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Wie die Banken heute noch Geld verdienen

Banken und auch solche Kunden, die ihre Gelder langfristig anlegen wollen, müssen derzeit gleichermaßen ein sehr niedriges Zinsniveau hinnehmen. Und dies bereits seit einigen Jahren. Wird sich an dieser Situation in Kürze irgendetwas ändern? Davon ist wohl eher nicht auszugehen. Dennoch verdienen die Banken weiterhin gutes Geld. Aber wie? Erfahren Sie in diesem Ratgeber wie es die Banken schaffen, auch in Zeiten niedriger Zinsen Gewinne einzufahren und welche Anlageformen auch für Sie ein Erfolgspotential haben.

Die Zinsspanne ist ein Verhängnis für viele Banken

Während es vor noch ca. 10 Jahren auf Sparbriefe ca. 5 % Zinsen für den Anleger zu erwirtschaften gab, erhalten die „normalen“ Sparer, die nichts mit Wertpapieren am Hut haben, heute kaum noch Zinsen. Auch Kredite für Selbstständige und Privatkunden sind billig wie fast nie zuvor. Dabei sollte jeder Anleger wissen, dass der Unterschied zwischen den Zinsen für Geldanlagen und für Kredite in dem Ausdruck der Zinsspanne dargestellt wird. Die Zinsspanne ist also niedrig wie nie – schlecht für die Banken. Warum stellt sich dieser Sachverhalt ohne Wenn und Aber dar?

Ganz einfach: In der Zinsspanne liegt der Ertrag für die Banken. Werden für Einlagen kaum mehr Zinsen bezahlt und für Kreditvergaben praktisch keinerlei Zinsen mehr generiert, verdient die Bank an diesen Produkten kaum mehr einen Ertrag. Sie könnten jetzt sagen: „Die armen Banken“ – was natürlich kein Mensch tun wird. Schließlich sind Banker gut gekleidete Mitarbeiter in schönen und stylischen Arbeitsräumen und Finanz-Hallen, die keine Armut verkörpern, oder? Folglich muss die Bank oder der Finanzdienstleister ja irgendwie seine Erträge generieren – alle Banken weisen schließlich nach wie vor gute Gewinne und meist schwarze Zahlen aus. Doch – wie genau verdient die Bank Ihren Ertrag, wenn nicht über die Zinsspanne?

Wie die Banken Geld verdienen

Wertpapiere bringen gute Gewinne, Selbststaendigkeit.de

Wertpapiere bringen gute Gewinne

Keine Frage die Banken vermitteln sehr oft Geschäfte der Verbundpartner wie Bausparen, Versicherungen und Wertpapiere. Gerade beim Verkauf von Investmentfonds bleibt bei den Finanzinstituten oft eine Marge von ca. 5 % oder noch mehr hängen. Auf dieses lukrative Geschäft sind die Finanzinstitute also mehr denn je angewiesen. Keine Überraschung folglich, dass Sie bei einer Beratung von einem Banker vor allem Fonds, Aktienanlagen oder Rentenfonds abschließen sollen. Doch – springt für Sie persönlich als Anleger dabei auch ein guter Ertrag heraus, der sich nachhaltig für Sie lohnt? Schließlich möchten Sie als Kunde sicher eines ganz und gar nicht – nur alle Banken subventionieren. Deshalb stellt sich auch für Sie als Kunde die Frage, ob sich Fonds und andere Anlageformen an der Börse auch auf Dauer für Sie rechnen, oder?

Mit Sachwerten unabhängig vom Geld und Kapitalmarkt Geld generieren

Wertpapiere sind schon seit vielen Jahren anscheinend die Geldanlage schlechthin, die sich als Sachwert für viele Anleger lohnen soll. Ist es wirklich Fakt, dass Sachwerte die vom Zinsmarkt unabhängige Anlageform der Zukunft darstellen? Hierbei sollten Sie zunächst einmal genau überdenken, wie Sachwerte für die Geldanlage überhaupt definiert werden. Wie wird zu diesem Thema genau unterschieden? Sachwerte klassifizieren sich wie folgt:

  • Immobilien
  • Aktien
  • Rohstoffe
  • spezielle Formen wie Antiquitäten oder Wein, Whisky etc., mit denen sich angeblich Gewinne erzielen lassen.

Was ist nun die beste Form der Geldvermehrung für Sie, wenn es schon bei Banken kaum noch Zinsen gibt?

Hier gibt es natürlich keinerlei pauschale Antwort zu treffen. Die wundersame Geldvermehrung ganz ohne Risiko gibt es einfach nicht. Egal, ob Aktien, Immobilien, Gold oder Silber – Sie sollten bei diesen Anlageformen vor allem eines mitbringen: einen sehr langfristigen Anlagehorizont. Wer also denkt, mit verschiedenen Investmentfonds oder Aktienanlagen lässt sich ganz sicher das Geld sehr schnell vermehren, hat sich getäuscht.

Wussten Sie, dass im vergangenen Jahr die Aktien in Deutschland nicht unerheblich gefallen sind? Ja – denn die Börse hat schon seit vielen, vielen Jahren immer wieder gezeigt, dass mit einer Berg- und Talfahrt in Sachen DAX und Co jeder Anleger starke Nerven beweisen muss. Aktienanlagen und Investmentfonds fallen oder steigen – diese Schwankungsbreite (im Fachbegriff als Volatilität dargestellt) muss der Börsianer aushalten können.

Ist der Dividenden-Ertrag nicht ein guter Zins für den Aktionär?

Einmal pro Jahr schüttet die Aktiengesellschaft, an der Sie sich als Geldanleger beteiligt haben, einen Zins aus. Diese Ausschüttung wird als Dividende bezeichnet. Allerdings sollten Sie stets darauf achten, wenn Sie auf diesen Ertrag auf Dauer bauen, dass die Dividende schwanken kann und die Höhe der Ausschüttung vor allem von einem abhängt: von der wirtschaftlichen Gesamtsituation im Unternehmen. Geht es also der AG wie Daimler, BASF oder thyssenkrup gut, werden Sie auch mit einer guten Rendite in Form der Dividenden-Zahlung punkten können. Wenn der Konzern, an dem Sie als Investor beteiligt sind, allerdings keine Gewinne erzielt oder sogar kurz vor der Insolvenz steht, können Sie natürlich auch nicht mit einer Gewinnausschüttung der Gesellschaft rechnen. Allerdings baut der Aktionär vor allem auf einen Ertrag, wenn er in Aktien investiert: auf lukrative Kursgewinne der Aktie.

Wie können Sie selbst überblicken, welche Aktienanlagen gut oder schlecht sind?

Natürlich ist es wie immer im Leben: Sie können nie pauschal alles beurteilen, ob es gut oder weniger gut für Sie ausfallen wird. Außerdem bringt jeder Anleger völlig andere Visionen mit, was seine Erwartungen an die Geldanlage betrifft. So möchten sicher auch Sie wissen, welche Aktien sich für Sie persönlich lohnen und welche nicht. Dabei können Sie als Hilfestellung den Aktien-Chart hinzuziehen, um genau zu beurteilen, wie sich in der Vergangenheit der Börsenwert entwickelt hat. Ist dies auch ein Garant für Ihre Zukunft?

Nein – stellen Sie sich vor, Sie fahren mit dem Auto und blicken in den Rückspielgel. Hier sehen auch Sie keinesfalls, wie sich die Straßenlage, die vor Ihnen liegt, genau darstellt. Kein Mensch kann nur mit einer Sicht nach vorne oder hinten sein Auto erfolgreich auf der Straße lenken. So oder so ähnlich sieht es auch mit der Betrachtung eines Aktienwertes aus. Sie sollten stets darauf achten, wie der Wert die letzten Monate oder Jahre verlaufen ist und auch die Zukunftsaussichten keinesfalls dabei außer Acht lassen. So ist es kein Geheimnis, dass, wenn die gesamte Automobilbranche in Verruf geraten ist, Sie auch kaum nur mit steigenden Kursen von VW, Daimler oder BMW rechnen können. Es ist also keine Überraschung, dass bei diesen in die Kritik geratenen Unternehmen die Dividenden-Zahlungen ausbleiben können und sich die Kursentwicklung in der Zukunft nicht als aussichtsreich darstellen kann.

Außerdem bringen Aktienanlagen immer eines mit: Risiken von wirtschaftlichen und politischen Einflüssen, die im Vorfeld nicht absehbar sind. Somit steht eines fest: Wenn Sie Investmentfonds oder Aktien kaufen, sollten Sie stets wissen, dass die Kurse der Papiere schwanken können. Deshalb ist der langfristige Anlagehorizont sehr entscheidend, damit Sie auf Dauer an der Börse Erträge generieren dürfen. Wie heißt es so schön? Wenn die Kurse fallen, werden Sie irgendwann einmal wieder steigen. Doch dieses besagte „irgendwann einmal“ müssen Sie aussitzen und abwarten können. Bitte bringen Sie also vor allem eines mit, wenn Sie in Form von Sachwerten Ihr Geld vermehren möchten: Zeit.

Wie die Banken Geld verdienen

Banken vermitteln sehr oft Geschäfte der Verbundpartner wie Bausparen, Versicherungen und Wertpapiere, Selbststaendigkeit.de

Immobilien sind unter einem langfristigen Anlagehorizont lohnenswert

Vergleichen Sie den Chart von Gold, Silber, Platin (das alles sind Rohstoffe) mit dem von einem Aktienwert oder dem DAX: Es gibt, über viele Jahre hinweg betrachtet, immer ein Auf und Ab zu erkennen. So ist es auch mit Immobilien, bei der Anlage zählt vor allem eines: die Lage!

Nur, wenn die Lage der Immobilie gut ausgewählt ist, wird sich das Objekt gut vermieten lassen oder Sie werden Wertsteigerungen verbuchen können. Nicht zwangsläufig ist somit jede Immobilie automatisch mit guten Erträgen verbunden. So ist es auch an der Börse mit Aktienwerten: Es kommt eben immer darauf an, wie sich die Situation im Unternehmen entwickelt.

Es gibt also keine Garantie auf Erfolg. Mit Turbulenzen, auch bei Sachwertanlagen, müssen Sie immer rechnen. Dennoch garantieren viele Anlageformen dieser Art auf Dauer eines: Mehr als den Nullzins, den Sie derzeit bei vielen Banken zu erwarten haben.

Wenn Sie also eine bunte Mischung von Sachwerten mit in Ihr Portfolio aufnehmen, werden Sie vermutlich gute Chancen haben, Ihr Geld auf Dauer zu vermehren. Was möchten Sie mehr erreichen beim derzeitigen Zinsniveau?

Kryptowährungen werden immer beliebter als Anlage

Auch jetzt noch, wo der erste große Krypto-Hype schon längst abgeklungen ist, interessieren sich immer mehr Leute für Bitcoin oder Altcoins, wie beispielsweise Monero. Das hat nicht viel mit Naivität zu tun, sondern deutet lediglich darauf hin, dass viele Anleger klassischen Anlageformen, die Banken anbieten, nicht mehr vertrauen. Nein, sie misstrauen ihnen so sehr, dass sie lieber in eine volatile Kryptowährung investieren, die in den kommenden Jahren viel Wert innehaben oder auch komplett wertlos sein kann. Mehr Informationen über Kryptowährungen, wie Monero, gibt es auf dieser Seite.

Fazit

Mischen Sie Ihre Geldanlagen genau so, dass für Sie das Risiko überschaubar ist und Sie auf Dauer gute Erträge erwirtschaften werden. Dabei ist die Mischung von verschiedenen Anlage-Produkten Gold wert.

Liliya Mosoryk

Liliya Mosoryk

Liliya Mosoryk ist als Autorin und Bloggerin tätig. Zu ihren Themenschwerpunkten gehören insbesondere Beiträge rund um die Selbstständigkeit – von Geschäftsideen, Marketing, Organisation, Finanzen bis zu gesetzlichen Neuerungen. Seit 2017 ist sie für Selbststaendigkeit.de tätig und veröffentlicht wöchentlich Beiträge für das Onlineportal.