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Auf effektive Weise gute Mitarbeiter finden

20.05.2019 | Von Alberto Garcia Dieguez

Fachkräftemangel, Digitalisierung, Vollbeschäftigung, Internationalisierung – Unternehmen müssen heute vielfältige Herausforderungen meistern, um langfristig erfolgreich zu bleiben. Gerade der Bereich Personalfindung hat sich in digitalen Zeiten deutlich gewandelt. Was müssen Unternehmen beachten, um heute geeignete Fachkräfte für vakante Stellen zu finden.

Was zeichnet einen guten Mitarbeiter aus?

Mitarbeiter zu finden ist die eine Sache, gute Mitarbeiter zu finden die andere. Jedes Unternehmen ist daran interessiert, freie Stellen mit den bestmöglichen Kandidaten zu besetzen. Die Suche nach geeigneten Bewerbern ist mit zeitlichem und personellem Aufwand verbunden und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich verändert. Für eine erfolgreiche Mitarbeitersuche müssen heute mehrere Kanäle bemüht werden.

Ein guter Mitarbeiter ist zuverlässig, kompetent und besitzt sowohl Führungs- als auch Teamqualitäten. Gerade in kleineren Betrieben ist es wichtig, dass Mitarbeiter selbstständig arbeiten und auch Aufgaben übernehmen können, die außerhalb ihres eigentlichen Aufgabenbereichs liegen. Jobsuche gestaltet sich oft schwierig, nicht nur für die Bewerber, sondern auch für die Personalabteilungen.

Mitarbeiter finden

Ein guter Mitarbeiter ist zuverlässig, kompetent und besitzt sowohl Führungs- als auch Teamqualitäten. Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/aktion-zusammenarbeiten-2277292/

Genaues Anforderungsprofil

Ein aussagekräftiges Stellenangebot ist die Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Anwerbung von Mitarbeitern. Nur, wenn die Stellenanzeige überzeugt, wird sich ein potenzieller Kandidat auch auf diese bewerben. Wer hier nicht aus der Masse heraussticht, droht innerhalb der Konkurrenzangebote unterzugehen. Letzten Endes können Unternehmen den idealen Mitarbeiter nur dann finden, wenn sie auch wissen, was diesen auszeichnen soll. Das Anforderungsprofil sollte also möglichst genau definiert sein, vage Stellenbeschreibungen sind zu vermeiden. Doch nicht nur die Anzeige selber spielt eine Rolle, auch die Frage wo diese veröffentlicht werden soll, hat Auswirkungen auf den Erfolg. Dabei darf man die grundlegenden Maßnahmen im digitalen Zeitalter auf keinen Fall vernachlässigen.

Karriere-Webseites nutzen

Die absolute Grundvoraussetzung für erfolgreiches Recruiting ist eine eigene Webseite, auf welcher offene Stellen ausgeschrieben sind. Der Internetauftritt ist meist die erste Anlaufstelle für Interessenten, somit kann hier ganz gezielt auch auf Karrieremöglichkeiten hingewiesen werden. Dass die Karriereseite immer auf dem neusten Stand gehalten werden muss, ist selbstverständlich.

Active Sourcing

Mehr und mehr gehen Unternehmen auch in Deutschland dazu über, „Active Sourcing“ zu betreiben, wenn es darum geht geeignete Bewerber ausfindig zu machen. Dabei geht es um das aktive Suchen und Ansprechen von potenziellen Kandidaten über soziale Netzwerke, Job-Portale wie starke-jobs.com, Recruiting-Messen, Netzwerktreffen oder auch speziellen Internetforen. Während Active Sourcing früher eher dazu diente Positionen in der höheren Managementebene zu besetzen, findet diese Methode mittlerweile bei allen Positionen Verwendung.

Arbeitgebermarke entwickeln

Immer öfter kann man davon lesen, dass große Konzerne eine Arbeitgebermarke entwickeln, um erfolgreicher bei der Mitarbeitersuche zu sein und die Mitarbeiter letztlich auch im Unternehmen halten zu können. Hierbei werden mit klassischen Marketing– und Markenbildungsmaßnahmen ein ganzheitliches Bild der Arbeitssituation im jeweiligen Unternehmen gebildet. Im Gegensatz zu einem klassischen Imagefilm wird bei der Arbeitgebermarke jedoch nichts beschönigt oder falsch dargestellt. Auch ist eine enge Kooperation mit den Mitarbeitern wichtig, wenn ein Unternehmen eine Arbeitgebermarke entwickeln möchte.

Soziale Verantwortung übernehmen

Unbedingt müssen Unternehmen heute auch soziale Verantwortung übernehmen, um langfristig bei der Mitarbeitersuche erfolgreich zu sein. Gut ausgebildete junge Nachwuchskräfte achten zunehmend mehr auch auf das Image des Unternehmens, bei denen sie sich bewerben.

Nachwuchskräfte frühzeitig binden und in Kontakt bleiben

Was viele Unternehmen versäumen, ist es Nachwuchskräfte frühzeitig zu binden. Beispielsweise macht es Sinn, den Kontakt zu Praktikanten und Werksstudenten zu halten. Somit erweitert das Unternehmen sein Netzwerk um Personen, die sich bereits beweisen konnten. Weiterhin kann es für Unternehmen durchaus interessant sein, auf Karrieretagen oder vergleichbaren Veranstaltungen an Universitäten oder Schulen vertreten zu sein, um dort mit zukünftigen potenziellen Bewerbern ins Gespräch zu kommen und sie auf das Unternehmen aufmerksam zu machen.

Sich von anderen Arbeitgebern abheben

Durch das Internet gibt es heute weitaus mehr Möglichkeiten gute Mitarbeiter zu finden. Den gleichen Vorteil haben aber auch Bewerber. Sie können sich heute durch bestimmte Plattformen und Social-Media-Kanäle auf eine große Anzahl an Jobs bewerben. Unternehmen müssen sich daher mit ihrem Stellenangebot von der Masse abheben, um auch von Spitzenkräften wahrgenommen zu werden. Zurück zur postalischen Bewerbungsmappe wird es höchstwahrscheinlich nicht mehr gehen.

Fachkräfte auch gezielt im Internet anzuwerben ist heute für kaum ein Unternehmen verzichtbar, wenn es darum geht Top Bewerber zu finden. Man kann davon ausgehen, dass sich die Stellensuche in Zukunft hauptsächlich auf digitale Kanäle verlagert. Schon heute proben Unternehmen beispielsweise die Personalsuche via Messangern wie WhatsApp oder sogar Instagram. Die kommenden Generationen werden diese Möglichkeiten als selbstverständlich ansehen und diese auch stärker akzeptieren als die ältere Generation. Im Endeffekt bleibt es wie gehabt: Um die besten Mitarbeiter zu finden, muss man sie da abholen, wo sie sich befinden.

Alberto Garcia Dieguez

Alberto Garcia studierte allgemeine Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Als leidenschaftlicher Autor schreibt er heute insbesondere über Geschäftsideen, Finanzen, Marketing und Organisation. Seit 2017 ist er für Selbststaendigkeit.de tätig und veröffentlicht wöchentlich Beiträge für das Onlineportal.