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Im Interview: Michael Kiefer, Gründer von mietercasting.de


Heute im Interview auf selbststaendigkeit.de: Michael Kiefer, Gründer von mietercasting.de – der Onlineplattform, die den Prozess der Wohnraumvermietung auf den Kopf stellt. Das Existenzgründerportal selbststaendigkeit.de hat sich mit Michael über seine Erfahrungen als Gründer und Unternehmer unterhalten. Daraus ist wieder ein spannendes Interview geworden! Viel Spaß beim Lesen.

Michael, bitte stell Dich kurz vor.

Hallo ich bin Michael Kiefer, Gründer und Geschäftsführer von mietercasting.de, der Online-Plattform für Mieter, Vermieter, Makler, Hausverwaltungen und Bauträger, die den Prozess der Wohnraumvermietung auf den Kopf stellt.
Zudem bin ich seit über 20 Jahren Gutachter und Sachverständiger in Rosenheim, also bereits ein „alter“ Hase in der Immobilienbranche.

Was genau ist mietercasting.de und was ist das Besondere daran?

mietercasting.de ist die Online-Plattform für alle, die am Miet- und Vermietprozess beteiligt sind. Bisher hatte man einen aktiven Mietinteressenten, der sich bewirbt, regelmäßig die Inserate checkt – was sehr sehr zeitaufwändig sein kann, sich zu den unmöglichsten Zeiten bei einer Wohnungsbesichtigung in der Schlange anstellt. Und einen Vermieter, der sich am Besten ein Prepaid-Handy zulegt, wenn er ein Objekt inseriert und die Karte weg wirft, wenn die Wohnung vergeben ist. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viele Anfragen für nur ein Objekt bei einem Vermieter oder Makler aufschlagen. In begehrter Lage sind 100 Anfragen wenig. Dieses Modell passt absolut nicht zum tatsächlichen Mietmarkt. Wir haben kaum Angebot, aber sehr hohe Nachfrage.
Und hier kommen wir ins Spiel. Wir sind keine weitere Immobilien-Listing-Plattform. Sondern im Grunde sind wir eine Mieter-Listing-Plattform mit dem zentralen Augenmerk auf Datenschutz und Zeitersparnis für alle Beteiligten.
Mietinteressenten legen ein Suchprofil an. Das beinhaltet, was und wo sie suchen und Angaben zur Person. Jeder entscheidet, was er angeben möchte, es gibt nur ein Minimum an Pflichtangabefeldern. Das wars zunächst für den Mieter. Vermieter geben ihre Objektdaten ein und bekommen dann – zunächst anonymisierte – Profile passender Mietinteressenten angezeigt. Die Preisspanne bei unserem Service geht von kostenlos für beide Seiten bis hin zu unseren Premiumprofilen, die für Mieter bei 2% der Monatskaltmiete in Abhängigkeit der jeweiligen Laufzeit beginnen und bei Vermietern beispielweise bei 1 Objekt einmalig 10% der Monatskaltmiete kosten. Also ein Preismodell, das für jeden eine Option bietet.
Es ist wie ein Dating von Mieter und Vermieter mit einer Datenfreigabe Zug um Zug. Sie entscheiden, wer Ihre Daten sehen darf und wen Sie näher kennenlernen wollen – Traumimmobilie trifft Wunschmieter!

Wie bist Du dazu gekommen Dich selbstständig zu machen und wie ist die Idee zu mietercasting.de entstanden?

Ich bin ja nicht nur Gutachter, sondern auch Immobilienanalyst und betrachte den Immobilienmarkt nun schon seit einigen Jahren sehr genau. Mich hat es schon lange gestört, dass die Form der Suche dem vorherrschenden Markt eigentlich total widerspricht. Die bisherige Immobiliensuche ist für Mieter und Vermieter einfach nur zeitaufwändig und lästig. Mieter notieren in den seltensten Fällen, wie viele Stunden sie aufgewendet haben, bis sie die Traumwohnung gefunden haben. Aber zumindest Makler wissen, wie wenig - gemessen am Aufwand und der Bearbeitung der Anfragen - am Ende für die Vermietung an Gewinn übrig bleibt. Zudem kann es hier einfach nicht gerecht zugehen. Kein Makler wird alle 100 Bewerbungen prüfen und gegeneinander abwägen. Man wartet ein wenig ab und die ersten "X" kommen dann in die engere Auswahl.
Warum also nicht einen Prozess entwickeln, der zeitsparend, datengeschützt und dem Markt angepasst ist? Und das war die Geburtsstunde von mietercasting.de.
Das nun auch Gesetzesänderungen, wie das Bestellerprinzip, Bewegung in den Mietmarkt gebracht haben, ist ein netter Nebeneffekt, aber mietercasting.de wäre auch ohne diese Novellierung entstanden.

Hattest Du vor mietercasting.de schon etwas mit der Gründerszene in Deutschland zu tun?

Nein. Die Gründerszene ist komplettes Neuland. Aber sehr spannend. Wir sind durch unseren Firmensitz im schönen Oberbayern zwar nicht mittendrin in den Startup Hochburgen, aber es ist toll zu erleben, wie die Gründerszene sich entwickelt und welche Angebote sich einem Startup eröffnen.

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Wie sahen Deine ersten Schritte in der Selbstständigkeit aus? Hast Du Dich sofort Vollzeit selbstständig gemacht?

Nun, ich bin ja schon seit über 20 Jahren mit meinem Gutachterbüro selbstständig. Der Schritt sich erneut selbstständig zu machen und ein neues Geschäftsmodell aufzubauen ist daher nicht naiv oder blauäugig erfolgt. Aber es ist natürlich etwas Neues und eine ganz andere Firmenstruktur, als ich sie bisher hatte. Das bedarf einer Lernphase. Jetzt wo das Team konstant wächst, ist es auch wieder ein wesentlicher Schritt für mich, manche Bereiche einfach loszulassen. Man kann nicht alles selbst übernehmen und auch nicht alles überwachen. Muss man auch nicht. Bezüglich Vollzeit oder Nebenerwerb ist es ein wenig kompliziert. Ich fahre mehrgleisig. Mal bin ich Vollzeit für das eine Unternehmen im Einsatz mal für das andere. Je nachdem, wo es gerade nötig ist.

Wie sieht heute Deine Arbeitswoche aus?

Eine normale Woche von Montag bis Freitag und von 09:00 bis 17:00 Uhr gehört eher der Seltenheit an, aber ich liebe es so wie es ist. Mein Ziel ist es, mietercasting.de erfolgreich zu machen und dafür ist man bereit, in anderen Dingen kürzer zu treten. Ich muss schmunzeln, wenn jemand mit nur einem Job zu jammern anfängt. Wenn man mit Leidenschaft und Spaß bei der Sache ist, dann kann man sehr viel mehr leisten als man denkt.

Warst Du von Anfang an erfolgreich, hast Du direkt Geld verdient oder musstest Du anfangs erst einmal einstecken?

Es war von vornherein klar, dass wir eine gewisse Startphase benötigen. Es steckt ein enormer technischer Aufwand hinter unserer Plattform, um einen datengeschützten und funktionierenden Service anbieten zu können. Zudem muss man berücksichtigen, dass wir ein ganz anderes Geschäftsmodell als den bisherigen Miet- und Vermietprozess auf die Beine gestellt haben. Die Vorteile von mietercasting.de müssen die Kunden erst einmal testen und kennenlernen. Wir haben vor ein paar Wochen unsere zweite Finanzierungsrunde abgeschlossen. Dadurch haben wir Luft bekommen, die Plattform weiter auszubauen. Aber das Ziel ist ganz klar, dass wir uns zeitnah selbst tragen können.

Wo siehst Du Dich und mietercasting.de in 5 Jahren

Wir sind in 5 Jahren eines der wenigen Proptech Startups, die im Zuge der Einführung des Bestellerprinzips gegründet wurden, die überlebt haben. mietercasting.de wird eine zentrale Anlaufstelle für Mietsuchende und Vermieter. Der Mietmarkt wird sich auf absehbare Zeit nicht verändern, es wird sich eher noch mehr zuspitzen an bezahlbaren oder überhaupt verfügbaren Wohnraum zu gelangen. Da helfen auch die ganzen neuen Gesetzespakete nichts, um die Situation zu entschärfen. Wir haben nicht DIE Lösung für alle Probleme, mehr Wohnungen können auch wir nicht herbeizaubern. Aber wir bieten eine zeitsparende Option für alle Beteiligten. 

Welche Tipps würdest Du Jungunternehmern geben, die gerade selbst gegründet haben?

Seid realistisch, seid ehrlich zu euch selbst. Verrennt euch nicht in Hirngespinste, bei denen ihr nur sinnlos Geld verbrennt. Aber lasst euch auf gar keinen Fall von Zweiflern verunsichern. Lieber einmal mehr gewagt und vielleicht aus den Fehlern gelernt, als es nie versucht!

Herzlichen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und freuen uns jetzt schon darauf Neues von Dir und mietercasting.de zu hören!

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