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7 Tipps: Auftragsbeschaffung für Selbstständige

Selbstständige sind allein für die Beschaffung von Aufträgen und das Werben von Kunden zuständig. Gerade mit einem StartUp oder zu Beginn der Selbstständigkeit steckt viel Arbeit dahinter. Außerdem handelt es sich um ein Thema, was den meisten Gründern Sorgen bereitet. Ohne neue Aufträge oder feste Kunden bleibt der Erfolg in weiter Ferne. Es gibt jedoch Tipps, die bei der Auftragsbeschaffung helfen.

Tipp 1: Bestehende Kontakte nutzen und sich bekannt machen

Die Internetseite steht, Präsentationen über Facebook und Co. laufen und trotzdem bleiben die Kunden aus? Gerade im Dienstleistungssektor basiert vieles auf Bekanntheit und Vertrauen. Wen die Kunden nicht kennen, werden sie kaum buchen. Deshalb gilt zunächst: die eigene Bekanntheit erhöhen und neue Leute kennenlernen. Der einfachste Weg führt über die bereits bestehenden Kontakte. Freunde und Bekannte hegen bereits eine Vertrauensbasis, die auf keinen Fall ausgenutzt oder enttäuscht werden sollte. Allerdings greifen auch diese auf ein eigenes Netzwerk an Freunden und Bekannten zurück, die gern bei der Akquise helfen. Wer könnte also relevante Kontakte haben?

7 Tipps: Auftragsbeschaffung für Selbstständige

7 Tipps: Auftragsbeschaffung für Selbstständige, Bildquelle: pixabay.com (Tumisu, PhotoMIX-Company)

Als nächstes ist die Zielgruppe zu überzeugen. Hier gibt es kein Patentrezept, da jede Branche und jede Zielgruppe ihre eigenen Bedürfnisse mit sich bringt. Bekannt machen heißt, seine eigenen Kompetenzen vorzustellen und Werbung zu betreiben. Wichtig hierbei: kaum ein Selbstständiger wird über Nacht bekannt und bekommt Kontakt zu zahlreichen Kunden. Solch ein Netzwerk baut sich langsam und dafür effektiver auf.

Tipp 2: Auftragsplattformen nutzen

Sind noch zu wenige potenzielle Kunden in Sicht oder die geschaltete Werbung funktioniert nicht wie gewünscht, können Auftragsplattformen helfen. Hier sind bereits passende Aufträge hinterlegt, die einen geeigneten Dienstleister suchen. Ob man jedoch den Zuschlag bekommt, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Zudem besitzen die Plattformen selbst ihre Tücken und Besonderheiten. Diese sollten vor Annahme des Auftrags bekannt sein. Meist gibt es Bewertungssysteme oder eine bestimmte Suchfunktion, die zu berücksichtigen sind.

Es gibt auch Plattformen, auf denen öffentliche Ausschreibungen bekannt gemacht werden. Bei der Plattform ibau finden beispielsweise Handwerker und Dienstleister ihre Aufträge nach Branche oder nach Ort. Zudem wird über die VEBEG informiert, die verschiedene Güter, Technik und Maschinen aus öffentlicher Hand versteigert. Hier finden sich alle wichtigen Fragen und Antworten zur VEBEG. Gerade Baumaschinen, Fahrzeuge oder auch Wertstoffe sind bei den Interessenten begehrt.

Tipp 3: Werbung schalten – aber richtig

Werbung funktioniert online und offline gleichermaßen. Es stellt sich jedoch die Frage, welche Form der Werbung für das eigene Unternehmen relevant ist und sich am meisten rechnet. Für kleine und mittelständige Unternehmen spielen die Ergebnisse in der Suchmaschine eine wichtige Rolle. Gerade die lokale Suchmaschinenoptimierung kann im Bereich Handwerk und Dienstleistung viel erreichen. Darüber hinaus gibt es die bezahlte Werbung in sozialen Netzwerken, der Suchmaschine und Co.

Eine eher subtile Art der Werbung sind fachliche Artikel in Zeitschriften, Blogs oder auf Webseiten. Die Eingrenzung der Zielgruppe ist hier sehr einfach und sollte zum Unternehmen passen. Allerdings sollte nicht zu viel Geld zu Beginn in Werbung investiert werden. Wer klein startet, kann Fehlentscheidungen wieder optimieren und sicher sein, dass sein Geld besser angelegt ist.

7 Tipps Auftragsbeschaffung für Selbstständige

Die richtigen Werbemaßnahmen sind der Schlüssel zum Erfolg. Bildquelle: pixabay.com (Tumisu, PhotoMIX-Company)

Tipp 4: Auf Weiterempfehlung setzen

Sind die ersten Kunden mit der Leistung zufrieden, bietet sich die Weiterempfehlung als mächtiges Marketinginstrument an. Die Vertrauensbasis ist bereits geschaffen, doch die Empfehlung sollte vorsichtig angesprochen werden. Vielleicht möchten manche Kunden eine Bewertung oder Empfehlung für die Webseite schreiben. Das sorgt für mehr Vertrauen bei Neukunden. Aber auch das Netzwerk der Kunden selbst ist wichtig. Hier gibt es einen enormen Vertrauensvorschuss, wenn die Leistung anderen Menschen empfohlen wird. Passiert das nicht von selbst, kann danach gefragt werden.

Empfehlungsmarketing nennt sich der komplexe Themenbereich. Er funktioniert am besten, wenn es eine Win-Win-Situation für beide Bereiche gibt. Das ist natürlich nicht immer möglich oder offensichtlich. Trotzdem empfehlen manche Kunden gern die Dienstleistung und sind dann stolz darauf, ein Tippgeber gewesen zu sein. Diese nützliche Handlung macht sich vielleicht in anderen Bereichen noch bezahlt, die zunächst nicht abzuschätzen sind.

Tipp 5: Mit schriftlichen Angeboten überzeugen

Die Anfrage zu einem Angebot macht noch längst keinen Deal. Das sollte jedem Selbstständigen klar sein. Ein wichtiger Schritt fehlt: mit dem eigenen Angebot überzeugen. Die Erfolgschancen verbessern sich mit folgenden Punkten: 

  • Auf die genauen Wünsche des Kunden eingehen und mit fachlicher Kompetenz überzeugen
  • Ein günstiger Preis ist kein Garant, vielmehr sollte das Angebot seriös und professionell wirken
  • Verbindliche Preise und genaue Termine schaffen für den Kunden Vertrauen und Klarheit, sie sollten aber auch eingehalten werden
  • Zum Schluss des Angebots eine Handlungsaufforderung formulieren. Was hat der Kunde jetzt zu tun?

Hanno Steiger

Hanno Steiger ist langjähriger Unternehmensberater mit den Schwerpunkten Interimsmanagement und Unternehmensfinanzierung. Er sammelte ebenso fundierte Erfahrungen in der Beratung von Unternehmen und Unternehmern bei Corporate Finance Transaktionen und Restrukturierungen (M&A, Finanzierung, Restrukturierung, Rating Advisory, Due Diligence, LBO). Hanno Steiger ist Inhaber der Steiger Unternehmensberatung.