Online Marketing für Existenzgründer: Tipps für einen gelungenen Start

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 22 Januar, 2024
Lesezeit Minuten.
Unternehmensgründer stehen zu Beginn vor vielen Herausforderungen. Nach der Orientierungs- und Planungsphase geht es in der Gründungs- und Aufbauphase darum, das Unternehmen samt Produkten und Services bekannt zu machen. Marketingmaßnahmen sind dabei oft der Schlüssel zum Erfolg, um sich gegen Mitbewerber durchzusetzen. Mit der richtigen Planung können Start-ups auch mit nur begrenzten finanziellen Mitteln wirksame Werbeeffekte erzielen.  

Vorteile des Online-Marketing

Im Vergleich zu klassischen Marketingmaßnahmen ist Online-Marketing präziser und genauer. Geringe Streuverluste, eine punktgenaue Zielgruppenansprache und ausführliche Analysemöglichkeiten sind wertvolle Vorteile des Online-Marketings. Kennzahlen geben Aufschluss darüber, welche Marketing-Kanäle das größte Potenzial haben. Fehlende Marketing-Investitionen können hingegen zu höheren Folgekosten führen. Das lässt sich mit Expertenwissen vermeiden. Die nachfolgenden Tipps sind eine wertvolle Unterstützung für alle, die neu im Online-Marketing sind.

Tipp 1: Zielgruppe kennen

Arbeiten Sie die Eigenschaften, das Konsumverhalten und die Lebenswelten Ihrer Zielgruppe genau heraus. Darauf aufbauend, entwickeln Sie fiktive Musterkunden, um den unterschiedlichen Kundengruppen ein Gesicht zu geben. Im Privatkundenbereich (B2C) grenzen Sie Ihre Zielgruppe nach soziodemografischen, sowie persönlichen und auf den Lebensstil bezogenen Eigenschaften ein. Im Geschäftskundenbereich (B2B) betrachten Sie potenzielle Neukunden nach Kriterien wie Unternehmensstandort, Branchenzugehörigkeit und Unternehmensgröße. Hierbei ist es wichtig, zu erkennen, dass etablierte Firmen andere Ansprüche als Start-ups haben. Preissensitivität und das Kaufverhalten spielen in beiden Bereichen eine Rolle. Die Zielgruppenanalyse bestimmt schließlich die jeweiligen Maßnahmen des strategischen Marketings.

Tipp 2: Eine professionelle Corporate Identity

Existenzgründer, die in zwei bis drei Sätzen das eigene Alleinstellungsmerkmal formulieren können, haben schon einmal viel richtig gemacht. Aus einem präzisen Unternehmensprofil entstehen eine stimmige Corporate-Identity und eine gelungene Markenstrategie. Die Kernfragen lauten: Was ist der Mehrwert meiner Produkte und Services? Warum sollten Neukunden meine Leistungen in Anspruch nehmen? Das Corporate Design dient der Außendarstellung und spiegelt die Qualität der Marke wider. Das Logo transportiert auf einen Blick, wofür das Unternehmen steht. Die Website sollte besondere Aufmerksamkeit erhalten. Sie ist ein wesentlicher Teil der Customer-Journey und sollte in Sachen Design, Usability und Einzigartigkeit überzeugen. Die Website bündelt auch sämtliche Marketingaktivitäten und ist der zeit- und budgetaufwendigste Online-Marketings-Bereich. Schlecht realisierte Web-Projekte vernichten hingegen Ressourcen und Geld.

Die Sichtbarkeit der Webpräsenz spielt ebenso eine große Rolle, weshalb dynamische Websites mit aktuellen und SEO-optimierten Inhalten den Unternehmenserfolg maßgeblich beeinflussen können. Google-freundliche Internetseiten senken zusätzliche Investitionen in Linkbuilding, Google Ads und Displaykampagnen, da die Website aufgrund ihrer Qualität auf den vorderen Plätzen im Suchranking auftauchen wird. Die Bandbreite bei den einzelnen Seiten ist groß: Landing-Pages, Themenseiten und Newsblogs mit Tipps und Expertenwissen sind Möglichkeiten für dynamische Inhalte. Eine gute Suchmaschinenoptimierung (SEO) sorgt dafür, dass auch Existenzgründer mit einem nur begrenzten Marketingbudget erfolgreich sein können. Zu Beginn ist auch eine Investition in Google Ads empfehlenswert, um die Website zu pushen, bis die Suchmaschinenoptimierung greift. Design und OnPage-Optimierung sollten genau aufeinander abgestimmt werden. Technische Aspekte wie Lade- und Antwortzeiten beeinflussen die Platzierung im Ranking ebenfalls.

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Die richtigen Marketingmaßnahmen sind der Schlüssel zum Erfolg. Bildquelle: Stock Images by Depositphotos

Tipp 3: Hohe Contentqualität anstreben

Gut aufbereitete Inhalte sind eines der wichtigsten Erfolgskriterien im Online-Marketing. Icons, individuelle Bilder und abgestimmte Farbsysteme erhöhen den Wiedererkennungswert und transportieren Markenbotschaften. Multimedialer Content wie Videos und interaktive Anwendungen machen Spaß und bieten attraktive Marketingmöglichkeiten. Schnittstellen zu Social-Media vereinfachen das Online-Marketing und sorgen dafür, dass die Marke ihr volles Potenzial entfalten kann. Lange und unübersichtliche Texte sind hingegen ein No-Go. Kurze und prägnante Formulierungen sind optimal. Eine intuitive und übersichtliche Websitestrukturierung führt den User zielgerichtet durch das Online-Angebot.

Tipp 4: Vernetzung sorgt für maximale Sichtbarkeit

Mit einer professionellen Website ist der erste Schritt getan, denn darauf bauen alle weiteren Online-Marketing-Aktivitäten auf. Die Kundenakquise ist der schwierigste Teilschritt in der Gründungsphase. Schließlich ist die Reichweite noch gering und das Empfehlungsmarketing befindet sich erst im Aufbau. Nach einigen Monaten sind bereits gute Rankings möglich. Eine Vernetzung mit Webkatalogen, Unternehmensverzeichnissen, Bookmark-Diensten und Bewertungsplattformen stärkt die Rankingposition und sorgt dafür, dass potenzielle Kunden viele Infos zum Unternehmen erhalten.

Tipp 5: Die richtigen Kanäle wählen

Als Unternehmensgründer liegt es auch an Ihnen, die richtigen Marketingkanäle zu wählen, die zur Marke passen, um Ihre Zielgruppe zu erreichen. Google ist mit seinen Möglichkeiten für alle Geschäftsmodelle relevant. Denn im digitalen Zeitalter gilt: Unternehmen, die im Web nicht auffindbar sind, gibt es für die meisten User gar nicht mehr. Auf YouTube lassen sich Videos wie Produktvorstellungen, Tutorials oder Insights in den Unternehmensalltag platzieren. Das ist wichtig für die Neukundengewinnung, das Unternehmensimage und ein erfolgreiches Employer-Branding. Auf Instagram und TikTok sagen kurze Videos, Fotos und Grafiken mehr als tausend Worte. Instagram-Shopping führt die Zielgruppe direkt zum eigenen Webshop. Mit den passenden Hashtags wird schnell Reichweite generiert. Facebook und Pinterest eignen sich vor allem für Lifestyle-Produkte im B2C-Bereich, um mit hochwertigem Content oder Anzeigen den Umsatz und die Markenbekanntheit zu erhöhen. Wer Leads im B2B-Segment generieren möchte, nutzt die Möglichkeiten auf Xing und LinkedIn. Regelmäßige Bannerwerbung über Affiliate-Marketing beschleunigt die Neukundengewinnung, wenn die Anzeigen im richtigen Umfeld platziert werden. Für alle Maßnahmen gilt: Messbare Kennzahlen geben Aufschluss über den Erfolg der Marketingaktivitäten.

Tipp 6: Up to date bleiben

Es ist sinnvoll, sich regelmäßig über neue Marketingtrends oder rechtliche Grundlagen wie Datenschutz zu informieren. Wenn die Kapazitäten im eigenen Unternehmen fehlen, lohnt sich die Zusammenarbeit mit einer Marketing-Agentur. Dieses Outsourcing sorgt für finanzielle Entlastung, da für jedes Projekt ein individuelles Budget geplant wird. Mit dem richtigen Know-how können Sie allerdings viele Maßnahmen auch ohne Agentur effizient und kostengünstig umsetzen."


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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