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WaWision: Vom Hardware-Hersteller zum ERP-Software-Entwickler


Die Gründer von embedded projects sind eigentlich mit einer Hardware-Produktion gestartet und haben aus der Not heraus ein eigenes ERP-System für ihre Lager- und Warenwirtschaft auf Open-Source-Basis programmiert. Nach und nach wollten auch die Hardware-Kunden die Software kaufen, da sie unglaublich flexibel ist und sich an fast jede denkbare Schnittstelle anpassen kann. Für Gründer Benedikt Sauter ein Wendepunkt: Die Software verkauft sich wie von alleine und zwar besser als die Hardware.

Benedikt, welchen Tipp würdest Du anderen Gründern geben?

Geduldig zu sein ist eine der wichtigsten und gleichzeitig schwierigsten Aufgaben eines Unternehmers. Jedes Startup ist eine kleine Pflanze, die man jeden Tag gießen muss. Trotzdem dauert es eine natürliche Zeit, bis daraus ein Baum wird. 

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Der WaWision Gründer Benedikt Sauter, wawision.de

Von welchen Top 3 Learnings könnten andere Gründer von Dir profitieren?

Top 1: Geld kann schnell verbrennen. 100.000 Euro sind eben auch nur 1.000 100-Euro-Scheine. Das ist gar nicht so viel. Darum sollte man immer darauf achten, dass die Ausgaben im Rahmen bleiben – auch wenn das Konto vorübergehend voll ist. Rücklagen sind das A-und-O für wichtige unternehmerische Entscheidungen – vor allem für die unvorhergesehenen. 

Top 2: Egal, was man für Ideen hat, man muss sich immer auf den Kunden konzentrieren. Es gibt nichts Wichtigeres als den Kunden. Auch wenn interne Termine oder angeblich rentable Verhandlungen mit einem neuen Geschäftspartner anstehen: Kunden haben die oberste Prio und werden zuerst behandelt.

Top 3: Wenn man bei einem Projekt feststellt, das es nicht den gewünschten Outbringt bringt, aber ständig weitere Kosten verursacht, sollte man schnellstmöglich die Reisleine ziehen. Je früher, desto besser – und sich dann wieder auf den Kern der Arbeit konzentrieren. Wir haben viel Zeit und Geld mit größeren Firmen verloren, weil wir dachten, das wird unsere Chance. Heute weiß ich, dass es besser ist, auf die eigenen Stärken zu vertrauen und sich damit selbst den Weg zu ebenen.

Wie funktioniert WaWision?

Wir verkaufen WaWision – ein flexibles ERP- und CRM-System. Man kann es auch als sehr umfassende Unternehmenssoftware beschreiben. In WaWision laufen alle Daten zusammen. Wenn man möchte von der Zeiterfassung über das komplette Lager- und Officemanagement bis hin zur Buchhaltung. WaWision gibt es neben der kostenlosen Open-Source-Variante für Startups in drei Paid-Varianten, die jederzeit um weitere Module aus dem eigenen AppStore ergänzt werden können.

Wer ist Eure Zielgruppe und wie erreichst Du sie?

Unsere Zielgruppe reicht von Startups über den Mittelständler bis hin zum großen Unternehmen. Im Prinzip alle Unternehmer, die ihre Prozesse in einer Software abbilden wollen. Damit haben wir eine sehr heterogene Zielgruppe, die wir in erster Linie über unseren Webauftritt und persönliche Weiterempfehlung durch unsere Kunden erreichen. 

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WaWision ist ein flexibles ERP- und CRM-System. Man kann es auch als sehr umfassende Unternehmenssoftware beschreiben, in der alle Daten zusammenlaufen, wawision.de

Was hat Euch bewogen WaWision zu gründen?

Ursprünglich haben wir Hardware produziert und über unseren Online-Shop verkauft. Als wir gewachsen sind, mussten wir die Prozesse unter einen Hut bekommen, um den Überblick zu behalten. Also haben wir uns auf die Suche nach einem ERP-System gemacht, dass zu uns passt. Das Problem: Es gab keins. Wir haben lange gesucht, aber es war kein System geeignet oder schlichtweg zu teuer für ein Startup wie uns. Darum haben wir selber ein Tool programmiert. Für jeden neuen Prozess, der anfiel, habe ich ein neues Feature oder eine Schnittstelle programmiert. Nach fünf Jahren hatten wir ein extrem leistungsfähiges und flexibles ERP-System fertig. Irgendwann sind ein paar Kunden darauf gestoßen und haben gefragt, ob sie das auch haben können. Das war überhaupt nicht geplant, aber wir haben WaWision dann an unsere Hardware-Kunden verkauft. Nur durch Weiterempfehlungen hat sich die Software vor zwei Jahren besser verkauft als unsere Hardware. Das war der Punkt, an dem wir das Geschäftsmodell komplett auf Software umgestellt haben. 

Wie habt Ihr die Finanzierung gelöst? 

Viele fragen uns, wie wir das finanziert haben. Mittlerweile sind wir 10 Mitarbeiter in Vollzeit. Wir haben und zu 100% selbst finanziert. Mit der einfachen Devise: Was unter dem Strich übrig bleibt, kann ausgegeben werden – uns war es sehr wichtig, dass wir uns an die Planzahlen halten, um den nötigen Überschuss zu generieren, damit es Schritt für Schritt weitergehen kann. Gerade am Anfang muss man in der Planung sehr flexibel sein und seine Überlegungen noch mal anpassen, um zielgerichtet zu arbeiten.

Als wir damals mit dem Hardware-Startup losgelegt haben, war unsere Produktion im Wohnzimmer. Aber nur die ersten 3 bis 4 Monate, dann wurde es wirklich zu eng. Auch als wir dann das Geschäftsmodell komplett auf Software geändert haben, gab es parallel noch Entwicklungsaufträge für individuelle Hardware – das hat uns am Anfang eine gewisse Sicherheit gegeben. 

Hast Du Dich sofort Vollzeit selbstständig gemacht?

Nein, weil die Gründungsidee noch während dem Studium kam. Das wollte ich auf jeden Fall beenden. Aber danach bin ich relativ schnell Vollzeit eingestiegen. 

Was ist das Besondere an dem Startup WaWision?

Wenn man uns mit anderen ERP-Systemen vergleicht, stellt man schnell fest, dass WaWision extrem flexibel ist. Starre Prozesse und Einschränkungen für die Weiterentwicklung sind bei uns Fehlanzeige. WaWision ist eine Software, die mit den eigenen Anforderungen mitwächst und sich individuell zusammenstellen lässt. Je nach Version ist eine Basis an Modulen bereits integriert. Wer zusätzliche Schnittstellen oder Features haben möchte – wie die Integration von Shopware, Magento und Co. oder die komplette Mitarbeiterkommunikation inklusive Zeiterfassung – kann jederzeit über den AppStore seine Funktionen erweitern. Außerdem gibt es bei uns immer einen persönlichen Ansprechpartner. Und wenn sich der Kunde eine neue Funktion wünscht, dann programmieren wir eine. Wir entwickeln die Software ständig weiter und launchen vier Versionen pro Jahr. Und weil wir Startup-DNA haben, gibt es eine kostenlose Open-Source-Variante für Einsteiger.

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Auftragsansicht - WaWision ist ein Flexibles ERP System für Online-Shop oder –Marktplatz, wawision.de

Wie sieht aktuell Deine Arbeitswoche aus? 

Um 6.00 Uhr bin ich am PC und beantworte die ersten E-Mails – außerdem führe ich jetzt gerade um diese Zeit das Interview mit euch :-)

Um 8.00 Uhr habe ich die Location gewechselt und sitze an meinem PC im Büro. Nach und nach trudeln alle ein und bis 18.00 Uhr geht es rund. Danach starte ich in den Feierabend und ab da heißt es: Kein PC und kein Telefon mehr!

Samstag und Sonntag stehen dann Sport und Freizeit auf dem Plan – wobei ich gerne hier und da ein paar Sachen programmiere. Mein Problem ist: Ich liebe Programmieren. Nur leider komme ich unter der Woche wenig dazu. Darum freue ich mich, wenn ich ganz in Ruhe am Wochenende Quelltext erstellen kann. Manchmal bereite ich auch schon die nächste Woche vor – je nachdem wie viel ansteht.

Wo siehst Du Dich und WaWision in 5 Jahren?

Solche Prognosen sind für konservative Techniker wie uns immer schwierig. Wir schauen lieber in unsere Bildschirme als in die Glaskugel. Aber wir versuchen es mal: In fünf Jahren haben wir viele zufriedene Kunden, die WaWision jeden Tag verwenden und so ihre eigenen Geschäfte voranbringen. Außerdem wollen wir die Software weiterentwickeln und die entsprechende Team-Power aufbauen. Zwischen 20 und 30 Mitarbeiter wäre mein Ziel. Im Moment haben wir einfach Spaß an dem, was wir machen und freuen uns jeden Tag, WaWision zusammen mit unseren Kunden besser zu machen.

Herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Euch weiterhin viel Erfolg und freuen uns jetzt schon darauf Neues von Dir und WaWision zu hören!

Logo WaWision

WaWision

Startup: Die embedded projects GmbH wurde 2008 von Benedikt und Claudia Sauter in Augsburg gegründet. Ursprünglich als Hardware-Produzent gestartet, ist embedded projects seit 2013 auf dem Software-Markt mit einem flexiblen ERP-System unterwegs. Mit Erfolg: Denn durch die Änderung des Geschäftsmodells 2015 konnte embedded projects den Zuwachs an Kunden um 30 Prozent steigern und das Team von 3 auf 10 Mitarbeiter erhöhen.

Gründer: Benedikt und Claudia Sauter

Homepage: www.wawision.de


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