Berufsbild Finanzberater: Das sind die Anforderungen

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 9 Januar, 2024
Lesezeit Minuten.
Ein Finanzberater sollte sich im Banken- und Kreditwesen gut auskennen und vor allem in der Lage sein, seine Kunden kompetent zu beraten. Dafür sind Verhandlungsgeschick und Empathie wichtig. Als Hintergrund haben Finanzberater oft eine einschlägige Ausbildung im Finanzsektor oder ein wirtschaftswissenschaftliches Studium absolviert. Aber auch ein Quereinstieg ist möglich.  

Kein einheitlicher Ausbildungsweg zum Finanzberater

Wer Finanzberater werden möchte, muss dafür keinem festgelegten Ausbildungsweg folgen. Die wichtigste Voraussetzung ist ein großes Interesse am gesamten Finanzsystem und den globalen Finanzmärkten. Denn wer motiviert und informiert an die Sache herangeht, kann Kunden in der Regel auch besser von den Produkten überzeugen, die er vermittelt.

Um sich das erforderliche Fachwissen anzueignen, gibt es diverse Möglichkeiten: Ob eine klassische Ausbildung als Bankkaufmann, als Versicherungskaufmann, ein Studium der Wirtschaftswissenschaften oder eine Kombination aus diesen Ausbildungswegen: Die Vita eines Finanzberaters gleicht selten der eines Kollegen.

Um sich zu spezialisieren, kommt auch ein berufsbegleitendes Studium zum Fachwirt für Finanzberatung infrage. Die Prüfungen für den öffentlich anerkannten Abschluss werden an Industrie- und Handelskammern (IHK) absolviert.

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Berufsbild Finanzberater: Das sind die Anforderungen, Bildquelle: shutterstock.com/de/image-photo/close-financial-development-handshake-business-partners-1155238855

Stabiler Arbeitsmarkt für Finanzberater

Der Arbeitsmarkt für Finanzberater ist trotz der Corona-Pandemie – oder gerade deswegen – stabil. Anleger und Sparer sind aufgrund der starken Ausschläge an den Börsen und der anhaltenden Niedrigzinspolitik der EZB verunsichert und benötigen eine kompetente Finanzberatung mehr denn je. Zudem sorgen der demografische Wandel und die drohende Versorgungslücke beim Renteneintritt dafür, dass immer mehr Kunden finanziellen Rat für ihre private Altersvorsorge suchen. Auf Finanzberater wartet also jede Menge Arbeit.

Für Finanzberater kommen Arbeitgeber aus unterschiedlichen Branchen infrage: Neben Unternehmens- und Wirtschaftsberatungen, Kreditinstituten und Versicherern sind auch Finanzdienstleistungsunternehmen offen für Bewerber.

Quereinsteiger werden als Finanzberater gerne gesehen

Auch ohne klassischen Hintergrund ist der Einstieg in die Welt der Finanzberatung möglich und keinesfalls ungewöhnlich. Denn neben Motivation und Fachwissen zeichnen einen guten Finanzberater Eigenschaften wie Empathie, psychologisches Gespür, Vertrauenswürdigkeit und Verhandlungsgeschick aus. Und solche Fähigkeiten können sich Arbeitnehmer in den verschiedensten Berufen aneignen.

Wenn Sie die nötigen Voraussetzungen wie Zahlenverständnis und Kundenorientiertheit mitbringen, können sich berufliche Quereinsteiger beispielsweise bei den Vertriebsorganisationen von Finanzdienstleistungsunternehmen wie der DVAG, tecis und MLP ihre ersten Sporen verdienen. So arbeiten beispielsweise allein für die tecis Finanzdienstleistungen AG deutschlandweit rund 5.000 Finanzberater. Bei tecis sind die Berater in der Regel selbstständige Vertriebspartner des Unternehmens. Zahlreiche andere Finanzberater arbeiten aber auch ganz und gar unabhängig auf Honorarbasis oder sind angestellt, wie das bei Banken oder Versicherungen oft der Fall ist.


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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