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Hawa Dawa, urbane Luftqualität, Luftqualität, Jannai Flaschberger, Birgit Fullerton, Matthew Fullerton, Yvonne Rusche, Karim Tarraf, hawadawa.com

Hawa Dawa schafft es als einziges deutsches Startup ins Smart City Vertical des Kickstart Accelerators


Die junge Firma Hawa Dawa arbeitet an einer neuartigen Lösung, um Luftqualität flächendeckend zu messen und grafisch intuitiv erfassbar zu machen. Hawa Dawa bedeutet „Luftreinheit” bzw. „Luftmedizin” auf Arabisch, Hindi, Türkisch, Persisch und Suaheli. Vor ein paar Wochen hat es Hawa Dawa ins Schweizer Startup-Förderprogramm Kickstart Accelerator geschafft - und will sein Businessmodell diesen Herbst in Zürich deutlich vorantreiben.

Karim, welchen Tipp würdest Du anderen Gründern geben?

Durchhaltevermögen! Wenn man von der eigenen Idee und deren Mehrwert überzeugt ist, sollte man sich nicht zu schnell entmutigen lassen. Solange man die Frage: „Warum mach ich eigentlich das Ganze?“ mit fundierten Argumenten beantworten kann, lohnt es sich, die Idee weiterzuverfolgen. 

Was waren Deine Top 3 Learnings?

  1. Jeder Erfolg braucht harte Arbeit, aber auch ein Quäntchen Glück: Nicht alle Startups, die scheitern, scheitern, weil sie weniger als andere gearbeitet haben. Öfters spielen auch Faktoren eine Rolle, die außerhalb der Kontrolle der Gründer liegen. Zum Beispiel kann eine Idee zu früh am Markt entstanden sein. Vor 10 Jahren habe ich etwa die Erfahrung mit dem Thema erneuerbare Energien in Ägypten, meinem Geburtsland, gemacht. Ich war drauf und dran, dieses Thema dort voran zu treiben. Erste Experten-Interviews und Versuche jedoch zeigten, dass die sozialen und ökonomischen Bedingungen vor Ort für diese Art von Technologie noch nicht reif waren. 10 Jahre später ist eine eigene Industrie im Bereich Solarenergie im B2B- und B2C-Markt entstanden. 
  2. Pitch was das Zeug hält!  Es gibt keine allgemeine Formel für alle Startups. Uns hat es sehr geholfen, dass wir uns von Anfang an Feedback vom Markt geholt haben und dadurch die Anforderungen an unsere Lösung kannten, bevor wir die wichtigsten Ressourcen eines Startups  (Zeit und Geld) für die Entwicklung der technischen Lösung investiert haben. Daraus ist mittlerweile eine vielversprechende Pipeline für Projekte entstanden. 
  3. Zuhören! Eng mit den beiden vorigen Punkten verbunden, sollte man die eigenen Stärken, Schwächen, Risiken und Chancen kennen und realistisch einschätzen können. Fragestellungen wie „Brauchen wir jetzt einen Investor? Sind wir fit für den Markt? Ist dieses Team das Richtige für dieses Projekt?“ kann man meistens nur aus dem Bauchgefühl beantworten. Man sollte aber die Rolle externer Netzwerke und „Hubs“ nicht unterschätzen. Offene Fragestellungen im Dialog mit Externen zu diskutieren kann die eigenen Instinkte schärfen und einem auch die nötigen Impulse geben. Bei uns haben beispielsweise der Impact Hub München, die Leiter des Xpreneurs sowie ClimateKIC-Progamme sehr geholfen.  

Hawa Dawa, urbane Luftqualität, Luftqualität, Jannai Flaschberger, Birgit Fullerton, Matthew Fullerton, Yvonne Rusche, Karim Tarraf, hawadawa.com

Das Hawa Dawa Team, hawadawa.com

Was steckt hinter Hawa Dawa?

Mit Hawa Dawa wird eine völlig neue Datenquelle für automatisierte Entscheidungen in den Bereichen Smart City, Smart Health und Ecomobility geschaffen. Der Zugriff auf die Daten und Echtzeitanalysten werden als Software as a Service angeboten. Je nach den Bedürfnissen des Kunden wird dieser Zugang entweder im Abo-Modell oder auf Projektbasis vertrieben.  

Wer ist Eure Zielgruppe und wie erreicht Ihr sie?

Mit unserem Fokus auf Outdoor-Messungen sprechen wir primär Städte, Kommunen und relevante Unternehmen an. Durch die vorherige Arbeit zweier unserer Mitgründer im Bereich der globalen Klimapolitik und deren internationalen Gremienmitarbeit, konnten wir ein gutes Netz strategischer Partnerschaften aufbauen und Kunden direkt akquirieren.  

Wie löst Du das Problem „der urbanen Luftverschmutzung“? 

Bei Hawa Dawa entwickeln wir ein System zur flächendeckenden Messung der städtischen Luftqualität im Außenbereich. Dabei geht es um andere Schadstoffe, als jene, die vorwiegend in Innenräumen freigesetzt werden. Auch die technischen Anforderungen an ein Messgerät bzgl. Widerstandsfähigkeit, Design und Messgenauigkeit unterscheiden sich bei Indoor- und Outdoormessungen stark. Aus diesem Grund haben wir uns recht früh für einen klaren Fokus auf Letzteres entschieden. Gute und günstige Indoor-Messgeräte gibt es reichlich. Für OutdoorMessungen, die einen viel höheren Anspruch haben, fanden wir kein adäquates Gerät im Markt. Unsere eigene Entwicklung und die damit verbundene Kalibrierungsmethodologie wurde von Experten, unter anderem den Erfindern dieser Technologien bei Siemens Corporate Technology und dem Fraunhofer Institut (EMFT), als „zukunftsweisend“ und „sehr interessant“ beschrieben. Vor kurzem wurde Jannai Flaschberger, unser Ingenieur, für diesen Ansatz vom MIT-Technology Review Magazin zu einem der Top-10-Innovatoren Deutschlands unter 35  Jahren gekürt. Somit können wir uns vor allem im Bereich Outdoor-Luftqualität sehr gut positionieren. 

Wie ist die Idee zu Hawa Dawa entstanden?

Im März 2015 hatte ich als Master-Student an der TU München die Veranstaltung „Think.Make.Start“ besucht, die sich an Studenten mit ambitionierten Ideen und Unternehmergeist richtet. Zusammen mit einem Team aus vier weiteren Studenten entwickelten wir innerhalb weniger Wochen die erste Version eines preiswerten, mobilen Messgeräts, das die relevanten Luftqualitätsdaten ermittelt - weniger genau als die containergroßen Messstationen, versteht sich, aber für viele Anwendungsfälle ausreichend. Hawa Dawa hat mich in der Folgezeit nicht losgelassen. Und so nahm das Ganze seinen Lauf. 

Was ist das Einzigartige an Hawa Dawa?

Neben unserem fundierten wissenschaftlichen Vorgehen würde ich ganz klar die Team-Konstellation hervorheben. Zwei unserer Teammitglieder hatten während mehrerer Jahre Projekte für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) im Bereich Klimawandel implementiert. Ich selbst bin in Kairo geboren und hatte bei meiner Projektarbeit einen starken regionalen Fokus auf die MENA-Region und Südostasien. Yvonne Rusche, geboren in Bolivien, hat bereits in mehreren Ländern Lateinamerikas gearbeitet. Jannai Flaschberger, Mechatronik-Masterstudent an der TU München, übernimmt die Verantwortung für die Entwicklung der Hardware. Dr. Birgit Fullerton ergänzt das Team als Data Scientist mit neurowissenschaftlicher und mathematischer Ausbildung, sowie einem Masterstudium in Epidemiologie. Matthew Fullerton, in Dublin geboren, forschte mehrere Jahre am Lehrstuhl für Verkehrstechnik an der TU München und hatte schon vor Hawa Dawa ein erfolgreiches Startup im Bereich Smart Logistik gegründet.  Durch das Zusammentreffen derart unterschiedlicher Disziplinen auf engstem Raum wird die Auswertung von Luftqualitätsdaten besonders spannend. Unsere außergewöhnliche Teamzusammensetzung war sicherlich auch eines der Elemente, warum uns vor Kurzem der Kickstart Accelerator in Zürich fürs Programm ausgewählt hat - aus mehr als 1`500 Bewerbungen.

Wo soll Hawa Dawa in 5 Jahren stehen?

In fünf Jahren liefern tausende von Sensoren Daten in das Hawa Dawa Grid. Die flächendeckenden Echtzeitdaten werden durch intelligente Algorithmen mit Verkehrs-, Wetter und anderen Daten in Kontext gesetzt und dienen als Basis für die unterschiedlichsten Smart City-Anwendungen wie Verkehrssteuerung und Energiemanagement. Ich bin überzeugt, dass wir durch unsere Arbeit auch dazu beitragen, dass die Welle des Bewusstseins für Luftqualität, die 2016 durch den Abgasskandal entstanden ist, auch in fünf Jahren nicht verebbt sein wird. Mein auf dem Weg gewonnenes Wissen will ich bis dahin an andere Industrienationen, aber vor allem an Schwellen- und Entwicklungsländer, weitergegeben haben. Wenn wir beweisen, dass Umweltthemen ein starker Wachstumsmarkt sein können, haben wir die Weichen für eine wirklich nachhaltige Entwicklung gestellt. Einen wichtigen Schritt dorthin wollen wir diesen Herbst beim Kickstart Accelerator in Zürich machen. Das Programm bietet uns die einmalige Möglichkeit, Smart-City-Anwendungen im Rahmen eines Pilotprojektes zu testen - und uns in die Richtung unserer langfristigen Ziele zu lenken.  

Herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Euch weiterhin viel Erfolg und freuen uns jetzt schon darauf Neues von Dir und Hawa Dawa zu hören!

Logo Hawa Dawa

Hawa Dawa

Unternehmen: Das Münchner Unternehmen Hawa Dawa bietet eine zukunftsweisende Methode, um urbane Luftqualität zu erfassen und darzustellen. Mit einem räumlich verteilten Netz aus kostengünstigen Sensoren misst, modelliert und visualisiert Hawa Dawa in Echtzeit den Zustand der städtischen Luftqualität. Durch die Nutzung externer Daten, z.B. aus Quellen der Bundesanstalt für Straßenwesen oder des Deutschen Wetterdienstes, erstellt Hawa Dawa leicht verständliche, räumlich fein aufgelöste Karten der wichtigsten Luftschadstoffe. Basierend auf diesen Echtzeitkarten können vielfältige Verknüpfungen zu Verkehrs- und Stadtplanung hergestellt werden.

Gründer: Jannai Flaschberger (Lead Engineer), Birgit Fullerton (Data Scientist), Matthew Fullerton (Software Developer) Yvonne Rusche (Operations Manager), Karim Tarraf (CEO)

Homepage: www.hawadawa.com


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