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Home-Office vs. Coworking-Spaces: Was passt zu Ihnen?

28.07.2020 | Von Hanno Steiger

Arbeit wird immer freier. In vielen kleinen und mittleren Unternehmen ist es inzwischen normal, dass man nicht mehr während der gesamten Arbeitszeit im Büro anwesend sein muss. Selbständige und Freelancer kennen es ohnehin: Arbeit ist da, wo der Laptop gerade Platz findet. Das kann zu Hause auf dem Sofa sein, in irgendeinem Büro oder im Café. Wichtig ist in den meisten Fällen eine ordentliche Internetverbindung, viel mehr braucht es nicht. Heute im Check: Home Office versus Co-Working Space.

Definition von Co-Working Space 

Als Co-Working Spaces werden Büros und Arbeitsplätze in Großraumbüros bezeichnet, die man tage-, wochen-oder monatsweise anmieten kann. In der Regel ist eine ganze Etage oder ein ganzes Gebäude mit solchen einzeln mietbaren Arbeitsplätzen belegt, so dass man sich als Freelancer oder Selbstständige permanent in guter Gesellschaft befindet. Kaffeemaschine, Tischkicker, Internet und ausreichend Steckdosen stehen immer zur Verfügung, oft genug gibt es auch eine kleine Küche und genug Leute, die in ähnlichen Gebieten arbeiten. Man ist also nie wirklich alleine.

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Co-Working Space wird oft von Solo-Selbständigen angemietet, aber auch von Start-Ups, die Büroraum benötigen. Freelancer sind hier zu finden, Arbeitssuchende und bisweilen Festangestellte, die dem Home Office entfliehen wollen. Interessanterweise entdecken auch immer mehr Firmen die Co-Working Spaces für sich und mieten sie als eine Art flexiblen Standort in größeren Städten weltweit an. Dort stellen sie die Arbeitsplätze ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zur Verfügung und haben spontan auch für die Angestellten aus anderen Städten und Ländern, die auf Geschäftsreise „zu Besuch“ sind, immer genug Arbeitsplätze verfügbar. Die meisten Co-Working Spaces werden von professionellen Firmen betrieben, die sowohl einen Hausmeister-Service als auch Reinigungskräfte bereitstellen. Die Kosten für den Co-Working Space übernimmt normalerweise der Arbeitgeber, Freelancer und Selbständige können sie steuerlich geltend machen. Eingerichtet werden die Arbeitsplätze nach ähnlichen Gesichtspunkten wie im Büro in der Firma: Die Büromöbel sollten haltbar, höhenverstellbar und für verschiedene Menschen passend sein. Deswegen lohnt es sich an den Größten in der Branche zu wenden.

Definition von Home Office

Home Office nennt man es, wenn Angestellte, Freelancer oder Freiberufler, aber auch Selbständige von zu Hause aus arbeiten. Das kann in einem speziell für diesen Zweck eingerichteten Arbeitszimmer sein, aber auch am Küchentisch oder auf dem Sofa im Wohnzimmer. Sogar kleine Klappschreibtische im Flur können als Home Office durchgehen.

Im Home Office arbeitet man in der Regel alleine und eigenverantwortlich, zahlt keine Miete für den Arbeitsplatz und hat an Technik und Verbindungen nur das zur Verfügung, was man sich selbst einrichtet oder an Büromaterial und -einrichtung beschafft. Aber Achtung: Auch wenn Sie Ihren Heimarbeitsplatz individuell gestalten können, sollten Sie Ihre Büroorganisation auch zu Hause nicht vernachlässigen.

Home Office wird zwar von den KMU wie auch von großen und globalen Unternehmen inzwischen befürwortet, bezuschusst wird es aber nicht. Die Arbeitnehmer/-innen sind komplett selbst für die Einrichtung verantwortlich und werden auch nicht dafür entschädigt.Die Kosten für den Arbeitsplatz zu Hause (höhere Miete wegen größerer Grundfläche, anteilig Wasser, Strom, Nebenkosten) können Selbständige und Freelancer zwar steuerlich geltend machen, mehr ist aber nicht drin.

Coworking Space

Co-Working Space wird oft von Solo-Selbständigen angemietet, Selbststaendigkeit.de

Vor- und Nachteile? 

Co-Working Spaces sind toll, wenn man zu Hause eher abgelenkt ist, keinen Schreibtisch und kein Arbeitszimmer hat und gerne auf andere Arbeitende trifft. Professionelle Hilfe, Mitarbeiter für Projekte und sogar potentielle Auftraggeber/-innen können im Co-Working Space getroffen werden. 

Allerdings geht es da auch bisweilen zu wie im Bienenkorb, denn natürlich Netzwerken die Co-Workers, reden und lenken sich bisweilen gegenseitig ab. Der Vorteil liegt darin, dass die gesamte Infrastruktur, von Internet über geleerte Mülleimer bis hin zur Kaffeemaschine zur Verfügung stehen. 

Zu Hause arbeitet besser, wer nebenbei Kind und Hund betreuen will, lieber Ruhe hat, auf besonderen Datenschutz angewiesen ist oder generell weniger netzwerkt. Der eigene Arbeitsplatz kann ganz nach den eigenen Präferenzen eingerichtet werden.

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Hanno Steiger

Hanno Steiger ist langjähriger Unternehmensberater mit den Schwerpunkten Interimsmanagement und Unternehmensfinanzierung. Er sammelte ebenso fundierte Erfahrungen in der Beratung von Unternehmen und Unternehmern bei Corporate Finance Transaktionen und Restrukturierungen (M&A, Finanzierung, Restrukturierung, Rating Advisory, Due Diligence, LBO). Hanno Steiger ist Inhaber der Steiger Unternehmensberatung.