Cannabis Club gründen – so geht’s ganz einfach

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 26 Mai, 2024
Lesezeit Minuten.
Die deutsche Bundesregierung hat zum 01.04.2024 die Legalisierung von Cannabis auf den Weg gebracht. Für Existenzgründer eröffnet sich somit die Möglichkeit, einen Cannabis Club zu gründen. Erfahren Sie mehr darüber, was im Gründungsprozess zu beachten ist und welche gesetzlichen Vorschriften für Anbauvereinigungen gelten.  

Schnellcheck: Das Wichtigste zu Cannabis Social Clubs im Überblick

Sie spielen mit dem Gedanken, einen Cannabis Club zu gründen? Hier finden Sie die häufigsten Fragen zu diesem Thema, die Ihnen bei den wichtigsten Entscheidungen rund um die Vereinsgründung weiterhelfen können.

  • Was ist ein Cannabis Social Club?
    In einem Cannabis Social Club kann Cannabis gemeinschaftlich zum Eigenkonsum angebaut und an die Mitglieder weitergegeben werden. Wichtig sind die vorherige Erlaubnis der zuständigen Behörden, die Umsetzung der Maßgabe, dass der Anbau nicht gewerblich erfolgt sowie die Beachtung aller gesetzlichen Vorgaben zum Jugendschutz und zur Suchtprävention.
  • Kann man mit einem Cannabis Social Club Geld verdienen?
    Ein Cannabis Club darf Cannabis nicht zum gewerblichen Verkauf anbieten und somit keinen Gewinn erwirtschaften. Allerdings können sich diese Anbauvereinigungen über Mitgliedsbeiträge finanzieren. Außerdem kann für die Weitergabe von Vermehrungsmaterial an andere Cannabis Clubs die Erstattung der Selbstkosten verlangt werden.
  • Wer darf einen Cannabis Social Club gründen und welche Voraussetzungen muss man erfüllen?
    Im Allgemeinen dürfen solche Clubs nur von Personen gegründet werden, die volljährig sind und keine relevanten Vorstrafen haben. Darüber hinaus müssen die Gründer in der Lage sein, eine klare Organisation und Struktur vorzuweisen, die den gesetzlichen Anforderungen entspricht, wie beispielsweise ein transparentes Mitgliederverzeichnis und ein nachvollziehbares Distributionssystem, das den nicht-kommerziellen Austausch von Cannabis unter den Mitgliedern regelt.
  • Wie hoch sind die Kosten zur Gründung eines Cannabis Social Clubs?
    Die Gründungskosten für Social Clubs belaufen sich auf die Kosten einer Vereinsgründung. Dies beinhaltet die Gebühren für die Eintragung ins Vereinsregister, die Bekanntmachung der Eintragung des Vereins sowie die notarielle Beglaubigung.
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Was muss in die Satzung eines Cannabis Clubs?

Um einen eingetragenen Verein e.V. zu rechtssicher zu gründen, benötigen Sie eine entsprechende Vereinssatzung. Diese muss neben Namen und Sitz auch Ziele und Aufgaben des Vereins enthalten. Außerdem wird die Mitgliedschaft in solchen Vereinigungen näher beschrieben, inklusive der Rechten und Pflichten, die ein Mitglied hat. Auch über die Verwendung von Vereinsmitteln und die Organe des Vereins gibt es Informationen.

Wie finanzieren sich Cannabis Clubs?

Die Finanzierung eines Cannabis Social Clubs in Deutschland oder anderen Ländern, in denen solche Einrichtungen legal sind, kann eine Herausforderung sein, insbesondere wegen der rechtlichen Grauzonen und Einschränkungen in Bezug auf Cannabis-bezogene Geschäfte. 

Hier sind einige gängige Methoden zur Finanzierung eines solchen Clubs:

  • Gründungsfinanzierung durch Spenden, Fundraising, private Investoren, Kredite und Finanzierungsprogramme Spenden und Fundraising
  • Finanzierung der laufenden Kosten durch Mitgliedsbeiträge, Merchandising, Veranstaltungen und Workshops, Verkauf von Essen und Getränken 

Welche Einschränkungen, Pflichten und Auflagen gelten für Cannabis Social Clubs?

Laut dem Cannabisgesetz (CanG), das am 01.04.2024 in Deutschland in Kraft trat, ist der Besitz von Cannabis für Erwachsene ab 18 Jahren zum eigenen Konsum erlaubt. Genauer gesagt sind die Aufbewahrung von bis zu 50 Gramm Cannabis in den eigenen vier Wänden sowie die Mitführung von 25 Gramm Cannabis möglich. Zu den Regelungen zum Umgang mit Cannabis zählen auch die Vorschriften zu Anbauvereinigungen. Diese dürfen ab dem 01. Juli 2024 als Clubs in Deutschland legal Cannabispflanzen für den Eigenkonsum ihrer Mitglieder anbauen.

Im Einzelnen darf ein sogenannter Cannabis Social Club aus dem Eigenanbau an volljährige Mitglieder maximal 25 Gramm Cannabis pro Tag sowie nicht mehr als 50 Gramm im Monat abgeben. Insgesamt dürfen Social Clubs über nicht mehr als 500 Mitglieder verfügen. Ein vom Verein eigens zu benennender Jugendschutz-, Sucht- und Präventionsbeauftragter soll sicherstellen, dass die Volljährigkeit der Mitglieder gegeben ist und der Konsum im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Eine Abgabe an Nicht-Mitglieder ist nicht möglich und der Verkauf von Cannabis bleibt weiterhin strafbar. Außerdem ist ein Cannabis Social Club verpflichtet, mit einer lokalen Suchtpräventions- und Beratungsstelle zusammenzuarbeiten. 

Achtung!

Werbung für den Verein und seine Produkte sind genauso wenig erlaubt wie der Ausschank von Alkohol in den Vereinsräumen.

Was sind die Vorteile einer Mitgliedschaft im Cannabis Social Club?

Eine Mitgliedschaft in einem Cannabis Social Club bietet verschiedene Vorteile, besonders in Ländern, in denen der Cannabiskonsum legalisiert ist. So profitieren Mitglieder von einem legalen Rahmen für den Umgang mit Cannabis. Dies reduziert das Risiko, mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen, und bietet eine sichere Umgebung, in der die Mitglieder Cannabis konsumieren können. Außerdem haben Clubs die Möglichkeit, ihr Cannabis auf Qualität und Reinheit prüfen. So können Mitglieder sicher sein, dass sie reine und unverfälschte Produkte erhalten. Das Risiko gesundheitsschädlicher Beimischungen, wie sie auf dem Schwarzmarkt vorkommen können, wird somit minimiert.

Im Rahmen der Cannabis Legalisierung bieten viele Anbauvereinigungen Informationen über den richtigen Umgang mit Cannabis, seine Wirkungen und mögliche gesundheitliche Vorteile an. Dies kann besonders für Nutzer von Interesse sein, die Cannabis zur Behandlung spezifischer medizinischer Erkrankungen verwenden. Darüber hinaus können Cannabis Clubs auch eine politische und aufklärerische Rolle spielen, indem sie sich für die Rechte der Cannabis-Nutzer einsetzen und zur Entstigmatisierung von Cannabis in der Gesellschaft beitragen.

Cannabis Social Club gründen in 9 Schritten

Die Gründung einer Anbauvereinigung für den Eigenanbau von Cannabis, wie sie ab dem 01. Juli 2024 durch das neue Gesetz der deutschen Bundesregierung erlaubt ist, folgt einem strukturierten Prozess. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Gründung eines solchen Cannabis Clubs:

  1. 1
    Rechtliche Recherche
    Informieren Sie sich zunächst genau über die neuen gesetzlichen Vorschriften, die für Ihren Anbau und die Gründung einer Vereinigung relevant sind. Dazu gehören die Qualitätssicherung, Dokumentations- und Mitteilungspflichten sowie Vorgaben zum Eigenanbau und der Abgabe von Cannabis.
  2. 2
    Gründungsmitglieder finden
    Identifizieren und gewinnen Sie eine Kerngruppe von Gründungsmitgliedern, die gemeinsame Ziele und Interessen teilen. Stellen Sie hierbei sicher, dass alle Mitglieder aktiv am Prozess beteiligt sind und die Vereinigung tragen wollen
  3. 3
    Businessplan erstellen
    Ein detaillierter Businessplan ist entscheidend. Dieser sollte Informationen zur Struktur des Clubs, den geplanten Aktivitäten, der Finanzierung, den Zielen und der Strategie zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben enthalten.
  4. 4
    Rechtsform wählen
    Gemäß § 1 Nr. 13 des Cannabisgesetzes können Sie für einen Cannabis Social Club entweder die Form eines eingetragenen nicht wirtschaftlichen Vereins (e.V.) oder einer eingetragenen Genossenschaft (eG) wählen. Hier gibt es Unterschiede hinsichtlich der rechtlichen Strukturen, der Mitgliederanforderungen und der wirtschaftlichen Aktivitäten. Bei einem eingetragenen Verein gelten Gründung und Verwaltung als deutlich einfacher.
  5. 5
    Vereinbarungen und Satzungen erstellen
    Verfassen Sie eine Satzung, die die Regeln und Verfahren der Vereinigung festlegt. Im Einzelnen sollte die Satzung Name, Sitz, Gründungsjahr sowie Aufgaben und Ziele des Clubs beschreiben. Wichtig ist auch die Erstellung von klaren Vereinbarungen bezüglich Mitgliedschaft, Beiträgen, Rechten und Pflichten sowie die Beschreibung der Organe des Vereins und Vorgehensweisen im Falle von Satzungsänderungen oder der Auflösung des Vereins.
  6. 6
    Standort und Ressourcen sichern
    Suchen und sichern Sie geeignete Flächen für den Anbau und wählen Sie einen geeigneten Standort für den Club, der den gesetzlichen Anforderungen entspricht, insbesondere im Hinblick auf die Nähe zu Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen. Auch eine Investition in notwendige Ausrüstung und moderne Technologien zur Optimierung des Anbaus sind empfehlenswert.
  7. 7
    Offizielle Gründung und Registrierung
    Halten Sie eine Gründungsversammlung ab, auf der die Satzung offiziell angenommen und die Vereinigung formell gegründet wird. Auch Vorstandsmitglieder müssen in dieser Versammlung gewählt und ein Gründungsprotokoll erstellt werden. Nehmen Sie die Eintragung ins Vereinsregister vor und melden Sie Ihre Vereinigung beim Finanzamt an.
  8. 8
    Mitgliederakquise und Marketing
    Entwickeln Sie eine Marketingstrategie, um die Vereinigung bekannt zu machen und Mitglieder zu gewinnen. Wünschenswert sind auch Programme zur Aufklärung Ihrer Mitglieder über den sicheren und verantwortungsbewussten Cannabis-Konsum sowie über die medizinischen und rechtlichen Aspekte. Außerdem sollten Sie ein System zur Mitgliederverwaltung einführen.
  9. 9
    Betriebsstart und laufende Verwaltung
    Starten Sie den Anbaubetrieb Ihres Social Clubs gemäß den festgelegten Plänen. Führen Sie regelmäßige Treffen durch, um die Fortschritte zu überwachen und anzupassen, und verwalten Sie die täglichen Betriebsabläufe effizient.

Durch die sorgfältige Befolgung dieser Schritte können Sie eine legale Anbauvereinigung gründen, die den Mitgliedern eine starke Gemeinschaft für einen sicheren Konsum von Cannabis bietet. Greifen Sie auf die Beratung von Experten, wie z.B. Anwälten, die auf Cannabisrecht oder Vereinsrecht spezialisiert sind, zurück. So können Sie den Gründungsprozess Ihres Vereins sorgfältig planen und sichergehen, alle gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich der Abgabe von Cannabis zu erfüllen.

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CSC eröffnen: Diese Punkte sollten in den Businessplan!

Ein gut durchdachter Businessplan ist entscheidend für den Erfolg eines Cannabis Social Clubs. Er dient nicht nur als Roadmap für den Betrieb, sondern auch als Werkzeug zur Planung der Finanzierung und zur Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. Hier sind die wesentlichen Elemente, die ein Businessplan für einen Cannabis Club enthalten sollte:

1. Zusammenfassung (Executive Summary)

Beschreiben Sie klar und prägnant das Konzept Ihres Clubs, seine Mission und seine Ziele.

2. Unternehmensbeschreibung

Geben Sie Details zur Rechtsform des Clubs, z.B. ob es ein eingetragener Verein (e.V.) oder eine eingetragene Genossenschaft (eG) sein soll. An welchem Standort ist Ihr Club geplant und welche Vorteile bringt dieser mit. Erläutern Sie außerdem Ihren Zielmarkt und die Zielgruppe. 

3. Produkte und Dienstleistungen

Beschreiben Sie detailliert die Produkte und Dienstleistungen, die der Club seinen Mitgliedern anbieten wird. Woher beziehen Sie Ihre Produkte und wie werden diese angebaut? Wichtig ist auch die Darstellung der Vorteile, die der Club seinen Mitgliedern vor allem im Hinblick auf den sicheren Konsum von Cannabis bietet. 

4. Marktanalyse

Analysieren Sie Ihre Zielgruppe, inklusive demografischer Daten, Bedarf und Konsumgewohnheiten. Erfassen Sie außerdem Informationen über direkte und indirekte Konkurrenten, ihre Stärken und Schwächen. Wichtig ist auch die Erklärung, wie der Club die Bedürfnisse des Marktes erfüllt. 

5. Marketing- und Vertriebsstrategie

Welche Marketingaktivitäten sind zur Gewinnung und Bindung von Mitgliedern geplant? Erläutern Sie anschließend, über welche Vertriebskanäle sie die Produkte und Dienstleistungen Ihren Mitgliedern anbieten möchten. Auch die Strategie, wie der Verein über die medizinischen und rechtlichen Aspekte von Cannabis und die Rolle der Anbauvereinigung informieren möchte, sollte erklärt werden. 

6. Betriebsplan

Integrieren Sie eine Beschreibung des täglichen Betriebs und der Managementstruktur und geben Sie einen Überblick über die physische Infrastruktur und technologische Ausstattung. Auch Details zu Mitarbeitern, deren Rollen und Verantwortlichkeiten sollten in diesem Teil enthalten sein. 

7. Vorstand und Organisation

Fügen Sie hier Biografien der Schlüsselpersonen im Vorstand und deren Qualifikationen ein und erläutern Sie die rechtliche Struktur sowie die Organisation der Vereinsführung.

8. Finanzplan

Geben Sie eine detaillierte Aufstellung der Anfangsinvestitionen und laufenden Betriebskosten und schätzen Sie die Einnahmen und Ausgaben für die ersten 3-5 Jahre. Auch eine Break-Even-Analyse ist an dieser Stelle wichtig. 

9. Risikoanalyse

Identifizieren Sie potenzielle Risiken und Strategien zu deren Management und definieren Sie Notfallpläne für den Umgang mit unvorhergesehenen Ereignissen.

10. Anhänge

Hier können Sie rechtliche Dokumente, Verträge und andere relevante Unterlagen wie Marktstudien oder technische Datenblätter einfügen.

Ein umfassender Businessplan hilft nicht nur bei der Strukturierung des Vorhabens, sondern ist auch entscheidend, um die notwendigen Genehmigungen von den lokalen Behörden zu erhalten. Es ist ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um sicherzustellen, dass der Businessplan alle wesentlichen Aspekte abdeckt und überzeugend präsentiert wird.

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Cannabis Social Club gründen - Wo bekommt man Unterstützung?

Die Gründung eines Cannabis Social Clubs ist ein komplexes Unterfangen, das spezifisches Wissen und sorgfältige Planung erfordert. Der wohl wichtigste Schritt ist, sich rechtliche Unterstützung zu sichern. Spezialisierte Anwälte können sicherstellen, dass alle gesetzlichen Anforderungen des neuen Cannabisgesetzes erfüllt sind. Außerdem gibt es den Branchenverband Cannabiswirtschaft, der Anbauvereinigungen Ressourcen, Leitfäden und Unterstützung bei der Gründung und dem Betrieb eines Cannabis Social Clubs bieten.

Auch die Teilnahme an internationalen Cannabis-Konferenzen und -Messen kann wertvolle Kontakte und Einblicke in die Industrie bieten. Hier können Sie Experten treffen, neueste Trends und Technologien entdecken und sich mit anderen Unternehmern vernetzen. Online-Communitys und Foren bieten ebenfalls eine gute Möglichkeit, um als Gründer eines Cannabis Social Clubs Erfahrungen einzuholen. Hier können Sie Fragen stellen, Erfahrungen teilen und von anderen lernen, die ähnliche Projekte gestartet haben.

Checkliste: So können Sie Ihren Cannabis Social Club professionalisieren

Die Professionalisierung eines Cannabis Social Clubs ist entscheidend, um den Betrieb zu optimieren, das Vertrauen der Mitglieder und der Öffentlichkeit zu stärken und gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. In unserer Checkliste finden Sie einige Schritte, die dabei helfen können:

Ausschnitt Checkliste Cannabis Club gründen

Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen kann ein Cannabis Social Club nicht nur seinen Mitgliedern einen Mehrwert bieten, sondern auch das Vertrauen von Regulierungsbehörden und der Öffentlichkeit stärken. Dies führt langfristig zu einem nachhaltigen und erfolgreichen Betrieb.

Lohnt sich ein Cannabis Social Club finanziell?

Ob sich die Gründung eines Cannabis Social Clubs finanziell lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich des Standorts, der gesetzlichen Rahmenbedingungen, der Bekanntheit des Social Clubs und der Vereinsführung. Hier sind einige wesentliche Aspekte, die bei der finanziellen Bewertung eines solchen Unternehmens berücksichtigt werden sollten:

Marktpotenzial und Nachfrage

  • Marktgröße: In Ländern, in denen die Legalisierung von Cannabis erfolgt ist, kann die Nachfrage nach einem sicheren und regulierten Umfeld für den Konsum von Cannabis hoch sein.
  • Zielgruppe: Eine klare Definition und das Verständnis der Zielgruppe sind entscheidend, um die Bedürfnisse potenzieller Kunden zu erfüllen und erfolgreich Marketingstrategien umzusetzen.

Kostenstruktur

  • Anlaufkosten: Zu den Anfangsinvestitionen gehören die Kosten für die Vereinsgründung, die Einrichtung des Clubs, die Ausstattung für den Anbau sowie rechtliche Beratung und Marketing.
  • Laufende Kosten: Dazu zählen Miete, Versicherungen, Steuern, Marketing, Verwaltungsausgaben sowie Kosten für den Einkauf und Anbau von Cannabis.

Einnahmequellen

  • Mitgliedsbeiträge: Regelmäßige Beiträge von Mitgliedern können eine stabile Einnahmequelle sein.
  • Verkauf von Produkten: Da Cannabis selbst nicht verkauft werden darf, können auch andere Produkte wie Zubehör, Kleidung und Verbrauchsmaterialien verkauft werden.
  • Veranstaltungen und Schulungen: Einnahmen können auch durch die Ausrichtung von Veranstaltungen, Workshops und Kursen generiert werden.

Wettbewerb

  • Wettbewerbslandschaft: Die Anzahl und Art der Konkurrenten in der Region kann einen großen Einfluss auf die potenziellen Einnahmen an Mitgliedsbeiträgen haben.
  • Differenzierung: Einzigartige Angebote oder Dienstleistungen können helfen, sich von anderen Anbietern abzuheben und mehr Mitglieder zu gewinnen.

Risiken & Versicherungen

  • Marktrisiken: Änderungen in den gesetzlichen Bestimmungen, wirtschaftliche Abschwünge und Veränderungen im Konsumverhalten können den Club beeinträchtigen.
  • Betriebsrisiken: Probleme wie Diebstahl, Sicherheitsverletzungen oder Qualitätsprobleme können finanzielle und rechtliche Konsequenzen haben. Schließen Sie daher unbedingt eine Vereinshaftpflichtversicherung ab und prüfen Sie die Notwendigkeit weiterer Versicherungen.

Um festzustellen, ob die Gründung eines Cannabis Social Clubs finanziell sinnvoll ist, sollte eine gründliche Marktanalyse durchgeführt, ein detaillierter Businessplan erstellt und mögliche Risiken bewertet werden. Eine professionelle Beratung durch Finanzexperten, Rechtsanwälte und Branchenkenner ist ebenfalls empfehlenswert, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Die Einrichtung eines solchen Clubs kann sich durchaus lohnen, erfordert jedoch eine sorgfältige Planung und Management, um langfristigen Erfolg zu sichern.

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Fazit: Cannabis Social Club in sicherem Umfeld

Das neue Cannabisgesetz der Ampel-Regierung ermöglicht ab Sommer 2024 die Gründung von Cannabis Social Clubs als Orte, an denen ein legaler und sicherer Umgang mit Cannabis erlaubt ist. Hier darf der Anbau von Cannabis zur nicht-gewerblichen Weitergabe an volljährige Mitglieder im Rahmen der Legalisierung erfolgen. Sowohl für den Gründungsprozess als auch im Rahmen ihres Betriebs müssen die Anbauvereinigungen einigen gesetzlichen Anforderungen entsprechen.


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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