Unternehmensgründung: Aus diesen Gründen scheitern Startups

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 13 Januar, 2024
Lesezeit Minuten.
Wird aus meinem Startup das nächste Apple, das nächste Zalando oder das nächste Instagram? Wer ein eigenes Unternehmen gründet, hofft auf den großen Erfolg. Doch die meisten Entrepreneur-Träume platzen innerhalb weniger Monate bis Jahre: Neun von zehn deutschen Startups scheitern im Durchschnitt. Das hat vielschichtige Gründe.  

Finanzielle Hürden

Einer der zentralen Aspekte einer Gründung ist die Finanzierung. Wenn das investierte Geld aufgebraucht ist und das Startup nicht genügend Gewinn abwirft, droht die Insolvenz. Das kann zwei Gründe haben, wie die Risikokapital-Datenbank CB Insights herausfand: Entweder sind junge Unternehmen von Anfang an unterfinanziert oder sie erhalten zu viel Kapital, kalkulieren oberflächlich und geben unbekümmert zu viel Geld aus. Eine gründliche Planung der Finanzierung ist daher essentiell. ProSiebenSat.1 verkaufte zum Beispiel kürzlich seine Anteile an Valmano, einem Online-Shop für Schmuck. Trotzdem besteht das Startup weiter, denn der luxemburgische Investor Fiparel ist nun alleiniger Anteilseigner. Unternehmen profitieren also davon, Alternativen bei der finanziellen Planung zu berücksichtigen – zieht sich ein Investor zurück, muss das nicht das Ende bedeuten. Viele Gründer wissen zudem nicht über ergänzende Finanzierungsarten Bescheid und verpassen damit Chancen. Wer sich selbstständig machen will, kann in Deutschland zum Beispiel an Gründungswettbewerben teilnehmen und/oder bei der Agentur für Arbeit den Gründungszuschuss beantragen.

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Unternehmensgründung: Aus diesen Gründen scheiten die meisten Startups, Selbststaendigkeit.de

Marktsituation: Angebot und Nachfrage falsch eingeschätzt

Wer seinen potentiellen Kunden eine Lösung für ein existierendes oder bisher nicht bekanntes Problem anbietet, hat große Chancen auf Erfolg. Startups scheitern hingegen, wenn sie Produkte und Dienstleistungen entwickeln, für die es keinen Markt gibt. Wer an seiner Zielgruppe vorbeiarbeitet oder sich gar nicht bewusst ist, wie die eigene Zielgruppe überhaupt aussieht, steht schlecht da. Neben der Zielgruppe spielt auch die Konkurrenz eine Rolle: Ein Unternehmen muss sich vom Wettbewerb abheben und ein prägnantes Alleinstellungsmerkmal vorweisen können, um am Markt zu bestehen.

Fazit: So wird das Startup zum Erfolg

Wenn ein Startup scheitert, liegt das meist an einer Kombination aus verschiedenen Gründen. Eine intensive Planung und das kritische Hinterfragen der eigenen Idee vor der Gründung sind daher die ersten Schritte in Richtung Erfolg. Zudem können verschiedene Strategien helfen: Unternehmen wie Dropbox oder Airbnb haben sich zum Beispiel die Lean-Startup-Methode zu Nutze gemacht. Dabei wird das Jungunternehmen möglichst ohne langes Vorspiel an den Markt gebracht. Anschließend wird genau beobachtet, wie es bei der Zielgruppe ankommt – werden die Erwartungen der Gründer erfüllt oder enttäuscht? Warum? Entsprechend der Ergebnisse wird das Projekt immer wieder angepasst und überarbeitet, bis ein funktionierendes Geschäftsmodell entsteht. Gegebenenfalls kann sogar ein Pivot durchgeführt und das Startup in eine komplett neue Richtung gelenkt werden. Wichtig ist, dass ein Unternehmen ein Produkt für eine existierende Zielgruppe entwickelt, statt eine Zielgruppe für sein Produkt zu suchen.


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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