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berliner team, Susanne Grätsch, Oliver Grätsch, Christian Grätsch, berlinerteam.de

berliner team: Unternehmensberatung im Digitalzeitalter


Das berlinerteam.de ist eine familiengeführte Unternehmensberatung, seit 1997 darauf spezialisiert, Herausforderungen und Transformationsprozesse eines Betriebes in Bezug auf Organisation, Führung und Personal professionell zu begleiten. Ob digitaler Wandel, Firmenkrise oder starkes Wachstum, - fachübergreifend analysiert das berliner team mit seinen Beratern die Situation, entwickelt ein Konzept und sorgt für dessen effiziente Implementierung und anschließende Evaluierung in dem Unternehmen. Oliver Grätsch ist Mit-Geschäftsführer im berliner team, das er mit seiner Frau und seinem Bruder leitet.

Herr Grätsch, Sie beraten seit 20 Jahren Unternehmen in Krisen- oder Umbruchssituationen. Haben sich über die Jahre die zentralen Probleme verändert oder nur ein jeweils zeitgemäßes Gewand angenommen?

In der Tat haben die zentralen Themen sich in den letzten 20 Jahren stark verändert. Die deutsche Wirtschaft als sogenannter „Exportweltmeister“ hat sich in den letzten zwei Dekaden erfolgreich dem Thema „Globalisierung“ gestellt. Die für uns heute selbstverständliche weltweite Vernetzung, der damit einhergehende Technologiewandel sowie der demografische Wandel stellen Unternehmen heute vor andere Herausforderungen als noch vor 20 Jahren.

Der Faktor Mensch gestaltet die Unternehmensprozesse und ist entsprechend für Wohl und Wehe des Betriebs verantwortlich. Welche Herausforderungen an die Unternehmensführung bringt die Digitalisierung mit sich?

Wenn wir den doch sehr allgemeinen Begriff der „Digitalisierung“ mit einem Restaurantbesuch vergleichen, sollten wir davon ausgehen, dass wir noch beim sogenannten „Gruß aus der Küche“ sind. Vor diesem Hintergrund brauchen wir eine Unternehmensführung, die strategischen Weitblick mit einem hohen Maß an Mut und Entschlossenheit kombiniert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen zeitgemäß eingeladen werden, in den bereits fahrenden Bus einzusteigen. Die Frage nach dem „Wozu tun wir das?“ als sinnstiftender Impuls muss ständig neu gestellt werden. Hier gilt es, die verschiedenen Generationen auf die jeweils passende Art und Weise einzubinden. Digitalisierung ist lange kein Trend mehr, sondern längst die täglich erlebte Realität. Der Bus fährt bereits. Und es existiert schlicht keine Bushaltestelle, an der wir „abgeholt“ werden.

Die Faktoren Zeit und ständige Verfügbarkeit spielen eine zunehmende Rolle im Arbeitsalltag. Muss sich jedes Unternehmen dem unterwerfen oder gibt es Strategien, die den Mitarbeitern Freiräume erhalten?

Schnelligkeit, so schlicht das klingt, ist heute einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Umso wichtiger ist es, die richtigen Dinge zu tun und sich von weniger wichtigen Themen radikal zu trennen. In einer Unternehmenskultur, die sich von den tradierten Führungsmodellen verabschiedet hat, Mitarbeiter eigenverantwortlich handeln lässt, gelingt dies zunehmend besser. Ständige Verfügbarkeit führt zur Kurzatmigkeit und Überlastung, abgesehen davon, dass die Arbeitsqualität sinkt. Moderne Arbeitsformen und -modelle bieten hier viele Chancen, diesem Trend entgegenzuwirken.

Oliver Grätsch, Geschäftsführer berliner team

Oliver Grätsch, Geschäftsführer des berliner teams ©berliner team

Mit Welutions setzt das berliner team auf die individuellen Fähigkeiten der Mitarbeiter bei der Lösung von Herausforderungen des Unternehmens. Welche Veränderungen bedeutet dies für Führungsstil und Organisation eines Betriebes?

Zunächst einmal bedeutet es, die Lust am „loslassen“ zu entwickeln. Es braucht mehr Sinn und Orientierung, statt Steuerung und Kontrolle. Hier geht es häufig an die DNA der Unternehmenskultur. Ressort-übergreifende Zusammenarbeit, statt das alte „Silo-Denken“ zu fördern, ist leicht gesagt, in der Praxis tun sich viele Unternehmen jedoch noch schwer damit. Hierarchie-übergreifende Runden, in denen die Zukunft des Unternehmens diskutiert wird, sind häufig noch die Ausnahme. Wenn dies allerdings gelingt, so unsere Erfahrung, entstehen echte „welutions“, die tragfähig sind.

Spaß, Humor und Zufriedenheit bei der Arbeit erhöhen die Motivation der Beschäftigten. Was lässt sich von der Unternehmensseite dafür tun?

Ach, hier sollten keine Projektpläne erstellt werden. Wenn uns diese drei Begriffe wirklich wichtig sind, lassen Sie es in Ihrem Unternehmen einfach zu, seien Sie menschlich. Der ehrenwerte Loriot formulierte es sinngemäß einmal wie folgt: „Wenn es Anlass zum Scherzen gibt, schmunzle ich auch gerne einmal“. So wird’s natürlich nichts. Menschen haben gerne Freude bei der Arbeit, dazu muss man nun keinen Kicker-Tisch ins Büro stellen.

Allerdings sollte schon die Frage gestellt und beantwortet werden: Wie attraktiv sind wir eigentlich als Arbeitgeber? Fragen Sie einfach Mitarbeiter und potenzielle Bewerber.

Wenn Sie New Work um alle modischen Anglizismen entschlacken, bleibt im Unternehmen immer noch ein Haufen Arbeit, die in einer schnell veränderlichen Welt organisiert werden will. Wie bereit sind Unternehmen hierzulande, sich auf neue Strukturen und Methoden einzulassen?

Hier ist eine große Spreizung zu beobachten. Abhängig von Branche und Größe des Unternehmens erleben wir eine recht große Unsicherheit. Sollen wir mit „Design Thinking“ arbeiten? „Brauchen wir jetzt auch einen scrum master?“ Ich empfehle, sich auf Neues einzulassen, es auszuprobieren und dann zu entscheiden. Bringt uns das voran? Passt es zu meinen Mitarbeitern? Dient es dem Geschäftszweck? Wenn diese Fragen beantwortet sind, ist ein großer Schritt getan.

In welchem Verhältnis steht Schwarmintelligenz zu Spezialisierung? Ist Arbeitsteilung kein Erfolgsmodell mehr?

Ich persönlich stehe dem Begriff der „Schwarmintelligenz“ eher skeptisch gegenüber. Für richtig halte ich, dass das Zusammenschalten vieler Köpfe auf kreative und hierarchie-übergreifende Weise wirklich neue Impulse bringt. Inwieweit ein Schwarm da „intelligenter“ sein soll, hat sich mir bisher nicht erschlossen. Die Themen sind doch konkreter: Sorgen Sie für echte „Diversity“ in Ihrem Unternehmen. Sorgen Sie dafür, dass mehr Frauen in Entscheider-Positionen kommen. Legen Sie die „innere Krawatte“ ab! „Stay hungry, stay foolish“, wie Steve Jobs es einmal formuliert hat. Lassen Sie „Neues“ wirklich zu, ohne jede Mode mitzugehen. In der Umsetzung ist die Arbeitsteilung dann schwerlich zu vermeiden. Schwarm hin oder her.

Eine ausgeglichene Work-Life-Balance ist in vieler Munde – aber lange nicht jeder kann sie sich leisten. Wo liegen die größten Widerstände bei Mensch und Unternehmen?

In einer Unternehmenskultur, die Interesse an Erfolg UND gesunden Menschen hat, stellt sich die Balance in der Regel recht gut her. Ich appelliere hier gerne an die Eigenverantwortung von uns Menschen: Der Glaube, ständig leisten zu müssen, liegt häufig in uns selbst, so meine Überzeugung. Mein Leben so zu gestalten, dass ich ausgeglichen bin und Sinnvolles tue, ist eine Aufgabe, die mir niemand abnehmen kann.

Welche Fehler sollten junge Unternehmen vermeiden, um ihr Potential bestmöglich für den betrieblichen und privaten Erfolg zu nutzen?

Behaltet Eure Begeisterung und klärt für Euch, was „unternehmerischer Erfolg“ für Euch bedeutet. Diese Frage gerät allzu oft in den Hintergrund.

Gibt es in Berlin viele Beispiele, wo sich Unternehmen optimal an die Herausforderungen des Digitalzeitalters angepasst haben?

Um bei meinem Bild des Restaurantbesuchs vom Anfang zu bleiben: Dafür ist es noch zu früh, zumal die Herausforderungen sich täglich weiterentwickeln. Ich bin aber guten Mutes, wenn ich mich in der Stadt umsehe.

Herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Euch weiterhin viel Erfolg und freuen uns jetzt schon darauf Neues von Euch und berlinerteam.de zu hören!

Logo berlinerteam

berlinerteam.de

Unternehmen: Das Ehepaar Susanne und Oliver sowie dessen Bruder Christian Grätsch sind gemeinsame Geschäftsführer der Berliner Unternehmensberatung berlinerteam.de. Der mittelständische Betrieb berät seit 20 Jahren Unternehmen beim erfolgreichen Change Management und beim Talent Management. Dabei sind sie in internationalen Konzernen ebenso wie im Mittelstand unterwegs. 

Gründer: Christian Grätsch, Oliver Grätsch, Susanne Grätsch 

Homepage: www.berlinerteam.de


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