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Mit einer Stoffpuppe in die digitale Zukunft des Energiesparens

EnergieSparSchein unterstützt Energieversorger mithilfe einer App und einem umfangreichen Dienstleistungs- und Marketingkonzept bei der Positionierung als serviceorientierter Versorger. Oliver Dix und Frank von Fraunberg haben EnergieSparSchein gegründet und sich unseren Interviewfragen gestellt.

Was ist Euer wichtigster Tipp für Jungunternehmer, die gerade selbst gegründet haben?

Unser wichtigster Tipp ist ganz klar, dass man ab und an einen langen Atem beweisen muss. Gerade in der Gründungsphase läuft nicht alles immer wie gewünscht, man diskutiert über Kleinigkeiten und muss auch bereit sein, Ideen wieder über Bord zu werfen und sein Konzept, manchmal auch grundlegend, zu überarbeiten. Nur so kann man das erste Jahr einigermaßen unbeschadet überstehen.

Was waren Eure 3 größten Herausforderungen in der Startphase?

In der Startphase hatten wir mit ganz unterschiedlichen Problemen zu kämpfen. Ein erstes Problem war, neben unseren regulären Geschäftsaktivitäten Zeit für die arbeitsintensive Gründungsphase zu finden. Ideen mussten inhaltlich mit Leben gefüllt werden, wofür wir ein verlässliches und kreatives Team zusammenstellen mussten. Ebenso hatten wir große Schwierigkeiten passende Fördermittel für unser Vorhaben zu finden, weswegen wir uns letztendlich für eine Eigenfinanzierung entschieden haben.

Worauf basiert Euer Geschäftsmodell?

Die Energiewende und die damit verbundene politische Neuausrichtung der Energiewirtschaft haben nicht nur zu einer zunehmenden Verunsicherung auf Seiten der Verbraucher geführt, auch die Energieversorgungsunternehmen haben mit den Folgen zu kämpfen und stehen vor großen Herausforderungen: Durch zunehmende Marktkonkurrenten und den einfachen Energieanbieterwechsel verlieren die insbesondere kleine und regionale Energieversorger immer mehr Kunden. Hier setzt der EnergieSparSchein mit einem digital gestützten Produktpaket an. Mithilfe einer App und einem umfangreichen Dienstleistungs- und Marketingkonzept unterstützen wir die Versorger bei der Positionierung als serviceorientierter Versorger. Alle Instrumente sind flexibel einsetzbar, benötigen keine kostenintensive Einbindung eigener Ressourcen und ermöglichen den Versorgern eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung ihrer Kunden. Im Mittelpunkt dabei steht immer unser sympathischer Puppencharakter Mark Berger, der als digitaler Energieeffizienz-Coach agiert und die Verbraucher spielerisch in das Thema einführt und beim Energiesparen unterstützt.

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Die Gründer von EnergieSparSchein: Frank von Fraunberg und Oliver Dix

Wer ist Eure Zielgruppe und wie erreicht Ihr sie?

Primär richtet sich der EnergieSparSchein mit der App „Energiesparen mit Mark Berger“ an Energieversorger, die diese dann wiederrum an ihre Endverbraucher weitergeben. Das heißt, wir arbeiten b2b und sprechen Stadtwerke, Energieversorger, Kommunen, Unternehmen und Wohnbaugesellschaften an, also Institutionen, die nah am Verbraucher agieren und daran interessiert sind, dass die Kunden ihr Energieverhalten nachhaltig ändern.

Wie vertreibt Ihr Euer Produkt?

Auf der Messe E-World 2016 konnten wir erste Kontakte zu Energieversorgern knüpfen und haben unsere Produkte einem versierten Fachpublikum vorgestellt. Dabei haben wir festgestellt, dass es uns als Start-up kaum möglich ist, alle Interessenten in Deutschland persönlich zu kontaktieren. Wir haben aus dem Grund einen Vertriebspartner gesucht, der unsere Produkte bei regelmäßig stattfindenden Kundengesprächen vorstellt, Zugang zu unserer Zielgruppe hat und unsere Interessen adäquat vertritt. Diese Zusammenarbeit hat sich in den letzten zwei Monaten bereits verdient gemacht und spart uns viel Zeit.

Wie ist die Idee zu EnergieSparSchein entstanden?

Da wir uns seit vielen Jahren beruflich in der Energiebranche bewegen und dabei feststellen mussten, dass kaum ein Bundesbürger weiß was die Energiewende für Konsequenzen hat, haben wir uns überlegt, ein Produkt auf den Markt zu bringen, von dem die Energieversorger und die Verbraucher gleichermaßen profitieren. Dabei sollte auch das Thema Digitalisierung Beachtung finden, weswegen wir uns neben analogen Elementen, für die Entwicklung einer App als Hauptanwendung entschieden haben. Die Verbraucher können mithilfe der App ihre Energiekosten um bis zu 20 Prozent senken, die Versorger wiederrum können über die App mit ihren Kunden kommunizieren und sich als kundennaher Versorger positionieren.

Habt Ihr sofort Geld verdient oder gab es auch richtige Durststrecken?

Wir würden uns vielleicht nicht als typische Start-up-Gründer bezeichnen. Wir haben beide schon eigene laufende Unternehmen; eine Marketing-Agentur sowie eine Unternehmensberatung mit Hauptkunden in der Energiewirtschaft. Aus diesem Grund und der Tatsache, dass uns keine passenden Fördertöpfe zur Verfügung standen, finanzieren wir unser Start-up nun seit knapp 2 ½ Jahren eigenständig.

Wo seht Ihr Euch und EnergieSparSchein in 5 Jahren?

Wir sehen den EnergieSparSchein dann als Gütesiegel für alle Haushalte in Deutschland, die nachweisen wollen, dass sie ein energieeffizientes Leben führen.

Herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und freuen uns jetzt schon darauf Neues von Euch und EnergieSparSchein zu hören!

EnergieSparSchein

EnergieSparSchein

Startup: Die EnergieSparSchein GmbH bietet den Energieversorgern ein neues digital gestütztes Produktpaket für mehr Energieeffizienz, mit dem sie sich als serviceorientierter Versorger positionieren können. Gründer: Oliver Dix und Frank von Fraunberg