Fundraising – Arbeiten für die gute Sache

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 23 Januar, 2024
Lesezeit Minuten.
Hart arbeiten und gut verdienen, aber dabei die Welt verbessern – diesen Traum von einem Job haben vor allem junge Menschen, die noch nicht vom ewig gleichen, grauen Büroalltag in einer 08/15-Position desillusioniert worden sind. Und in der Tat: Statt am Schreibtisch in einem Großraumbüro zu sitzen und raffinierte Marketing-Kampagnen für Großkonzerne zu planen, entscheiden sich immer mehr junge Leute dafür – zumindest übergangsweise - draußen in der Welt für Non-Profit-Organisationen und Hilfsprojekte die Werbetrommel zu rühren. Was nach bloßem Nebenjob klingt, hat längst eine eigene Berufsbezeichnung: Dialoger.  

Dialogmarketing löst Spendensammeln und Klinkenputzen ab

Vielen gemeinnützige Organisationen und NGOs buhlen um die Freigebigkeit der deutschen Spender. Allein im Jahr 2016 haben die Deutschen insgesamt 5,3 Milliarden Euro für gute Zwecke locker gemacht. Wer für sein Projekt etwas abhaben möchte, muss sich daher ins Bewusstsein der potentiellen Spender bringen und sie von der Notwendigkeit einer finanziellen Unterstützung überzeugen. Soweit nichts Überraschendes. Bemerkenswert ist jedoch, dass die betreffenden Organisationen auch im Jahr 2018 dabei nicht auf die klassische Face-to-Face-Kommunikation in der Fußgängerzone verzichten wollen. Neu ist jedoch, dass dieses wichtige Mittel der Kundenbindung nicht mehr Mitglieder und Ehrenamtliche übernehmen, sondern Marketing-Profis, die genau wissen, dass die richtige Kundenansprache und Kundenbindung auch beim Spendensammeln funktioniert. Das neue Zauberwort heißt Dialogmarketing.

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Fundraising in der Innenstadt: Kundenansprache und Kundenbindung, Bildquelle: Depositphotos.com

Dialoger brauchen Enthusiasmus, eine positive Ausstrahlung und Talent zum Kommunizieren

Dialoger im Bereich Fundraising ist ein beliebter Job bei jungen Menschen. Kein Wunder, denn den nötigen Enthusiasmus hat man bekanntermaßen vor allem in der Jugend. Aber ein sonniges Gemüt reicht nicht, um in dieser Branche durchzustarten. Wer tagaus tagein und bei jedem Wetter in der Fußgängerzone steht und gestresste Passanten von Hilfsprojekten in Afrika überzeugen will, braucht auch Beharrlichkeit und eine gewisse Frustrationstoleranz. Denn nicht jeder der Angesprochenen reagiert so freundlich und verbindlich wie die Dialoger selbst. „Da der Job als Dialoger auch sehr anstrengend ist, sollten Bewerber folgende Eigenschaften mitbringen: Engagement, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen“, erklärt Tobias Stückroth, Geschäftsführer der jungen Dialogagentur hello aus Hamburg. Dazu kommt natürlich die Freude, mit Menschen zu kommunizieren und die Überzeugung, dass das beworbene Projekt eine wirklich gute Sache ist.

In Workshops und Academys werden Dialoger auf ihren Einsatz vorbereitet

Wer glaubt, dass diese Grundeigenschaften keiner Verfeinerung bedürften, unterschätzt die Branche. Hinter der Arbeit am Infostand steht ein harter Alltag und davor Schulungen und Workshops, die den Dialogern dabei helfen sollen, professionell aufzutreten. Bei allen seriösen Agenturen gibt es daher Qualitätsstandards, an die sich alle Mitarbeiter zu halten haben. Dazu gehört, dass Passanten respektvoll behandelt, keine Diskussionen vom Zaun gebrochen, neue Mitglieder und Spenden nur mit Argumenten und ohne Druck gewonnen werden und vor allem, dass man als Dialoger bei der Überzeugungsarbeit immer sachlich bleibt und wahrheitsgemäß berichtet. Wer sich an diese Maßgaben hält und sich geschickt anstellt, kann bei seinem Job in der Regel gut verdienen. Viele Agenturen arbeiten zusätzlich mit Boni für besondere Leistungen und bieten Mitarbeitern zahlreiche Karrieremöglichkeiten an. Alles in allem ist der Dialoger-Job klassisches Face-to-Face-Marketing, in dem es darum geht, Kundenbeziehungen aufzubauen, zu informieren, zu überzeugen und Vertrauen zu gewinnen. Dass man dabei nebenher noch ein bisschen die Welt retten kann, trägt zur Attraktivität des Jobs bei, der vor allem junge Menschen fasziniert.


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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