Golf – die ideale Business-Sportart?

Verfasst von Roul Radeke. Zuletzt aktualisiert am 13 Januar, 2024
Lesezeit Minuten.
Der Golfsport genießt weltweit ein hohes Ansehen und gilt neben dem Profisport als Freizeitsportart der Chefärzte, Anwälte und natürlich Managern und Geschäftsführern. Dass zwischen dem ersten und letzten Loch Business-Deals eingefädelt werden, ist allerdings nur ein weit verbreitetes Klischee, welches nur in den seltensten Fällen wirklich bedient wird.  

Dennoch hat der Golfsport viel mit der eigenen Karriere zu tun, vor allem im Bereich Networking und Businesskontakte. Doch auch ganz allgemein wirkt sich Golf positiv auf Körper und Geist aus. Neben den gesundheitlichen Aspekten, beim Golf werden viele Muskelpartien beansprucht, wirkt sich Golfen auch positiv auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Doch warum sollte jeder Unternehmer zumindest mal darüber nachdenken, mit dem golfen anzufangen und welche weiteren Gründe sprechen dafür?

Kurz und knapp

Warum Business und Golf so gut zusammenpassen, dafür gibt es einige gute Gründe. Die relevantesten sind unter anderem:

  • Golf eignet sich hervorragend, um Netzwerke zu knüpfen und auszubauen.
  • Nach einer Golfpartie weiß man oft mehr über seine Geschäftspartner als bei stundenlangen Business-Meetings in Konferenzräumen.
  • Geschäftsbeziehungen leben stark von gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Auf dem Rasen lässt sich dies viel besser herstellen als bei Smalltalk im Restaurant.
  • Die Stärken und Schwächen einer Person werden beim Golf schnell offensichtlich.

Golf zeigt die Charaktereigenschaften

Beim Golf kommt es sehr stark auf Konzentration und Feinmotorik an. Zwischen den einzelnen Schlägen und Löchern bleibt viel Zeit für Gedanken oder Unterhaltungen. Die Präzision eines Schlags kann schon bei kleinsten Fehlern in Mitleidenschaft gezogen werden. Auf dem Golfplatz oder auf der Driving Range lässt sich einfach in einer anderen Atmosphäre kommunizieren, als in Konferenzräumen oder Restaurants. Der größte Vorteil dabei: Auf dem Rasen kommen die guten und schlechten Charaktereigenschaften schneller ans Licht, als es in anderen atmosphärischen Umgebungen der Fall ist. Die Stärken und Schwächen einer Person, beispielsweise wer ein schlechter Verlierer oder ein großzügiger Gewinner ist, können das Verhältnis zwischen Menschen schnell verbessern oder verschlechtern. Doch das ist nur der offensichtlichste Punkt. Es lassen sich beim gemeinsamen Golfspiel durchaus auch Feinheiten aus einem Menschen herauslesen. Fairness, Entscheidungs- und Konzentrationsfähigkeit oder auch die Fähigkeit unter Druck ruhig und gelassen zu bleiben, treten spätestens nach der Hälfte der Runde offen zutage. Ob man mit einer bestimmten Person Geschäftsbeziehungen aufbauen sollte oder nicht, lässt sich nach einer Partie Golf oft besser einschätzen.

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Golf ist sowohl ein Gesundheitssport, als auch eine Business-Sportart. Bildquelle: Stock Images by Depositphotos

Viele Gründe sprechen dafür

In manchen Businesskreisen ist es üblich Golf zu spielen, in anderen weniger. Das sollte jedoch niemanden davon abhalten, seine Golffähigkeiten zumindest ein wenig zu verbessern. Um ein eventuelles Angebot nicht ausschlagen zu müssen ist es gut, auf diese Möglichkeit vorbereitet zu sein. Ein:

„Gerne, wie ist denn Ihr Handicap?“

hört sich im Zweifel besser an, als ein:

„Nein, ich spiele kein Golf.“

Wer noch an seinem Handicap arbeitet und daran feilen möchte, kann zum Beispiel auch einen Golfurlaub dazu nutzen, sich über mehrere Tage intensiv mit dem Golfsport auseinanderzusetzen und dabei vielleicht schon den einen oder anderen Kontakt knüpfen.

Es gibt jede Menge guter Gründe, die dafür sprechen, mit dem Golfspielen anzufangen. Der Sport lässt sich praktisch auch bis ins hohe Lebensalter verfolgen und verbindet ganze Generationen. Darüber hinaus sind auch die vielen positiven Auswirkungen, die das Golfspielen mit sich bringt, nicht zu unterschätzen. Eine komplette Partie Golf auf einem 18-Loch Platz benötigt vier bis sechs Stunden, um komplett absolviert zu werden. Dabei legen die Golfer, sofern sie denn laufen, durchschnittlich etwa 8 bis 10 Kilometer zurück, was insgesamt ca. 1500 Kilokalorien verbraucht. Das ist mehr als zwei Stunden Tennis spielen oder Joggen.  Auch der Cholesterinspiegel sinkt nachweislich und dabei ist das Verletzungsrisiko beim Golf äußerst gering. Weiterhin wird vor allem die Konzentration und Feinmotorik geschult, was insbesondere vor schwierigen Businessentscheidungen ein enormer Vorteil ist, um die Gedanken freizubekommen und anschließend mit klarem Kopf eine bestmögliche Entscheidung zu treffen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Golf sowohl ein Gesundheitssport, als auch eine Business-Sportart ist. Ob zum Netzwerken, zum „auf den Zahn fühlen“ von potenziellen Businesspartnern oder einfach um den Kopf frei zu bekommen – wer Golf spielt, kann daraus viele persönliche und geschäftliche Vorteile daraus ziehen. Immer wieder richten verschiedene Sponsoren auch sogenannte Business-Cups an, die speziell zum Netzwerken in lockerer Atmosphäre dienen und regen Zulauf finden. Wer bereits spielt oder schon etwas Übung hat, kann ein solches Event zum Anlass nehmen, konkret in der Praxis zu überprüfen, was es mit Golf als Business-Sport auf sich hat.


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Roul Radeke ist Gründer und Geschäftsführer von Selbststaendigkeit.de. Das Onlineportal bietet Existenzgründern und Unternehmern News aus der Gründer- und Unternehmerszene, hilfreiches Wissen für die Gründung und Führung von Unternehmen, geförderte Existenzgründungsberatung (AVGS-Coaching) sowie digitale Produkte für die Selbstständigkeit.

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