Musterdepots – So übt man Trading

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 14 März, 2024
Lesezeit Minuten.
An der Börse zu investieren hat indirekt auch viel mit unternehmerischem Verständnis zu tun. Kein Wunder, dass viele Selbstständige auf Aktien, ETFs und Finanzderivate setzen, um ihr Vermögen zu mehren. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten hat sich an den Börsen weltweit einiges getan, der eigentliche Handel auf dem Parkett findet quasi gar nicht mehr statt.  

Die Digitalisierung hat es auch ermöglicht, dass viele Privatpersonen unkompliziert an der Börse kaufen und verkaufen konnten. Sogenannte Trading Apps-mit denen man selbst auf dem Smartphone unterwegs handeln kann, erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch was genau ist eigentlich Trading und wie funktioniert es? Welche Aspekte sollte man als Anfänger beachten und welche Strategien sollte man verfolgen?

Man kann sich noch so viel Fachwissen aneignen, ohne praktische Erfahrungen ist es kaum möglich, die Welt des Tradens zu verstehen. Musterdepots bieten die Möglichkeit direkt ins Geschehen einzusteigen, ohne dabei echtes Geld einsetzen zu müssen. Wie funktioniert ein solches Musterdepot und welche Fehler sollten Anfänger beim Trading auf jeden Fall vermeiden?

Was genau ist ein Musterdepot?

Anfänger an der Börse haben in den seltensten Fällen Interesse daran, für das Erlernen viel Geld in die Hand zu nehmen, dieses ließe sich doch viel lieber anlegen, wenn man denn weiß wie. Musterdepots bieten die Möglichkeit vollkommen realistisch an der Börse zu trainieren und das vollkommen kostenlos. Selbst erfahrene Trader nutzen solche Musterdepots, die bei einigen Anbietern auch Demokonto genannt werden, um neue Strategien unter echten Bedingungen auszutesten.

Man kann ein Musterdepot als eine Art große Spielwiese betrachten, auf der man sich ohne jegliche finanzielle Verpflichtung austoben kann. Prinzipiell funktioniert ein solches Depot genau wie ein echtes Depot, mit welchem man Online mit echtem Geld handeln kann, nur dass eben virtuelles Geld getradet wird. Etwaige Verluste sind somit glücklicherweise nur virtuell, etwaige Gewinne aber leider auch. Dabei unterscheidet sich die Funktionsweise des Depots nicht von dem eines echten Depots, sodass man vollumfänglich mit der Funktion vertraut wird.

Was gibt es beim Nutzen eines Demokontos zu beachten?

Heutzutage gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Anbieter von kostenlosen Musterdepots. Unterschiede gibt es neben der verwendeten Software vor allem in der Auswahl der möglichen Finanzprodukte. Neben klassischen Aktien können auch mit CFDs, Optionen oder anderen Produkten gehandelt werden. Zunächst gilt es also einen Anbieter zu finden, der auch diejenigen Produkte in seinem Portfolio hat, die man selber auch traden möchte. Im besten Fall nutzt man zudem ein Musterdepot, welches den Börsenhandel (bis auf das fehlende echte Geld) realistisch abbildet, nur so ist es möglich tatsächlich effektiv zu lernen. Ein solches Musterdepot findet man etwa auf Trading-Plattformen wie Guidants. Viele klassische Banken, wie die Stadtsparkasse, bieten sie ebenfalls oft an.

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Musterdepots – So übt man Trading, Bildquelle: Stock Images by Depositphotos

Welche Funktionen bietet ein Musterdepot?

Die Grundprinzipien der meisten Musterdepots sind sehr ähnlich. Es ist ratsam ein Musterdepot bei einem Anbieter zu wählen, welcher auch reguläre Depots für echte Anlagen anbietet. So kann man, sofern man sich dazu entschließt echtes Geld zu investieren, gleich in einer vertrauten Umgebung beginnen. In der Regel lässt sich ein solches Depot von der Optik und der Handhabung nicht von einem echten Depot unterscheiden. Grundlegende Funktionen wie Kauf und Verkauf von Finanzprodukten, sogar mit Hebeln, stehen genauso bereit wie Übersichten über alle Transaktionen, aktuelle Kurse und Kursentwicklungen, ausführliche Börsencharts, Beobachtungslisten oder Informationen über bestimmte Unternehmen und Finanzprodukte. Darüber hinaus stellen viele Anbieter weitere Funktionen wie etwa Kursalarm per Pushmail oder Echtzeitdaten zur Verfügung.

Wie beginnen?

Nach der Anmeldung und Einrichtung des Demodepots könnte man rein theoretisch vollkommen ahnungslos mit dem traden beginnen. Dagegen spricht prinzipiell nichts, dennoch sollte man folgende grundlegende Tipps befolgen, um schnellstmöglich erfolgreich zu traden:

Unbedingt diversifizieren

Genau wie bei einem echten Depot sollte man seine Aktien breit streuen. Dazu bietet es sich an etwa 10 bis 20 Aktien aus unterschiedlichen Branchen auszuwählen. Diese Streuung ist bei jeder Geldanlage eine bewährte Strategie und erlaubt Verluste besser auszugleichen.

Realistisch bleiben

Man kann in dem Musterdepot selbstverständlich mit astronomisch hohen Beträgen hantieren und wild herum spekulieren. Es ist allerdings ratsamer, ausschließlich mit solchen Beträgen zu traden, welche man es in der Realität auch mit echtem Geld tun würde. So können die eigenen Möglichkeiten realistisch eingeschätzt und umgesetzt werden. Dies ist besonders wichtig, wenn man traden lernen möchte, denn mit Casino hat das Handeln an der Börse nichts gemein. Um realistisch zu bleiben zählt auch, unbedingt nur solche Produkte zu handeln, die man auch versteht. Andernfalls sind Verluste vorprogrammiert.

Strategie wählen

Nur mit einer passenden Strategie lassen sich langfristig erfolgreiche Trades meistern. Daher sollte man auch bei einem Musterdepot eine Strategie verfolgen und nicht „wahllos drauflos“ kaufen. Ein Musterdepot eignet sich ideal, um verschiedene Strategien ohne Risiko auszuprobieren.

Fazit

Musterdepots eignen sich also ideal für Anfänger, um kostenlos Strategien auszuprobieren und ein Gefühl für den Handel an der Börse zu bekommen. So lässt sich schnell mit den grundlegenden Funktionen vertraut machen und quasi spielerisch in den Aktienhandel eintauchen. Sofern man sich fit genug für ein echtes Depot fühlt, kann man die Erfahrungen aus dem Musterdepot direkt dort umsetzen.


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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