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Fashion Victims aufgepasst: Mit dem Startup Kleiderrebell geht es auch zur Miete

Laura Apel ist die Gründerin von Kleiderrebell – dem Online-Shop, in dem Frauen Mode, Schuhe und die passenden Accessoires ausleihen können. Wir haben uns mit Laura über ihre Erfahrungen als Gründerin und Unternehmerin unterhalten. Viel Spaß beim Lesen.

Was ist Dein wichtigster Tipp für Jungunternehmer, die gerade selbst gegründet haben?

Als Jungunternehmer muss man definitiv einen langen Atem und Durchhaltevermögen mitbringen, denn bis man von seiner eigenen Idee einmal den Lebensunterhalt bestreiten kann, dauert es in der Regel ein paar Jahre.

Was waren Deine Top 3 Learnings?

Eine gescheiterte Crowdfunding Kampagne hat mich definitiv 3 Dinge gelehrt:

1. Immer einen Zeitpuffer einbauen, denn Dinge dauern länger, als man geglaubt hat oder es passieren unvorhergesehene Dinge, die einen zeitlich zurückwerfen.

2. Immer einen Plan B haben, für den Fall, dass Plan A nicht funktioniert.

3. Sich von „Niederlagen“ oder Dingen, die nicht so funktioniert haben, wie man sich das vorgestellt hat, nicht runterziehen lassen, sondern nach vorne schauen und weitermachen.

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Im Interview: Laura Apel – Gründerin von Kleiderrebell

Was ist Dein Geschäftsmodell?

Ein Online-Shop, in dem Frauen Mode, Schuhe & passende Accessoires ausschließlich ausleihen können. Ganz nach dem Motto: Love it. Wear it. Share it. Ein unendlicher Kleiderschrank für mehr Vielfalt in der eigenen Garderobe.

Wer ist Deine Zielgruppe und wie erreichst Du sie?

Ausschließlich Frauen, primär zwischen 25-35 Jahren. Primär über die sozialen Medien wie Facebook & Instagram.

Wie ist die Idee zu Kleiderrebell entstanden?

Im September 2014 stand ich mal wieder kurz vor einem klassischen „Shoppingrausch“, weil ich dachte, einen Kleiderschrank voll „Nichts“ zum Anziehen zu haben. Ein immer wiederkehrender Gedanke. In dem Moment habe ich mich gefragt wie eine Alternative zum klassischen Besitz und klassischen Konsum aussehen kann. So ist die Idee entstanden.

Was ist das Besondere an Kleiderrebell?

Kleiderrebell funktioniert im Vergleich zu den Mitbewerbern ohne Abo, ohne Mindestlaufzeit und ohne Fixkosten. Jeder Artikel im Shop ist mit einer monatlichen Leihgebühr versehen und die Kundin entscheidet, was sie sich wie oft und für wie lange ausleiht. Flexibilität wird bei uns großgeschrieben.

Darüber hinaus bietet das Sortiment neben modischer Alltagskleidung und Mode für spezielle Anlässe auch Schuhe und passende Accessoires an, damit der „Komplett-Outfit-Gedanke“ aufgegriffen wird. Das Sortiment soll stetig wachsen.

Des Weiteren haben Privatpersonen die Möglichkeit, ihre private, ausrangierte Kleidung an uns zu senden und erhalten als Dankeschön einen Gutschein. Dadurch erspart man sich den zeitintensiven Verkauf auf Flohmärkten oder Plattformen wie Kleiderkreisel.
Zusatzleistungen wie Stil-Beratung und Kleiderschrank Management bieten wir natürlich auch an.

Hast Du von Anfang an Geld verdient oder gab es auch richtige Durststrecken?

Da wir noch in der Startphase sind (der Shop ist am 06.12.2015 live gegangen) können wir natürlich noch nicht davon sprechen, Gewinn zu machen. Aber das ist ja bei 99% aller Start-Ups so. Daher sehen wir das gelassen 🙂

Hast Du Dich sofort Vollzeit selbstständig gemacht?

Ja. Ich habe mich das letzte 3/4 Jahr in einer Art Freistellung befunden und hatte somit die Möglichkeit, all meine Zeit in die Entstehung von Kleiderrebell zu stecken und keine finanziellen Sorgen zu haben.

Wie sieht aktuell Deine Arbeitswoche aus?

Eine klassische Arbeitswoche gibt es nicht. Natürlich ist sie arbeitsintensiv, in manchen Phasen arbeitet man auch gerne mal 70 Stunden die Woche, aber das sollte nicht zur Regel werden, da das meiner Meinung nach der Körper auf Dauer nicht mitmacht. Von Emails beantworten, Interviews geben, neue Outfits shooten bis hin zu Blogbeiträge schreiben und, und, und, ist alles dabei.

Wo siehst Du Dich und Kleiderrebell in 5 Jahren?

Kleiderrebell inklusive dem Sortiment sollen konstant wachsen. Wir möchten damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten und für weniger Schrankleichen und Fehlkäufe sorgen.

Herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und freuen uns jetzt schon darauf Neues von Dir und Kleiderrebell zu hören!

Kleiderrebell

Startup: Kleiderrebell Gründer: Laura Apel