Home » News » Interviews » Mit Jim’s Club werden Relishes in Deutschland zum trendigen Würzer

Mit Jim’s Club werden Relishes in Deutschland zum trendigen Würzer

19.03.2018 | Mit Kerstin Zwick von Jim’s Club

Kerstin Zwick ist Inhaberin eines Hot Dog Foodtrucks und Gründerin der Jim’s Club GmbH. Jim’s Club stellt hochwertige Relish-Variationen her und beliefert im Moment Foodtrucks mit Würzsaucen. Doch nun soll auch der Kühlschrank zuhause erobert werden.

Kerstin, welchen Tipp würdest Du anderen Gründern geben?

Die Gründung ist letztendlich nur ein formeller Schritt. Das dahinterstehende Konzept ist jedoch nie fertig und muss ständig neu hinterfragt und angepasst werden. Mein Tipp: bleib aufmerksam, flexibel und immer nah am Kunden dran.

Was waren Deine Top 3 Learnings bei der Unternehmensgründung

  • Mit Außenstehenden über meine Idee zu sprechen hat mich anfangs viel Überwindung gekostet. Mittlerweile habe ich gelernt, mit den Reaktionen umzugehen. Von Euphorie bis hin zum sachlichen Schweigen ist alles dabei. Und die Bedenken anderer eröffnen wieder neue Sichtfenster. Sich den Reaktionen anderer zu stellen, hilft weiter.
  • Irgendwann geht es nicht mehr allein. Ein Netzwerk an kompetenten Dienstleistern ist wichtig, damit du fokussiert weitermachen kannst. 
  • Auch ein Gründer / eine Gründerin braucht Pausen. 

Jim’s Club Gründerin, Kerstin Zwick

Die Jim’s Club Gründerin Kerstin Zwick, jimsclub.de

Womit verdient Ihr Euer Geld?

Wir stellen Gurken-Relishes in verschiedenen Variationen her. Und das natürlich mit frischem Gemüse und besten Rohstoffen für einen vollen Geschmack. Damit würzt du Burger, Hot Dogs, Sandwiches oder dein Vesperbrot.

Wer ist Eure Zielgruppe und wie erreicht Ihr sie?

Aktuell haben wir Kunden aus der Foodtruck-Szene, die mit unseren Relishes leckere Burger-Saucen zaubern.  Eine Zielgruppe ist also in der Gastronomie zu Hause. Hier sprechen wir unsere potentiellen Kunden direkt an. Momentan immer in Abhängigkeit von unserem möglichen Produktionsvolumen. Das ist noch nicht sehr groß.

Wir finden aber, unser Relish gehört in jeden Kühlschrank. Unser Kunde ist Liebhaber der amerikanischen Küche, grillt gerne und liebt Essiggurken.

Eine entsprechende Marketing- und Vertriebsstruktur bauen wir gerade auf, wir sind aber noch ganz am Anfang.

Was ist ein aktuelles Problem? Und wie löst du es?

Nach zweieinhalb Jahren Planung, Produktentwicklung und Firmengründung ist es nun an der Zeit, ein Team aufzubauen. 

Das stellt mich als Sologründerin vor ganz neue Herausforderungen. Auf einmal werden die Themen Personalsuche und Personalführung relevant. 

Bei neuen Herausforderungen bin ich bisher immer folgendermaßen vorgegangen: lesen, lesen, lesen und anschließend einfach mal machen (learning by doing). 

Das hat bisher ganz gut funktioniert. Wichtig ist aber, beim timing auf das eigene Bauchgefühl zu hören.

Was war Deine Motivation Jim’s Club zu gründen?

Ich habe mich vor fast sechs Jahren mit einem kleinen Hot Dog Foodtruck selbstständig gemacht. Es hat alles gepasst, nur die Relishes zum Würzen unserer Hot Dogs haben uns zu künstlich geschmeckt. Irgendwann haben wir versucht, unsere Saucen einfach selbst zu kochen. So einfach war es zwar nicht, aber nach einem halben Jahr entwickeln, tüfteln und testen waren wir mit der Rezeptur zufrieden und unsere Kunden am Hot Dog Truck glücklich. Daraufhin entstand die Vision, dass so ein Gurkenrelish doch eigentlich in jeden Kühlschrank gehört. Das war die Geburtsstunde von Jim’s Club.

Was ist das Besondere an deinem Startup Jim’s Club?

Relishes sind in Deutschland noch sehr unbekannt und eher in der Feinkost-Abteilung zu finden. Wir möchten aus dem Feinkost-Produkt ein qualitativ hochwertiges Alltags-Produkt machen.

Jim’s Club, Jim’s Club Relishes, Hot Dog Foodtrucks, Jim’s Club Relish-Variationen, Jim’s Club Burger-Saucen, Jim’s Club Würzsaucen

Gurkenrelish für noch mehr Abwechslung und Originalität in deiner Küche, jimsclub.de

Hast Du direkt nach der Firmengründung Geld verdient?

Nein, ich verdiene bis heute kein Geld damit. Noch läuft die Gründung nebenher und aus eigenem Kapital. Da wir noch am Aufbau von Produktion, Vertrieb, usw. sind, wird unser Startup auch zukünftig noch einige Finanzspritzen bekommen. Die sind jedoch glücklicherweise aus eigenen Mitteln möglich.

Hast Du Dich sofort Vollzeit selbstständig gemacht?

Ich bin zwar Vollzeit selbstständig, aber mit zwei Firmen, zwei Kindern und dem Familieneinkommen meines Mannes als finanzielle Sicherheit. Also ein „Sonderfall“…: 

Unsere Kinder brauchen noch viel Zeit, außerdem freue ich mich auch jedes Mal darauf, mit meinem Hot Dog Foodtruck unterwegs zu sein. Das ist zwar eine eigene Firma, aber dennoch Teil vom neuen „Business“. Denn dort bin ich direkt am Kunden dran und höre, was sie zu meinen Saucen sagen.

Wie sieht aktuell Deine Arbeitswoche aus?

Wir haben ca. ein bis zwei Verkaufstage mit unserem Hot Dog Truck pro Woche. An Jim’s Club arbeite ich die übrigen Vormittage. Dann wird gekocht und mittags nehme ich mir Zeit für unsere Kinder. Was in der Zeit nicht erledigt werden kann, mache ich manchmal auch abends. Aber das versuche ich zu vermeiden, da Pausen eben sein müssen.

Wo soll Jim’s Club in 5 Jahren stehen?

Wir werden dann etablierter Zulieferer für Foodtrucks sein. Außerdem haben wir unseren Bekanntheitsgrad beim Endverbraucher gesteigert, sind online bequem zu bestellen und bereits in vielen Kühlschränken zu finden.

Herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und freuen uns jetzt schon darauf Neues von Dir und Jim’s Club zu hören!

[news_pagination]

Jim’s Club

Unternehmen: Jim’s Club bringt mit seinen Gurken Relish Variationen Würze in deinen Foodtruck oder in deine Küche.

Gründerin: Kerstin Zwick

Homepage: www.jimsclub.de