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Instaffo erfüllt mittels Matching-Algorithmus Karriereziele von Kandidaten und Unternehmensanforderungen

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 30 Januar, 2024
Lesezeit Minuten.
Instaffo ist ein automatisierter Headhunter und richtet sich an ambitionierte  Professionals, Experten und Executives, die aktiv oder inaktiv auf der Suche nach ihrem nächsten Karriereschritt sind, aber auch an Unternehmen und deren Wunschkandidatenprofile. Die Plattform führt mittels Matching-Algorithmus die Karriereziele der Kandidaten und die Anforderungen der Unternehmen optimal zusammen.  

Was ist Dein Geschäftsmodell?

Instaffo ist ein automatisierter Headhunter für Experten. Auf Grundlage von Fähigkeiten, Erfahrungen, Zielen/Wünschen und auch der Persönlichkeit ermitteln wir dem Kandidaten den perfekten nächsten Karriereschritt. Für Experten ist unser Service kostenfrei – Sie können über unser Affiliate-Programm sogar noch ordentlich Geld dazuverdienen.

Bei uns zahlen die Unternehmen und das auch nur im Erfolgsfall. Wir generieren somit eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Was ist Dein Top Tipp für andere Gründer?

Mein Tipp: Ihr braucht einen langen Atem. Gebt nicht gleich bei den ersten Rückschlägen auf, denn oftmals ist es der letzte Schlüssel, der passt.

Was waren Deine Top 3 Learnings?

Meine Top 3 Learnings: Die Finanzierung, die Entwicklung der Plattform und die Zusammenstellung des Teams.

Wer ist Deine Zielgruppe und wie erreichst Du sie?

Anfänglich konzentrieren wir uns auf Experten aus dem ITK- und Finanze/consulting -Bereich. Diese erreichen wir über mehrere Kanäle: Zum einen durch klassisches Marketing, sowie unseren Blog und das einzigartige Affiliate-Programm.

Auf Unternehmensseite suchen wir Unternehmen, die genau diese Experten suchen, aufgrund der erfolgsbasierten Honorierung rennen wir offenen Türen bei Unternehmen ein und haben schon jetzt in der Beta-Phase einige namhafte Unternehmen für unsere Idee gewinnen können.

Instaffo erfüllt mittels Matching-Algorithmus Karriereziele von Kandidaten und Unternehmensanforderungen_TB

Instaffo Mitgründer Christoph Zöller

Wie hast du das Problem der Finanzierung gelöst? Welchen Tipp kannst du geben?

Bevor es zur Finanzierung kam, mussten wir erst einmal die Fragestellung „Wie viel Geld benötigen wir überhaupt, um unser Produkt marktreif zu machen und damit dann schließlich den „Proof of Concept“ zu schaffen?“ klären.  Gehälter, Miete, Marketing und sonstige Kosten lassen sich gut berechnen. Die Herausforderung bestand jedoch darin, den größten Kostenteil, und zwar die Entwicklungskosten, genau zu ermitteln. Mein Rat: Sprecht mit mehreren Leuten und holt euch unterschiedliche Meinungen ein, kalkuliert dann lieber etwas zu hoch als zu niedrig. Gerade in der Entwicklung liegen euch oft unvorhersehbare Steine im Weg.

Wenn ihr dann euren Finanzierungsbedarf ermittelt habt, solltet ihr Kontakte knüpfen. Wer in eurem Umfeld kennt jemanden, der als Investor/Ba in Frage kommt? Wo gibt es Pitch Veranstaltungen, bei denen ihr potentielle Investoren kennenlernen könnt? Wenn ihr dann in Kontakt mit interessierten Investoren seid, müsst ihr unbedingt hartnäckig bleiben. Man muss am Ball bleiben und den Business Angels oftmals hinterher telefonieren. Da diese das meistens nicht hauptberuflich machen, sondern aus Spaß an der Freude, und eine Investition in der Startphase ein sehr hohes Risiko mit sich zieht, hat eure Bitte um Geld nicht immer die höchste Priorität.

Wenn euer Gegenüber dann aber bemerkt, dass ihr hartnäckig an der Sache bleibt, zahlt sich das meistens auch aus und ihr bekommt früher oder später die Investition in eure Idee, oder besser gesagt in eure Person. Die Personen, die hintendran stehen, sind oft wichtiger als die Idee an sich.

Das sind die Erfahrungen, die wir bei unserer ersten 850K€ Finanzierung gemacht haben – so sind wir zum Erfolg gekommen!

Wie ist die Idee zu Instaffo.com entstanden?

Die Idee zu Instaffo.com stammt von meinem Mitgründer Daniel Schäfer. Er hat einige Jahre bei einem großen deutschen Personaldienstleister gearbeitet und war hier direkt dem Vorstand unterstellt. Er hat sich viel mit dem Thema Effizienz und der Disruption dieser Branche beschäftigt – so kam er zur Grundidee „Instaffo“.

Was ist das Besondere an Deinem Startup Instaffo.com?

Das besondere an Instaffo ist, dass wir den Experten ganzheitlich betrachten. Wir nehmen nicht nur seine Hardskills, die aus einem normalen Lebenslauf hervorgehen, auf, sondern ermitteln über einen Persönlichkeitstest auch seine Softskills – selbstverstänlich nur die positiven Eigenschaften (lach). Dieser Test dauert nicht länger als 2-3 Minuten, ist wissenschaftlich validiert und beruht auf dem in Amerika sehr bekannten MBTI (Myer Briggs type indicator).

Des Weiteren sind wir rein erfolgsabhängig, sprich das Unternehmen zahlt nur, wenn sie auch einen Experten einstellen. Mit Einstellungen werden pauschal 6.000€ fällig, damit sind wir bis zu 70% günstiger als herkömmliche Headhunter.

Durch die reine Erfolgsabhängigkeit ist unser Ziel, der nächste Karriereschritt des Experten. Unser Ziel ist also ganz klar der Dienst am Kunde und nicht das Sammeln vieler Daten und Profile, das alleine bringt uns nichts.

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Das Instaffo Team (von links nach rechts): Alina Vomend, Matthias Götz, Daniel Schäfer, Christoph Zöller, Robert Kilian, Ben Timm-Broich

Hast Du von Anfang an Geld verdient?

Nach unserer Finanzierungsrunde im Oktober 2015 haben wir natürlich erstmal gerüstet und konnten ohne finanzielle Sorgen in die Entwicklung gehen. Wir sind sehr kosteneffizient und schlank durch die Entwicklung gekommen und sind jetzt seit zwei Wochen mit einer Betaphase online. Um auf deine Frage zurückzukommen, wir haben bis jetzt noch keinen Cent verdient, rechnen aber mit den ersten Umsätzen ab August.

Hast Du Dich sofort Vollzeit selbstständig gemacht?

Gegründet wurde Instaffo 2014, zu dem Zeitpunkt war ich noch mitten in meinem Studium. Da ich ein duales Studium gemacht habe, was ich übrigens nur jedem empfehlen kann, war ich hierüber noch bei meinem Arbeitgeber angestellt.  Nach meinem Bachelor ging es jedoch direkt Vollzeit mit Instaffo los.

Wie sieht aktuell Deine Arbeitswoche aus?

Aktuell sind meine Tage von Montag bis Freitag sehr eng durchgetaktet. Gerade mit dem Going-live kommen einige neue Aufgaben auf uns zu. Für sehr wichtige und weniger dringende Arbeiten nehme ich mir oft am Wochenende einige Stunden Zeit, um diese in Ruhe abzuarbeiten.

Die freie Zeit versuche ich so effektiv wie möglich zu gestalten, so treffe ich mich zum Beispiel öfter zum Mittagessen mit Freunden. Hier kann man die Pause sehr gut mit dem Privaten verbinden.

Mir ist es wichtig, dass einem die Arbeit Spaß macht. Dann schaut man auch nicht drauf, wie viele Stunden man die Woche gearbeitet hat 😉

Wo siehst Du Dich und Instaffo.com in 5 Jahren?

Stelle Dir bitte mal folgendes Szenario vor: Du bist als Experte in Hamburg tätig und hälst die Augen nach einem neuen Karriereschritt bzw. einer neuen Herausforderung offen. Es wird Dir einfach fallen, Dich innerhalb Deiner Branche und innerhalb von Hamburg auf einen neuen Job zu bewerben – hier hast Du Kontakte und kennst den Markt. Jetzt stelle Dir aber vor, Du wärst bereit nach Berlin umzuziehen oder könntest Dir eine neue Herausforderung in München vorstellen, da wird es schon schwieriger. Du musst Dir zunächst einmal den Markt anschauen: Was für Unternehmen gibt es, wer ist der richtige Ansprechpartner und habe ich vielleicht einen Kontakt dorthin? Jetzt lasse uns noch einen Schritt weitergehen: Du möchtest eine neue Herausforderung im Ausland antreten - in Paris, London, New York oder Shanghai -vielleicht nur für ein paar Jahre, um eine andere Kultur und Lebensweise kennenzulernen, wie würdest Du hierbei vorgehen?

Hier wird es schon sehr viel schwieriger, Du musst eine ausführliche Analyse fahren, welche Unternehmen gibt es in den Städten? Wer hat dort einen Sitz? Wer benötigt mich? An welche Abteilung muss ich mich wenden? Wer ist mein richtiger Ansprechpartner? Reicht es aus, wenn ich mein Lebenslauf und Anschreiben in Englisch formuliere oder muss ich auch die Landessprache beherrschen? Ganz zu schweigen von der rechtlichen Seite: Benötige ich eine Arbeitserlaubnis? Welche Voraussetzungen muss ich dafür erfüllen? Das sind sehr viele Fragezeichen, die Dich zögern lassen, einen solchen Schritt zu wagen.

Genau hier möchten wir mit Instaffo in spätestens fünf Jahren angesetzt haben. Unser Ziel ist es, nicht nur den Markt durch unsere innovative Technologie zu „disruptieren“, sondern den gesamten Job-Markt zu globalisieren!

Durch unseren Aufbau und unsere Struktur haben wir jetzt schon die Möglichkeit, das EINE Profil des Experten jedem Unternehmen auf der Welt automatisch und in jeder Sprache vorzustellen. Du sollst als wechselwilliger Arbeitnehmer die Möglichkeit haben, an Deinem Wunschort weltweit Deinen Wunschjob anzutreten und das ohne großen Aufwand – das ist unsere Vision!

Wo findet man noch mehr Informationen über Instaffo?

Herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und freuen uns jetzt schon darauf Neues von Dir und Instaffo zu hören!


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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