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Mit Let’s Yalla den Final Sale für Flugtickets nutzen

Reise-StartUps gibt es viele! Let’s Yalla macht ein paar Dinge anders: Die Gründer sind mit einer völlig neuen, bisher nicht da gewesenen Geschäftsidee aufgetreten, arbeiten nur über eine App und nicht über Homepages. Was das bedeutet lesen Sie im Interview mit Katharina Seehuber, Mitgründerin von Let’s Yalla.

Was ist Dein wichtigster Tipp für Jungunternehmer, die gerade selbst gegründet haben?

Schaut nach links und rechts! Als Jungunternehmer fehlt zumeist die Erfahrung und man geht leicht in einem Strudel aus „sollte ich auch noch machen“ unter. Schaut euch an, wie andere arbeiten und kopiert möglichst viel. Niemand muss das Rad neu erfinden, oft gibt es viele gute Ideen – man muss nur die Augen offen halten und viel mit anderen sprechen.

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Die Let’s Yalla Gründer Ori Hagai und Katharina Seehuber

Was waren eure 3 größten Herausforderungen in der Startphase?

Unsere größten Herausforderungen aktuell sind:

  1. Die Generierung von Vergleichswissen: Welche Zahlen sind eigentlich „gut“? Wie viele neue User der App jeden Tag? Welche Reichweite in den Marketingkanälen? Nur mit Vergleichen entstehen Einschätzungen über das eigene Unternehmen und nur so kann verbessert werden.
  2. Eine Sprache zu finden: Worauf springen unsere User am meisten an, wie sollte also das Marketing gestaltet sein – sprachlich, bildsprachlich, thematisch, zeitlich, … ?
  3. Abzuschalten: Sich selbst die Pausen zu gönnen, die nötig sind. Und diese dann auch wirklich zu genießen.

Was ist euer Geschäftsmodell?

Let’s Yalla ist eine Plattform, auf der Airlines am Tag vor Abflug die Restplatztickets in Flügen zu reduzierten Preisen anbieten. Eine Art „Final Sale“ für Flugtickets also. Unsere Kunden sind spontane Reisende, die auf den Preis achten, dafür aber in den Reisedaten flexibel sind. Wir als Vermittler arbeiten dabei mit einer Marge.

Wer ist eure Zielgruppe und wie erreichst Du sie?

Unsere Zielgruppe ist reiselustig, digital unterwegs, spontan und flexibel. Sie möchte die Welt entdecken und reist gerne und häufig. Dabei legt sie Wert auf Individualität und möchte das Reisebudget lieber für unvergessliche Erlebnisse als für Transportation ausgeben.

Wir erreichen sie aktuell hauptsächlich durch Facebook-Marketing. Dies ist eine Form des Targeting, die auch mit wenig Geld und Personal gut machbar ist und ist insofern perfekt für StartUps in der early stage – Phase.

Wie ist die Idee zu Let’s Yalla entstanden?

Wir Gründer sind selbst Backpacker und lieben das Reisen. Leider ist finanziell nicht immer der dreimonatige Südamerika-Trip drin. Die Erfahrung, dass auch schon zwei oder drei Tage in einer fremden Stadt reichen, um tolle Erlebnisse zu sammeln und entspannt in den Alltag zurückzukehren, hat uns fragen lassen, warum man dies nicht öfter macht?

Damit war auch schon die Idee geboren – schließlich profitieren sowohl die Airlines, die ihre Auslastungsquoten durch einen Kooperation mit uns erhöhen, als auch die User, die tolle Angebote bekommen können, wenn sie sich etwas flexibel zeigen. Dass ein ähnliches StartUp in Israel existiert und dort viel Erfolg hat, hat uns von Anfang an bestärkt.

Wir haben dann viel Feedback eingeholt und motivierende Rückmeldungen bekommen. Danach war es keine Frage mehr, wir mussten unbedingt gründen!

Was ist das Besondere an eurem Startup Let’s Yalla?

Reise-StartUps gibt es viele, generell ist die Tourismusbranche auch völlig übersättigt. Uns unterscheiden allerdings einige Punkte von den Mitbewerbern: Einerseits sind wir mit einer völlig neuen, bisher nicht existenten Geschäftsidee aufgetreten. Andererseits arbeiten wir nur über eine App und nicht über Homepages wie viele andere, was neben einigen Nachteilen auch unschätzbare Vorteile mit sich bringt.

Und noch einen Unterschied gibt es: Unser Gründerteam ist international, hat verschiedene berufliche Hintergründe und zwei verschiedene Geschlechter. Wir decken also viele unterschiedliche Meinungen schon in uns selbst ab. Das führt natürlich immer wieder zu Konflikten, wenn die aber erst mal ausgetragen sind, profitiert Let’s Yalla von dieser Multiperspektivität.

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Mit Let’s Yalla den Final Sale für Flugtickets nutzen

Habt ihr euch sofort Vollzeit selbstständig gemacht?

Nein. Wir haben leider keine reichen Eltern und unser Erspartes geht für Let’s Yalla drauf, insofern ist es unabdingbar, weiterhin zu arbeiten. Unsere Arbeitgeber wissen Bescheid und erlauben uns, Schritt für Schritt zu reduzieren.

Wie sieht aktuell eure Arbeitswoche aus?

Vor und nach einem regulären 8-Stunden-Tag arbeiten wir für Let’s Yalla – und manchmal auch währenddessen. Wochenenden gibt’s wenig aktuell, aber das ist in Ordnung so. Wir versuchen, die Arbeit effektiv zu erledigen und uns trotzdem gut abzustimmen.

Wo siehst Du euch und Let’s Yalla in 5 Jahren?

In fünf Jahren ist Let’s Yalla der Anbieter für spontanes Verreisen in der DACH-Region. Wir haben unsere Kooperationen ausgebaut und bieten nun auch spontanes Übernachten und spontane Erlebnisse an. Und wir selbst haben hoffentlich ein verlässliches Team und können so auch ab und zu selbst spontan verreisen!

Herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und freuen uns jetzt schon darauf Neues von Dir und Let’s Yalla zu hören!

Let’s Yalla

Startup: Let’s Yalla – Fly tomorrow. Eine App für Flüge nur am nächsten Tag. Gründer: Ori Hagai, Katharina Seehuber