Made 4 Memories – von der Reise zur Geschäftsidee

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 30 Januar, 2024
Lesezeit Minuten.
JourneyBook vermarktet Reisetagebücher, die individuell auf das Reiseziel ausgelegt sind und den Reisenden mit inspirierenden Zitaten und animierenden Challenges begleitet. Made for Memories! Heute im Interview auf selbststaendigkeit.de: Jonas Ricken, Mitgründer von JourneyBook.  

Jonas, was ist Dein wichtigster Tipp für Jungunternehmer, die gerade selbst gegründet haben?

Wenn du ein Produkt verkaufen möchtest, schaffe einen Mehrwert den es noch nicht gibt und „teste“ dein Produkt auf Marktplätzen wie Amazon und Ebay. Prüfe zuerst ob es ähnliche Produkte gibt, die sich dort gut verkaufen? Danach: Mit kleinen oder mittleren Mengen starten und nach und nach steigern. Wie sagt man so schön „Gut gemacht ist besser als perfekt geplant“ – wenn du ein Produkt verkaufen möchtest für das dein Herz brennt – tu es jetzt!

Womit verdienst Du Dein Geld?

Wir verkaufen Reisetagebücher zum selber schreiben, die individuell auf das Reiseziel ausgelegt sind. Mit erwachsener Gestaltung und hochwertigen Materialien ist es ein idealer Begleiter. Dazu bietet es inspirierende Reisezitate und kleine Aufgaben, die dich zu besonderen und unerwarteten Erlebnisse animieren.

JourneyBook

Made 4 Memories – von der Reise zur Geschäftsidee, journey-book.de

Wer gehört zu Deiner Zielgruppe und wie erreichst Du sie?

Unsere Zielgruppe besteht aus zwei Typen – zum einen sind es die Individualreisenden oder Backpacker, die Ihre Erlebnisse aufschreiben möchten. Zum anderen sind es deren Freunde und Verwandte, die ein JourneyBook Reisetagebuch als Abschiedsgeschenk mitgeben. Beide Zielgruppen erreichen wir aktuell rein über Onlinekanäle. Dabei nutzen wir Content-Marketing, SEO und Social Media – eben alles was das moderne Marketing so hergibt.

Wie sah es zu Beginn mit der Finanzierung Eures Startups aus?

Der größte Vorteil für unsere Gründung war, das wir fast alles selbst machen: Von Konzept und Layout der Bücher bis zum Webdesign und Programmierung des Webshops. Als Grafik- und Webdesigner konnte Jonas alles selbst entwickeln. Somit konnten wir mit kleinem Budget die Produktion starten und dann immer weiter ausbauen.

Wie ist die Idee zu JourneyBook entstanden und was ist das Besondere an JourneyBook?

„JourneyBook“ entstand beim klassischen Brainstorming, bei dem es uns darum ging, einen schön klingenden Namen zu finden der gleich erklärt worum es geht. Der riesige Vorteil des Markennamen ist dabei, dass es groß auf dem Cover stehen kann, ohne dass es als „Branding“ aufgefasst wird. Vielmehr schreibt schließlich jeder sein eigenes JourneyBook. Bei der Ideenfindung gingen wir von den Begriffen „Reise“ und „Buch“ aus, was gedanklich nah beim REISEtageBUCH. Bei der Auswahl möglicher Namen war am Ende natürlich auch entscheidend ob die Domain noch frei ist.

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Um die schönsten  Augenblicke festzuhalten, journey-book.de

Habt Ihr von Anfang an Geld verdient oder gab es auch richtige Durststrecken?

Am Anfang haben wir mit einer kleinen Investition ein paar Bücher produziert. Eigentlich mehr um es mal auszuprobieren. Dass es sich so gut entwickelt und wächst, hätten wir damals nicht erwartet. Bei unserem ersten Verkauf haben wir noch mit Sekt angestoßen – gut dass wir das heute nicht mehr bei jedem Verkauf machen 😉

Da wir den Online Shop selbst realisiert haben, gab es ansonsten keine weiteren hohen Kosten, sodass wir sehr schnell Geld verdient haben und es direkt wieder investieren konnten.

Hast Du Dich sofort Vollzeit selbstständig gemacht und wie seid Ihr zu Eurem Startup gekommen?

Nein, nach dem Studium hat Jonas, in einer Agentur und Druckerei, als Artdirektor gestartet und nun für JourneyBook seine Arbeitszeit reduziert um mehr Energie und Zeit für das eigene Startup zu investieren. Denise kommt selbst aus dem Tourismusbereich und unterstützt unser Startup nebenberuflich. Wir halten es für sinnvoll vor der Selbstständigkeit Erfahrungen in der Angestellten-Arbeitswelt zu sammeln und die eigenen Fähigkeiten regelmäßig weiter zu entwickeln.

Die “Geburt” der Reisetagebücher lag in einer gemeinsamen Reise, die uns unter anderem nach Australien, Neuseeland und Thailand geführt hat, wurde aus dem Thema “Abschiedgeschenke für Reisende” und “Reise-Erinnerungen festhalten” das konkrete Produkt des Reisetagebuchs, dass es in der länderbezogenen Form noch nicht gab.

Wie sieht aktuell Deine Arbeitswoche aus?

Zeitlich gesehen steckt aktuell die Hauptarbeit für JourneyBook im täglichen Versand der Bestellungen, die wir aktuell selbst verpacken und frankieren.  Dazu kommen noch Marketingmaßnahmen wie Blogger-Relations, PR, SocialMedia und SEO/SEM. Dann gibt es noch die Kundenanfragen, die wir möglichst schnell und individuell beantworten. Der Kunde ist schließlich König und guter Service zahlt sich aus. Das klingt wie ein hohler Spruch, ist aber dass, was wir regelmäßig als Feedback bekommen. Es wird jedenfalls nie langweilig und wir entwickeln weiter neue Produkte und Reisetagebücher.

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Das Reisetagebuch begleitet durch ganzen Urlaub, journey-book.de

Was waren Deine Top 3 Learnings?

  • Zuverlässige Produzenten/Hersteller sind unerlässliche Partner: Das haben wir vor allem in unserem ersten Weihnachtsgeschäft erlebt, was wir Dank schneller Unterstützung unserer Partnerdruckerei bewältigen konnten.
  • Prozessoptimierung lohnt sich – gerade am Anfang: Ob Versand oder Rechnungsstellung – versuche Prozesse zu optimieren, indem du Software oder Online-Tools einsetzt, die dich durch Automatisierung entlasten.
  • Frag dich nicht wie toll du dein Produkt oder Leistung findest, sondern frag welches Problem es löst und wessen Problem das ist. Nur so kannst du potenzielle Käufer dafür begeistern und damit Geld verdienen.

Wo siehst Du Dich und JourneyBook in 5 Jahren?

Wir hätten uns vor eineinhalb Jahren nicht vorstellen können, dass wir heute da sind wo wir sind. Da fällt es tatsächlich schwer eine so weitreichende Prognose abzugeben. Wir haben sehr viel gelernt und viele Erfahrungen gemacht, was unseren zukünftigen Weg prägen wird. Klar wäre etwas wie “Marktführer im Bereich der Reisetagebücher und Abschiedsgeschenken für Reisende” ein gutes Ziel, aber wer weiß wohin uns unsere eigene Reise noch so führt.

Herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und freuen uns jetzt schon darauf Neues von Dir und JourneyBook zu hören!


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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