Warum Fremdsprachen lernen? Wie Fremdsprachenkenntnisse den Erfolg in der Selbstständigkeit beeinflussen

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 13 Januar, 2024
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Sich erfolgreich am Markt behaupten zu können, ist Dreh- und Angelpunkt bei der täglichen Arbeit im Unternehmen. Zahlreiche Faktoren wie Kundenzufriedenheit, Qualität der Produkte und Dienstleistungen sowie das Arbeitsklima an sich wirken hier zusammen. Ein entscheidender Punkt, der der Erfolgskurve zum Aufschwung verhelfen kann, sind auch Fremdsprachenkenntnisse. Je leichter sich Unternehmer auch auf internationalem Parkett bewegen können, desto solider ist auch die Bindung zu Partner und Kunden aus dem Ausland. Warum auch Sie als Selbstständiger Fremdsprachen lernen sollten, lesen Sie in diesem Beitrag.  

Schon zu Beginn an die Zukunft denken

Die Gründung des eigenen Unternehmens ist für viele Menschen der Start in eine ungewisse Zukunft. Schließlich definieren sich Kurs und notwendige Maßnahmen erst im Laufe der Zeit. Wer jedoch schon während der ersten Monate zukunftsweisende Entscheidungen trifft und statt kurzfristiger und mittelfristiger auch langfristige Pläne ins Auge fasst, schafft gute Voraussetzungen für erfolgreiches Wirtschaften.

Auch Gedanken an eine mögliche Expansion und das Erreichen von Märkten außerhalb der eigenen Landesgrenzen sind wichtig. Hier kommen Fremdsprachenkenntnisse ins Spiel, denn sie ermöglichen eine leichte Kommunikation ohne Missverständnisse. Wie sich zeigt, gibt es unter all den Sprachen, die weltweit gesprochen werden, einen heimlichen „Global-Player“. Auf der umfangreichen Liste von laenderdaten.de taucht Englisch als Amtssprache immer wieder auf. Die meisten von uns lernen Englisch schon früh während der Schulzeit, weswegen Kenntnisse in dieser Fremdsprache auch in der Bevölkerung besonders weit verbreitet sind. Dies belegt auch eine Umfrage, laut der in Deutschland rund 63 Prozent der Befragten über unterschiedlich ausgeprägte Englischkenntnisse verfügen. Auch der Bildungsanbieter EF Education First hat eine Studie erstellt, welche die Verbreitung von Englisch weltweit näher beleuchtet. Hier liegt Deutschland nach Ländern wie Norwegen, Finnland und Luxemburg auf Platz acht, wobei die Niederländer weltweit über die besten Englischkenntnisse verfügen.

Bei der Einstellung von Mitarbeitern auf gute Fremdsprachenkenntnisse zu achten – insbesondere in Bezug auf die englische Sprache – ist daher empfehlenswert. So schaffen sich Unternehmer einen fähigen Mitarbeiterstamm, dem auch die Kommunikation mit Kunden und anderen Unternehmen aus dem Ausland leichter fällt.

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Vorteile in der Kommunikation mit internationalen Kunden und Partnern

Spricht ein Unternehmer selbst mindestens eine Fremdsprache auf professionellem Niveau, ist dies nur ein erster Schritt auf dem Weg zu internationalem Erfolg. Vor allem fließende Englischkenntnisse sind dabei Besonders wertvoll. Erst wenn auch Mitarbeiter dazu in der Lage sind, eine wertschätzende und kompetente Kommunikation aufrechtzuerhalten, wirkt das Unternehmen nach außen hin homogen und verlässlich. Es lohnt sich daher, nicht nur bei der Einstellung neuer Mitarbeiter auf gute (Englisch)-Sprachkenntnisse zu achten, sondern auch im laufenden Betrieb Weiterbildung zu ermöglichen. Gebündelte Fremdsprachenkenntnisse stellen das Unternehmen auf eine solide Basis.

Die Basis hierfür können selbstverständlich Englisch Sprachkurse bilden, an denen die eigenen Mitarbeiter teilnehmen. Sowohl als interne Maßnahme als auch individuell auf die Einzelperson abgestimmt lassen sich Kenntnisse so aufbauen und vertiefen. Hierzu jedoch sei gesagt, dass nicht nur das gesprochene Wort alleine verantwortlich für gelingende Kommunikation ist. Auch der flexible Umgang mit kulturellen Besonderheiten und ungeschriebenen Regeln weckt Sympathie und Respekt. Hiermit hat sich auch n-tv beschäftigt und einige Beispiele für kulturell geprägte Verhaltensweisen zusammengefasst.

Das kulturelle Verständnis aufzubauen, ist meist schwerer als das bloße Erlangen von Fremdsprachenkenntnissen – dies gilt besonders für die englische Sprache. Grund dafür ist, dass der Unterricht nicht in einem fremden Land stattfindet und mögliche Konversations-Übungen verlassen den Rahmen des Gewohnten nur selten. Das Verständnis für Land und Leute, ihre Gewohnheiten und Gepflogenheiten, lässt sich nur vor Ort festigen. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Arbeitnehmer, an einer Englisch Sprachreise teilzunehmen, um die bestehenden Sprachkenntnisse zu vertiefen. Bei Sprachreisen planen Veranstalter einen Aufenthalt im Ausland und kombinieren Fremdsprachen-Unterricht mit kulturellen Einflüssen. Vor Ort finden alle Teilnehmer Gelegenheit, sich in alltäglichen Situationen zu behaupten und „Insider-Wissen“ zu sammeln. Unternehmer, die selbst an einer solchen Reise teilnehmen oder ihren Mitarbeitern die Chance geben möchten, sollten sich auf Englisch-Sprachreisen speziell für Führungskräfte und Berufstätige konzentrieren.

Welche Türen sich durch Fremdsprachen leichter öffnen

Die Chancen eines Unternehmens, sich international erfolgreich zu positionieren, steigen mit der sprachlichen und kulturellen Kompetenz aller Verantwortlichen. Dies zeigt sich auf unterschiedlichste Art und Weise und kann dem wirtschaftlichen Erfolg sowohl in kleinem als auch in größerem Umfang zuträglich sein.

Ein wichtiger Bereich, bei dem Fremdsprachen als Türöffner fungieren, ist die Kommunikation mit Neu- und Bestandskunden. Während das Ansprechen potenzieller Neukunden auf Basis des kulturellen und sprachlichen Wissens erleichtert wird, ermöglichen Fremdsprachenkenntnisse in Meetings mit Bestandskunden ein professionelles Auftreten. Grundsätzlich gilt in beiden Fällen: Nähert sich der Unternehmer seiner Zielgruppe oder einem Geschäftspartner, indem er deren spezifische Interessen und Gewohnheiten aufgreift, verringern sich übliche Barrieren ganz automatisch. Dies macht Verhandlungen effektiver, verleiht der Konversation einen gewissen Fluss und schenkt allen Beteiligten Flexibilität.

Doch auch Crowdfunding und Marketing sollten bei der Betrachtung von Fremdsprachenkenntnissen nicht außer Acht gelassen werden. Hier richtet sich das eigene Unternehmen nicht an den Einzelnen, sondern fasst eine größere Gruppe ins Auge. Das Wecken von Interesse und Sympathie, aber auch die Vermittlung interessanter Zusammenhänge funktioniert nur auf Basis professioneller Sprachkenntnisse – wobei auch hier wieder die englische Sprache dominiert. Die angesprochene Zielgruppe fühlt sich dann besser verstanden und lässt sich wiederum leichter davon überzeugen, in das Unternehmen zu investieren oder selbst Kunde zu werden. Ohne Kenntnisse in bedeutenden Sprachen wie Englisch bleibt Unternehmern dieser Weg dauerhaft verschlossen. Die Investition in sprachliche und durchaus auch kulturelle Bildung, ist daher ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu langfristigem Erfolg.


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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