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Betriebshaftpflichtversicherung

Ratgeber Betriebshaftpflichtversicherung: Das müssen Sie wissen


Eine Betriebshaftpflichtversicherung sichert Schäden an Personen, Sachen und Vermögen ab. Es gibt einige Branchen, die zum Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung buchstäblich verpflichtet sind. Anderen wiederum ist diese Police freigestellt. Unabhängig von ihrer Größe und vom Geschäftszweck ist die Betriebshaftpflichtversicherung also für jeden Selbstständigen, Freiberufler und für jedes Unternehmen zu haben. Dieser Beitrag liefert Informationen zur Betriebshaftpflicht, grenzt sie zu Berufshaftpflicht ab und gibt Hinweise, welche Leistungen im Versicherungsumfang enthalten sind.

Betriebshaftpflichtversicherung: Pflicht oder Wahl?

Generell gilt, dass die Rechtsform keinen Einfluss auf den Zugang zu einer Betriebshaftpflichtversicherung hat. Egal, ob man als Freiberufler oder Selbstständiger arbeitet, Gewerbetreibende im Einmannbetrieb oder im Rahmen einer GmbH mit einigen Mitarbeitern operiert – jeder kann die Betriebshaftpflichtversicherung für sich beanspruchen. Für manche Berufsgruppen ist sie sogar Pflicht. Der Gesetzgeber schreibt je nach Branche eine Haftpflichtversicherung vor. Diese kann entweder eine Berufs-, eine Betriebs- oder eine Vermögensschadenhaftpflicht sein. Die gesetzliche Grundlage zur Haftpflichtversicherung ist in § 823 BGB verankert.

Betriebshaftpflichtversicherung

Ohne Betriebshaftpflichtversicherung hat ein kleiner Fehltritt eine große Wirkung, Quelle: pixabay.com © stevepb (CC0 Creative Commons)

Zu den Berufsgruppen, die zwingend eine geeignete Haftpflichtversicherung abschließen müssen, gehören unter anderem diese:

  • Ärzte
  • Apotheker
  • Anwälte
  • Steuerberater
  • Architekten
  • Ingenieure
  • Sachverständige

Für die meisten anderen Berufsgruppen gilt die Verpflichtung nicht. Einige Berufsverbände jedoch verlangen die Vorlage einer speziellen Haftpflichtversicherung. Abgesehen von den oben genannten Berufsgruppen trifft das zum Beispiel auf Physiotherapeuten, Hebammen und Heilpraktiker zu.

Tipp: Ob ein Berufsverband die Vorlage einer Betriebshaftpflicht fordert, sollten Unternehmer aktiv erfragen.

Berufshaftpflicht und Betriebshaftpflicht – die Unterschiede

Der wesentlichste Unterschied zwischen der Berufshaftpflicht- und der Betriebshaftpflichtversicherung liegt im versicherten Personenkreis. Die Berufshaftpflicht wird für eine einzelne Person abgeschlossen. Die versicherte Person ist diejenige, die den abgedeckten Schaden verursachen kann. In Bezug auf die Berufshaftpflicht handelt es sich zum Beispiel um den Rechtsanwalt, den Architekten oder Steuerberater, dessen Leistungen abgedeckt werden. Die Berufshaftpflichtversicherung deckt insofern Vermögensschäden ab: Berät ein Steuerberater falsch und aus seinem Rat erwächst dem Mandanten ein Vermögensschaden, dann springt seine Berufshaftpflicht ein. Sie wird auch als Vermögensschadenhaftpflichtversicherung bezeichnet.

Die Betriebshaftpflicht hingegen schützt einen Betrieb vor den Kosten, die durch Schäden an Dritten durch Betriebsangehörige verursacht werden. Die Betriebshaftpflicht umfasst also auch Mitarbeiter und deckt mit der optional verfügbaren Erweiterung außerdem Produkte ab, die der Betrieb herstellt. Die Betriebshaftpflicht wird auch als Gewerbeversicherung bezeichnet. Die Abgrenzung zwischen Berufs- Betriebshaftpflichtversicherung ist bei einigen Versicherern allerdings gar nicht möglich, den viele von ihnen kombinieren die Produkte miteinander.

Beispiel: Ein Steuerberater muss eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abschließen. Gleichzeitig muss er seine Mitarbeiter versichern, für den Fall, dass diese Schäden verursachen. Eine Assekuranz würde dem Steuerberater eine kombinierte Berufshaftpflicht mit Betriebshaftpflicht anbieten.

Betriebshaftpflichtversicherung ist alternativlos

Wer nach einer Alternative zu Betriebshaftpflichtversicherung sucht, wird nicht fündig. Es gibt nämlich keine. Für Betriebe, die von Rechts wegen nicht verpflichtet sind, diese Versicherung abzuschließen, bliebe alleine die Möglichkeit, sich für keinen Versicherungsschutz zu entscheiden. Die Konsequenz daraus wäre, dass der oder die Verursacher/-in für einen Schaden persönlich aufkommt. Diese Option stellt in Wahrheit keine echte Alternative dar. Betriebe sollten generell dafür sorgen, Schäden, die sie oder ihre Mitarbeiter bei ihren Kunden verursachen, abgedeckt sind. Insbesondere gesundheitliche Konsequenzen, die aus einem verursachten Unfall folgen können, können sehr teuer werden. Beispiel: Ein Kunde wird auf dem Firmengelände unglücklich von einem Firmenfahrzeug erfasst und sitzt fortan im Rollstuhl. Der Schadenersatz kann in die Millionen gehen.

Was leistet eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Die Erläuterungen zum möglichen Leistungsumfang einer Betriebshaftpflichtversicherung übernehmen am besten erfahrene Experten. Prinzipiell deckt eine Betriebshaftpflichtversicherung Schäden an Personen, Sachen und Vermögensgegenständen ab, die durch den Betrieb und/oder deren Angehörigen verursacht wurden. Zur Betriebshaftpflichtversicherung bei Hiscox ist darüber hinaus folgendes zu lesen:

„Die betriebliche Haftpflichtversicherung prüft Schadensersatzansprüche aus Personen- und Sachschäden, die an ihr Unternehmen gestellt werden. Berechtigte Forderungen werden bis zur Höhe der Versicherungssumme entschädigt, unberechtigte Ansprüche abgelehnt.

Ist der Anspruchsteller damit nicht einverstanden, vertreten wir Ihr Unternehmen sogar vor Gericht, um die Ansprüche abzuwehren. Anwalts- und Gerichtskosten fallen für Sie nicht an. Diese Komponente der Haftpflichtversicherung wird als passiver Rechtschutz bezeichnet.“

Für die Versicherten bedeutet das, dass sie den Schaden melden und die Versicherung alle weiteren Schritte übernimmt. Das ist besonders dann eine große Hilfe, wenn die Sachlage unklar ist. Die Experten der Versicherung wissen genau, welche Informationen relevant sind und wie sie an diese Informationen kommen.

Betriebshaftpflicht

Auf großen Firmengeländen sind oft Besucher unterwegs. Entstehen Schäden, springt die Betriebshaftpflicht ein, Quelle: pixabay.com © Mikali (CC0 Creative Commons)

Ausdehnung der Schutzfunktion der Betriebshaftpflichtversicherung

Wie bereits erwähnt, greift der Versicherungsschutz für den Betrieb und die dort tätigen Mitarbeiter. Falls ein Unternehmen eine Zweigstelle hat, ist auch diese über die Betriebshaftpflicht abgedeckt. Es gibt einige Besonderheiten zu beachten.

  • Fügen sich Mitarbeiter untereinander Schäden zu, kommt die Betriebshaftpflichtversicherung nicht dafür auf.
  • Sollte es sich zum Beispiel um einen Arbeitsunfall handeln, bei dem ein Mitarbeiter den anderen Mitarbeiter mit einem Gabelstapler anfährt, dann springt die gesetzliche Unfallversicherung ein. Als Alternative zur gesetzlichen Unfallversicherung kann auch eine betriebliche Unfallversicherung beansprucht werden.
  • Der Versicherungsschutz gilt für im Betrieb tätige Mitarbeiter. Das bedeutet, dass Subunternehmer nicht mitversichert werden. Diese müssen selber für ihren Versicherungsschutz sorgen.

Besonderheit für produzierende Betriebe

Für Betriebe des produzierenden Gewerbes kann die gängige Betriebshaftpflichtversicherung erweitert werden. Der besondere Baustein heißt Produkthaftpflichtversicherung. Wenn ein Betrieb beispielsweise etwas herstellt, das später in einem anderen Produkt weiterverarbeitet wird, ist die Absicherung gegen Produktfehler ratsam. Denn manchmal kann ein kleines Bauteil einen Schaden verursachen, der sehr teuer werden kann.

Beispiel: Ein Unternehmen stellt Steuerungselemente für Lkw-Zugmaschinen her. Dieses Steuerelement wird in den Motor eingebaut. Kauft nun ein Transportunternehmen einen Lkw und erleidet mit dieser Zugmaschine nach kurzer Zeit einen Totalschaden, kann es empfindlich teuer werden. Ein Gutachter wird prüfen, was den Schaden verursacht hat. Handelt es sich bei dem verursachenden Teil um das Steuerungselement, wird der Hersteller des Steuerungselements für den gesamten Schaden verantwortlich gemacht. Würde die Produkthaftung nicht bestehen, müsste das produzierende Unternehmen mit dem bestehenden Betriebsvermögen haften. Das kann zur Insolvenz führen, wenn man davon ausgeht, dass eine Zugmaschine um die 80.000 € kostet und der geschädigte Unternehmer durch entgangene Geschäfte Gewinneinbußen hinnehmen muss. Die Produkthaftung springt bei solchen Schäden ein und schützt die Existenz des Betriebs.

Betriebshaftpflicht ist unverzichtbar

Im Prinzip ist eine Betriebshaftpflichtversicherung für jeden Betrieb unverzichtbar. Das gilt alleine schon aus Sorgfaltspflicht zum Schutz vor Insolvenz. Dieser Überblick weiterer Versicherungen Gründer hilft dabei, die wesentlichen Risiken abzusichern.

liliya_mosoryk_selbststaendigkeit.de

Liliya Mosoryk

Liliya Mosoryk ist als Autorin und Bloggerin tätig. Zu ihren Themenschwerpunkten gehören insbesondere Beiträge rund um die Selbstständigkeit – von Geschäftsideen, Marketing, Organisation, Finanzen bis zu gesetzlichen Neuerungen.

Seit 2017 ist sie für Selbststaendigkeit.de tätig und veröffentlicht wöchentlich Beiträge für das Onlineportal.


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