Herr Sécrit, Sie haben sich als KFZ-Sachverständiger längst einen Namen in Berlin und Umgebung gemacht. War es ein langer und steiniger Weg bis dorthin?
Mein bisheriger beruflicher Werdegang sowie mein Studium haben mich meines Erachtens sehr gut auf die Selbstständigkeit vorbereitet. Eine starke Herausforderung und Belastung habe ich eher psychischer Natur wahrgenommen – durch die Unsicherheit, die eine Selbstständigkeit gerade in der Anfangszeit so mit sich bringt.
Wie haben Sie die Anfangszeit kurz nach der Gründung finanziell überbrückt?
Mit etwas Eigenkapital, durch Unterstützung meiner Familie und durch ein befreundetes Sachverständigenbüro konnte ich diese Zeit gut überbrücken. Bei dem befreundeten Büro konnte ich die zur Gutachtenerstellung notwendige Software nutzen und musste dadurch am Anfang nicht gleich lange Verträge abschließen. So waren die Investitionen überschaubar.
Hatten Sie eine Vision, nach der Sie Ihre Strategie ausgerichtet haben?
Immer unabhängig bleiben! Als Sachverständiger steht man immer zwischen den Stühlen. Beim Klassiker, dem unverschuldeten Unfallschaden, ist das auf der einen Seite der Anspruchsteller und auf der anderen Seite die Versicherung des Unfallgegners. Beide Seiten haben entgegengesetzte Interessen. Man darf sich von keiner der beiden Seiten irgendwie beeinflussen lassen, muss immer objektiv an die Sache herangehen. Das darf man nie aus den Augen verlieren.
Inwieweit konnten Sie Ihr Unternehmen dementsprechend gestalten?
Um Unabhängigkeit zu gewährleisten, gehe ich keine Kooperationsverträge mit Versicherungen ein.
Wie hat sich Ihre Arbeitswoche im Vergleich zu den Anfängen geändert?
Die Arbeitswoche hat sich im Vergleich zu den Anfangszeiten schon um einiges verlängert. Neben dem Tagesgeschäft, der Gutachtenerstellung, nehmen auch die Verwaltung und die administrativen Aufgaben immer mehr Zeit in Anspruch.
Unabhängig bleiben ist das A und O beim seriösen Erstellen von KFZ-Unfallgutachten, kfz-unfallgutachter.berlin
Was unterscheidet Ihr Unternehmen von der Konkurrenz?
Wir arbeiten absolut kundenorientiert und sind flexibel. D. h. wir haben keine starren Bürozeiten, sondern richten uns nach unseren Kunden. Wenn diese beispielsweise unter der Woche keine Zeit für eine Fahrzeugbegutachtung haben, ist es für uns selbstverständlich, dass wir das Fahrzeug auch an einem Samstag oder Sonntag sowie nach Feierabend besichtigen. Des Weiteren bieten wir eine 24/7 Erreichbarkeit und stehen damit unseren Kunden in Notfällen jederzeit zur Seite.
Sie bieten ein breites Produktportfolio von Unfallgutachten, Oldtimergutachten, Schadenanalyse, Gebrauchtwagen-Check, Kurzgutachten sowie Beweissicherung an. Mit welchen Fachleuten arbeiten Sie zusammen, um all dies generieren zu können?
Unser Team besteht aus Fahrzeugtechnikingenieuren und Karosseriebaumeistern. Somit haben wir das Know-how, um in diesen Bereichen qualitativ hochwertige Expertisen zu erstellen.
Ihr Service scheint überragend – mit uneingeschränkter Erreichbarkeit, flexiblen und kurzfristigen Terminen und einem Vor-Ort-Service. Wie stemmen Sie dieses Pensum?
Da steckt natürlich viel Engagement dahinter. Man muss sich als Dienstleister verstehen: der Kunde ist König! Nur mit einem ordentlichen Zeitmanagement und einer effizienten Arbeitsweise ist es möglich, den Kunden langfristig zufriedenzustellen. Nur durch tolle Mitarbeiter ist das zu bewältigen.
Möchten Sie Ihr Angebot künftig noch weiter entwickeln und wo sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf Jahren?
Wir wollen unseren Service noch weiter ausbauen. Dazu haben wir bereits in modernste Diagnosegeräte und in ein 3D-Karosserievermessungssystem investiert. Die Fahrzeugelektronik und die Fahrerassistenzsysteme sowie der Multi-Material-Mix innerhalb der Fahrzeugkarosserien erfordern zunehmend noch mehr Know-how bei der Begutachtung eines Fahrzeuges. Um weiterhin hochwertige und stichhaltige Gutachten erstellen zu können, ist aus unserer Sicht die Investition in moderne Diagnosetechnik ein notwendiger Schritt, um in Zukunft zu bestehen. Der Weg ist das Ziel! Wir werden mit Vollgas weitermachen.
Und abschließend: Was würden Sie aus heutiger Sicht betrachtet im Nachhinein anders machen und was raten Sie demzufolge Jungunternehmern?
Ich würde im Nachhinein betrachtet alles wieder genauso machen! Mein Rat an Jungunternehmer ist, dass man – auch wenn es mal nicht rund läuft – am Ball bleiben muss und die Flinte nicht zu schnell ins Korn werfen darf.
Herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und freuen uns jetzt schon darauf Neues von Ihnen und Kfz Unfallgutachter Berlin zu hören!