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Selbstständig machen als IT-Berater: zukunftssicherer Job

Für Unternehmen mit IT-Abteilungen und andere IT-Anwender ist es üblich, externe IT-Berater zur Erbringung von IT-Dienstleistungen zu engagieren. Daher stehen Spezialisten, die sich als IT-Berater selbstständig machen wollen, viele Türen offen. Denn auch kleine und mittlere Unternehmen können sich mittlerweile komplexe IT-Anwendungen leisten, sodass auch hier der Bedarf stetig steigt. In vielen Unternehmen spielt darüber hinaus das Thema IT-Outsourcing eine wichtige Rolle. Denn einerseits können Unternehmen mit IT-Outsourcing Kosten senken und andererseits sind sie dann flexibler. So ergeben sich in diesem Bereich weitere Chancen für selbstständige IT-Berater.

Vielfältige Aufgaben als IT-Berater

Ein selbstständiger IT-Berater erbringt IT-Dienstleistungen für Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen. Das erfolgt in der Regel in Projektarbeit für einen bestimmten Zeitraum. Zu den IT-Dienstleistungen können zum Beispiel die Planung von IT-Systemen, die Programmierung von Software oder der Einkauf von Hardware gehören. Letztendlich lassen sich die IT-Dienstleistungen in zwei Bereiche aufteilen. Der erste Bereich dient dem Betrieb, der Anpassung und der Weiterentwicklung von bestehenden IT-Systemen und IT-Infrastrukturen. Der zweite Bereich dagegen beinhaltet die Einführung von neuen Technologien sowie der Neuplanung von Software und IT-Systemen. In diesen Bereich fallen zum Beispiel auch Big Data, Cloud-Computing, IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz oder Internet of Things.

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Selbstständig machen als IT-Berater zukunftssicherer Job. Bildquelle: Depositphotos.com

Selbstständigkeit als IT-Berater: 4 Vorteile für erfolgreiche Zukunft

Der Beginn einer Selbstständigkeit als IT-Berater ist mit vielen Vorteilen verbunden. Dazu gehören die geringen Investitionen, die Möglichkeiten zur Spezialisierung, die Projektarbeit und die permanenten Innovationen in der IT-Branche.

1. Geringe Investitionen

Für eine Selbstständigkeit als IT-Berater sind keine ungewöhnlich hohen Investitionen notwendig. Im Prinzip reichen ein Heimarbeitsplatz mit einem einem PC bspw. mit dem PC Konfigurator von Ankermann zusammengestellt und ein Internetanschluss. Für die Mobilität kann ein eigenes Auto sinnvoll sein, aber Kunden sind auch klimafreundlich mit der Bahn erreichbar. Für die Kundengewinnung ist zwar ein gewisses Werbebudget hilfreich, aber mit ausreichend Zeit und kreativen Ideen gewinnen IT-Berater schnell ein paar Kunden. Den geringen Umsatz zu Beginn einer Selbstständigkeit können IT-Berater durch finanzielle Rücklagen abfedern.

2. Spezialisierung möglich

In der IT-Branche ist viel Spezialwissen notwendig, um IT-Anwendungen zu konzipieren, zu entwickeln, zu steuern und zu kontrollieren. Dementsprechend breit sind auch die Einsatzbereiche für IT-Berater. Denn die Unternehmen arbeiten mit den unterschiedlichsten IT-Systemen und IT-Programmen. Unternehmen benötigen zwar informationstechnisches Know-how, aber wollen dafür so wenig wie möglich interne IT-Mitarbeiter einstellen. Daher sind sie auf externe IT-Berater angewiesen. So spezialisieren sich viele IT-Berater auf ein Fachgebiet oder wenige Fachgebiete, sodass sie ihre IT-Dienstleistungen zielgenauer vermarkten können. Viele IT-Berater spezialisieren sich zusätzlich auf bestimmte Branchen oder Unternehmensgrößen.

3. Viel Projektarbeit

Als selbstständiger IT-Berater ist es möglich, immer wieder an neuen IT-Projekten mit neuen Teams und Herausforderungen zu arbeiten. Das macht die selbstständige Tätigkeit in der IT-Beratung so spannend. Die Projektarbeit kommt gerade denjenigen Selbstständigen zugute, die gerne mit agilen Arbeitsmethoden arbeiten. Durch diese Projektarbeit eignen sich IT-Berater in der Praxis kontinuierlich neues Fachwissen an, wovon sie langfristig profitieren.

4. Innovationen in der IT-Branche

Die IT-Branche ist im ständigen Wandel. Die Infrastruktur, Software und Anwendungen verändern sich permanent. Damit IT-Abteilungen in Unternehmen auf dem neuesten Stand bleiben und moderne IT-Projekte umgesetzt werden können, benötigen sie kontinuierlich externe Expertise von IT-Beratern. Daher ist dieses Berufsfeld auf Jahrzehnte sehr krisensicher.

Wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche Selbstständigkeit als IT-Berater

Die Begeisterung für technische Probleme und die kreative Lösungsorientierung zeichnen einen IT-Berater aus. Neben allgemeinen und spezialisierten IT-Kenntnissen benötigen IT-Berater betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Nur mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen ist ein ausreichendes Verständnis der Geschäftsprozesse möglich. Zu den gängigen Studienfächern für IT-Berater gehören (Wirtschafts-)Informatik und (Wirtschafts-)Ingenieurwesen. Aber Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung können sich ebenso als IT-Berater selbstständig machen.

Das Wichtigste sind sowieso permanente Weiterbildungen. Denn da der Begriff IT-Berater keine geschützte Berufsbezeichnung ist, haben solche IT-Berater einen Vorteil, die ihr Fachwissen durch entsprechende Zertifizierungen nachweisen können. Zusätzlich spielen auch die über die Jahre gewonnenen Erfahrungen eine wesentliche Rolle für die Expertise als IT-Berater. Obwohl IT-Berater Einzelkämpfer sind, müssen sie gut in Teamarbeit sein und mit unterschiedlichen Menschen umgehen können. Denn die Projektarbeit bringt es mit sich, dass ein IT-Berater sich immer wieder auf neue Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen einstellen muss. Denn ein festes Kollegium gibt es nicht.

Die Qual der Wahl: Freiberuflichkeit oder Gewerbe als IT-Berater

Wer sich als IT-Berater selbstständig machen will, muss eine Entscheidung über seinen Status als Selbstständiger treffen. Oftmals erfolgt die Einstufung hinsichtlich Freiberuflichkeit oder Gewerbe aber alleine schon durch die Art der Selbstständigkeit und der durchgeführten IT-Dienstleistungen. Eine Freiberuflichkeit als IT-Berater ist beispielsweise nicht beim Handel mit Hardware möglich. Zwar ist die IT-Beratung nicht im Katalog der Freien Berufen aufgeführt. Aber IT-Berater ist ein katalogähnlicher Beruf. Für Einstufung als Freiberufler ist zum einen eine ingenieursähnliche Qualifikation notwendig. Zum anderen muss die Leistungserbringung eigenverantwortlich und persönlich vom IT-Berater erbracht werden.

Die Freiberuflichkeit bietet viele Vorteile:

  • Keine Gewerbeanmeldung notwendig.
  • Die Zahlung von Gewerbesteuer entfällt.
  • Keine Pflicht zur doppelten Buchführung.
  • Kein Eintrag ins Handelsregister.
  • Einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung für Gewinnermittlung.
  • Keine Zwangsmitgliedschaft in berufsständischen Kammern.

Chancen als selbstständiger IT-Berater nutzen

Die IT-Branche bietet aufgrund der bestehenden Strukturen und des Fachkräftemangels exzellente berufliche Aussichten. Die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen durch Unternehmen ist so groß, dass es sich jederzeit lohnt, sich als IT-Berater selbstständig zu machen. Die Einstiegshürden sind relativ gering. Denn es sind nur geringe Investitionen notwendig. Darüber hinaus können sich selbstständige IT-Berater gut auf bestimmte Anwendungen und Systeme sowie Unternehmensgrößen und Branchen spezialisieren, um noch besser Kunden für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Die zu bearbeitenden IT-Projekte sind überaus vielfältig und jedes Mal eine neue fachliche Herausforderung. Das macht die selbstständige Tätigkeit als IT-Berater immer wieder so spannend.

Hanno Steiger

Hanno Steiger ist langjähriger Unternehmensberater mit den Schwerpunkten Interimsmanagement und Unternehmensfinanzierung. Er sammelte ebenso fundierte Erfahrungen in der Beratung von Unternehmen und Unternehmern bei Corporate Finance Transaktionen und Restrukturierungen (M&A, Finanzierung, Restrukturierung, Rating Advisory, Due Diligence, LBO). Hanno Steiger ist Inhaber der Steiger Unternehmensberatung.