Stundensatz berechnen: Rechner für Selbstständige

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 17 September, 2026
Lesezeit Minuten.
Einen allgemein richtigen Stundensatz für Selbstständige gibt es nicht. Wenn Sie Ihren Stundensatz berechnen, hängt die Untergrenze von Jahresbedarf und realistisch abrechenbaren Stunden ab. Wer nur ein gewünschtes Monatsgehalt durch Arbeitsstunden teilt, vergisst häufig Betriebskosten, Vorsorge, Ausfall und nicht fakturierbare Zeit. Der Rechner führt diese Faktoren in einem individuellen Netto-Stundensatz zusammen.  

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der kostendeckende Mindeststundensatz ergibt sich aus Ihrem vollständigen Jahresbedarf geteilt durch die realistisch abrechenbaren Stunden.
  • Planen Sie neben privaten Entnahmen und Betriebskosten auch Vorsorge, Steuern und Rücklagen ein.
  • Rechnen Sie mit abrechenbaren Jahresstunden, nicht mit Ihrer gesamten Anwesenheitszeit. Akquise, Verwaltung, Urlaub und Ausfälle müssen finanziert werden.
  • Umsatzsteuer wird auf den Netto-Stundensatz aufgeschlagen und ist kein Bestandteil Ihres Verdienstes.
  • Gleichen Sie das Ergebnis anschließend mit Marktpreis und Kundennutzen ab. Liegt der Markt dauerhaft unter Ihrer Untergrenze, müssen Sie Kosten, Auslastung, Positionierung oder Leistungsmodell verändern.

Tipp:

Berechnen Sie mindestens drei Szenarien mit unterschiedlicher Auslastung. So erkennen Sie früh, wie empfindlich Ihr Mindeststundensatz auf Auftragslücken reagiert.

Kostendeckenden Stundensatz berechnen

Alle Jahresbeträge sind netto. Der Produktivanteil berücksichtigt Akquise, Verwaltung und Weiterbildung.

Jahresbedarf

Abrechenbare Stunden

Mindeststundensatz

Tagessatz (8 h)

Die Berechnung dient der Orientierung und ersetzt keine steuerliche, rechtliche oder betriebswirtschaftliche Beratung.

Der rechnerische Mindeststundensatz ist der Nettoerlös pro abrechenbarer Stunde, den Ihr Modell zur Deckung des angesetzten Jahresbedarfs benötigt. Ein Auftrag darunter kann nur durch höhere Preise an anderer Stelle, freie Kapazität oder einen bewusst eingeplanten strategischen Nutzen aufgefangen werden.

Ein kostendeckender Stundensatz setzt sich aus fünf Bausteinen zusammen:

  1. Private Zielentnahme – Ihr persönliches Netto-Einkommen für Lebenshaltungskosten, Familie und persönliche Ziele
  2. Betriebskosten – alle fixen und variablen Kosten Ihres Geschäftsbetriebs (Miete, Software, Versicherungen, Mobilität)
  3. Vorsorge und Absicherung – Krankenversicherung, Altersvorsorge, Pflegeversicherung, Berufsunfähigkeit
  4. Steuerpuffer – Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag, Steuerberaterkosten
  5. Rücklagen und Risikopuffer – für Auftragsflauten, Krankheit, Investitionen und saisonale Schwankungen

Die Umsatzsteuer (19 %) wird dabei separat behandelt: Sie ist ein durchlaufender Posten und gehört nicht in die eigentliche Kalkulation Ihres Netto-Stundensatzes. Kleinunternehmer nach § 19 UStG weisen keine Umsatzsteuer aus, müssen aber bedenken, dass sie auch keinen Vorsteuerabzug geltend machen können.

Hinweis:

Materialkosten und Auslagen sind im errechneten Stundensatz in der Regel nicht enthalten. Vereinbaren und berechnen Sie diese Positionen separat.

Warum Gehalt geteilt durch Stunden nicht reicht

Ein häufiger Fehler beim Start in die Selbstständigkeit ist, das bisherige Angestelltengehalt durch 160 Monatsstunden zu teilen. Diese Rechnung lässt wesentliche Kosten und die nicht abrechenbare Arbeitszeit außen vor.

Als Selbstständiger müssen Sie Ihre persönliche Absicherung eigenständig in die Finanzplanung aufnehmen. Welche Beiträge für Kranken-, Pflege- oder Rentenversicherung anfallen, hängt unter anderem von Versicherungsstatus, Einkommen und Berufsgruppe ab.

Hinzu kommt: Nicht jede Arbeitsstunde ist abrechenbar. Akquise, Buchhaltung, Kundenkommunikation, Angebotserstellung und Weiterbildung benötigen Zeit. Messen Sie Ihren eigenen Anteil oder rechnen Sie mehrere Szenarien, statt einen pauschalen Branchenwert zu übernehmen.

Was die einfache Division außerdem ignoriert:

  • Urlaub und Krankheit werden nicht bezahlt
  • Betriebsausgaben (Büro, Technik, Software) entstehen zusätzlich zum Lebensunterhalt
  • Einkommensteuer sowie Rücklagen für Altersvorsorge sind wichtige Kostenelemente, die fehlen
  • Auftragslücken zwischen Projekten erzeugen Leerlauf ohne Einnahmen
  • Rücklagen für Investitionen und unerwartete Ausgaben sind nicht eingeplant

Erfassen Sie betriebliche Kosten und privaten Bedarf getrennt und führen Sie beides erst im Jahresbedarf zusammen. So bleibt sichtbar, welche Ausgaben im Betrieb entstehen und welche Entnahme Sie für Ihren Lebensunterhalt benötigen.

Jahresbedarf ermitteln

Um einen Stundensatz zu berechnen, müssen zunächst die jährlichen Gesamtkosten ermittelt werden. Der Jahresbedarf ist die Summe aller Ausgaben, die Sie über zwölf Monate decken müssen – privat wie geschäftlich.

Private Zielentnahme

Ermitteln Sie zunächst, welchen Betrag Sie monatlich für Ihren privaten Bedarf benötigen. Dazu gehören Miete, Lebensmittel, Mobilität, Familienausgaben und persönliche Rücklagen. Verwenden Sie Ihre tatsächlichen Ausgaben aus mehreren Monaten und berücksichtigen Sie jährliche Zahlungen.

Betriebskosten

Die Betriebskosten müssen in die Stundensatzkalkulation einfließen – vollständig und ehrlich. Typische Positionen:

KOSTENARTBEISPIELE
ArbeitsplatzBüro, Coworking, anteilige Ausstattung
Software und TechnikLizenzen, Hosting, Hardware, Wartung
Versicherungenbetriebliche Haftpflicht und weitere berufsabhängige Policen
VertriebWebsite, Anzeigen, Netzwerke, Reisekosten
VerwaltungBank, Buchhaltung, Steuerberatung, Kommunikation
EntwicklungFortbildung, Fachliteratur, Zertifizierungen
Übernehmen Sie Monatswerte auf das Jahr und ergänzen Sie seltene Anschaffungen mit einem angemessenen Jahresanteil.

Vorsorge und Absicherung

Planen Sie Kranken- und Pflegeversicherung sowie Ihre Alters- und gegebenenfalls Berufsunfähigkeitsvorsorge mit den für Sie tatsächlich geltenden Beiträgen. Trennen Sie private Vorsorge von betrieblichen Kosten, führen Sie beides für die Preisplanung aber im Jahresbedarf zusammen.

Steuern

Die persönliche Steuerbelastung hängt von Gewinn, weiteren Einkünften, Rechtsform und persönlichen Merkmalen ab. Verwenden Sie für die Liquiditätsplanung eine individuelle Vorschau oder fachlichen Rat. Umsatzsteuer wird getrennt vom Nettohonorar behandelt.

Rücklagen

Legen Sie selbst fest, welchen Betrag Sie für Auftragsflauten, Krankheit, Geräteersatz und Investitionen benötigen. Ein konkreter Jahresbetrag ist transparenter als ein ungeprüfter Standardprozentsatz.

Abrechenbare Stunden realistisch planen

Fakturierbare Stunden sind meist deutlich geringer als die theoretische Brutto-Arbeitszeit. Hier liegt der zweite große Hebel Ihrer Kalkulation: Der Nenner der Formel bestimmt Ihren Stundensatz genauso stark wie der Jahresbedarf.

Verfügbare Arbeitstage berechnen

Ermitteln Sie Ihre verfügbaren Arbeitstage selbst. Das folgende Szenario ist eine Rechenannahme, kein Durchschnittswert:

FAKTORTAGE
Kalendertage365
− Wochenenden104
− Gesetzliche Feiertage10
− Urlaubstage25
− Krankheitstage10
= Effektive Arbeitstage≈ 216

Von Arbeitstagen zu fakturierbaren Stunden

Selbstständige sollten ihre Kosten und produktive Arbeitszeit berücksichtigen – und das bedeutet: Nicht alle acht Stunden pro Tag lassen sich in Rechnung stellen. Die meisten Selbstständigen müssen auch nicht abrechenbare Zeiten finanziell berücksichtigen.

Nicht fakturierbare Aufgaben umfassen:

  • Akquise und Marketing – Angebote schreiben, Netzwerken, Social Media
  • Verwaltung und Buchhaltung – Rechnungsstellung, Steuerunterlagen, E-Mail-Korrespondenz
  • Weiterbildung – Seminare, Fachlektüre, neue Technologien erlernen
  • Vor- und Nachbereitung – Projektplanung, interne Abstimmung
  • Leerlauf – Wartezeiten zwischen Projekten, verschobene Aufträge

Wenn Sie für ein Szenario 216 Arbeitstage, acht Stunden pro Tag und 40 Prozent nicht abrechenbare Zeit annehmen, ergibt sich:

216 Tage × 8 Std. × 0,6 = ca. 1.037 abrechenbare Stunden pro Jahr

Ersetzen Sie diese Annahmen durch Ihre gemessenen Werte. Rechnen Sie zusätzlich einen vorsichtigen Fall mit weniger abrechenbaren Stunden, damit eine schwächere Auslastung sichtbar wird.

Formel für Mindest- und Zielstundensatz

Die Formel zur Berechnung lässt sich auf eine klare Gleichung reduzieren. Der Stundensatz (netto) wird durch Gesamtkosten plus Gewinn geteilt durch fakturierbare Arbeitsstunden berechnet:

Kostendeckender Mindeststundensatz

Mindeststundensatz = Jahresbedarf ÷ abrechenbare Jahresstunden 

Dabei gilt:

  • Jahresbedarf = Private Zielentnahme + Betriebskosten + Vorsorge + Steuern + Rücklagen
  • Abrechenbare Jahresstunden = Arbeitstage × Stunden pro Tag × (1 − Anteil nicht fakturierbarer Zeit)

Zielstundensatz mit Gewinnaufschlag

Wenn Ihr Jahresbedarf noch keine Investitionen und unternehmerische Rendite enthält, ergänzen Sie dafür einen selbst gewählten Zielbetrag oder Aufschlag.

Zielstundensatz = Mindeststundensatz × (1 + Gewinnaufschlag in %) 

Begründen Sie den Aufschlag aus Ihrem Kapitalbedarf und Risiko. Der Marktpreis entscheidet anschließend, ob Ihr Geschäftsmodell diesen Zielstundensatz tragen kann.

Tagessatz ableiten

Tagessatz = Zielstundensatz × abrechenbare Stunden pro Tag 

Umsatzsteuer separat

Brutto-Stundensatz = Netto-Stundensatz × 1,19 

Die Umsatzsteuer ist ein durchlaufender Posten und kein Teil Ihrer Kalkulation. Für Kleinunternehmer entfällt die Ausweisung, allerdings auch der Vorsteuerabzug.

Rechenbeispiel

Ein durchgerechnetes Beispiel zeigt, wie alle Bausteine zusammenwirken. Nehmen wir einen freiberuflichen Berater, der seinen angemessenen Stundensatz ermitteln möchte.

Jahresbedarf

POSITIONBETRAG / JAHR
Private Zielentnahme (netto)40.000 €
Betriebskosten (Büro, Software, Versicherungen, Fortbildung)12.000 €
Vorsorge (Krankenversicherung, Altersvorsorge, Pflege)10.800 €
Steuerpuffer (ca. 25 % auf geschätzten Gewinn)12.500 €
Rücklagen / Risikopuffer (8 %)6.024 €
Jahresbedarf gesamt81.324 €

Abrechenbare Stunden

FAKTORWERT
Arbeitstage im Jahr216
Stunden pro Tag8
Mögliche Arbeitsstunden1.728
Nicht fakturierbare Zeit (40 %)− 691
Abrechenbare Stunden≈ 1.037

Ergebnis

  • Mindeststundensatz: 81.324 € ÷ 1.037 Std. ≈ 78 €/h netto
  • Zielstundensatz (+ 10 % Gewinnaufschlag): 78 € × 1,10 ≈ 86 €/h netto
  • Tagessatz (bei 6 abrechenbaren Stunden): 86 € × 6 ≈ 516 €/Tag netto
  • Brutto-Stundensatz (inkl. 19 % USt): 86 € × 1,19 ≈ 102 €/h brutto

Ein Stundensatz von 54,75 Euro wäre in diesem konkreten Szenario nicht ausreichend. Daraus folgt keine allgemeine Mindesthöhe: Schon ein anderer Jahresbedarf oder Produktivanteil verändert das Ergebnis deutlich.

Alternative Szenarien:

AUSLASTUNGABRECHENBARE STD. / JAHRMINDESTSTUNDEN-UMSATZZIELSTUNDENSATZ (+10 %)
Hoch (70 %)1.21067 €/h74 €/h
Mittel (60 %)1.03778 €/h86 €/h
Niedrig (50 %)86494 €/h103 €/h
Je geringer die Auslastung, desto höher muss der Preis pro Stunde sein. Das Beispiel ist keine allgemeine Preisempfehlung, sondern zeigt die Wirkung Ihrer Eingaben.

Hinweis:

Ersetzen Sie die Beispielwerte vollständig durch Ihre eigenen Kosten- und Zeitdaten. Schon eine andere Auslastung oder Zielentnahme verändert das Ergebnis deutlich.

Marktpreis und Wert abgleichen

Die interne Stundensatz-Kalkulation ist nur die halbe Arbeit. Der kalkulierte Satz muss am Markt bestehen können. Markt, Positionierung und Erfahrung beeinflussen den Stundensatz maßgeblich.

Branchenvergleich durchführen: Prüfen Sie, welche Sätze in Ihrer Branche und Region üblich sind. IT-Freelancer, Unternehmensberater, Kreative und Handwerker bewegen sich in sehr unterschiedlichen Preisspannen. Fachverbände, IHK-Publikationen und der Freelancer Kompass liefern Orientierungswerte zum Branchenschnitt.

Positionierung definieren: Spezialisierung, nachweisbare Expertise und besondere Arbeitsleistung rechtfertigen höhere Sätze. In Großstädten können spezialisierte Leistungen höhere Sätze rechtfertigen als in ländlichen Regionen.

Kundentyp berücksichtigen: Große Unternehmen und Agenturen zahlen andere Tagessätze als kleine Kunden oder öffentliche Auftraggeber. Passen Sie Ihre Preisgestaltung an das jeweilige Projekt und Segment an.

Wenn der Marktpreis unter Ihrer Kalkulation liegt, prüfen Sie vier Hebel:

  • Kosten kritisch prüfen und reduzieren, wo möglich
  • Effizienz steigern, um mehr abrechenbare Stunden zu generieren
  • Positionierung schärfen – weg vom Preiskampf, hin zum Wert
  • Kundensegment wechseln, das höhere Honorare akzeptiert
  • Aufträge unterhalb der Kostendeckung nur bewusst, befristet und mit dokumentiertem strategischem Grund annehmen

Preispsychologie spielt ebenfalls eine Rolle: Stufenweise Preismodelle, Pauschalen für klar definierte Leistungspakete und transparente Kommunikation Ihres Stundensatzes stärken das Selbstbewusstsein in Verhandlungen.

Vom Stundensatz zum Tagessatz

Tagessätze sind in der Beratung, bei Workshops und in Projekten oft die übliche Abrechnungsform. Der Tagessatz ergibt sich direkt aus Ihrem kalkulierten Stundensatz:

Tagessatz = Stundensatz × abrechenbare Stunden pro Tag 

Legen Sie fest, wie viele Stunden ein „Tag“ im Angebot umfasst. Vorbereitung, Abstimmung, Reise und Dokumentation müssen entweder enthalten oder separat geregelt sein.

Beispiel: Bei einem Zielstundensatz von 86 €/h und 6 fakturierbaren Stunden ergibt sich ein Tagessatz von rund 516 € netto.

Vorteile des Tagessatzes:

  • Einfacher zu kommunizieren und für Kunden besser kalkulierbar
  • Weniger Diskussionen über einzelne Stunden
  • Klarer Rahmen für Projektarbeit

Worauf Sie achten sollten:

  • Halbe Tage, Reisezeiten und Bereitschaftszeiten klar regeln
  • Tagessatz im Angebot und in der Rechnung eindeutig definieren
  • Überstunden separat vereinbaren, um viele Stunden zusätzlicher Arbeit fair abzurechnen

Professionelle Buchhaltung mit Lexware Office

Alle Kunden von Selbstständigkeit.de können den Marktführer für Buchhaltungsprogramme jetzt kostenlos für 6 Monate testen! Der Vorteils-Rabatt ist flexibel monatlich kündbar.

Typische Kalkulationsfehler

Die folgenden Kalkulationsfehler führen dazu, dass Selbstständige unter Wert arbeiten – oft ohne es zu bemerken:

  1. Unrealistische Auslastung annehmen: Urlaub, Krankheit, Feiertage, Akquise und Verwaltung werden nicht von Kunden bezahlt. Nutzen Sie eigene Zeitdaten und Szenarien.
  2. Betriebsausgaben unterschätzen: Software-Abos, Versicherungen, Reparaturen, Mobilität – variable und seltene Kosten werden systematisch vergessen. Jeder übersehene Posten senkt Ihren tatsächlichen Stundenlohn.
  3. Keine Rücklagen bilden: Auftragsflauten, Zahlungsausfälle und saisonale Schwankungen treffen Unvorbereite mit voller Wucht.
  4. Steuern und Vorsorge ignorieren: Individuelle Steuer- und Versicherungsbeträge fehlen im Jahresbedarf.
  5. Marktpreis nicht prüfen: Reine Innenkalkulation ohne Abgleich mit dem Markt führt entweder zu unrealistisch hohen oder gefährlich niedrigen Sätzen.
  6. Umsatzsteuer falsch behandeln: Netto- und Bruttostundensätze nicht sauber trennen. Gerade bei der Rechnungsstellung an Kunden sorgt das für Verwirrung.
  7. Nicht fakturierbare Zeit vergessen: Vor- und Nachbereitung, Reisezeit, administrative Aufgaben – all das kostet Zeit, die keinen direkten Umsatz bringt, aber in der Stundensatz-Kalkulation berücksichtigt werden muss.

Der Stundensatz-Rechner hilft, Dumpingpreise zu vermeiden, indem er alle diese Faktoren systematisch erfasst.

Häufig gestellte Fragen

1. Wie viele abrechenbare Stunden pro Jahr sind realistisch?

2. Wie oft sollte ich meinen Stundensatz überprüfen?

3. Was ist der Unterschied zwischen Netto- und Brutto-Stundensatz?

4. Was mache ich, wenn mein kalkulierter Stundenverrechnungssatz über dem Marktpreis liegt?

5. Wie berücksichtige ich saisonale Schwankungen?

6. Wie gehe ich mit Kundenwiderstand gegen meinen Stundensatz um?

Fazit: Stundensatz mit eigenen Zahlen berechnen

Ihr Stundensatz für Selbstständige ist tragfähig, wenn er Ihren vollständigen Jahresbedarf über realistisch abrechenbare Stunden deckt und am Markt vermittelbar bleibt. Eine pauschale Branchenzahl ersetzt diese Kalkulation nicht.

Gehen Sie jetzt in vier Schritten vor:

  1. Erfassen Sie private Zielentnahme, Betriebskosten, Vorsorge, Steuern und Rücklagen als Jahreswerte.
  2. Leiten Sie aus Arbeitstagen und gemessener Auslastung realistische abrechenbare Stunden ab.
  3. Berechnen Sie Mindest- und Zielstundensatz in mehreren Szenarien.
  4. Prüfen Sie Marktpreis und Kundennutzen und passen Sie bei einer Lücke Ihr Angebot, Ihre Positionierung oder Ihre Kostenstruktur an.

Weitere hilfreiche Beiträge

Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel Euro vom Verkaufspreis nach Abzug der variablen Kosten übrig bleibt. Diese Differenz steht zur Deckung... Mehr lesen.
Deckungsbeitrag berechnen: Formel, Rechner und Beispiele
Suchen Sie nach der besten Buchhaltungssoftware für Ihren Verein? In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über die besten... Mehr lesen.
Top Buchhaltungssoftware für Vereine: Ein umfassender Leitfaden
Eine Warenwirtschaftssystem Software hilft Unternehmen dabei, ihre Lagerbestände und Warenströme effizient zu verwalten. Sie bietet eine zentrale Lösung für Bestandsmanagement,... Mehr lesen.
Warenwirtschaftssystem Software: Funktionen, Vorteile & Tipps zur Implementierung
Jetzt mit Roul Radeke, dem Autor dieses Beitrags vernetzen:

Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

selbststaendigkeit.de auch hier:
Kritische Infos und Tools für Ihren Gründungserfolg direkt ins Postfach.
  • Praxisbezogene Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
  • Wichtige Tools und exklusive Sonderrabatte für unsere Leser.
  • Umfassende Übersichten und Entscheidungshilfen für Ihren nächsten Schritt.
Roul Radeke
Roul-Radeke-zeigen-small
* Ja, ich möchte den Newsletter. Die Einwilligung kann jederzeit im Newsletter widerrufen werden. Datenschutzerklärung.
Success message!
Warning message!
Error message!