KMU-Führungskräfte der Zukunft: 7 essentielle Kompetenzen

Verfasst von Dennis.Singh. Zuletzt aktualisiert am 23 Januar, 2024
Lesezeit Minuten.
Führungskräfte der Zukunft brauchen Fähigkeiten, die über die des Tagesgeschäftes hinausgehen. Insbesondere soziale Kompetenzen werden immer wichtiger, damit sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter langfristig zufrieden sind und produktiv arbeiten – was im Interesse des gesamten KMU ist.  

Warum gute Führungskompetenzen immer wichtiger werden

In der modernen Arbeitswelt reichen Autorität und fachliche Kompetenz alleine nicht mehr aus, um langfristig beruflich erfolgreich zu sein. Eine moderne Führungskraft zeichnet sich vor allem durch ein hohes Maß an Sozialkompetenz aus. Sie muss ein positives Arbeitsklima schaffen und auf Mitarbeiter individuell eingehen können. Außerdem muss sie den Anforderungen der Digitalisierung gewachsen sein.

Ausbalancierter Führungsstil

Eine gute Führungskraft schafft es, die Balance zwischen vielen verschiedenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu finden. Sie kann führen und dennoch Verantwortung abgeben, leiten und sich bei Bedarf zurücknehmen, kontrollieren und trotzdem auf die Mitarbeiter vertrauen. Diese Balance zu finden ist schwieriger als man denkt und erfordert neben einer gewissen Erfahrung auch eine Menge an Sozialkompetenz.

Positives Arbeitsklima und Wertschätzung

Um Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen binden zu können, müssen diese mit Ihrem Job zufrieden sein. Ein positives Arbeitsklima ist dafür eine Grundvoraussetzung. Die Führungskraft muss dafür sorgen, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen – bei ihren individuellen Tätigkeiten und auch im Team. Ein wichtiger Faktor ist dabei der wertschätzende Umgang miteinander.

Mitarbeiter müssen das Gefühl haben, dass ihre Arbeitsleistung erkannt und geschätzt wird – wofür ein gewisses Maß an Einfühlungsvermögen seitens der Führungskraft unabdingbar ist. Dies kann durch Lob oder beispielsweise auch durch Sonderleistungen ausgedrückt werden. Außerdem sollte die Führungskraft dafür sorgen, dass auch innerhalb des Teams eine positive, wertschätzende Atmosphäre herrscht.

Konfliktmanagement

Kommt aus irgendeinem Grund schlechte Stimmung auf, muss die Führungskraft das früh genug erkennen und so schnell wie möglich intervenieren. Sie muss wissen, warum sich die Stimmung im Team verschlechtert und wo Konflikte entstehen und bei den entsprechenden Stellen ansetzen. Als erste Maßnahme eignen sich Aussprachen – oftmals handelt es sich einfach um ein Missverständnis. Bringt das nicht den gewünschten Erfolg, können Mediationen oder Seminare initiiert werden.

Aber auch Konflikte zwischen Mitarbeitern und Kunden oder zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten müssen gelöst werden. Die Führungskraft tritt hier in der Vermittlerrolle auf und versucht einen Konsens zu finden. Weiterhin sollte das Verhältnis zwischen Führungskraft und Mitarbeiter so gut ein, dass diese mit Problemen zu ihrem Vorgesetzten kommen. So können Konflikte oftmals schon im Vorfeld vermieden werden.

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Eine gute Führungskraft ist unter anderem auch für die Mitarbeitermotivation zuständig. Bildquelle: Depositphotos.com

Motivationsstärke

Als gute Führungskraft fungiert man nicht nur als Verantwortungsträger und Leiter, sondern ist auch für die Mitarbeitermotivation zuständig. Man muss einen Weg finden, wie das Team motiviert bleibt und seine Aufgaben gerne erledigt. Dabei spielt Lob eine wichtige Rolle. Sagen Sie es Ihren Mitarbeitern, wenn sie etwas gut gemacht haben und heben Sie besondere Leistungen hervor. Damit fühlen sie sich wertgeschätzt und gehen motivierter an kommende Aufgaben heran.

Konstruktive Feedbackkultur

In einem KMU läuft natürlich nicht immer alles rund – das ist ganz normal. Wenn Fehler passieren, sollte das aber von Seiten der Führungskräfte nicht in eine Schimpftirade ausarten, bei der die betreffenden Mitarbeiter harsch zurechtgewiesen oder womöglich sogar von den Kollegen schlechtgemacht werden. Stattdessen sollte man eine positive Feedbackkultur anstreben, bei der konstruktives Feedback im Fokus steht.

Fehler und Probleme sollten in jedem Fall angesprochen werden – schließlich sollen sie sich möglichst nicht wiederholen und die Mitarbeiter daraus lernen. Aber die Art und Weise wie man Feedback übermittelt, sollte der jeweiligen Situation angepasst werden. Schließlich sollte niemand Angst vor dem Vorgesetzten haben müssen.

Selbstreflexion und Bereitschaft zur Selbstentwicklung

Wer sich als Führungskraft als vollkommen und fehlerfrei ansieht, der ist in der Regel alles andere als das. In einer leitenden Position ist es besonders wichtig, dass man sich selbst, seine Entscheidungen und seinen Umgang mit den Mitarbeitern reflektiert und hinterfragt. Vielleicht gibt es irgendwo Verbesserungspotenzial.

Hat man etwas gefunden, das man verbessern könnte, dann sollte man auch die Bereitschaft zur Selbstentwicklung haben. Oftmals sind es nämlich schon kleine Veränderungen, die eine große Auswirkung haben. Wenn Sie selbst kein Verbesserungspotenzial erkennen, fragen Sie Ihre Mitarbeiter um ehrliches Feedback – sie helfen Ihnen womöglich Probleme zu erkennen, die Ihnen selbst gar nicht bewusst waren.

Technische & digitale Kompetenzen

Technik und Digitalisierung halten nicht nur in unserem Privatleben Einzug, sie sind auch aus unserem Arbeitsumfeld nicht mehr wegzudenken. Gerade in Zeiten, in denen Homeoffice und virtuelle Meetings immer gängiger werden, müssen moderne Führungskräfte diesen technischen Herausforderungen gewachsen sein. Denn nicht nur Head of IT oder IT Director brauchen gute digitale Kompetenzen, alle Führungskräfte müssen mit Online-Meetings, firmeninternen Chat-Portalen & Co. umgehen können.

Außerdem benötigen sie die entsprechenden sozialen Kompetenzen, um Mitarbeiter virtuell führen zu können. Sie müssen auch im Online- bzw. Homeoffice-Modus in der Lage sein, ihre Vorstellungen klar zu äußern und die Richtung für bestimmte Aufgaben und Prozesse vorzugeben. Zudem müssen sie flexibel auf technische und digitale Entwicklungen eingehen und diese für das eigene KMU adaptieren.

Fazit: Sozialkompetenz als treibende Kraft

Wenngleich Kernkompetenzen wie Entscheidungsfreudigkeit, Führungsstärke und strategisches Handeln weiterhin fest im Berufsbild einer KMU-Führungskraft verankert sind, gewinnt insbesondere die Sozialkompetenz immer mehr an Bedeutung. Führungskräfte müssen individuell auf die Mitarbeiter eingehen und sie gezielt motivieren, stärken und fördern können. Außerdem sollten sie auch an sich selbst arbeiten – in fachlicher und persönlich Hinsicht – und sich nicht vor digitalen Veränderungen verschließen.


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