit fördern oder gefährden könnten. Dazu gehören Fachkompetenz und Erfahrungen, aber auch Eigenschaften wie Belastbarkeit und Resilienz sowie der Rückhalt im persönlichen Umfeld.
  • Businessplan
    Die bisher vorgestellten Inhalte und noch einige weitere Punkte sind Bestandteile des Businessplans, den Sie zur Beantragung von Krediten und Fördermitteln bzw. für die Überzeugung potenzieller Investoren brauchen. Unterstützung bei der Businessplanerstellung ist eine typische Leistung der Existenzgründerberatung.
  • Organisatorisches
    Ein Coaching zur Existenzgründung hilft Ihnen auch bei organisatorischen Aufgaben, die mit dem Schritt in die Selbstständigkeit verbunden sind, z. B. bei behördlichen Angelegenheiten.

Bedenken Sie, dass die tiefer gehende Rechts- und Steuerberatung den Angehörigen der jeweiligen Berufsgruppen vorbehalten ist. Sie gehört daher nicht zu den typischen Bestandteilen einer Existenzgründungsberatung.

Verschiedene Angebote der Existenzgründerberatung

Theoretisch können Sie bei einem passenden Anbieter Beratungsleistungen in Anspruch nehmen und vollständig selbst zahlen. Im Bereich der Existenzgründungsberatung gibt es jedoch mehrere Möglichkeiten, Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Diese Angebote sollten Sie kennen:

  • Erstberatung der IHK oder HWK
    Diese Angebote zur Existenzgründerberatung sind kostenlos und geben eine erste Orientierung, sind aber kein Ersatz für ein umfassendes, individuelles Coaching. Die Inanspruchnahme einer solchen Leistung ist bei den meisten Förderprogrammen Voraussetzung für die Bezuschussung einer tiefer gehenden Gründerberatung.
  • Beratung in der Vorgründungsphase
    Solange Sie Ihr Unternehmen noch nicht beim Gewerbe- oder Finanzamt angemeldet haben, können Sie eine aus den Mitteln des jeweiligen Bundeslandes bezuschusste Existenzgründungsberatung in Anspruch nehmen. Die Bestimmungen der landesspezifischen Förderprogramme unterscheiden sich, auch in der Zuschusshöhe, wobei bis zu 80 % der Kosten übernommen werden. In Bayern beträgt der maximale Zuschuss z. B. 70 % vom Beraterhonorar, das bei höchstens 8.000 € liegen darf.
  • Förderung unternehmerischen Know-hows
    Den aus Bundesmitteln geförderten BAFA-Zuschuss gibt es für Unternehmen in verschiedenen förderfähigen Situationen, wozu auch junge Unternehmen in den ersten beiden Jahren ihrer Existenz gehören. Auf diesem Weg können Sie auch nach der Gründung noch eine geförderte Beratung in Anspruch nehmen.
  • Beratungen für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit
    Wenn Sie einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (
    AVGS) erhalten haben und gründen möchten, können Sie diesen für eine Existenzgründungsberatung bei einem zugelassenen Maßnahmenträger verwenden. Im Normalfall erfolgt eine vollständige Förderung, sodass keine zusätzlichen Ausgaben für Sie entstehen.
  • Beratungsangebote des Instituts für Freie Berufe
    Dieses Institut bietet speziell für Freiberufler verschiedene Formen der Existenzgründungsberatung an, u. a. ein kostenpflichtiges Einzelcoaching, das in einigen Bundesländern aus Landesmitteln bezuschusst wird.

Gründungscoach finden

Im folgenden Abschnitt erhalten Sie detailliertere Informationen über die Preise einer Existenzgründerberatung und den bereits erwähnten BAFA-Zuschuss für junge Unternehmen.

Kosten der Beratung und Förderung unternehmerischen Know-hows (BAFA-Zuschuss)

Für ein Tagewerk (8 Stunden) berechnen Gründungsberater ca. 800 bis 1.000 €. Je nach Umfang liegen die Gesamtkosten für eine Existenzgründungsberatung meist zwischen 3.000 und 8.000 €. Über das Programm zur Förderung unternehmerischen Know-hows können junge Unternehmen einen Zuschuss erhalten, wobei 4.000 € als Bemessungsgrundlage für die förderfähigen Beratungskosten gelten. Die prozentuale Höhe des Zuschusses hängt vom Unternehmensstandort ab, wobei 3 Fälle zu unterscheiden sind:

Unterschiedliche Zuschusshöhen nach dem Beratungsstandort:

  • neue Bundesländer (ohne Berlin und Region Leipzig): 80 % (max. 3.200 €)
  • Region Lüneburg: 60 % (max. 2.400 €)
  • alte Bundesländer (ohne Region Lüneburg), Berlin und Region Leipzig: 50 % (max. 2.000 €)

Das Programm zur Förderung unternehmerischen Know-hows wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verwaltet. Die Unterstützung junger Unternehmen in den ersten beiden Jahren nach der Gründung ist einer von mehreren möglichen Förderzwecken. Im Gegensatz zu den Förderprogrammen auf Landesebene werden Beratungen vor der Gründung nicht bezuschusst.

Voraussetzung für die Förderfähigkeit ist, dass es sich nach der EU-Mittelstandsdefinition um ein kleines oder mittleres Unternehmen mit Sitz in Deutschland handelt. Vor der Beantragung des Zuschusses müssen Sie ein Gespräch mit einem Regionalpartner der Leitstelle führen. Das ist ein Vertreter der regionalen IHK oder Handwerkskammer. Eine entsprechende Liste mit Kontaktdaten finden Sie auf der Website des BAFA.

Den Antrag stellen Sie selbst über die Antragsplattform des BAFA. Die Beratung kann erst nach der Bestätigung beginnen. Achten Sie darauf, dass das Beratungsunternehmen für das Programm zugelassen ist. Die Gründungsberatung darf sich höchstens über einen Zeitraum von 6 Monaten erstrecken und muss als Einzelmaßnahme durchgeführt werden.

7 Tipps für die Auswahl eines Gründercoaches

Der Beruf des Existenzgründungsberaters ist nicht geschützt. Das bedeutet, dass grundsätzlich jeder, unabhängig von Ausbildung oder Erfahrung, Gründerberatung anbieten darf. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihren Gründercoach sorgfältig auswählen. Achten Sie auf Folgendes:

  1. Zulassung für das Förderprogramm
    Wenn Sie für die Existenzgründungsberatung Fördermittel in Anspruch nehmen möchten, muss der Berater für das jeweilige Programm zugelassen sein.
  2. Referenzen
    Kann der Coach Referenzen für erfolgreiche Gründungen nachweisen? Fragen Sie auch in Ihrem persönlichen Netzwerk nach Erfahrungen und Empfehlungen.
  3. Beratungsschwerpunkt
    Gründercoaches sind mit allen grundlegenden Aspekten einer
    Existenzgründung vertraut. Einige haben sich jedoch auf bestimmte Schwerpunkte spezialisiert, z. B. Franchising oder freie Berufe. Wenn Sie bei speziellen Themen besonderen Beratungsbedarf haben, suchen Sie nach einem Coach mit entsprechendem Beratungsschwerpunkt.
  4. Kostenfreies Erstgespräch
    Existenzgründungsberater sollten einen ersten kostenfreien Gesprächstermin anbieten, nach dem Sie sich für oder gegen eine weitere Zusammenarbeit entscheiden können.
  5. Persönliche Ebene
    Testen Sie im Erstgespräch, ob die persönliche Chemie stimmt und Sie Vertrauen aufbauen können. Denn dies ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
  6. Branchenerfahrung
    Es ist von Vorteil, wenn der Berater Erfahrungen in Ihrer Branche hat.
  7. Transparenz
    Klärt der Coach im Erstgespräch mit Ihnen gemeinsam Ihren individuellen Beratungsbedarf? Erfahren Sie, welche Leistungen er genau bietet, wie viele Termine in welchem Zeitraum das Coaching umfasst und wann die Gründerberatung beendet ist.

Viele Coaches bieten auch Online-Beratungen an. So muss die räumliche Distanz kein Hinderungsgrund für die Auswahl eines bestimmten, spezialisierten Beraters sein.

Hier finden Sie eine passende Existenzgründungsberatung

Es ist empfehlenswert, und für die Beantragung weiterer Fördermittel oft auch Voraussetzung, als ersten Schritt eine kostenlose Erstberatung Ihrer regionalen IHK oder Handwerkskammer in Anspruch zu nehmen. Wenn Sie aus der Arbeitslosigkeit heraus gründen möchten, nehmen Sie zuerst Kontakt zu Ihrem persönlichen Berater bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter auf. Bei einer geplanten freiberuflichen Tätigkeit informieren Sie sich über die Angebote des Instituts für Freie Berufe, wozu in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz auch eine kostenlose Hotline für Gründer gehört. Diese erreichen Sie montags bis freitags von 9:00 – 13:30 Uhr unter der Nummer 0911 23 565 28.

Für die Suche nach einer kostenpflichtigen, aber oft förderfähigen Existenzgründungsberatung können Sie z. B. folgende Recherchequellen nutzen:

Neben den Coaches, die als Einzelunternehmer oder für kleinere Gesellschaften tätig sind, gibt es auch überregional aktive Unternehmen, die Unternehmens- und Existenzgründungsberatungen anbieten. Einige Beispiele dafür sind:

Wenn Sie für die Existenzgründungsberatung Fördermittel in Anspruch nehmen möchten, beschäftigen Sie sich zunächst mit den Fördervoraussetzungen des jeweiligen Programms. Nehmen Sie danach die kostenlose Erstberatung der IHK, Handwerkskammer oder Arbeitsagentur in Anspruch. Wenn Sie einen AVGS erhalten haben, können Sie sich direkt an einen zugelassenen Gründungsberater wenden. Für die anderen Zuschüsse wählen Sie einen Coach aus, führen das kostenlose Erstgespräch und beantragen danach die Förderung selbst online. Warten Sie den Bescheid ab, bevor Sie mit der kostenpflichtigen Gründerberatung starten.

Hier AVGS-Coach finden

Besondere Angebote für die Existenzgründungsberatung

Jede Existenzgründung ist ein individueller Prozess, sodass in der Gründerberatung bestimmt Schwerpunkte gesetzt werden. Möglicherweise haben Sie in einem der folgenden Bereiche besonderen Beratungsbedarf.

Start-up Beratung

Start-ups zeichnen sich gegenüber anderen Unternehmen durch ein hohes Wachstumspotenzial aus, das auf einer innovativen und skalierbaren Geschäftsidee beruht. Hieraus ergeben sich einige Besonderheiten, z. B. was die Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung oder den Support durch Acceleratoren, Inkubatoren oder Business Angels angeht.

Deshalb ist es empfehlenswert, einen auf Start-ups spezialisierten Gründungsberater zu engagieren. Unter anderem bietet die Datenbank des BDU entsprechende Filtermöglichkeiten.

Beratung für Freiberufler

Zu den freien Berufen gehören die sogenannten Katalogberufe, die in § 18 EStG aufgeführt sind. Das sind u. a. Ärzte, Anwälte und Künstler. Im Vergleich zur gewerblichen Selbstständigkeit gibt es einige Besonderheiten, weshalb die Existenzgründerberatung möglichst von einem Coach mit Erfahrung auf diesem Gebiet durchgeführt werden sollte.

Ein geeigneter Ansprechpartner ist in diesem Fall das Institut für Freie Berufe mit Sitz in Nürnberg. Es bietet u. a. Einzelberatungen an, auch per Skype oder Telefon, die jedoch nur in einigen Bundesländern aus öffentlichen Mitteln bezuschusst werden.

Businessplan-Beratung

Die Unterstützung bei der Erstellung des Businessplans gehört zu den typischen Leistungen einer Existenzgründungsberatung in der Vorgründungsphase. Den Businessplan brauchen Sie, um Kredite und Fördermittel bei der Bank zu beantragen oder Investoren zu überzeugen.

Aber nicht nur für die Finanzierung und die Bank hat er Relevanz: Sie müssen sich ohnehin mit allen Themen, die Bestandteile im Businessplan sind, gründlich auseinandersetzen. Schreiben Sie den Businessplan deshalb selbst. Ihr Coach berät Sie zu den einzelnen Inhalten und zur Gestaltung.

Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit

Wenn Sie aus der Arbeitslosigkeit heraus gründen möchten, lohnt sich die Verwendung eines Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins (AVGS) für die Existenzgründungsberatung. In diesem Fall werden die Unkosten vollständig von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter übernommen.

Ob Sie einen AVGS erhalten und wofür dieser berechtigt, liegt jedoch im Ermessen der Behörde. Nehmen Sie deshalb bei Interesse zuerst Kontakt zu Ihrem Ansprechpartner dort auf. Für die Suche nach einem passenden Berater können Sie die Datenbank auf der Website der Arbeitsagentur nutzen.

Mehr zum AVGS-Coaching

Franchise-Beratung

Wenn Sie sich für eine Existenzgründung im Bereich Franchising interessieren, dann entweder als Franchisenehmer oder mit einem neuen System. Franchisenehmer erhalten zwar meist bereits Hilfe von ihrem Franchisegeber. Eine zusätzliche Existenzgründungsberatung ist aber trotzdem oft sinnvoll.

Der Aufbau eines neuen Franchisesystems ist komplex, weshalb die Beratung durch einen spezialisierten Coach erfolgen sollte. Im Beraterverzeichnis von selbststaendigkeit.de finden Sie auch Ansprechpartner mit besonderen Kompetenzen im Bereich Franchising.

FAQ Existenzgründerberatung – 7 wichtige Fragen und deren Antworten

Sie haben noch Fragen zur Existenzgründungsberatung? Folgende FAQ-Antworten fassen das Wichtigste zusammen:

  1. Gibt es die Existenzgründungsberatung kostenlos?
    Es gibt die kostenfreie Erstberatung bei der IHK oder HWK, die aber nur der Orientierung dient. Bei einer AVGS-geförderten Maßnahme werden die Kosten vollständig übernommen, weshalb für Sie diese Existenzgründerberatung kostenlos ist.
  2. Wo finde ich die passende Beratung für meine Existenzgründung?
    Fragen Sie in Ihrem persönlichen Netzwerk nach Empfehlungen und nutzen Sie Datenbanken für die Suche, z. B. auf selbststaendigkeit.de, beim BDU oder bei der Arbeitsagentur.
  3. Welche Förderungen gibt es für die Gründerberatung?
    Für die Vorgründungsberatung gibt es Förderprogramme auf Landesebene, in den ersten beiden Jahren nach der Gründung können Sie den BAFA-Zuschuss beantragen und bei einer Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus nutzen Sie möglichst einen AVGS für die Gründungsberatung.
  4. Wie beantrage ich eine Existenzgründungsberatung?
    In einem ersten Gespräch mit dem Berater, das kostenlos sein sollte, ermitteln Sie gemeinsam den Beratungsbedarf und legen den organisatorischen Rahmen fest. Danach beantragen Sie die Förderung. Sobald diese bewilligt wurde, können Sie mit der Existenzgründerberatung beginnen.
  5. Wie oft sollte ich zur Gründungsberatung gehen?
    Üblich sind, je nach Beratungsbedarf, 30 bis 80 Stunden, die über einen längeren Zeitraum verteilt werden. Ein Beratungstermin umfasst oft mehrere Stunden.
  6. Wie kann ich mich auf die Gründungsberatung vorbereiten?
    Informieren Sie sich vorab gründlich über das Thema Existenzgründung und erarbeiten Sie anhand dieser Informationen ein erstes Konzept ihrer
    Geschäftsidee. Notieren Sie noch vor dem Erstgespräch konkrete Fragen und Themen, bei denen Sie Beratungsbedarf haben.
  7. Ersetzt eine Existenzgründungsberatung die Steuerberatung?
    Steuerberatung darf nur von geprüften Steuerberatern durchgeführt werden und ist deshalb kein Bestandteil einer typischen Existenzgründungsberatung. Es gibt jedoch Steuerberater, die auch Gründungsberatung anbieten.

Achten Sie vor allem auf eine gründliche Vorbereitung. Je genauer Ihre Vorstellungen sind, desto besser können Sie gemeinsam mit Ihrem Berater konkrete Fragen klären und so den bestmöglichen Nutzen aus der Beratung ziehen.

Fazit: Existenzgründungsberatung

Wenn Sie für Ihre Existenzgründung eine Beratung in Anspruch nehmen, steigen Ihre Erfolgschancen deutlich. Denn so können Sie typische Fehler vermeiden, ihr Geschäftskonzept optimieren und das Feedback eines kompetenten Beraters bei allen Gründungsschritten zur Orientierung nutzen.

Grundsätzlich kostet eine Gründungsberatung Geld, aber diese Investition lohnt sich. Durch die Inanspruchnahme von Fördermöglichkeiten halten Sie die Kosten gering.

Roul Radeke von Selbststaendigkeit.de

Roul Radeke

Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer des 2015 gegründeten Onlineportals Selbststaendigkeit.de und bei radeke-interim.de. Das Onlineportal Selbststaendigkeit.de bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching), digitale Produkte für die Selbstständigkeit und zahlreiche Werbemöglichkeiten.