Vielfältige Aufgaben als IT-Berater
Ein selbstständiger IT-Berater erbringt IT-Dienstleistungen für Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen. Das erfolgt in der Regel in Projektarbeit für einen bestimmten Zeitraum. Zu den IT-Dienstleistungen können zum Beispiel die Planung von IT-Systemen, die Programmierung von Software oder der Einkauf von Hardware gehören. Letztendlich lassen sich die IT-Dienstleistungen in zwei Bereiche aufteilen. Der erste Bereich dient dem Betrieb, der Anpassung und der Weiterentwicklung von bestehenden IT-Systemen und IT-Infrastrukturen. Der zweite Bereich dagegen beinhaltet die Einführung von neuen Technologien sowie der Neuplanung von Software und IT-Systemen. In diesen Bereich fallen zum Beispiel auch Big Data, Cloud-Computing, IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz oder Internet of Things.
Selbstständigkeit als IT-Berater: 4 Vorteile für erfolgreiche Zukunft
Der Beginn einer Selbstständigkeit als IT-Berater ist mit vielen Vorteilen verbunden. Dazu gehören die geringen Investitionen, die Möglichkeiten zur Spezialisierung, die Projektarbeit und die permanenten Innovationen in der IT-Branche.
1. Geringe Investitionen
Für eine Selbstständigkeit als IT-Berater sind keine ungewöhnlich hohen Investitionen notwendig. Im Prinzip reichen ein Heimarbeitsplatz mit einem einem PC bspw. mit dem PC Konfigurator von Ankermann zusammengestellt und ein Internetanschluss. Für die Mobilität kann ein eigenes Auto sinnvoll sein, aber Kunden sind auch klimafreundlich mit der Bahn erreichbar. Für die Kundengewinnung ist zwar ein gewisses Werbebudget hilfreich, aber mit ausreichend Zeit und kreativen Ideen gewinnen IT-Berater schnell ein paar Kunden. Den geringen Umsatz zu Beginn einer Selbstständigkeit können IT-Consultant durch finanzielle Rücklagen abfedern.
2. Spezialisierung möglich
In der IT-Branche ist viel Spezialwissen notwendig, um IT-Anwendungen zu konzipieren, zu entwickeln, zu steuern und zu kontrollieren. Dementsprechend breit sind auch die Einsatzbereiche für IT-Berater. Denn die Unternehmen arbeiten mit den unterschiedlichsten IT-Systemen und IT-Programmen. Unternehmen benötigen zwar informationstechnisches Know-how, aber wollen dafür so wenig wie möglich interne IT-Mitarbeiter einstellen. Daher sind sie auf externe IT-Consultants angewiesen. So spezialisieren sich viele IT-Berater auf ein Fachgebiet oder wenige Fachgebiete, sodass sie ihre IT-Dienstleistungen zielgenauer vermarkten können. Viele IT-Berater spezialisieren sich zusätzlich auf bestimmte Branchen oder Unternehmensgrößen.
3. Viel Projektarbeit
Als selbstständiger IT-Consultant ist es möglich, immer wieder an neuen IT-Projekten mit neuen Teams und Herausforderungen zu arbeiten. Das macht die selbstständige Tätigkeit in der IT-Beratung so spannend. Die Projektarbeit kommt gerade denjenigen Selbstständigen zugute, die gerne mit agilen Arbeitsmethoden arbeiten. Durch diese Projektarbeit eignen sich IT-Consultant in der Praxis kontinuierlich neues Fachwissen an, wovon sie langfristig profitieren.
4. Innovationen in der IT-Branche
Die IT-Branche ist im ständigen Wandel. Die Infrastruktur, Software und Anwendungen verändern sich permanent. Damit IT-Abteilungen in Unternehmen auf dem neuesten Stand bleiben und moderne IT-Projekte umgesetzt werden können, benötigen sie kontinuierlich externe Expertise von IT-Beratern. Daher ist dieses Berufsfeld auf Jahrzehnte sehr krisensicher.
Selbstständig machen als IT-Berater zukunftssicherer Job. Bildquelle: Depositphotos.com
Wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche Selbstständigkeit als IT-Berater
Die Begeisterung für technische Probleme und die kreative Lösungsorientierung zeichnen einen IT-Berater aus. Neben allgemeinen und spezialisierten IT-Kenntnissen benötigen IT-Berater betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Nur mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen ist ein ausreichendes Verständnis der Geschäftsprozesse möglich. Zu den gängigen Studienfächern für IT-Consultant gehören (Wirtschafts-)Informatik und (Wirtschafts-)Ingenieurwesen. Aber Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung können sich ebenso als IT-Consultant selbstständig machen.
Das Wichtigste sind sowieso permanente Weiterbildungen. Denn da der Begriff IT-Berater keine geschützte Berufsbezeichnung ist, haben solche IT-Berater einen Vorteil, die ihr Fachwissen durch entsprechende Zertifizierungen nachweisen können. Zusätzlich spielen auch die über die Jahre gewonnenen Erfahrungen eine wesentliche Rolle für die Expertise als IT-Consultant . Obwohl IT-Berater Einzelkämpfer sind, müssen sie gut in Teamarbeit sein und mit unterschiedlichen Menschen umgehen können. Denn die Projektarbeit bringt es mit sich, dass ein IT-Consultant sich immer wieder auf neue Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen einstellen muss. Denn ein festes Kollegium gibt es nicht.
Exkurs: Sie möchten Berater werden?
Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Voraussetzungen für den Start in die Selbstständigkeit mit Ihrem eigenen Beratergeschäft.
Die Qual der Wahl: Freiberuflichkeit oder Gewerbe als IT-Berater
Wer sich als IT-Berater selbstständig machen will, muss eine Entscheidung über seinen Status als Selbstständiger treffen. Oftmals erfolgt die Einstufung hinsichtlich Freiberuflichkeit oder Gewerbe aber alleine schon durch die Art der Selbstständigkeit und der durchgeführten IT-Dienstleistungen. Eine Freiberuflichkeit als IT-Consultant ist beispielsweise nicht beim Handel mit Hardware möglich. Zwar ist die IT-Beratung nicht im Katalog der Freien Berufen aufgeführt. Aber IT-Berater ist ein katalogähnlicher Beruf. Für Einstufung als Freiberufler ist zum einen eine ingenieursähnliche Qualifikation notwendig. Zum anderen muss die Leistungserbringung eigenverantwortlich und persönlich vom IT-Consultant erbracht werden.
Die Freiberuflichkeit bietet viele Vorteile:
- Keine Gewerbeanmeldung notwendig.
- Die Zahlung von Gewerbesteuer entfällt.
- Keine Pflicht zur doppelten Buchführung.
- Kein Eintrag ins Handelsregister.
- Einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung für Gewinnermittlung.
- Keine Zwangsmitgliedschaft in berufsständischen Kammern.
Chancen als selbstständiger IT-Berater nutzen
Die IT-Branche bietet aufgrund der bestehenden Strukturen und des Fachkräftemangels exzellente berufliche Aussichten. Die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen durch Unternehmen ist so groß, dass es sich jederzeit lohnt, sich als IT-Consultant selbstständig zu machen. Die Einstiegshürden sind relativ gering. Denn es sind nur geringe Investitionen notwendig. Darüber hinaus können sich selbstständige IT-Berater gut auf bestimmte Anwendungen und Systeme sowie Unternehmensgrößen und Branchen spezialisieren, um noch besser Kunden für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Die zu bearbeitenden IT-Projekte sind überaus vielfältig und jedes Mal eine neue fachliche Herausforderung. Das macht die selbstständige Tätigkeit als IT-Berater immer wieder so spannend.