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Fehlende emotionale Bindung an den Arbeitgeber ist teuer, Die Vorbildfunktion der Führungskraft is, Die Vorbildfunktion der Führungskraft ist der Schlüssel, training, persönlichkeitsentwicklung, mental coach, mentalcoaching, mentale stärke, business coach

Fehlende emotionale Bindung an den Arbeitgeber ist teuer: Der Schlüssel ist der Chef als Vorbild!


Der jährliche Gallup Engagement Index des Beratungsunternehmens Gallup Deutschland kommt seit Jahren zu dem ernüchternden Ergebnis, dass viele deutsche Arbeitnehmer und Beschäftigte nur wenig motiviert sind. In einer Umfrage zu emotionalen Bindungen an den Arbeitgeber und zur Arbeitsmotivation unter knapp 1429 Beschäftigten im Jahr 2015 hatten 16 Prozent der Angestellten keine emotionale Bindung mehr zum Unternehmen angegeben und bereits innerlich gekündigt. Bei rund 39 Millionen Arbeitnehmern in Deutschland waren damit mehr als 6,2 Millionen Menschen in Büros und Fabrikhallen nur noch bereit, das Nötigste im Job zu erledigen oder agierten sogar bewusst kontraproduktiv. 68 Prozent der Beschäftigten machten lediglich „Dienst nach Vorschrift“.

Eine schlechte Personalführung kostet viel Geld

Die Ursachen für die fehlende emotionale Bindung der Arbeitnehmer an ihren Arbeitgeber sind oft auf schlechte Personalführung zurückzuführen. Der Gallup Engagement Index kommt zu dem Schluss, dass der deutschen Wirtschaft durch die mangelnde emotionale Bindung in den Unternehmen, die auf schlechte Personalführung zurückzuführen ist, jährlich Produktivitätseinbußen zwischen 76 und 99 Milliarden Euro entstehen.

Dazu ein kleines Beispiel: Der Geschäftsführer eines mittelständischen Dienstleistungsunternehmens rief eines Tages alle Mitarbeiter zu einem Krisengespräch zusammen. Ständige Streitigkeiten unter den Mitarbeitern, mangelnde Motivation und sinkende Umsatzzahlen hatten ihm den letzten Nerv geraubt. Er wollte seinem Ärger gegenüber den Mitarbeitern einmal so richtig Luft verschaffen und zu disziplinierteren Verhalten untereinander ermahnen. Dazu knöpfte er sich jeden einzelnen Mitarbeiter vor der versammelten Mannschaft vor und teilte ihm in sehr emotionaler Art und Weise seine Meinung zum vermeintlichen Fehlverhalten mit. Das Ergebnis der Krisensitzung: Alle Mitarbeiter waren entsetzt über das Auftreten ihres Geschäftsführers. Zwei führende Mitarbeiter kündigten kurze Zeit später und bei den Mitarbeitern, die über viele Jahre ihre Leistungsbereitschaft hochgehalten hatten, sank die Motivation, sich mit voller Arbeitskraft für das Unternehmen einzusetzen. Sie machten sich auf die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz. Der aufgebaute Druck hatte zwar kurzzeitig zur Steigerung der Umsatzzahlen geführt, das Unternehmen verlor aber immer mehr wichtige Mitarbeiterressourcen, die ihren Arbeitgeber uneingeschränkt positiv nach außen präsentieren wollten. Sie hatten die emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber durch den durchweg negativ empfundenen „Auftritt ihres Chefs“ komplett verloren.

Emotional gebundene Mitarbeiter sind jedoch gerade in Beratungs-, Service- und Dienstleistungs-Unternehmen immens wichtig. 70 % aller Beschäftigten haben einen Arbeitsplatz mit direktem Kundenkontakt. „Emotional hoch gebundene Mitarbeiter zeichnen sich durch eine Reihe von Verhaltensweisen aus, die die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen unterstützen“, erklärt Marco Nink, Senior Practice Consultant bei Gallup. „Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Arbeitnehmer mit einer hohen Bindung weniger Fehlzeit aufweisen als Beschäftigte ohne emotionale Bindung, sie dem Unternehmen länger treu bleiben und als Markenbotschafter die Dienstleistungen und Produkte des Arbeitgebers eher weiterempfehlen.“ Fehlt die emotionale Bindung an den Arbeitgeber, dann steht der Arbeitnehmer auch nicht mehr hinter dem Produkt oder der Dienstleistung, die er verkaufen soll. Das merkt zwangsläufig auch der Kunde im direkten Kontakt.

Vorbildfunktion ist der Schlüssel zum „gemeinsamen Erfolg“ 

Aber wie setzen Sie als Führungskraft in der Praxis eine gute Personalführung um, die beim Mitarbeiter eine hohe emotionale Bindung zum Unternehmen erzeugt? Als Führungskraft haben SIE zunächst einmal eine Schlüsselrolle in Bezug auf die Mitarbeiterbindung. Ihnen sollte zunächst einmal bewusst sein, dass Sie als Führungskraft eine Vorbildfunktion haben. Sie also immer mit gutem Beispiel vorangehen müssen: Nur wer sich selbst gut führen kann, kann auch andere führen! Eine gute Selbstführung setzt aber vor allem eine Fähigkeit voraus: die Fähigkeit zur Eigenreflexion! Als Führungskraft müssen Sie immer in der Lage sein, auch das eigene Handeln und Verhalten mit kritischem Abstand zu betrachten.

Sie sind ein Vorbild für Werte wie Anstand, Loyalität, Fleiß, Gesundheit, Fairness, Hilfsbereitschaft, Pünktlichkeit, Ehre und viele weitere. Werte, die Sie als Führungskraft gering schätzen und entsprechend agieren, werden von ihren Mitarbeitern ebenfalls wenig gelebt werden. Mit welcher Stimmung Sie ins Meeting kommen – ob freundlich, gut gelaunt, ausgeglichen, gestresst oder unsicher –, all das wirkt sich auch auf ihr Team aus. Im Ausgangsfall: Das emotional völlig überzogene Verhalten gegenüber den Mitarbeitern zeichnet ein Bild der Überforderung, Unsicherheit und fehlenden Souveränität. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter vor versammelter Mannschaft bloßgestellt – ein deutliches Zeichen für fehlenden Anstand, Loyalität, Wertschätzung und Respekt. Die fehlende Vorbildfunktion wirkt sich verheerend auf das Team aus – es irrt führungslos umher und verlässt anschließend das „sinkende Schiff“.

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Fehlende emotionale Bindung an den Arbeitgeber ist teuer, Die Vorbildfunktion der Führungskraft ist der Schlüssel, selbststaendigkeit.de

Als Führungskraft mit sich selbst im Einklang sein

Grundvoraussetzung für eine gesunde Mitarbeiterführung ist also erst einmal, dass Sie als Führungskraft ein Bewusstsein entwickeln, wie Sie mit sich selbst in Einklang kommen können. Wie sieht Ihre Selbstannahme, Wertschätzung für die eigene Person, Selbstverantwortung und Akzeptanz sich selbst und anderen gegenüber aus? Entwickeln Sie ein eigenes Bewusstsein dafür. Machen Sie aber nicht den Fehler, Ihre positive Haltung nur vortäuschen zu wollen – Ihre Mitarbeiter haben ein Gespür dafür, ob Sie die positive Haltung tatsächlich einnehmen oder nur eine Rolle spielen. Das setzt aber voraus, dass Sie sich ihrer eigenen Schwächen und Stärken bewusst werden: Je realistischer Sie in ihrer eigenen Selbsteinschätzung sind, umso besser gelingt Ihnen Ihr Selbstmanagement. Nur wenn Sie selber ein Bewusstsein dafür haben, wo Sie sich selber im Weg stehen, können Sie entsprechend gegensteuern und erlangen Souveränität, Gelassenheit, Stabilität und Glaubwürdigkeit. 

Die mangelnde Motivation der Mitarbeiter im Ausgangsfall hatte noch einen ganz besonderen Hintergrund. Trotz hoher Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter wurden ihre Erfolge kaum gewürdigt und einfach kommentarlos vorausgesetzt. Wenn aber etwas schief lief, wurden sie „runtergeputzt“ und aufgefordert, sich in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber dem Geschäftsführer zu rechtfertigen. In einigen Fällen stellte sich sogar heraus, dass ein Handeln des Mitarbeiters gar nicht ursächlich für den Misserfolg war, sondern ganz offensichtlich auf einer fehlerhaften Entscheidung des Geschäftsführers beruhte. Eine Entschuldigung für das Fehlverhalten ihres Geschäftsführers haben die Mitarbeiter aber nie gehört, weil er eigene Schwächen nicht eingestehen konnte. Damit verlor er innerhalb des Unternehmens aber immer mehr an Glaubwürdigkeit und zerstörte sein eigenes vormals stabiles Fundament, da ihm Souveränität und innere Gelassenheit immer mehr abhanden kamen.

Erfolge gemeinsam feiern!

Fehler passieren immer wieder. Bei Ihren Mitarbeitern, aber auch bei Ihnen als Führungskraft! Reiten Sie nicht zu lange darauf herum: eine Analyse des Misserfolgs, was kann ich aus den Fehlern lernen, es beim nächsten Mal besser machen – fertig! 

Genauso wichtig aber: Lassen Sie Ihre Mitarbeiter wissen, wenn etwas gut gelaufen ist. Erfolge wollen gefeiert werden! Das gemeinsame Zelebrieren von Erfolgen dient als Motivation für weitere Erfolge, aber auch zur Erinnerung an vergangene Erfolge bei der Bewältigung von Misserfolgen. Und noch ein ganz wichtiges Element für einen optimalen Workflow in Ihrem Unternehmen wird gefördert: Durch das gemeinsam erlebte Erfolgserlebnis entsteht ein Wir-Gefühl im Team, das die emotionale Bindung an das Unternehmen wieder stärkt.

Antje Heimsoeth Profil

Antje Heimsoeth

Diplom-Ingenieurin (FH), Coach, ECA und DVNLP, zert. Mental Coach, Gesundheitstrainerin, ECA Sport Coach (Master Competence), zert. Entspannungspädagogin, zert. Business Coach, Bestsellerautorin und Top-Speakerin mit mentalem Olympiafaktor: Go for Gold! mit eigenem Institut Heimsoeth Academy, ausgezeichnet als „Vortragsrednerin des Jahres 2014“ und „Deutschlands renommierteste Motivationstrainerin“ (FOCUS). Weltweit tätig. Auftritte bei Sport1, hamburg1, nrw.tv, BR (Blickpunkt Sport) und Sky sowie auf Kreuzfahrtschiffen (MS Europa 2, AIDA).
Infos unter www.heimsoeth-academy.com, www.antje-heimsoeth.com


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