Benötigen Sie eine Etikettiermaschine für den industriellen Dauerbetrieb? Das sollten Sie beim Kauf beachten!

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 12 März, 2024
Lesezeit Minuten.
Wenn Paletten zuverlässig und schnell etikettiert werden müssen, sind Palettenetikettierer ein absolutes Muss. In der Logistik-, Versand- und Speditionsbranche haben sich die Automaten längst als unverzichtbares Instrument im Arbeitsablauf erwiesen. Ebenso häufig nutzt auch der Versandhandel die Maschinen, um ein- und ausgehende Ware effektiv zu labeln. Aber worauf muss bei einer Etikettiermaschine geachtet werden? Welche Anforderungen müssen erfüllt sein? Wenn Sie auch einen Plattenetikettierer für den industriellen Dauerbetrieb benötigen, haben wir alles Wichtige für Sie zusammengefasst.  

Grundanforderungen an eine Etikettiermaschine

Ein Palettenetikettierer dient der Produktkennzeichnung und stellt neben Laserbeschriftern, Inkjet-Druckern und sogenannten RFID-Systemen eine von vier Möglichkeiten dar, Produkte effektiv und zuverlässig zu kennzeichnen. Die Grundanforderung an moderne Beschriftungssysteme und Kennzeichnungstechnik wie die Etikettieranlage besteht also darin, jede Art von Verpackungs- oder Produktoberfläche schnell zu identifizieren. Bei Palettenetiketten wird eine indirekte Kennzeichnungslösung verwendet, die mit fertig oder teilweise vorgedruckten Etiketten, sogenannten Primary Labels, arbeitet. Grundinformationen wie Bildmotive, Wortketten oder das Firmenlogo müssen als Datensatz enthalten sein. Wenn es sich um teilgedruckte Etiketten handelt, werden weitere Informationen mithilfe eines Etikettendruckers ergänzt. Ebenso ist es möglich, dass die Etiketten je nach individueller Anforderung spezielle, nicht sichtbare Sicherheitsmerkmale aus Gründen des Produktschutzes tragen oder dass sie besonders reißfest, UV-beständig oder Chemikalien-resistent sind.

Je nach Art der Etikettiermaschine kann es sich um unterschiedliche Systeme handeln:

  1. Zum einen kommen die weitverbreiteten Etikettenspender als Handgerät oder Tischmodell infrage, die das Aufkleben der Etiketten vereinfachen und den Mitarbeitern die Arbeit erleichtern.
  2. Bei vollautomatischen Druck-Spende-Systemen werden die Etiketten hingegen zunächst mit den entsprechenden Daten bedruckt und in einem zweiten Schritt ohne weiteres Zutun durch Mitarbeiter direkt auf die Verpackung oder das Produkt aufgeklebt.

Wichtige Bestandteile und die Funktionsweise der Etikettiermaschine

Die Druck-Spende-Maschinen verfügen neben dem Druckmodul über Applikatoren und Spendestempel. Applikatoren bringen die fertigen Etiketten in einem berührungslosen oder berührenden Verfahren auf die Oberfläche auf. Bei moderner Drucktechnik sollte es sich um präzise arbeitende Plug & Play-Module handeln, die das Etikett punktgenau auf die vorgesehene Stelle aufbringen. Modernste Applikatoren erreichen eine Durchsatzrate von mindestens 150 Etiketten pro Minute und führen einen kontaktlosen Auftrag durch. Je nach Bedarf kann die Maschine auch mit mehreren Applikatoren für unterschiedliche Positionen ausgestattet sein. Für große Stückzahlen bietet sich der Etikettenspender eco für Ihren industriellen Dauerbetrieb an.

Als Spendestempel werden hingegen spezielle Applikator-Formen bezeichnet, die beim Tamp-Verfahren eingesetzt werden. Per Unterdruck wird das Etikett vom Trägerband abgelöst und angesaugt, bevor durch den abgesenkten Spendestempel eine exakte Applizierung auf der gewünschten Position erfolgt. Alternativ kann ein Wipe-On-Verfahren zum Zug kommen, bei dem sich das Label auf einer Spendenzunge befindet und im Vorbeifahren aufgeklebt wird. Bei dieser Methode wird das Etikett auf die Oberfläche des auf einem Förderband vorbeifahrenden Produkts aufgewischt. Anschließend fährt eine Rolle über die Anklebestelle, um eine fehlerfreie Haftung sicherzustellen.

Neben diesen beiden Applikationsverfahren hat sich eine dritte Methode bewährt, die mit Überdruck arbeitet. Beim sogenannten Blow-Pads- oder Blow-Boxen-Verfahren werden die Etiketten aufgeblasen und mit Hilfe von Luftdruck angehaftet.

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Der Palettenetikettierer muss besondere Anforderungen erfüllen, Selbststaendigkeit.de

Der Palettenetikettierer muss besondere Anforderungen erfüllen

Die Palettenetikettierung ist eine besonders komplexe Etikettier-Anwendung, bei der Handhabungsachsen, Roboter oder Hubzylinder erforderlich sind. Das erforderliche Höchstmaß an Flexibilität kann nur durch einen Etikettendrucker erreicht werden. Dadurch wird der Etikettier-Spender zu einem Druckspender erweitert, der wie alle Etikettieranwendungen folgende Anforderungen erfüllen muss:

  • zielgenaue Verklebung
  • gute Haftung des Etiketts
  • gute Lesbarkeit des Aufdrucks
  • anwenderfreundliche Bedienung
  • schnelles Drucken und Applizieren großer Mengen für hohe Durchsatzraten

Hinzu kommen die speziellen Anforderungen, die sich ausschließlich bei Palettenetikettierungen ergeben. Erforderlich sind meist mindestens zwei Applikationsstellen, eine am Palettenklotz und eine am Produkt selbst. Beim Anbringen des Etikettes auf dem Produkt sind eine sichere Verklebung und gute Haftung gewährleistet. Bei der faserigen und unebenen Holz-Oberfläche des Palettenklotzes erweist sich die Verklebung aber als schwierig. Palettenetikettierer in der Industrie müssen sich daher durch einen hohen Technisierungsgrad auszeichnen und mit hocheffizienten Klammer- oder Heißklebeverfahren arbeiten. Für mehr Effizienz sollte die Anlage außerdem eine gleichzeitige Etikettierung der Seiten- und Stirnflächen gepackter Paletten durchführen können.

Palettenetikettierer für hohe Sicherheitsanforderungen

Wenn hohe Sicherheitsanforderungen vorliegen, da der Standort des Produkts jederzeit nachzuverfolgen sein muss, oder es um Fälschungssicherheit geht, müssen neuartige Kennzeichnungstechnologien zum Einsatz kommen. Maßgeblich ist vor allem die RFID-Produktkennzeichnung, mit der eine Rückverfolgung des Warenstroms möglich ist. In diesem Fall können Etiketten mit unsichtbaren Transpondern versehen werden, auf deren Daten Anwender jederzeit zugreifen können. Wenn Palettenetikettierer in der Industrie auch diese Anforderung erfüllen müssen, lassen sich die Maschinen mit RFID-Adaptern ausstatten, die bei Bedarf die entsprechenden Etiketten aufkleben. Die Adapter sind entweder nachrüstbar oder bereits werkseitig festmontiert und verfügen über eine ultrahochfrequente Schreib-Leseeinheit, die für die Einspeisung der sicherheitsrelevanten Informationen zuständig ist. Ein Tag wird mit den Sicherheitsinformationen ausgestattet, überprüft und beschnitten und auf die Fläche des eigentlichen, schon bedruckten Etiketts aufgeklebt. In einem letzten Arbeitsschritt erfolgt dann das Aufbringen des Etikettes zusammen mit dem Tag auf die Palette.

Fazit: Die Etikettiermaschine erfüllt individuelle Anforderungen für Ihren industriellen Dauerbetrieb

Palettenetikettierer sind unerlässlich, um Produkte, Verpackungen und Paletten schnell und effizient zu etikettieren. Modernste Technologien stellen hohe Durchsatzraten und eine zuverlässige Haftung der Etiketten, auch auf unebenen Oberflächen, sicher.

Zu den wichtigsten Anforderungen an die Etikettieranlage zählen eine zielgenaue Verklebung, gut lesbare Aufdrucke und ein schneller Druck mit hohen Stückzahlen. Durch spezielle Verfahren können auch individuelle Sicherheitsanforderungen umgesetzt werden.


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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