Mit Trunki-Kinderkoffern wird das Reisen bunter und entspannter

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 29 Januar, 2024
Lesezeit Minuten.
Von den internationalen Flughäfen sind sie inzwischen nicht mehr wegzudenken – die Trunki-Kinderkoffer. Selber drauf fahren oder sich ziehen lassen – mit den Trunkis wird das Reisen nicht nur bunter, sondern auch entspannter.  

Hallo Rob! Du stellst mit deinem Unternehmen Magmatic Ltd. die Trunki-Kinderkoffer her – kleine bunte Hartschalenkoffer, auf denen die Kids selber fahren oder sich ziehen lassen können. Wie ist die Idee zu diesem Produkt entstanden?

Ich habe während meines Design-Studiums an einem Projekt gearbeitet, bei dem es darum ging, innovative Reiseartikel für Kinder zu entwerfen. Dabei habe ich schnell festgestellt, dass die meisten zu diesem Zeitpunkt erhältlichen Produkte wenig kindgerecht gestaltet und auch nicht besonders praktisch waren – das wollte ich ändern! Der Trunki ist ja Koffer und Spielzeug in einem, so haben die Kleinen auf Reisen was zum Spielen und Toben, können ihre Schätze verstauen und sich von den Erwachsenen ziehen lassen, wenn sie müde sind. Es haben also alle was davon!

Was ist Euer Geschäftsmodell?

Ich denke, es ist sehr wichtig, eine individuelle Strategie für alle Vertriebskanäle zu haben. Damit sind wir sowohl im stationären Handel als auch dem gesamten Online-Marktplatz erfolgreich unterwegs. Beides ist für uns als Marke von sehr großer Bedeutung.

Zudem wollen wir möglichst nachhaltig sein: Wir produzieren größtenteils hier in UK und unsere Koffer sind aus sehr haltbarem Material. Und unser Team ist eine große Familie, wir legen viel Wert auf eine gute Arbeitsatmosphäre!

Wer ist Eure Zielgruppe und wie erreicht Ihr sie?

Wir sprechen gleichermaßen Kinder und Eltern an, denn letztlich kommt es darauf an, dass die Kinder ihren Trunki ins Herz schließen und die Eltern von dessen Qualität vollends überzeugt sind. Im Bereich der Kommunikation setzen wir auf einen ganz klassischen Mix aus Pressearbeit und Social Media. Da der Trunki sowohl Spielzeug als auch Koffer ist, hatten wir anfangs Probleme, beim Handel die richtigen Ansprechpartner zu finden – die Reisesparte hat uns an die Spielzeugabteilung verwiesen und umgekehrt. Mit etwas Geduld und Spucke haben wir es aber geschafft, uns im Laufe der Zeit tatsächlich in beiden Branchen zu etablieren.

Trunki

Mit Trunki-Kinderkoffern wird das Reisen bunter und entspannter, trunki-kinderkoffer.de/

Apropos Geduld und Spucke: Der Erfolg hat sich bei dir ja nicht sofort eingestellt, das hat etwas gedauert. Magst du das kurz erzählen?

Klar! Ich habe, wie gesagt, mit der Entwicklung des Trunki ja schon im Studium begonnen. Im Anschluss daran habe ich mich um eine Investition bei „Dragons Den“ beworben, das ist die englische Entsprechung zur „Höhle des Löwen“. Da ging vor laufender Kamera ein Teil am Prototyp kaputt, das war natürlich eine kleine Katastrophe! Ich habe aber nicht aufgegeben und den Trunki immer weiter optimiert. Finanziell habe ich schließlich Unterstützung von privater Seite bekommen. Die harte Arbeit und Geduld hat sich dann bezahlt gemacht, weil das Produkt bei Kindern und Eltern so gut angekommen ist und sich der Erfolg dadurch eingestellt hat.

Was ist Dein wichtigster Tipp für Jungunternehmer, die gerade selbst gegründet haben? Und was waren Deine wichtigsten Learnings aus der Startphase?

Zuallererst: Dranbleiben! Glaubt an euer Produkt, lasst euch von Rückschlägen nicht entmutigen. Und dann: Seid kreativ – auch, was die Vermarktung eures Produkts und eure Finanzierung angeht. Wenn ihr an einer Stelle nicht weiterkommt, lasst euch eine Lösung einfallen, ändert die Strategie, bleibt flexibel.

Wo siehst Du Dich und Trunki in fünf Jahren?

Was die Trunkis angeht – möglichst überall! (lacht) Ganz klar, wir wollen noch weiter wachsen, wir haben ja inzwischen auch nicht mehr nur die Kinderkoffer, sondern auch eine ganze Reihe weiterer Reiseprodukte für Kinder entwickelt. Wir wachsen also in die Breite und in die Höhe. Mir ist dabei aber auch wichtig, dass meine Mitarbeiter und ich weiterhin Spaß an der Sache haben – wer gute Kinderprodukte herstellen will, muss selbst ein bisschen Kind bleiben.

Herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und freuen uns jetzt schon darauf Neues von Dir und Trunki zu hören!


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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