Fahrzeug-Leasing für Unternehmen – regelmäßige Autopflege nicht vergessen

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 10 Januar, 2024
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Das Leasing stellt eine preisgünstige Finanzierungsalternative für Fahrzeuge dar, die vor allem von Unternehmen gern genutzt wird. Sie schont nicht nur die Liquidität, sondern bietet auch bilanzielle und steuerliche Vorteile. Voraussetzung hierfür ist, dass man die regelmäßige Autopflege nicht vernachlässigt und Schäden am Fahrzeug vermeidet. Im Folgenden erfahren Sie, welche Arten von Leasing es gibt und worauf man bei der Pflege eines Leasing-Fahrzeugs achten sollte.  

Die Funktionsweise des Fahrzeug-Leasings

Beim Fahrzeug-Leasing handelt es sich um eine spezielle Form der Finanzierung. Dabei erhält der Leasinggeber das vertraglich zugesicherte Recht, das im Vertrag benannte Fahrzeug für einen bestimmten Zeitraum zu nutzen. Im Gegenzug entrichtet er eine monatliche Leasing-Rate.

Unter diesem Gesichtspunkt sind Leasing-Verträge mit Mietverträgen vergleichbar. Sie unterscheiden sich aber dahingehend, dass man auch für Wartung und Pflege verantwortlich ist. So fällt etwa auch die Autoreinigung und die Autoaufbereitung in den Zuständigkeitsbereich des Leasingnehmers. Weiterhin muss er für Inspektionen und Reparaturen aufkommen. Dafür sind die Leasingraten bei längeren Vertragslaufzeiten deutlich günstiger als klassische Mieten.

Am Ende der Vertragslaufzeit hat man je nach Art des Leasings verschiedene Möglichkeiten. So kann man das Auto etwa zu einem vorher festgelegten Wert kaufen, an seinen Eigentümer zurückgeben oder den Vertrag verlängern. Die Laufzeit beträgt üblicherweise 2 – 5 Jahre.

Verschiedene Arten des Fahrzeug-Leasings

Beim Leasing von Fahrzeugen unterscheidet man verschiedene Formen. Am wichtigsten sind das Kilometer-Leasing und das Restwert-Leasing.

Kilometer-Leasing

Beim Kilometer-Leasing legt man eine bestimmte jährliche Laufleistung fest. Wenn diese nicht wesentlich überschritten wird, fallen keine zusätzlichen Kosten an.

Ein großer Vorteil besteht dabei darin, dass die monatlichen Raten über die ganze Laufzeit stabil bleiben. Außerdem verbleibt das Restwertrisiko vollständig auf Seiten des Leasinggebers. Zusätzliche Kosten fallen allenfalls an, wenn am Fahrzeug aufgetretene Schäden über die gewöhnliche Abnutzung hinausgehen. Da die meisten Leasinggeber mit unabhängigen Gutachtern zusammenarbeiten, profitiert der Leasingnehmer von größtmöglicher Transparenz.

Darüber hinaus muss man, wie bei den meisten Leasing-Verträgen üblich, nur die Kosten für die Autowäsche und regelmäßige Inspektionen bezahlen.

Restwert-Leasing

Beim Restwert-Leasing schätzt man zunächst, wie viel das Fahrzeug nach Ablauf der Laufzeit noch wert sein wird. Je höher dieser Restwert ist, desto niedriger fallen die monatlichen Raten aus. Das bietet zunächst einmal Einsparpotenziale, birgt aber auch Risiken. Wenn der Restwert zu hoch angesetzt wurde, trägt der Leasingnehmer die Differenz.

Wer sich für das Restwert-Leasing entscheidet, sollte sich vorab genau mit der Marktlage beschäftigen. Am besten orientiert man sich am Händlereinkaufspreis, da dieser deutlich unter dem Marktwert liegt. Darüber hinaus ist es wichtig, das Fahrzeug während der gesamten Laufzeit in einem guten Zustand zu erhalten und die Autopflege nicht zu vernachlässigen. Das betrifft nicht nur die Autowäsche, sondern auch die Autoinnenreinigung und die Autoaufbereitung im Gesamten.

Unabhängig davon, um welche Art des Leasings es geht, handelt es sich dabei um einen nicht vertypten Vertrag mit mietähnlichem Charakter. Entsprechend gelten die Vorgaben des BGB. Hierbei sind vor allem §§ 535 ff. BGB relevant.

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Regelmäßige Autopflege nicht vergessen, Bildquelle: Selbststaendigkeit.de

Pflege und Rückgabe des Fahrzeugs

Um zusätzliche Kosten nach Möglichkeit zu vermeiden, sollte man sein Fahrzeug während der gesamten Nutzungsdauer gewissenhaft pflegen. Wichtig ist zunächst die regelmäßige Autopflege, die sowohl die Autowäsche als auch die Autoinnenreinigung umfasst. Vor allem in Großstädten wie Berlin mit einem höheren Grad an verkehrsbedingten Verschmutzungserscheinungen sollte man regelmäßig eine professionelle Autoaufbereitung in Anspruch nehmen. Möglich ist dies zum Beispiel bei Hochglanz von Hand. Auf diese Weise geht man sicher, dass erst gar keine gröberen Verunreinigungen auftreten, die kostenintensiv entfernt werden müssen.

Vor allem am Ende der Laufzeit sollte eine professionelle Autoaufbereitung in Betracht gezogen werden. Darüber hinaus sollten Inspektionstermine eingehalten und Verschleißteile rechtzeitig ausgetauscht werden. So lässt sich eine übermäßige Abnutzung verhindern, die zu einer Wertminderung des Fahrzeugs führen könnte.

Vorteile des Leasings

Das Leasing ist eine Finanzierungsalternative, die Unternehmen viele Vorteile bietet. Zuerst ist hier die Nutzung eines Autos auf neuestem technischem Stand ohne hohe Anschaffungskosten zu nennen. Weiterhin weist das Leasing bilanzielle Vorteile auf. Da man nicht der Eigentümer des Leasingguts ist, muss man es nicht aktivieren. Das wirkt sich wiederum positiv auf das Eigenkapital, die Liquidität und die Kreditlinie aus. Auch wenn Sie gerade erst Ihre Unternehmensgründung vollzogen haben, können Sie von den genannten Vorteilen profitieren.

Da das rechtliche Eigentum bei dem Leasinggeber verbleibt, trägt dieser auch sämtliche Verpflichtungen. Für den Leasingnehmer geht dies mit einer Minimierung der Risiken einher. In diesem Zusammenhang sind auch die kurzen Laufzeiten und die moderaten Raten zu nennen. Da die Leasing-Raten vorab festgelegt werden und nicht von Zins- oder Rating-Änderungen betroffen sind, bietet ein Leasing-Vertrag eine sichere Kalkulationsgrundlage und Planungssicherheit. Dieser Vorteil ist vor allem vor dem Hintergrund des schnellen Wertverlusts neuer Fahrzeuge zu betrachten. Dadurch wird das Leasing zu einer attraktiven Alternative zu klassischen Formen der Autofinanzierung wie etwa Bankkrediten.

Nachteile des Leasings

Auf der anderen Seite weist das Leasing auch negative Aspekte auf, die bei der Wahl der Finanzierungsform berücksichtigt werden sollten. Ein Nachteil besteht zum Beispiel darin, dass das Auto nicht in den eigenen Besitz übergeht, weshalb bei der Nutzung besondere Vorsicht angebracht ist.

In diesem Zusammenhang ist auch der zweite Nachteil zu sehen. Beschädigungen am Fahrzeug können zu umfangreicheren Nachzahlungen führen. Dasselbe gilt für eine Überschreitung der vertraglich vereinbarten Laufleistung. Zu guter Letzt ist anzumerken, dass vorzeitige Kündigungen mit zusätzlichen Kosten einhergehen können.

Fazit

Das Leasing von Fahrzeugen stellt für Unternehmen eine attraktive Finanzierungsoption dar, die mit steuerlichen und bilanziellen Vorteilen einhergeht. Voraussetzung für die Ausschöpfung aller Vorteile ist aber eine gewissenhafte Autopflege während der gesamten Vertragslaufzeit. Weiterhin sollte vorab genau berechnet werden, ob das Kilometer- oder das Restwert-Leasing die bessere Variante ist.


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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