TEXIBLE zeigt wie intelligente Textilien funktionieren

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 29 Januar, 2024
Lesezeit Minuten.
Smart-Textiles sind derzeit im Trend und in aller Munde. Für gewöhnlich verbindet man damit Kleidungsstücke, die mit Hilfe integrierter Elektronik zusätzlichen Nutzen bringen. Beispielsweise T-Shirts welche Vitaldaten messen können. TEXIBLE geht einen Schritt weiter und zeigt wie man mit innovativen Produktionslösungen neue, unterstützende Produkte kreiert und erfolgreich vertreibt.  

Thomas, was steckt hinter TEXIBLE?

Unser Geschäftsmodell besteht hauptsächlich aus zwei Bereichen – Auftragsentwicklung für externe Partner sowie die Entwicklung und der Vertrieb eigener Produkte, speziell im Bereich Pflegemanagement.

Bei den Auftragsentwicklungen im Bereich „Technische Textilien“ liegt der Schwerpunkt auf der Überführung in die Produktion gemeinsam mit unseren Partnerbetrieben. Aktuelle Projekte sind beispielsweise ein smartes Shirt welches die Atmung und Herzfrequenz misst, gemeinsam mit der Sportbekleidungsfirma SanSirro. Außerdem entwickeln wir, gemeinsam mit der Firma stAPPtronics eine intelligente Schuhsohle die den täglichen Bewegungsablauf misst und bewertet.

TEXIBLE entwickelt, fertigt und vertreibt außerdem eigene „Technische Textilien“ speziell für den Pflegebereich. Hier liegt derzeit auch unser Hauptfokus da wir gerade in diesem Bereich viel bewegen möchten. Unser erstes Produkt TEXIBLE Wisbi, die Betteinlage, die automatisch Nässe erkennt und einen Alarm abgibt, ist seit Mai auf dem Markt.

Wer ist Eure Zielgruppe und wie erreicht Ihr sie?

Personen die an Inkontinenz leiden, treffen oft die Kaufentscheidung nicht selbst, sondern die Pflegeorganisationen (stationärer Bereich) oder die pflegenden Angehörigen zu Hause tun dies.

Primär ist es unser Ziel drei unterschiedliche Kundengruppen zu bedienen und dabei ein weitläufiges und starkes Vertriebsnetz im DACH-Raum aufzubauen. Um dies insbesondere in der Anfangsphase effizient zu gestalten, wird stark auf die Zusammenarbeit mit Großhändlern gesetzt. Die Großhändler beliefern hauptsächlich Sanitätshäuser, die wiederum mit Pflegeheimen und Vereinen zusammenarbeiten.

Außerdem ist es das erklärte Ziel mit größeren Sanitätshausketten, Pflegeheimketten und Mietwäschern direkt zusammenzuarbeiten, damit ein flächendeckendes Vertriebsnetz aufgebaut werden kann.

Als dritter Vertriebsweg ist der Direktvertrieb mittels eigenem Onlineshop vorgesehen.  Pflegende Angehörige, die kein Sanitätshaus in der unmittelbaren Umgebung haben, oder in der Öffentlichkeit nicht mit diesem „Tabu-Thema“ konfrontiert werden möchten, haben so einfach und diskret Zugang zu unseren Produkten.

Was macht TEXIBLE zu etwas Besonderem?

Es gibt viel Besonderes bei uns, beispielsweise unsere Vision im Pflegebereich. Wir wollen mit neuen Sensortextilien, sowohl das Pflegepersonal als auch die Gepflegten, unterstützen und Pflegeabläufe vereinfachen. Das ist bisher einzigartig.

Ebenfalls sehen wir zukünftig Vorarlberg als einen der größten Produktionsstandorte für Smart Textiles. Das liegt zum einen am Produktions-Knowhow und zum anderen am Vorhandensein der gesamten textilen Wertschöpfungskette auf engstem Raum. Zusammen mit unseren Wissenschaftspartnern hier am Standort wie beispielsweise TCCV, V-Trion und das Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik der Universität Innsbruck, sind wir im globalen Vergleich einzigartig.

Zusätzlich dazu haben wir eine Erweiterung für Schiffchenstickmaschinen Entwickelt, welche uns erlaubt Materialien wie Drähte mit 0,08mm Durchmesser zu verarbeiten. Das ermöglicht eine sehr effiziente Produktion und neue Smart Textiles können dadurch hergestellt werden.

Wo soll TEXIBLE in 5 Jahren stehen?

Hoffentlich ist bis dahin unsere Vision der Smart Textiles Produktion am Standort Vorarlberg Realität geworden und unsere Produkte haben am Markt Fuß gefasst. Ebenfalls würde es mich sehr freuen wenn unser tolles Team bei TEXIBLE noch anwächst und wir weitere Vertriebspartner in unser Netzwerk aufnehmen können.

Habt Ihr von Anfang an Geld verdient oder gab es auch richtige Durststrecken?

Ich denke fast jedes Startup durchlebt Durststrecken, das ist und war bei uns nicht anders. Bei innovativen Problemlösungen ist nicht nur die Erfolgschance da, sondern auch das Risiko eines Flops groß. Ein neues Produkt in einem neuen Markt zu positionieren ist in unserem Fall zuerst mit Investitionen verbunden.

Was ist Dein wichtigster Tipp für andere Startups?

Sei ausdauernd und habe Geduld - alles braucht länger als geplant.

Herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Euch weiterhin viel Erfolg und freuen uns jetzt schon darauf Neues von Dir und TEXIBLE zu hören!


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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