Dresscodes in verschiedenen Branchen

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 30 März, 2024
Lesezeit Minuten.
Polizisten, Ärzte und Piloten - was ihre Arbeitskleidung betrifft, haben sie es leicht. Ein wenig problematischer gestalten sich dagegen die Anforderungen an den Dresscode in anderen Branchen, wie etwa bei Bankern oder Consultants. Zahlreiche Berufsanfänger stehen am Morgen ihres ersten Arbeitstages vor ihrem Kleiderschrank, und wissen nicht, was sie anziehen sollen. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, welcher Dresscode in welcher Branche angemessen ist.   

Konservative Branche – Diese Kleidung ist gefragt

In einigen Geschäftsbranchen – und zwar vor allem in gehobenen und Führungspositionen – erwarten neben Geschäftspartnern auch Kunden ein herausragendes Fachwissen, ein adäquates Auftreten und eine spezifische Kleiderordnung. Mitarbeiter oder Geschäftsinhaber, die diesen Erwartungen nicht nachkommen, könnten dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch dem Ansehen des jeweiligen Unternehmens schaden.

Handelt es sich um einen großen Konzern und eine gehobene Position, ist klassische Kleidung gefragt. Männer sollten grundsätzlich in einem dunklen Anzug erscheinen, je nach Anlass eventuell auch mit einer Krawatte. Im Allgemeinen werden gedeckte Farbtöne wie Dunkelbraun, Grau, Navy, oder Cognac bevorzugt. Auch in Bezug auf die Schuhe sollte der Dresscode eingehalten werden: Gediegene Lederschuhe, also Semi-Brogues, Monks oder Doppelmonks sind für konservative Branchen gut geeignet. Zudem sollten die Lederschuhe stets unbeschädigt und geputzt sein.

Was Frauen betrifft, verhält es sich hinsichtlich der konservativen Branche ähnlich. Vor allem, wenn Kundenkontakt besteht – wie beispielsweise in größeren Versicherungen, Anwaltskanzleien, Banken oder ähnlichen Bereichen – sollten Frauen entweder auf ein Kostüm oder aber einen klassischen Hosenanzug zurückgreifen. Obschon Frauen etwas mehr Spielraum haben, sollten sie sich grundsätzlich von gediegenen Modetrends leiten lassen.

Selbstständige, Freiberufler und Start-up-Mitarbeiter – Business Casual ist angesagt

Unter dem Begriff „Casual“ wird im Allgemeinen Kleidung subsumiert, die alltagstauglich ist. Durch „Business“ wird das Geschäft bezeichnet. Entsprechend referiert der Terminus „Business Casual“ auf einen Dresscode, der irgendwo zwischen formell und informell angesiedelt ist.

Freiberuflern, Selbstständigen und Mitarbeitern von Start-ups ist es also erlaubt, ihre Kleidung etwas lässiger auszuwählen und auch mal sportlichere Marken wie Superdry zu tragen. Dennoch sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Berufskleidung nicht zu stark nach Freizeitlook aussieht oder aber enorm leger ist. De facto geht es um Kleidung, in der geschäftliche Termine wahrgenommen werden – und zwar auch dann, wenn es sich um informelle Treffen wie beispielsweise ein Geschäftsessen oder eine Geschäftsreise handelt. 

Dresscodes in verschiedenen Branchen_TB

Von Consultants wird in der Regel ein konservativer Dresscode erwartet, Selbststaendigkeit.de

Anders als in der konservativen Branche ist es Männern erlaubt, Kleidung in frischen Farben und ohne Haifischkragen zu tragen. Leinen- oder Flanellhosen sollten allerdings stets korrekt gebügelt sein. Zudem können sich Herren problemlos für Strickpullover und Polos entscheiden. Auch die Fußbekleidung sollte einen Kompromiss zwischen Freizeit und Business darstellen. Neben gepflegten Slippern sind auch Loafer eine passende Wahl.

Frauen haben eine relative breite Auswahl, wobei sich neben Röcken auch Baumwollhosen eignen. Daneben können Sie auf modische Blusen, klassische Schuhe ebenso wie Sandalen und Peeptoes zurückgreifen.

Absolute No-Gos in allen Branchen

Dieser Punkt richtet sich vor allem an Frauen, denn ein absolutes No-Go ist, sehr aufreizend bzw. sexy im Büro oder bei einem Geschäftstermin zu erscheinen. Zu den absoluten Tabus zählen neben bauchfreien Tops auch schulterfreie Oberteile, Mini-Röcke oder durchsichtige Kleidungsstücke. Gleiches gilt für zu tief ausgeschnittene Oberteile. Sowohl in der konservativen Branche als auch beim Casual Business sollten Frauen Strumpfhosen tragen.

Ein absolutes No-Go bei Männern ist Ungepflegtheit – entsprechend sollten Herren stets auf ihren Haarschnitt und ihren Bartwuchs achten.  Was sonst noch ein No-Go ist, ist hier näher ausgeführt.

Spezielle Branchen – Diese Looks sind gewünscht

Im Folgenden verraten wir noch, welche Looks von Kunden und Arbeitgebern in drei spezifischen Branchen gewünscht sind.

  • Consulting:
    Grundsätzlich wünschen sich die Kunden von nahezu allen Consultants denselben Dresscode: Anzug und Krawatte für die Herren, Hosenanzug oder Kostüm für die Frauen, gepaart mit hochwertigen Lederschuhen. Haben Consultants einmal einen reinen Bürotag und keinen Kontakt mit Kunden, dann können sie in manchen Unternehmen auch in Jeans und Polo zur Arbeit kommen – in vielen Konzernen ist dies freitags sogar üblich.
  • Marketing, PR & Werbung:
    Mitarbeiter in dieser Branche sind vorwiegend intern tätig und aus diesem Grund nicht an einen Dresscode gebunden. So ist es in vielen Unternehmen üblich, dass man mit Jeans und T-Shirt zur Arbeit erscheint. Sollte jedoch ein Geschäftstermin mit Partnern oder Kunden anstehen, ist häufig konservative Businesskleidung gefragt. Je nach Kunde kann dieser allerdings mit einem T-Shirt oder Turnschuhen kombiniert werden, so dass der Dresscode hin zu Business Casual avanciert.
  • Banking:
    Bankmitarbeiter, die Kontakt zu Kunden haben, sollten stets über ein gepflegtes Äußeres verfügen. Für Banker bedeutet dies Anzug und Krawatte, weibliche Bankangestellte können zwischen Hosenanzug und Kostüm wählen. Frauen, die sich für ein Kostüm entscheiden, müssen unbedingt eine Strumpfhose tragen. Für Männer und Frauen gilt gleichermaßen: Die Schuhe sollten stets geschlossen, sauber und gepflegt sein.

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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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