Was ist E-Mail-Marketing?
E-Mail-Marketing ist eine Methode des Online-Marketings, mit der Sie sowohl Ihre Bestandskunden als auch Interessenten erreichen. Dabei kann der Versand kommerzieller E-Mails unterschiedliche Zwecke erfüllen, von der direkten Bewerbung Ihrer Produkte über die Neukundengewinnung bis zur Kundenbetreuung.
Für das Newsletter-Marketing kommen unterschiedliche Arten von E-Mails zum Einsatz. Weit verbreitet ist der Newsletter, mit dem Sie regelmäßig über Neuigkeiten berichten. Dabei kann es um Produkte, Events, Ihr Unternehmen oder praktische Tipps gehen.
Werbe-E-Mails zielen dagegen direkt auf den Verkauf ab. Sie beinhalten oft Rabatte oder ähnliche verkaufsfördernde Maßnahmen.
Eine Willkommens-Mail erhalten Neukunden oder Interessenten, nachdem sie einem Newsletter-Abonnement zugestimmt haben. Als Transaktions-E-Mails bezeichnet man im E-Commerce beispielsweise Bestellbestätigungen und Versandbenachrichtigungen. Falls Kunden schon seit längerer Zeit keine Aktivität mehr gezeigt haben, senden Sie eine Reaktivierungsmail, um sich in Erinnerung zu bringen.
Auf den Erfolg Ihrer E-Mail-Marketing-Kampagnen haben viele Faktoren Einfluss, worauf weiter unten noch näher eingegangen wird. Das sind die wichtigsten Best Practices:
Beim E-Mail-Marketing sind einige rechtliche Bestimmungen zu beachten, die hauptsächlich in der DSGVO und im UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) begründet sind. Beispielsweise dürfen Sie kommerzielle E-Mails nur mit der ausdrücklichen Zustimmung des Empfängers versenden.
Jede E-Mail muss ein Impressum und einen Abmeldelink enthalten. Achten Sie beim Speichern und Verarbeiten persönlicher Daten auf die DGSVO-Bestimmungen.
Es ist empfehlenswert, für die E-Mail-Marketing-Kampagnen eine geeignete Software oder eine entsprechende Plattform zu nutzen. Diese Tools bieten komfortable Automatisierungsmöglichkeiten und bieten Funktionen, mit denen Sie die Wirksamkeit einer E-Mail-Marketingkampagne bewerten können, um Schwachstellen zu erkennen und zu beseitigen.
Wichtige Kennzahlen für ein erfolgreiches E-Mail-Marketing
Interessant sind in diesem Zusammenhang folgende Kennzahlen, die jeweils einen prozentualen Anteil an den gesamten E-Mails einer Kampagne beschreiben:
Direct Marketing vs. Conversational Marketing
Man unterscheidet beim E-Mail-Marketing zwischen Direct Marketing und Conversational Marketing. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass das Direct Marketing durch einseitige Kommunikation gekennzeichnet ist, während man beim Conversational Marketing den Empfänger zur Interaktion motiviert.
Typische Beispiele für das Direct Marketing sind Werbemails, Reaktivierungsmails, Transaktionsmails und informative Newsletter. Diese E-Mails verfolgen einen konkreten Zweck, etwa den Verkauf von Produkten oder den Hinweis auf wichtige Neuigkeiten.
Beim Conversational Marketing steht der Aufbau einer Beziehung zum Empfänger im Mittelpunkt. Dafür wird ein Dialog angestrebt. Beispiele dafür sind Mitmachaktionen wie Umfragen oder der Einbau von Links, über die Interessenten ein Angebot oder eine Antwort auf ihre Fragen anfordern können. Auch der Kundensupport über E-Mail gehört dazu.
Diese Methoden haben zwei Vorteile. Die (potenziellen) Kunden fühlen sich wertgeschätzt und Ihnen bietet sich die Möglichkeit, Ihre Zielgruppe besser kennenzulernen.
Die Vorteile von E-Mail-Marketing im Überblick
E-Mail-Marketing ist eine sehr effiziente Methode. Denn im Vergleich zu anderen Marketingkanälen sind die Kosten im Verhältnis zu den möglichen Umsatzsteigerungen relativ gering.
Mit einem passenden Tool können Sie verschiedene Automatisierungsfunktionen nutzen, etwa um die Mails auf die Interessen der Empfänger zuzuschneiden. Der Erfolg der Kampagnen lässt sich mit den oben genannten Kennzahlen gut messen.
Im Gegensatz zu Flyern und Plakaten fallen für das E-Mail-Marketing keine Materialkosten an. Die Mails lassen sich nicht nur besser individualisieren als Print-Anzeigen, sondern auch als Online-Anzeigen auf Google oder Social Media.
Sie eignen sich für Werbung, Kundenbindung sowie organisatorische Aufgaben, und bieten somit eine hohe Flexibilität. Die direkte und zielgruppenspezifische Kommunikation kann Sie auch dabei unterstützen, sich als Experte in Ihrer Branche zu positionieren.
Mails werden schnell zugestellt und eignen sich daher auch für zeitkritische Anliegen. Sobald Sie die Mailinglisten erstellt haben, erreichen Sie damit unkompliziert und zielgerichtet eine große Anzahl von Menschen.

Ist E-Mail-Marketing veraltet?
Es gibt viele moderne Methoden des Onlinemarketings, ob über soziale Netzwerke, Suchmaschinenwerbung oder interessanten Content. Trotzdem ist E-Mail-Marketing nicht veraltet, sondern ergänzt den Marketing-Mix wirkungsvoll.
Das kann beispielsweise so aussehen, dass ein Interessent durch Social-Media-Ads auf Sie aufmerksam wird, Ihre Website besucht und den Newsletter abonniert. So erhält er regelmäßig Informationen über Ihre Angebote und wird im besten Fall zum Kunden.
E-Mail-Marketing ist im Vergleich zu anderen Methoden besonders kosteneffizient und lässt sich am besten individualisieren. Die meisten Menschen nutzen regelmäßig ihr E-Mail-Postfach, während soziale Netzwerke immer nur eine bestimmte Zielgruppe ansprechen.
Welche Kosten verursacht E-Mail-Marketing?
Wie hoch die Kosten im konkreten Fall sind, kann sehr unterschiedlich aussehen und hängt von mehreren Einflüssen ab. Unter anderem spielt es eine Rolle, welches Tool Sie verwenden, wie groß Ihre Empfängerlisten sind und wie komplex Sie Ihre Kampagnen planen.
Die Arbeit mit einer speziellen Software für das E-Mail-Marketing empfiehlt sich auf jeden Fall. Denn diese Tools bieten wichtige Automatisierungs- und Individualisierungsmöglichkeiten, die Sie für effiziente E-Mail-Kampagnen brauchen.
Es gibt kostenlose oder sehr kostengünstige Lösungen für den Start. Bedenken Sie aber auch Ihr Unternehmenswachstum und überprüfen Sie die anfallenden Kosten, wenn Sie mehr Funktionen brauchen oder Ihre Empfängerlisten größer werden.
Häufig beinhalten die Tools Designvorlagen. Sie können aber auch selbst ein E-Mail-Template erstellen oder in Auftrag geben, was ein einmaliger Kostenfaktor ist.
Planen Sie darüber hinaus regelmäßige Ausgaben für die Erstellung der Inhalte ein, das heißt der Texte, Fotos und Grafiken. Das können Sie unternehmensintern erledigen oder externe Dienstleister damit beauftragen. Die Planung und Analyse der Kampagnen verursacht ebenfalls Aufwand, den Sie selbst bewältigen oder auslagern können.
Die folgenden monatlichen Kosten für das E-Mail-Marketing in verschiedenen Branchen dienen als grobe Richtwerte:
Welche Arten des E-Mail-Marketings gibt es?
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Inbound- und Outbound-Marketing. Was sich für Sie eignet, hängt auch von der Branche und der Art Ihres Angebots ab. Viele Unternehmen kombinieren beide Methoden miteinander.

Inbound-Marketing
Inbound-Marketing verfolgt eine Pull-Strategie. Das bedeutet, der Kunde wird durch interessanten Content angezogen. Adressaten sind in diesem Fall Bestandskunden oder sogenannte Leads, die bereits Interesse gezeigt, aber noch nichts gekauft haben.
Die Empfänger der E-Mails sollen die Angebote von sich aus finden, indem sie der gebotene Content dazu veranlasst, freiwillig mit dem Unternehmen zu interagieren und eine Beziehung aufzubauen.
Die E-Mail-Inhalte müssen deshalb einen Mehrwert liefern. Das können beispielsweise Tutorials oder personalisierte Angebote sein, etwa regelmäßige Newsletter mit Informationen, für die sich der Empfänger interessiert.
Ebenso gehören Lead-Nurturing-Kampagnen dazu. Das sind automatisierte E-Mails, die Interessenten durch einen Entscheidungsprozess begleiten, zum Beispiel erklärende Inhalte zu einem Produkt liefern.
Mails mit personalisierten Empfehlungen können auf den bekannten Interessen des Adressaten beruhen oder auf seinem Verhalten, zum Beispiel weil er auf der Website bestimmte Informationen angeklickt hat.
Outbound-Marketing
Outbound-Marketing arbeitet mit einer Push-Strategie. Es schickt Botschaften an den Empfänger. Im Mittelpunkt steht die direkte Verkaufsförderung. Diese Mails sind in den meisten Fällen weniger personalisiert und sprechen große Empfängergruppen an.
Die Adressaten müssen zwar bereits grundlegendes Interesse gezeigt haben, sonst wäre die Aufnahme in die Verteilerliste nicht möglich gewesen. Die Inhalte sind jedoch weniger auf bereits gezeigte Interessen zugeschnitten.
Beispiele für Outbound-Marketing mit E-Mails sind Werbebotschaften, Rabattaktionen oder Produktvorstellungen, die den Verkauf kurzfristig ankurbeln sollen. Es geht weniger darum, eine langfristige Kundenbindung aufzubauen.
Exkurs: Das Wichtigste zum Newsletter
Im engeren Sinne versteht man unter einem Newsletter eine regelmäßig versendete E-Mail, die über Neuigkeiten informiert. Der Versand folgt meist einem festen zeitlichen Rhythmus, zum Beispiel wöchentlich. Das grobe Design und die Struktur bleiben konstant und erhöhen damit den Wiedererkennungswert. Die Inhalte sind auf die Interessen und Erwartungen der Zielgruppe abgestimmt.
Als Newsletter werden aber auch häufig sämtliche Formen kommerzieller E-Mails bezeichnet. Das sind die wichtigsten Arten, die Sie im Rahmen Ihres E-Mail-Marketings verwenden können:
In 6 Schritten zur erfolgreichen E-Mail-Marketing-Kampagne
Wenn Sie mit Ihrem E-Mail-Marketing starten, ist der Aufwand zunächst etwas höher. Er lässt nach, sobald Sie Listen angelegt, Templates erstellt und Automatisierungen eingerichtet haben. Hier finden Sie die wesentlichen Schritte im Überblick:
1. Passende E-Mail-Marketing Software auswählen
Für ein professionelles E-Mail-Marketing ist eine entsprechende Software oder Online-Plattform unverzichtbar. Achten Sie bei der Auswahl auf den Funktionsumfang. Typische Features sind das Segmentieren der Adresslisten, etwa nach Interessen, Nutzerverhalten oder Demografie, Automatisierungsfunktionen sowie Vorlagen oder Editoren, die auch das responsive Design unterstützen. Für personalisierte Ansprachen ist es wichtig, dass Sie Platzhalter für Namen verwenden können.
Funktionen für die Optimierung
Eine nützliche Funktion für die Optimierung Ihrer Kampagnen sind A/B-Tests. Damit überprüfen Sie, wie sich einzelne Elemente Ihrer Mails, etwa Betreffzeile, Design oder Inhalte, auf den Erfolg der E-Mail auswirken.
Für die Erfolgsmessung bieten die Tools ebenfalls Funktionen. Sie können die relevanten Kennzahlen wie Öffnungs-, Klick- oder Konversionsraten automatisch ermitteln und übersichtlich darstellen lassen. Es ist günstig, wenn Sie das Tool mit Ihrem CRM verknüpfen können, um den Umsatz in die Auswertungen einzubeziehen.
DSGVO
Die Software sollte intuitiv bedienbar sein und die DSGVO-Konformität Ihrer E-Mail-Kampagnen unterstützen. Dazu gehört die standardmäßige Integration der Double-Opt-in-Funktion, des Abmeldelinks und der Datenschutzvereinbarung. Achten Sie darauf, dass die Daten nur auf DSGVO-konformen Servern gespeichert werden, was innerhalb der EU gegeben ist.
Kosten und Beispiele
Überprüfen Sie auch die Kosten und wie diese sich entwickeln werden, wenn Ihr Unternehmen wächst und damit auch Ihre Listen und die Anzahl der versendeten E-Mails. Häufig können Sie bis zu einer bestimmten Anzahl von Kontakten auch kostenlose Versionen nutzen, was sich gut für Einsteiger eignet.
Beispiele für E-Mail-Marketing-Software sind Mailchimp und Constant Contact. Diese Tools eignen sich auch für kleinere Unternehmen mit begrenztem Budget. HubSpot ist hingegen ein komplettes Marketing- und Sales-System, das auch Funktionen für das E-Mail-Marketing beinhaltet.
2. E-Mail-Liste erstellen
Um E-Mail-Adressen für Ihre Listen zu sammeln, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Häufig geschieht das online, zum Beispiel durch ein gut sichtbares Formular auf Ihrer Website. Falls Sie dafür ein Pop-up oder Slide-in nutzen möchten, achten Sie darauf, dass es nicht die Nutzererfahrung beeinträchtigt. Verwenden Sie beispielsweise Formulierungen wie „Abonnieren Sie unsere Newsletter und verpassen Sie keine Angebote!“ Sie können auch auf Social Media auf Ihren Newsletter hinweisen.
Leads gewinnen
Sie können Landingpages erstellen. Diese sind für bestimmte Begriffe suchmaschinenoptimiert, die mit Ihrem Angebot im Zusammenhang stehen. Sie dienen speziell der Leadgewinnung. Unter einem Lead versteht man eine Person, die zwar noch kein Kunde ist, aber Interesse am Thema und an Ihrem Angebot gezeigt hat. Sie ist deshalb bereit, Ihren Newsletter zu abonnieren.
Hierfür lohnt sich der Einsatz von Lead-Magneten wie exklusiven kostenlosen E-Books oder Checklisten, die Sie nach einem Newsletter-Abonnement an die jeweilige E-Mail-Adresse senden. Die dafür angebotenen Inhalte sollten nützlich sein, im Zusammenhang mit Ihrem Angebot stehen und eine positive Verbindung zu Ihrer Marke aufbauen.
Offline Mailadressen sammeln
Darüber hinaus funktioniert die Gewinnung von E-Mail-Adressen auch offline. Gelegenheit dazu besteht zum Beispiel bei Messen und Events, eventuell in Kombination mit einem Gewinnspiel.
Ob im stationären Handel oder bei Dienstleistern, auch hier gibt es Möglichkeiten, Mailadressen zu sammeln. Legen Sie zum Beispiel Flyer aus, die auf den Newsletter hinweisen.
Rechtliches
Beim Anlegen Ihrer E-Mail-Listen müssen Sie rechtliche Vorschriften beachten, die vor allem von der DSGVO und dem UWG bestimmt werden. Sie dürfen E-Mails nur an Personen senden, die dem bewusst zugestimmt haben. Anmeldeformulare mit einer bereits angekreuzten Checkbox für die Zustimmung sind nicht erlaubt.
Auch das Double-Opt-in-Verfahren ist vorgeschrieben. Dabei erhält der Nutzer nach seiner Newsletter-Anmeldung eine Mail mit einem Link, über den er die Anmeldung bestätigen muss. So wird die Eintragung fremder Adressen verhindert. Darüber hinaus muss jede E-Mail einen Abmeldelink enthalten, über den die Abbestellung des Newsletters jederzeit möglich ist.
Anforderungen an ein Newsletter-Anmeldeformular:
3. Inhalte planen
Erstellen Sie einen Redaktionsplan für Ihre Kampagnen. Nutzen Sie die Segmentierungsfunktion Ihres E-Mail-Marketing-Tools, um Listen für unterschiedliche Zielgruppen zu erstellen, zum Beispiel je nach Kaufverhalten, Interessen, Altersgruppen oder ähnlichen relevanten Merkmalen. So erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass jede E-Mail Ihrem Empfänger auch den passenden Mehrwert bietet.
Neue Abonnenten erhalten eine Willkommens-Mail. Danach planen Sie für jedes Segment, welche Arten von E-Mails Sie wie oft senden möchten. Die konkreten Inhalte entwickeln Sie dann fortlaufend neu. Das sind häufige Inhalte kommerzieller E-Mails:
Planen Sie auch die Versandfrequenz und das Timing. Testen Sie dafür, zu welchen Wochentagen und Uhrzeiten sich Ihre Zielgruppe besonders für Ihre E-Mails interessiert. Für kommerziell interessante Anlässe wie Black Friday, Weihnachten oder Sommerschlussverkäufe können Sie auch zusätzliche Kampagnen planen. Vermeiden Sie es aber, die Empfänger mit E-Mails und Informationen zu überfrachten. Denn das kann zu Abmeldungen führen.
4. E-Mails designen
Führ das Design bieten viele E-Mail-Programme ebenfalls Unterstützung, zum Beispiel mit Vorlagen oder einem Drag-and-drop-Editor. Achten Sie jeweils darauf, dass der wichtigste Inhalt der E-Mail direkt und ohne Scrollen sichtbar ist. Das können zum Beispiel ein Sonderangebot oder der Hinweis auf eine Produktneuheit sein.
Designelemente
Achten Sie bei der Wahl der Farben auf die Ästhetik und dass sie zu Ihrem Corporate Design passen. Das ist wichtig für den Wiedererkennungswert Ihrer Marke. Wählen Sie gut lesbare Schriftarten und einen angenehmen Kontrast.
Zu lange Texte werden selten vollständig gelesen. Konzentrieren Sie sich deshalb auf das Wesentliche. Passende Fotos und Grafiken können Ihre Botschaft wirkungsvoll unterstützen. Komprimieren Sie Bilder für kürzere Ladezeiten und bessere Zustellbarkeit.
Die Kundenbindung fördern Sie nicht nur durch die persönliche Ansprache des Adressaten mit seinem Namen. Eine persönlichere Note entsteht auch, wenn Sie den Namen und möglichst ein Foto des für die E-Mail zuständigen Mitarbeiters einbinden. So wirkt die Mail weniger anonym.
Verbinden Sie Call-to-actions mit einem Button, auf dem der Leser direkt klicken kann. Überprüfen Sie, ob eingebundene Links funktionieren. Das Impressum und ein Abmeldelink sind in jeder Mail Pflicht.
Responsives Design
Wichtig ist ein responsives Design, welches von vielen E-Mail-Marketing-Tools unterstützt wird. Es bedeutet, dass sich die Darstellung der E-Mail beim Empfänger automatisch an das jeweilige Ausgabegerät anpasst.
Das ist wichtig, da viele Nutzer ihre E-Mails am Smartphone lesen. Wenn sich die Bilder automatisch der Bildschirmgröße anpassen, die Schrift ausreichend groß ist und sich der Text auch ohne horizontales Scrollen lesen lässt, verbessert das die Nutzererfahrung und damit die Erfolgschancen Ihrer E-Mail.
5. Automatisierung
Der große Nutzen der E-Mail-Marketing-Tools liegt in ihren Automatisierungs-Features. Nur so ist es praktisch möglich, effiziente E-Mail-Kampagnen ohne übermäßigen Aufwand durchzuführen. Einen großen Anteil daran haben sogenannte Auto-Responder.
Auto-Responder
Diese versenden automatisiert E-Mails als Reaktion auf bestimmte Aktionen oder auch an besonderen Terminen wie dem Geburtstag des Empfängers. Wenn Sie diese Funktionen einmal eingerichtet haben, laufen Sie, ohne dass Sie sich zusätzlich darum kümmern müssen.
Typische Anwendungsfälle für Auto-Responder sind Trigger-basierte E-Mails, die durch ein bestimmtes Ereignis ausgelöst werden, zum Beispiel die Kaufbestätigung oder der ohne Kaufabschluss verlassene Warenkorb. Auch die Willkommens-E-Mail, die nach der Newsletter-Anmeldung versendet wird, gehört dazu.
Follow-up-E-Mails können Sie ebenfalls auf diese Weise einrichten. Das sind automatisierte Erinnerungen oder Nachfass-Mails, zum Beispiel nach einem Kauf. Typisch dafür ist die Formulierung „Hat Ihnen unser Produkt gefallen? Hier gibts noch mehr.“. Transaktions-E-Mails wie Bestellbestätigungen werden ebenfalls durch Auto-Responder gesteuert.
Weitere Automatisierungsfunktionen
Zu den Automatisierungsfeatures gehören auch Drip-Kampagnen. Das sind Serien automatisierter E-Mails, die in regelmäßigen Abständen verschickt werden. Anwendungsbeispiele dafür sind Lehrgänge oder die schrittweise Bekanntmachung mit einem Produkt. Das oben bereits beschriebene Lead-Nurturing gehört ebenfalls dazu.
Auch die Segmentierung der E-Mail-Listen erfolgt mithilfe dieser Tools automatisch. Grundlagen dafür sind Kriterien wie der Standort, demografische Merkmale oder das Nutzerverhalten. So ist es möglich, die unterschiedlichen Zielgruppen präziser anzusprechen. Denn der Newsletter für Kunden mittleren Alters aus Bayern, die Produkt X gekauft haben, sollte anders aussehen als der für junge Erwachsene aus Schleswig-Holstein, die sich in der Vergangenheit für Produkt Y interessiert haben.
Wenn Kunden lang nichts mehr gekauft haben, können Sie automatisch eine Reaktivierungs-Mail versenden lassen. Hier lohnt es sich, einen Gutschein anzubieten, um den Empfänger zu einem erneuten Kauf zu motivieren. Auch die Inhalte der Mails lassen sich automatisch personalisieren, indem etwa Produktempfehlungen eingefügt werden, die zur Kaufhistorie passen.
Das zeitgesteuerte Senden ist ebenfalls eine nützliche Automatisierung. So können Sie die E-Mails zum optimalen Zeitpunkt versenden, wofür Sie die Öffnungs- und Klickgewohnheiten Ihrer Empfänger analysieren müssen. Auch für diese Analyse bieten gute Tools die passenden Funktionen.
6. Analyse des Erfolgs
Wie oben bereits erwähnt, gibt es im E-Mail-Marketing verschiedene Kennzahlen, mit denen Sie den Erfolg Ihrer Mails überwachen können. Das hilft Ihnen dabei, die Kampagnen zu optimieren. Auch dabei unterstützen Sie die Tools, da Sie damit die Werte automatisch ermitteln und übersichtlich darstellen können. Hier soll noch etwas näher erklärt werden, worum es sich bei den einzelnen Kennzahlen handelt und wie diese zu bewerten sind:
Welche Bedeutung haben Buyer Personas im E-Mail-Marketing?
Eine Buyer Persona ist ein fiktives Kundenprofil, das stellvertretend für eine Kundengruppe mit ähnlichen Merkmalen steht. Für das E-Mail-Marketing haben Buyer-Personas folgende Funktionen:
Vereinfachte Beispiele für Buyer Personas:
Der B2B-Entscheider, 45 Jahre alt, von Beruf Geschäftsführer, interessiert sich besonders für neue Technologien im Zusammenhang mit seinem Unternehmen und informiert sich vor Kaufentscheidungen umfassend. Das E-Mail-Marketing kann hier auf Whitepapers, Webinar-Einladungen oder Follow-ups mit detaillierten Produktinformationen setzen.
Ein Technik-Enthusiast, 30 Jahre alt und von Beruf Softwareentwickler, interessiert sich besonders für Smart-Home-Produkte und die neuesten Gadgets. Erfolgreich wären hier E-Mails mit Informationen über Produktneuheiten und Beta-Test-Einladungen.
Tipps für erfolgreiches E-Mail-Marketing
Hochwertige Inhalte, Personalisierung und Automatisierung bieten gute Voraussetzungen dafür, dass Ihre E-Mail-Kampagnen erfolgreich werden. Mit der Zeit sammeln Sie selbst auch Erfahrungen und lernen, wie Sie diese noch weiter optimieren können. Im Folgenden werden einige der wichtigsten Einflüsse auf den Erfolg Ihrer E-Mails vorgestellt, die Sie selbst beeinflussen können.
Die Hauptkriterien
Die Wirksamkeit Ihrer E-Mail-Marketing-Kampagnen hängt vor allem von drei Hauptkriterien ab, und zwar der Zielgruppenorientierung, der Relevanz der Mail-Inhalte und der Zustellbarkeit. Segmentieren Sie Ihre E-Mail-Listen so, dass Sie Bedürfnisse und Interessen verschiedener Zielgruppen berücksichtigen können. Arbeiten Sie dafür mit Buyer Personas, wie oben beschrieben.
Die Inhalte der Mails müssen die Neugier ihrer Empfänger wecken, aber auch relevant und nützlich sein. So erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Nachrichten geöffnet und gelesen werden sowie die gewünschten Reaktionen hervorrufen.
Achten Sie auch auf die Zustellbarkeit, damit die E-Mail rechtzeitig im Posteingang der Empfänger landet. Damit das auch bei geringer Postfachkapazität kein Problem ist, optimieren Sie den Speicherplatzbedarf Ihrer E-Mails. Zur Zustellbarkeit gehört ebenso, dass Ihre Mails nicht in den Spam-Ordnern landen. Was dafür alles zu beachten ist, wird weiter unten noch näher erklärt.
Ansprechende Designs und Bilder
Ein gutes Design der E-Mails trägt insgesamt zu einer positiven Nutzererfahrung bei. Es beeinflusst aber auch, wie die Empfänger Ihr Unternehmen und Ihre Angebote wahrnehmen. Achten Sie auf eine ansprechende Farbwahl, die sich an Ihrem Corporate Design orientiert.
Wichtig sind weiterhin ein ausgewogenes Verhältnis von Text und Bildern sowie gut lesbare Schriftarten. Bewusst ausgewählte Fotos und Grafiken lockern den Text nicht nur auf, sondern haben auch das Potenzial, auf einfache und ansprechende Weise Ihre Botschaften zu vermitteln.
Welche Design-Elemente sich am besten eignen, hängt auch davon ab, welche Zielgruppe Sie ansprechen möchten. Vermeiden Sie aber zu viele und zu große Bilder um die Ladezeiten und die Zustellbarkeit nicht zu beeinträchtigen.
Keine E-Mail-Adressen kaufen
Gekaufte E-Mail-Adressen sind aus rechtlicher Sicht in Deutschland nicht verwendbar, da der Empfänger dem Newsletter-Bezug ausdrücklich zustimmen muss. Wenn Sie das nicht beachten, drohen kostenintensive Abmahnungen.
Darüber hinaus hätten diese Kontakte auch keinen großen Wert für Sie, da sie noch kein Interesse für Ihre Angebote signalisiert haben. Sie könnten damit nur äußerst niedrige Öffnungsraten erzielen und riskieren Spam-Meldungen, was Ihrer Reputation als E-Mail-Absender schaden würde.
Segmentieren der Kontaktliste
Ihre gesammelten E-Mail-Kontakte können Sie nach bestimmten Merkmalen segmentieren lassen. Tools für das E-Mail-Marketing unterstützen diese Funktion. Als Ergebnis erhalten Sie mehrere Listen, die jeweils Kontakte mit ähnlichen Eigenschaften, Interessen und Bedürfnissen zusammenfassen.
Sie können zum Beispiel Gruppierungen nach dem Kaufverhalten, den gekauften Produkten, dem Alter oder der Region vornehmen. Was sich konkret eignet, hängt auch von der Art Ihres Angebots ab. Orientieren Sie sich an den Buyer Personas.
Der Vorteil der Segmentierung besteht darin, dass Sie Ihre Adressaten mit relevanteren Inhalten versorgen können. Öffnungs-, Klick- und Konversionsraten sind höher, da die Empfänger sich besser angesprochen fühlen und nicht durch unnötige Mails belästigt werden. Das verbessert auch die Nutzererfahrung und stärkt die Kundenbindung.
E-Mails immer personalisieren
Dazu gehört zum einen, dass Sie den Empfänger mit Namen ansprechen, was durch Platzhalter und Datenintegration bei Verwendung eines E-Mail-Marketing-Tools kein Problem ist. Aber auch die Inhalte sollten personalisiert sein. Dazu trägt die oben beschriebene Segmentierung der Kontaktlisten bei.
Zusätzlich können Sie dynamische Inhalte einbinden, etwa Produktempfehlungen, die auf den bereits getätigten Käufen beruhen. Personalisierte E-Mails binden die Empfänger stärker an Ihr Unternehmen, denn sie geben ihnen das Gefühl, dass die E-Mail für sie persönlich bestimmt ist. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die gewünschten Aktionen ausgeführt werden.
Vermeiden von Spam-Filtern
Spam-Mails, die unaufgefordert gesendet wurden und für die sich der Empfänger nicht interessiert, sind ärgerlich und landen meist im Spam-Ordner. Allerdings werden mitunter auch seriöse Mails von den Filtern abgefangen. Damit Ihnen das nicht passiert, achten Sie darauf, Spam-Trigger zu vermeiden.
Typische Spam-Trigger im Überblick
Mit der Betreffzeile Aufmerksamkeit wecken
Die Betreffzeile ist das Erste, was der Empfänger sieht. Sie hat einen maßgeblichen Einfluss darauf, ob er die E-Mail öffnet. Ideal sind kurze einprägsame Formulierungen, die neugierig machen. Auch eine persönliche Ansprache mit Namen können Sie bereits in die Betreffzeile aufnehmen.
Gut eignen sich kurze Fragen oder die Nennung konkreter Vorteile. Achten Sie jedoch darauf, keine falschen Erwartungen zu wecken. Denn das würde das Vertrauen des Kunden untergraben. Vermeiden Sie darüber hinaus besonders in der Betreffzeile die oben genannten Spam-Trigger.
Visuals einbauen
Mit visuellen Elementen wie Bildern, Grafiken, GIFs oder Emojis können Sie Ihre E-Mails optisch aufwerten und strukturieren. Wählen Sie diese so aus, dass sie für den Inhalt relevant sind und die Vermittlung der Informationen unterstützen.
Achten Sie auf eine angemessene Bildgröße, damit die E-Mails schnell geladen und problemlos zugestellt werden. Integrieren Sie auch ansprechende Alternativtexte, die Screenreader vorlesen können. So tragen Sie zur Barrierefreiheit für Sehbehinderte bei.
Optimierung für Mobilgeräte
Viele Empfänger lesen ihre E-Mails auf dem Smartphone. Wenn dann die Bilder nicht vollständig zu sehen sind oder der Nutzer horizontal scrollen muss, um den Text zu lesen, verringert das die Erfolgschancen Ihrer E-Mail-Kampagnen. Erstellen Sie die Mails deshalb im responsiven Design, sodass sie sich automatisch an verschiedene Geräte und Bildschirmgrößen anpassen.
Die meisten E-Mail-Marketing-Tools bieten Vorlagen oder Drag-and-Drop-Editoren, die das responsive Design unterstützen. Allgemein gelten folgende Grundsätze:
Verwendung von A/B-Tests
Der Zweck eines A/B-Tests ist es, eine optimale Version einer E-Mail zu finden. Dafür wird der Erfolg von zwei verschiedenen Versionen verglichen, die sich nur in einem Detail unterscheiden.
Die Empfänger werden zufällig in zwei Gruppen (A und B) aufgeteilt, wovon jede eine andere Version der E-Mail erhält. Danach wird anhand der Kennzahlen wie Öffnungs-, Klick- oder Konversionsrate ausgewertet, was am besten funktioniert.
Sie können so zum Beispiel analysieren, welche von zwei Betreffzeilen eine höhere Öffnungsrate erzielt oder welche CTA-Schaltfläche mehr Klicks generiert. So sind fortlaufende Optimierungen möglich. Die meisten E-Mail-Marketing-Programme beinhalten A/B-Test-Funktionen.
Pflege der Kontaktlisten
Eine Mailingliste mit vielen inaktiven Kontakten, die nie E-Mails öffnen, mindert die Effizienz Ihres E-Mail-Marketings. Denn die Kosten für die E-Mail-Marketing-Plattformen hängen meist auch von der Anzahl der versendeten Mails ab.
Zusätzlich kann das auch die Vertrauenswürdigkeit Ihrer Absenderadresse untergraben. Das trägt im schlimmsten Fall dazu bei, dass Ihre Mails in Spam-Ordnern landen. Starten Sie deshalb zur Pflege der Liste Reaktivierungskampagnen und entfernen Sie Adressen, von denen dauerhaft keine Reaktion kommt.
Zustellbarkeit optimieren
Probleme mit der Zustellbarkeit können unterschiedliche Ursachen haben. Einige Mailadressen werden eventuell nicht mehr genutzt oder die Empfänger haben kein echtes Interesse mehr an Ihren Angeboten. In diesen Fällen gelten die Tipps zur Pflege der Kontaktlisten.
Möglicherweise sind auch einigePostfächer zu voll. Optimieren Sie deshalb den Speicherplatzbedarf Ihrer Newsletter. Vor allem Bilddateien sind oft zu groß und sollten in diesem Fall komprimiert werden, was auch die Ladezeiten verringert.
Zur Zustellbarkeit gehört ebenso, dass Ihre Mails nicht in den Spam-Ordnern landen. Vermeiden Sie deshalb die bereits beschriebenen Spam-Trigger.
Richten Sie darüber hinaus die Authentifizierungsmechanismen SPF, DKIM und DMARC ein, die für mehr Sicherheit beim E-Mail-Markewting sorgen. Dabei prüft SPF, ob der Absender-Server berechtigt ist, E-Mails im Namen der Domain zu versenden. DKIM bestätigt, dass der Inhalt nicht manipuliert wurde, und DMARC definiert Richtlinien zur Behandlung von E-Mails, welche die SPF- oder DKIM-Prüfungen nicht bestehen.
Optimierung der Kampagnen
Regelmäßige Analysen der wichtigsten Kennzahlen zeigen Ihnen, was gut funktioniert und wo Sie nachbessern sollten. Die meisten Tools für das E-Mail-Marketing bieten Funktionen, mit denen Sie wichtige Auswertungen automatisch erstellen.
So können Sie Schwachstellen identifizieren und neue Strategien testen, um diese zu verbessern. Kümmern Sie sich fortlaufend um Optimierungen, um den nachhaltigen Erfolg Ihres E-Mail-Marketings sicherzustellen. Denn sowohl die Bedürfnisse der Kunden als auch die Aktivitäten der Konkurrenz und die technischen Möglichkeiten unterliegen einem stetigen Wandel.
Die Zukunft des E-Mail-Marketings
Es gibt mittlerweile viele Methoden des Onlinemarketings. Trotz dieser Entwicklung ist das E-Mail-Marketing nach wie vor eine häufig praktizierte und vergleichsweise kosteneffiziente Methode, die sich gut mit anderen Marketinginstrumenten kombinieren lässt.
In Zukunft wird die künstliche Intelligenz das E-Mail-Marketing stärker beeinflussen. Sie bietet noch mehr Möglichkeiten, die Mails zu personalisieren, noch präziser zu individualisieren und eventuell sogar das zukünftige Verhalten von Nutzern vorherzusagen.
An Bedeutung werden weiterhin E-Mails mit interaktiven Elementen gewinnen. Dazu gehört zum Beispiel, dass ein Kunde direkt aus der Mail heraus ein Produkt bewerten oder einen Termin vereinbaren kann. Auch Live-Daten wie Verfügbarkeitsanzeigen werden eine immer größere Rolle spielen.
Das Zusammenspiel mit anderen Kanälen gewinnt ebenfalls an Bedeutung und unterstützt die Customer Journey. Neben der reinen Verkaufsförderung werden Content mit Mehrwert, Storytelling und emotional betonte Inhalte in den E-Mails an Bedeutung gewinnen.
Fazit: E-Mail-Marketing als klassisches Instrument mit Perspektive
Die Wirksamkeit von E-Mail-Marketingmaßnahmen hängt davon ab, wie es Ihnen gelingt, die vielfältigen Möglichkeiten dieses Instruments zu nutzen. Unverzichtbar ist dabei ein leistungsstarkes Tool. Dieses bietet viele Features, mit denen Sie Ihre Kunden und Leads noch gezielter ansprechen und umfassender betreuen können, nicht zuletzt durch die verschiedenen Automatisierungsmöglichkeiten. Ein gut geplantes und fortlaufend optimiertes E-Mail-Marketing ist ein effizientes Instrument, das andere Marketingkanäle optimal ergänzen kann.