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Vom Existenzgründer zum Millionär? 4 Grundsätze und Missverständnisse

Auf dem richtigen Weg zum Millionär befinden sich Existenzgründer, Unternehmer und Selbstständige, zumindest theoretisch. Wenn die Einstellung stimmt, sind sie vielleicht noch dichter dran. Nur noch zu machen, was man will, und schon bald reich zu sein, ist die Hoffnung vieler Freiberufler; doch die Wirklichkeit sieht anders aus.

Die ersten Monate nach dem Start in die Selbstständigkeit sind durch ein niedrigeres, statt durch ein höheres Einkommen gekennzeichnet. Unterschätzt wird häufig, dass die Firma laufende Kosten hat, die erwirtschaftet werden müssen. Versicherungen sind zu bezahlen; die Altersvorsorge ist einzuplanen; schwankende Einkommen sind die Regel. Viele Selbstständige verwechseln den Gründungszuschuss mit dem tatsächlich erzielten Einkommen. Ein Drittel der Bezieher dieser Unterstützung gibt nach fünf Jahren auf. Deshalb kommt es für die Existenzgründer auf die richtige Einschätzung und Einstellung zu ihrer künftigen Tätigkeit an, damit sie das Ziel, Millionär werden, angehen können.

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Die Millionäre

Die Zahl der Millionäre hat in den vergangenen Jahren aufgrund der positiven Entwicklungen an der Börse und den Immobilienmärkten ständig zugenommen. Abschwünge werden die Zahl einschrumpfen. Im Jahr 2014 gab es 1,13 Mio. Millionäre in Deutschland, davon 28 Prozent allein aufgrund von Erbschaften und 110, die im Lotto gewonnen hatten. Daran wird ersichtlich, dass die Millionäre in Vermögensmillionäre und Einkommensmillionäre zu unterscheiden sind. Allerdings ist die Gruppe der Einkommensmillionäre mit 12.000 vergleichsweise klein. Sie teilt sich in folgende Gruppen auf:

  • Ungefähr 70 Prozent der Selfmade-Millionäre machen die Unternehmer aus, die eine eigene Firma gegründet haben, also die Existenzgründer in fortgeschrittenem Stadium. Selbstständigkeit wird demnach belohnt, wenn sie am Markt erfolgreich ist.
  • Gut 20 Prozent sind als angestellte Manager zu ihren Millionen gekommen oder haben sie als hochbezahlte Experten erworben. Beide Gruppen werden, ob selbstständig oder nicht, für ihre hervorragende Qualifikation bezahlt.
  • Die restlichen 10 Prozent gehören der Berufsgruppe der Verkäufer an, die ihr Geld durch Provisionen verdient haben. Ihre Vergütung richtet sich nach ihrem Talent, die Kunden von der Qualität der vertretenen Produkte oder Dienstleistungen zu überzeugen.

Zu den 12.000 gehören zu wollen, kann Ziel eines jeden Existenzgründers sein, gleichgültig ob er erst am Anfang seiner Selbstständigkeit steht oder darin schon fortgeschritten ist.

Vier Erfolgsgrundsätze für den Weg zum Millionär

Für viele Existenzgründer geht es darum, durch die Leistung ihres Unternehmens zum Einkommensmillionär zu werden. Schon bei der Aufstellung des Businessplanes können die Weichen in diese Richtung gestellt werden. Zwar kann man als Jungunternehmer aufgrund der Verbindungen des Internets an jedem Ort der Welt und zu jeder Zeit Millionär werden. Auch gibt es keinen festgelegten Standort für ein Startup. Es kann online oder stationär tätig werden. Aber unabhängig von dieser Beliebigkeit sind vier Grundsätze für die Planung zu berücksichtigen, mit denen die Geschäftsidee entwickelt, die Branche bestimmt oder eine Marktlücke gefunden werden können. Jeder Grundsatz für sich allein oder in Verbindung zu den anderen kann den Weg zum Einkommensmillionär weisen.

1. Grundsatz: Andersartigkeit dokumentieren

Jedes Startup muss eine Alternative zu seinen Wettbewerbern sein. Aber diese Unterscheidung allein reicht nicht aus. Es muss seinen Kunden bieten, was sie sonst nicht bekommen können. Es muss im Angebot und in der Präsentation seiner Produkte oder Dienstleistungen andersartig sein, eine Alleinstellung anstreben und sich auf seine andere Weise von den übrigen Unternehmen der Branche plakativ abheben.

2. Grundsatz: Auffälligkeit ausstrahlen

Die Existenzgründung muss auffällig sein. Sie hat sich aufgrund ihrer Außergewöhnlichkeit im Bewusstsein ihrer Kunden festzusetzen, so dass sie dort jederzeit abrufbar ist.

3. Grundsatz: Nischen finden

Der Existenzgründer muss für seine Produkte oder Dienstleistungen Nischen finden. Nischen sind klein, also auch deren Zielgruppen. Deshalb sind sie überschaubar. Es gelingt dort schneller als auf großen Märkten, eine Spitzenposition zu besetzen, Marktführer zu werden oder sie ganz auszufüllen.

4. Grundsatz: Autorität werden

Für einen Existenzgründer, der Einkommensmillionär werden will, reicht es nicht aus, dass seine Produkte oder Dienstleistungen den Wünschen der Kunden entsprechen. Er hat das Ziel zu verfolgen, spezielle Lösungen für die Probleme seiner Klientel zu liefern. Er muss zur Autorität in seinem Fach werden.

Diese vier Grundsätze zeigen exemplarisch, es reicht nicht allein aus, dass der Existenzgründer seine „Hausaufgaben“ macht, wenn er Millionär werden will; er hat alles dafür zu tun, dass er sich von seinen Wettbewerbern positiv unterscheidet. Verantwortlich dafür ist die richtige Einstellung zu seinen Kunden und deren Wünschen. Sie gibt die Richtung auf dem Weg zum Millionär vor.

Vier Missverständnisse auf dem Weg zum Millionär

Vier Missverständnisse stehen den vier Erfolgsgrundsätzen gegenüber, wenn ein Existenzgründer Millionär werden will. Sie sollte er am besten meiden.

1. Missverständnis: Sich auf äußere Umstände verlassen

Nicht nur die äußeren Umstände oder die Umgebung bestimmen den Weg zum Millionär, sondern die innere Einstellung zum Unternehmen, den Produkten oder Dienstleistungen und zu den Kunden des Existenzgründers.

2. Missverständnis: Auf Talent oder Intelligenz setzen

Weder ein besonderes Talent, noch eine hohe Intelligenz sind Voraussetzungen dafür, dass ein Existenzgründer zum Millionär wird. Sie schaden zwar nicht, sind aber auch nicht ausschlaggebend.

3. Missverständnis: Sparsam wirtschaften

Selbst äußerste Sparsamkeit führt nicht auf den Weg zum Millionär. Aller Erfahrung nach kann sie nicht eingehalten werden. Unternehmen benötigen Rücklagen für schwierige Situationen. Teilweise sind sie gesetzlich vorgesehen. Unternehmen haben die Wünsche der Kunden zu erfüllen und dürfen daran gerade nicht sparen; denn der Kunde ist König und nicht Bettler.

4. Missverständnis: Kapital einsetzen

Die Höhe des eingesetzten Kapitals spielt ebenfalls keine Rolle. Ein höheres Kapital verzinst sich zwar besser; aber der Existenzgründer hat das Kapital zur Deckung der Kosten der Produktion und der Firma sowie für Investitionen zu verwenden. Die Zufriedenheit der Kunden und die Existenzsicherung des Unternehmens, nicht das Kapitalmanagement sind die Ziele einer Firma.

Die Gegenüberstellung der vier Erfolgsgrundsätze zu den vier Missverständnissen lehrt, dass ein Existenzgründer nur dann Millionär werden kann, wenn er sich in der Erfüllung der Kundenwünsche unverwechselbar profiliert.

Fazit

Ob vom Tellerwäscher oder vom Existenzgründer zum Millionär bleibt sich gleich. Beide müssen ihre Aufgaben auf besondere Art und Weise erfüllen. Sie müssen sich von ihren Wettbewerbern abheben, sie müssen auffallen, ihre Kunden im Griff haben, deren Wünsche exzellent erfüllen und wissen, was ihre Leistungen wert sind. Und sie dürfen keine Rücksicht auf äußere Umstände und fremde Randbedingungen nehmen. Dann steht ihnen der Weg zum Millionär offen.

Roul Radeke von Selbststaendigkeit.de

Roul Radeke

Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer des 2015 gegründeten Onlineportals Selbststaendigkeit.de und bei radeke-interim.de. Das Onlineportal Selbststaendigkeit.de bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching), digitale Produkte für die Selbstständigkeit und zahlreiche Werbemöglichkeiten.