schließen

Sind Sie Gründer oder Unternehmer?

Dann melden Sie sich heute noch gratis zu unserem Gründer- oder Unternehmer-Newsletter an. So erhalten Sie vollen Zugriff auf unsere Unternehmertipps und profitieren von kompakten News aus der Gründer- und Unternehmerszene sowie hilfreichem Wissen für Ihre Selbstständigkeit.

Kostenlos dazu gibt es eines von zwei Ebooks. Sie haben die Wahl zwischen "In 27 Schritten Ihr Unternehmen gründen" oder "Präsentieren wie Steve Jobs".

Gründer Newsletter

Selbstständigkeit

Sie wollen gründen? Einfach zum kostenlosen Gründer Newsletter anmelden und das gratis E-Book "In 27 Schritten Ihr Unternehmen gründen" erhalten

  • Sie erhalten mindestens einen Gründer-Tipp pro Woche
  • Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben
  • Sie können sich jederzeit vom Newsletter wieder abmelden

Unternehmer Newsletter

Selbstständigkeit

Sie sind schon selbstständig? Einfach zum kostenlosen Unternehmer Newsletter anmelden und das gratis E-Book "Präsentieren wie Steve Jobs" erhalten

  • Sie erhalten mindestens einen Unternehmer-Tipp pro Woche
  • Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben
  • Sie können sich jederzeit vom Newsletter wieder abmelden
Startseite > News > News / Gründertipps > Im Nebenjob selbständig – Was Sie wissen sollten, wenn Sie sich nebenberuflich selbständig machen!
Existenzgründung im Nebenjob, Nebenjob, Nebenberuflich selbstständig, Nebenberuflich selbstständig machen, Nebenberuflich selbstständig werden

Im Nebenjob selbständig – Was Sie wissen sollten, wenn Sie sich nebenberuflich selbständig machen!


Eine Selbständigkeit bedeutet immer ein großes Risiko. Deshalb gehen immer mehr Menschen dazu über, eine Geschäftsidee zunächst neben einem Angestelltenverhältnis zu testen – quasi im Nebenjob. Prinzipiell ist dies auch ohne weiteres möglich, es sollten dabei aber einige Dinge beachtet werden.

Gute Planung ist alles

Auch wenn Sie sich nur nebenberuflich selbständig machen, sollten Sie dies nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn damit sich der Erfolg auch im Nebenjob einstellt, ist eine gute Planung von hoher Wichtigkeit. Deshalb sollte jeder im Voraus einen umfangreichen Businessplan erstellen. Schon daran lässt sich oft erkennen, ob ein Gewerbe erfolgversprechend ist oder eben nicht. Mitunter lassen sich dadurch teure Fehlversuche vermeiden. Doch auch wenn es mal nicht so rosig aussieht, ist dies kein Grund, gleich die Flinte ins Korn zu werfen. Viel mehr empfiehlt es sich, an einem Plan weiter zu feilen, bis ein gutes Ergebnis erzielt wird.

Darf sich jeder neben dem Beruf selbständig machen?

In Deutschland haben Arbeitnehmer grundsätzlich das Recht, neben einem Angestelltenverhältnis auch selbständigen Tätigkeiten nachzugehen. Allerdings können Arbeitgeber dies in einem Arbeitsvertrag durchaus auch einschränken. In jedem Fall sind also die Verhältnisse vor Arbeitsaufnahme zu prüfen. Dazu ist nicht nur ein Blick in den Arbeitsvertrag sinnvoll, Angestellte sollten auch aktiv das Gespräch mit ihrem Vorgesetzten suchen. Ist dieser in das Vorhaben eingeweiht, kommt es später nicht zu unangenehmen Überraschungen. In den allermeisten Fällen haben Arbeitgeber mit einer nebenberuflichen Selbständigkeit kein Problem, solange diese den Hauptberuf in keiner Weise negativ beeinflusst.

Auch der Gesetzgeber sieht vor, dass eine nebenberufliche Selbständigkeit klar erkennbar Nebensache sein muss. Das bedeutet, dass die Arbeitszeiten sich nicht mit dem Hauptberuf überschneiden und dass auch die Einnahmen geringer ausfallen. Als Faustregel gilt dabei, dass Arbeitnehmer nicht länger als 18 Stunden pro Woche auf eigene Faust tätig sein sollten.

Existenzgründung im Nebenjob, Nebenjob, Nebenberuflich selbstständig, Nebenberuflich selbstständig machen, Nebenberuflich selbstständig werden

Im Nebenjob selbständig – Was Sie wissen sollten, wenn Sie sich nebenberuflich selbständig machen, selbststaendigkeit.de

Das Drumherum

Auch wenn die Verhältnisse mit dem Chef geklärt sind, so sind dennoch noch einige Behördengänge zu erledigen, bevor es mit der nebenberuflichen Selbständigkeit losgehen kann. Wichtig ist dabei vor allem das Finanzamt. Wer kein Freiberufler ist, muss auch bei geringen Umsätzen in jedem Falle ein Gewerbe anmelden. Das Finanzamt gibt die Informationen dann automatisch an die IHK und andere Institutionen weiter. Bei geringen Umsätzen ist nicht unbedingt eine umfangreiche Buchhaltung notwendig; es reicht dann letztlich eine einfache Einnahmenüberschuss-Rechnung. Selbstverständlich müssen auch die nebenberuflich erzielten Einnahmen und Ausgaben in der Steuererklärung angegeben werden. Es muss jedoch niemand fürchten, dass sämtliche Gewinne für Steuerabgaben draufgehen. Gewisse Beträge sind steuerfrei, sodass kleine Gewinne in der Regel vollständig auf dem eigenen Konto bleiben.

Ebenfalls über einen selbständigen Nebenerwerb zu informieren ist die Krankenkasse. Je nach Art der Tätigkeit und der Höhe der Einnahmen kann sich der monatliche Beitrag durch eine nebenberufliche Tätigkeit ändern. Es ist auch hier empfehlenswert, von Anfang an für klare Verhältnisse zu sorgen. Wer das nicht tut, kann durch seinen Nebenjob später zu hohen Nachzahlungen aufgefordert werden. Für alle nebenberuflich Selbständigen ist die Krankenkasse immer ein wichtiges Thema.

Nebenberuflich selbständig: Lohnt sich das?

Wer eine Geschäftsidee gleich welcher Art hat und diese im kleinen Rahmen testen möchte, fragt sich natürlich, ob es sich überhaupt lohnt, nebenberuflich selbständig zu werden. Diese Frage lässt sich aber gar nicht ohne weiteres beantworten. Finanziell ergeben sich durch einen Nebenerwerb natürlich Vorteile. Schon bei vergleichsweise geringem Aufwand lassen sich durchaus dreistellige Beträge im Monat verdienen, was dem eigenen Kontostand ohne Frage gut tut. Eine Möglichkeit, die in diesem Zusammenhang immer wieder genannt wird, ist Onlinemarketing. Mehr dazu lesen Sie hier. Allerdings ist der Erfolg in keinem Fall garantiert. Selbst mit der besten Geschäftsidee bedarf es immer auch viel Arbeit, um sich durchsetzen zu können. Eine nebenberufliche Tätigkeit erfordert zudem nicht selten Anstrengungen und Investitionen, noch lange bevor damit auch nur ein einziger Euro verdient wird. Darüber muss sich jeder im Klaren sein.

Darüber hinaus ist bei einer nebenberuflichen Tätigkeit nicht nur das Geld ein Thema. Auch die Zeit ist nicht zu verachten. Wer sich nebenberuflich selbständig macht, muss während seiner Freizeit viel arbeiten und kann dadurch Freunden und Familie weniger Aufmerksamkeit schenken. Gerade in der Anfangszeit ist es nicht unüblich, dass überhaupt keine Zeit mehr zur Erholung bleibt. Es benötigt also ein gewisses Durchhaltevermögen, um sich nebenberuflich selbständig zu machen. Wer damit nicht umgehen kann, sollte eventuell lieber davon absehen. Wer seine Idee jedoch durchzieht, der kann sich nach einiger Zeit vielleicht schon über ein beträchtliches Einkommen freuen.

Nebenberuflich selbständig - und danach?

Nur selten gehört es zu einem dauerhaften Plan, eine Selbständigkeit neben dem Beruf auszuführen. Viele verfolgen auch das Ziel, ihren Hauptberuf mit einer Geschäftsidee abzulösen. Grundsätzlich ist das natürlich auch möglich, solange das Einkommen stimmt und es sich davon leben lässt. Ein solches Ziel zu erreichen ist jedoch noch schwieriger, als eine selbständige Tätigkeit neben dem Beruf. Abseits der Einnahmen müssen in jedem Fall die Behörden und der Arbeitgeber schon dann benachrichtigt werden, wenn sich abzeichnet dass das eigene Geschäft in naher Zukunft den Beruf ablösen könnte. Dies kann weitreichende Folgen nach sich ziehen, beispielsweise in Sachen Steuerabgaben und Krankenversicherung. Im Nebenerwerb selbständig zu sein ist für die Krankenversicherung kein nennenswertes Thema, diese läuft wie gehabt über den Arbeitgeber; gegebenenfalls muss sie mit einem kleinen Betrag zusätzlich bezahlt werden. Wer hingegen hauptberuflich selbständig wird, muss die Versicherung komplett aus den eigenen Einnahmen zahlen. In diesem Fall steht es dann aber auch jedem frei, zu einer privaten Versicherung zu wechseln.

Es ist zu empfehlen, in dieser Hinsicht nichts zu überstürzen. Selbst wenn zu Anfang große Erfolge gefeiert werden, so sollte der Schritt in eine vollständige Selbständigkeit gut überlegt sein. Es ist sinnvoll, in dieser Hinsicht langfristig zu denken. Eine nebenberufliche Selbständigkeit ist ein hervorragendes zweites Standbein und zum Teil auch eine Versicherung gegen den möglichen Verlust des Arbeitsplatzes. Doch nur wenn ein Konzept über längere Zeiträume funktioniert, kann es auch ein Angestelltenverhältnis ersetzen. Selbst bei einem gut laufenden Betrieb lohnt es sich daher, diesen einige Zeit neben dem Beruf laufen zu lassen, bevor der Schritt in die vollständige Selbständigkeit geschieht.

Roul Radeke von selbststaendigkeit.de, Roul Radeke, selbststaendigkeit.de, selbststaendigkeit.de Gründer

Roul Radeke

Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer des Onlineportals selbststaendigkeit.de.

Das Onlineportal selbststaendigkeit.de bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene,  hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, ein Beraternetzwerk für Unternehmens-, Steuer- und Rechtsberater, interessante Rabatte für Existenzgründer sowie kostenlose Unternehmertipps für den Aufbau und Betrieb von Unternehmen.


Kommentare

Hallo Roul und danke für den tollen Artikel hier! Nebenberuflich sich etwas aufzubauen ist tatsächlich spannend und gar nicht so kompliziert, wie man vielleicht vorher denkt. So kann man auf jeden Fall einige Dinge ausprobieren (mit der richtigen Planung versteht sich). Es macht auf jeden Fall auch eine Menge Spaß, vor allem dann wenn man merkt, dass die Ideen angenommen werden und man die ersten Kunden hat! LG, Kevin

Danke fuer den Beitrag! Eine Sache ist aber noch etwas unklar fuer mich: Ich bin in Spanien fest angestellt und sozialversicherungspflichtig ueber meinen Arbeitgeber versichert. Ich moechte nun in Deutschland eine UG gruenden, um Ware zu verkaufen. Die Einnahmen werden im ersten Jahr wohl eher gering ausfallen. Muss ich mich nun noch extra kranken versichern oder nicht? Ihr Text ist fuer diese Konstellation leider etwas undeutlich. Vielen dank vorab!

Guten Tag – wo finde ich die Rechtsgrundlage dafür, dass eine selbständige Nebenbeschäftigung maximal 18h/w umfassen darf? Bei dieser Gelegenheit: Wie kommen Sie darauf, dass selbständige Nebentätigkeit nur innerhalb der gesetzlichen Tages-Höchstarbeitszeit von 10h zulässig sei? Das ArbZG gilt nur für abhängige Beschäftigung! Freundliche Grüße, AF

Hallo AF, vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte: Eine Nebenbeschäftigung heißt dewegen "Nebenbeschäftigung", weil sich der Betreffende neben der Haupttätigkeit beschäftigt. Die Grenzen der Nebenbeschäftigung, gleich wie sie ausgeführt wird, werden durch die Haupttätigkeit bestimmt. Da die Haupttätigkeit eine Arbeit in abhängiger Beschäftigung ist, gilt für sie das Arbeitszeitgesetz vom 06.06.1994, insbesondere § 3 ArbZG für die von mir ermittelten Zeiten. Der Arbeitgeber muss davor geschützt werden, dass sein Arbeitnehmer Arbeitslohn für eine Arbeit erhält, die er nicht bei seinem Arbeitgeber abliefert, sondern in seine Nebentätigkeit steckt, oder infolge Erschöpfung bei vollem Lohn nur teilleistungsfähig ist. Die 18 Stunden/Woche sind von den gesetzlichen Krankenkassen festgelegt worden. Bei einer Tätigkeit von bis zu 18 Stunden pro Woche und, wenn die Nebentätigkeit die Haupttätigkeit nicht überwiegt, wird eine Nebentätigkeit anerkannt. Dauert die Nebentätigkeit mehr als 18 Stunden pro Woche oder ist sie unabhängig von der Stundenzahl länger als die Haupttätigkeit, muss dafür eine eigene Krankenversicherung abgeschlossen werden. Sonst werden nur anteilige prozentuale Versicherungsbeiträge erhoben. So die gesetzlichen Kassen. Bei den privaten Krankenkassen und für Beamte gelten gesonderte Regelungen. Beste Grüße, Das Team von selbststaendigkeit.de

Neuen Kommentar schreiben

Pflichtangaben

Teilen

schließen

Sind Sie bereits selbstständig oder wollen Sie es werden?

Dann holen Sie sich hier Ihr kostenloses Ebook für Gründer oder Unternehmer ab.

Gratis Ebook anfordern