SEA für Einsteiger – Grundlagen des Search Engine Advertising

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 11 März, 2024
Lesezeit Minuten.
Wer im Internet nach Produkten oder Dienstleistungen sucht, nutzt dafür in den meisten Fällen eine Suchmaschine. Damit die Angebote Ihres Unternehmens auf diesem Weg gefunden werden, müssen sie auf den Suchergebnisseiten weit vorn landen. Um das zu erreichen, nutzen Unternehmen Instrumente des Suchmaschinenmarketings, auch Search Engine Marketing oder SEM. Dieses bietet grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA).  

SEO und SEA – die Unterschiede

Search Engine Optimizing (SEO) umfasst ein ganzes Bündel an Maßnahmen für das gute Ranking Ihrer Website. Das bedeutet, bei einer zum Seiteninhalt passenden Suchanfrage soll diese eine gute Positionen unter den organischen Suchergebnissen erreichen. Das sind die Website-Links, die angezeigt werden, ohne dass Sie dafür bezahlen.

Im Gegensatz dazu führt Search Engine Advertising (SEA) zu den als Anzeigen gekennzeichneten Suchergebnissen, die über, unter oder neben den organischen Suchergebnissen positioniert sind. Dafür fallen Kosten an. Während SEO-Maßnahmen meist erst nach längerer Zeit Ergebnisse zeigen, lassen sich mit SEA auch kurzfristig Erfolge erzielen. SEA beeinflusst jedoch nicht die Position Ihrer Website in den organischen Suchergebnissen. Oft lohnt es sich, beide Instrumente miteinander zu kombinieren.

SEA-Anzeigen sind wichtige Einnahmequellen der Suchmaschinenbetreiber. Für die beiden bekanntesten Suchmaschinen gibt es mit Google Ads und Bing Ads eigenen Plattformen, bei denen sich Unternehmen, die Anzeigen schalten möchten, anmelden müssen. Beide Systeme funktionieren ähnlich, aber es gibt auch einige Unterschiede. Ob es um die Auswahl der passenden Suchmaschine oder die Erstellung und Optimierung Ihrer SEA-Strategie geht, Dienstleister wie die B2B Kommunikationsagentur Teamdrei stehen Ihnen mit Fachwissen und Erfahrung zur Seite.

Mit Google Ads eine Kampagne erstellen

Google hat unter den Suchmaschinen die mit Abstand die größte Bedeutung. Wenn Sie SEA-Anzeigen veröffentlichen möchten, müssen Sie zunächst bei Google Ads ein Konto einrichten, wo Sie die wichtigsten Informationen angeben und die Zahlungsmethode festlegen. Erstellen Sie danach eine Suchkampagne. Es ist über Google Ads auch möglich, Displaykampagnen und Videokampagnen durchzuführen, die jedoch für Anzeigen auf Suchergebnisseiten nicht relevant sind.

Wählen Sie für Ihre Kampagne ein Ziel aus, was letztendlich Einfluss auf die möglichen Einstellungen hat. Sie haben eine eigene Website erstellt, führen ein eigenes Geschäft oder Unternehmen und wünschen sich mehr Geschäfts- und Seitenbesucher und Anrufer? Wenn Sie mehrere, derartige Ziele verfolgen, erstellen Sie für jedes eine eigene Kampagne.

Für Ihre Anzeigen auf den Suchergebnisseiten fallen nur Kosten an, wenn Nutzer darauf klicken oder über eine integrierte Telefonschaltfläche anrufen. Man spricht in diesem Zusammenhang von Cost per Click (CPC). Sie legen sowohl Ihr maximales Monatsbudget fest als auch den Betrag, den Sie für einen Klick höchstens bezahlen würden. Google empfiehlt für Einsteiger zwischen 5 und 50 Euro pro Tag einzukalkulieren. Sie können das Budget jederzeit flexibel anpassen.

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Search Engine Marketing oder SEM bietet grundsätzlich zwei Möglichkeiten: SEO und SEA, Selbststaendigkeit.de

Anzeigenauktionen für die beste Position

Bei jeder Suchanfrage durch einen Nutzer ermittelt das System für Ihre Anzeige automatisch einen Rang. Von diesem hängt es ab, ob und an welcher Position sie auf der Suchergebnisseite angezeigt wird. Dabei spielt Ihr maximales CPC-Gebot und das Ihrer Mitbewerber eine Rolle. Wenn Sie automatisch bieten lassen, geben Sie keinen Maximalbetrag pro Click an. Vielmehr werden die Gebote auf der Grundlage vorhandener Daten optimiert, wobei das Budget die Kosten begrenzt.

Für die Positionierung auf der Suchergebnisseite sind aber auch andere Faktoren wichtig. Relevanz für die Suchanfrage muss auf jeden Fall gegeben sein. Weiterhin haben die Qualität der Anzeige und der Landingpage, auf die sie führt, einen Einfluss darauf. Auch der Standort des Suchenden und Anzeigenerweiterungen beeinflussen das Ergebnis.

Über Google Ads können Sie regelmäßig Auswertungen und Tipps zur Optimierung Ihrer Kampagne abrufen. Loggen Sie sich deshalb regelmäßig ein, um den Erfolg Ihrer Anzeigen zu überwachen und gegebenenfalls Änderungen vorzunehmen. Achten Sie auch darauf, dass Interessenten auf der Landingpage schnell und einfach das finden, was sie erwarten.

SEA-Anzeigen zielgruppengerecht anpassen

Damit Sie die Nutzer erreichen, die sich für Ihre Anzeige interessieren und im Idealfall zu Kunden werden, können Sie individuelle Anpassungen vornehmen. Sehr wichtig ist die Angabe der richtigen Keywords. Überlegen Sie, welche Wörter oder Wortkombinationen Interessenten verwenden würden, wenn sie nach Ihren Angeboten suchen. Andererseits lassen sich auch Keywords ausschließen, über die Sie nicht gefunden werden möchten. Wenn Sie z. B. Werkzeuge für B2B-Kunden vertreiben, ist „Werkzeug kaufen“ ein gutes Keyword und „Heimwerker“ könnten Sie ausschließen.

Weiterhin ist eine geografische Eingrenzung möglich, sodass Sie nur Nutzer in bestimmten Regionen erreichen. Auch hinsichtlich der Sprache und der Tageszeit, zu welcher die Anzeige zu sehen sein soll, können Sie Einstellungen treffen. Durch eine zielgruppengerechte Ausrichtung der Kampagne setzen Sie Ihr Budget effizienter ein.

Für die Anzeigengestaltung stehen Ihnen verschiedene Formate und Funktionen zur Verfügung. Es ist auch möglich, Bilder und Erweiterungen wie zusätzliche Links oder ergänzende Informationen hinzuzufügen. Google Ads unterstützt Sie dabei, die Anzeige Ihrem konkreten Ziel entsprechend zu entwerfen. Bedenken Sie dabei auch, dass bereits die bloße Sichtbarkeit auf der Suchergebnisseite zur Erhöhung der Markenbekanntheit beitragen kann.

Bing als Alternative

SEA bei Microsofts Suchmaschine Bing oder den damit in einem Netzwerk verbundenen Partnern wie Yahoo, AOL oder Ecosia kann sich ebenfalls lohnen. Dafür nutzen Sie Bing Ads, das ähnlich wie Google Ads funktioniert. Auch hier können Sie ein Budget festlegen und zahlen nur pro Klick oder Aktion. Die Kosten sind nach eigenen Angaben meist niedriger als bei vergleichbaren Google-Kampagnen, was bei der geringeren Reichweite aber auch zu erwarten ist.

Bing bietet einige Funktionen, die Sie bei Google nicht finden, z. B. umfangreichere Erweiterungsmöglichkeiten mit Bildern und Interaktionsschaltflächen. Interessant ist auch, dass Sie auf der Basis von LinkedIn-Daten Ihre Anzeigen individuell ausrichten und so z. B. speziell Nutzer aus bestimmten Branchen ansprechen können.


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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