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Pascal Ludynia, Pascal Ludynia CMO bei energieheld, energieheld Pascal Ludynia

Die Digitalisierung des Handwerkermarktes - Handwerk 4.0


Der digitale Wandel hat schon seit längerem Einzug in den privaten Alltag gehalten. Der Griff zum Handy ist Routine geworden, das Wischen und Vergrößern auf dem Tablett lernen schon die Kleinsten. Schuhe werden online gekauft, Reisen online gebucht, Wissen online nachgeschlagen. Aber auch vor dem Handwerk macht die Digitalisierung keinen Halt. Pascal Ludynia, CMO bei energieheld, zeigt in seinem Beitrag auf was Handwerk 4.0 bedeutet, in welchen Bereichen traditionelle Handwerkerbetriebe Aufholbedarf haben und wie auch solche Betriebe einen Schritt hin zum digitalisierten Unternehmen machen können.

Digitalisierung des Handwerks - was bedeutet das eigentlich?

Der digitale Wandel hat schon seit längerem Einzug in den privaten Alltag gehalten. Der Griff zum Handy ist Routine geworden, das Wischen und Vergrößern auf dem Tablett lernen schon die Kleinsten. Schuhe werden online gekauft, Reisen online gebucht, Wissen online nachgeschlagen, Dienstleister online gesucht (aber selten gebucht!) - auf Wiedersehen Einzelhandel, adieu Reisebüro, tschüss Lexikon und lebe wohl Gelbe Seiten!

Digitalisierung – es gibt kein Entkommen

Fest steht: Digital versierte Kunden fordern digitale Prozesse ein. Das belegen auch die Zahlen jüngerer Umfragen (Quelle: Gelbe Seiten Marketing-Gesellschaft):

  • 80% der 18 bis 39 Jährigen recherchieren zu Handwerksthemen im Web
  • 42% der Deutschen suchen nach Handwerkern zuerst online statt Bekannte zu fragen
  • 25% aller Anfragen werden ab 2020 online gestellt

Wenn von der Digitalisierung des Handwerks gesprochen wird, dann kommt den Leuten primär Website, E-Mail und Online-Plattform in den Sinn. Dies sind aber nur Bausteine eines großen Ganzen. Elemente einer ganzheitlichen Digitalisierungsstrategie, hinter der im Optimalfall nur ein intelligentes System steht, dass alle Bausteine zusammenführt. Dabei werden einzelne Geschäftsbereiche angesprochen wie Vertriebs- und Marketingprozesse, Arbeitsabläufe und Produktionsprozesse.

In Anlehnung an den politisch geprägten Begriff Industrie 4.0 wird auch vom Handwerk 4.0 gesprochen. Das 4.0 steht dabei für die vierte industrielle Revolution (1. Dampfmaschine, 2. Fließband, 3. Mikroelektronik). Damit ist ein reibungsloser Informationsfluss gemeint und die Vernetzung von Produktion mit Vertrieb und Kundenverwaltung. Alles ist aufeinander abgestimmt. Das Handeln von Unternehmen ist nicht mehr solitär sondern viel mehr Teil einer größeren, umfassenderen Wertschöpfungskette.

Pascal Ludynia, Pascal Ludynia CMO bei energieheld, energieheld Pascal Ludynia

Wohin entwickelt sich der digitale Handwerkermarkt?

Im Bereich der energetischen Gebäudemodernisierung kristallisieren sich derzeit drei zentrale  Marktentwicklungen heraus, aus denen sich die Strategie für die Digitalisierung von Handwerksbetrieben ableiten lässt.

Kundenprozesse verändern sich. Das bedeutet, der Trend geht zum Online-Einstieg bei Dienstleistungen. Kunden fragen Dienstleister online an und möchten diese Dienstleistung auch online “tracken”, d. h. nachverfolgen. Als Beispiel sei die Paketnachverfolgung genannt. Bei Gebäudemodernisierungen ist es den Kunden wichtig, die Möglichkeit zu haben, Online eine Anfrage zu stellen und den Prozess bis zum Abschluss digital zu verfolgen, z.B. in Form eines Online-Terminkalenders, der koordiniert wann welcher Handwerker auf der Baustelle ist.

Unternehmen vernetzen sich zunehmend. Die Umsetzung von energieeffizienten Modernisierungsmaßnahmen für Gebäude ist nicht mehr nur eine Zusammenstellung aus einzelnen Bauteilen, sondern muss als einheitliches System verstanden werden, in dem jedes mit jedem vernetzt ist. Das sogenannte Internet der Dinge nimmt immer stärker Fahrt auf und führt zu einer Vernetzung von Bauteilen.
Die komplexe Fördermittellandschaft in Deutschland tut ihr Übriges. Die Handwerker sind mit ihrem Gewerk nicht mehr alleine, sondern müssen sich bei der Umsetzung mit anderen Betrieben abstimmen. Der Informationsfluss für alle Beteiligten ist essenziell wichtig, damit der Kunde am Ende ein Haus nach seinen Vorstellungen erhält.

Die digitale Konkurrenz schläft nicht. Neue Handwerksbetriebe mit finanzstarken Investoren und bereits große etablierte Handwerksfirmen werden weiter an Stärke gewinnen. Das liegt daran, dass hier das Geld für digitale Lösungen vorhanden ist und dieses auch konsequent dafür eingesetzt wird. Das reduziert die Durchlaufzeiten für einen Kunden sowohl im Akquisitionsprozess, als auch bei der Umsetzung vor Ort. Eine intelligente nachfragebasierte Produktions- und Einkaufssteuerung über ERP- / CRM-Systeme führt zu einer schlanken Lagerhaltung und Just-in-Time Lieferungen von Material an die Baustelle.

Diese Marktentwicklungen kann der einzelne Handwerker als Herausforderung annehmen und sein Unternehmen digitalisieren oder aber anhand der Folgen in Zukunft um Marge und Kunden kämpfen.

Digitalisierung überall und jederzeit – sinnvoll?

Mittlerweile ist der Handwerkermarkt auf der Radarfläche namhafter VCs erschienen. Das zeigt sich nicht zuletzt an dem Investment von Rocket Internet in diesem Bereich. Der allgemeine Konsens scheint also zu sein, dass eine konsequente Digitalisierung die großen Ineffizienzen im Markt beseitigen kann.
Speziell in den Bereichen Marketing und Vertrieb, Arbeitsabläufe, Einkauf und Produktion haben die traditionellen Betriebe starken Aufholbedarf.

Digitalisierung in Marketing und Vertrieb

Digitalisierung in Marketing und Vertrieb bedeutet die Kundengewinnung, -verwaltung und -pflege in einem digitalen System abzubilden.

In der Kundengewinnung müssen Handwerker den Online-Trend erkennen. Sie können nicht mehr nur von der Mund-zu-Mund Propaganda leben. Die Generation Y will Handwerker auf anderen Kanälen finden und ansprechen. Dazu gehören Online-Plattformen, SEA, SEO und Social Media und natürlich auch eine Website mit Kontaktformular. Immerhin sollen laut Studie bereits 81% der Handwerker eine Webseite haben. Der subjektive Eindruck im täglichen Geschäft bei energieheld lässt aber stark an dieser Zahl zweifeln. Zumindest vermisst man ein Kontaktformular auf den betreffenden Handwerksseiten meist schmerzlich. Wenn ein Kontaktformular doch vorhanden sein sollte, dann manifestiert sich die nächste Hürde heraus - die Kundenverwaltung.

Viele Branchen nutzen bereits CRM-Systeme (Customer Relationship Management), beim Handwerk klafft noch eine große Lücke. Zettel und Stift, Karteikarten, Excel oder aber stationäre uralt Systeme im Windows 95 look and feel sind immer noch gängig. Bei solchen Systemen werden zwar Kunden verwaltet und Kundendaten gesammelt, an deren weitere sinnvolle und insbesondere zeiteffiziente Verwendung lässt sich aber zweifeln. Fotos der Kunden-Baustelle werden immer noch mit der Digitalkamera geschossen, auf den PC übertragen und eingepflegt. Benötigt der Monteur ein Foto so wird dieses umständlich ausgedruckt und mitgegeben. Nach Abschluss der Kunden-Baustelle passiert meist ohne System nichts. Diese Vorgänge haben sich in der Vergangenheit etabliert und ihre Fehleranfälligkeit dazu.

Neuere CRM-Systeme bieten ein Kundenpflege-Modul. Qualitätsmanagement nach Abschluss, Email-Marketing für Sonderaktionen, Erinnerung an die Thermenwartung - After Sales im Handwerk. Ein Kunde muss nicht zwangsläufig einen Customer Lifetime Value von 1 haben, hier geht auch mehr!

Moderne Softwarelösungen – organisieren Arbeitsabläufe

hero von energieheld, cloudbasierten Software für handwerk, software für Kundenakquise Verwaltung und Pflege im Handwerk Wenn der erste Schritt getan ist und der Handwerker für die Akquise und Verwaltung von Kunden ein cloudbasiertes CRM nutzt, dann ist die Effizienzsteigerung auf der Baustelle nicht mehr weit.
Nun muss der Handwerker nur noch seine Monteure an das System anschließen und jeden mit einem Handy oder Tablet inklusive dazugehöriger App ausstatten. Abstimmung auf der Baustelle mit Online-Checklisten, Hinweisen, Bildern sowie die Einsatzplanung werden zum Kinderspiel. Und das Schöne daran, sogar den Kunden kann man transparent informieren über Abläufe und Status.
Für Kundenrückfragen zu angrenzenden Gewerken oder Fördermitteln, müsste ein modernes CRM die Schnittstelle zu kooperierenden Partnern des Handwerkers bieten.

Die letzte Stufe – der Einkauf und die Produktion

Die Kundenakquise und die Baustellenplanung sind verzahnt. Angebots- und Rechnungsstellung erfolgen über ein einheitliches System. Wird nun eine Schnittstelle zum Lieferanten / Hersteller genutzt oder in die Produktion, kann eine weitere Optimierung erfolgen. Eine Nachbestellung per App auf der Baustelle kann Leerläufe vermeiden. Der eigentlich interessante Aspekt aber ist, dass die zentrale Datenverwaltung zeigt, wann welches Material für welche Ausgangssituation und welchen Kunden gebraucht wurde. So können zukünftige Einkäufe optimiert werden und einzelne Lagerbestände, die zeitkritisch für die Fertigstellung der Baustelle sind, gezielt aufgebaut werden. Überflüssige Lagerbestände werden im Umkehrschluss abgebaut.

Oberstes Ziel muss es sein die Durchlaufzeiten und den Arbeitsaufwand für Aufträge im Büro und auf der Baustelle zu reduzieren.

CRM-Software für jeden – digitale Lösungen für kleine Unternehmen

Das Start-Up energieheld hat mit der cloudbasierten Software “hero” eine Möglichkeit entwickelt, mit der Handwerker Kundenakquise, -verwaltung und -pflege von Erstkontakt bis After-Sales abbilden können. Über eine App wird der Informationsfluss auch auf der Baustelle effizienter gestaltet. Gegen eine kleine monatliche Gebühr, können so auch kleine Betriebe den Schritt zum digitalisierten Unternehmen machen. Die Weiterentwicklung mit Schnittstellen zu Herstellern und Großhändlern ist bereits in Planung.

Pascal Ludynia, Pascal Ludynia CMO bei energieheld, energieheld Pascal Ludynia

Pascal Ludynia

Pascal Ludynia ist CMO bei energieheld. Das Start-Up energieheld hat mit der cloudbasierten Software “hero” eine Möglichkeit entwickelt, mit der Handwerker Kundenakquise, -verwaltung und -pflege von Erstkontakt bis After-Sales abbilden können. Über eine App wird der Informationsfluss auch auf der Baustelle effizienter gestaltet. Gegen eine kleine monatliche Gebühr, können so auch kleine Betriebe den Schritt zum digitalisierten Unternehmen machen. Die Weiterentwicklung mit Schnittstellen zu Herstellern und Großhändlern ist bereits in Planung.


Kommentare

Ein sehr interessanter Artikel! Mapudo, der Marktplatz für Werkstoffe, hat gerade ein neues Video (https://www.youtube.com/watch?v=Trr7thuBIUk) hochgeladen, das innerhalb von 2 Minuten den Online-Wertstoffeinkauf auf mapudo.com erklärt. Beste Grüße!

Toller Artikel.

Ich finde es ganz schön heftig dass mittlerweile so gut wie alles digitalisiert wird. Eine riesiger Markt der sich hier auftut!

Kann mir jemand sagen, ob es die hero-software von energieheld auch für den Bereich Hausmeisterservice gibt?

Hallo Darius, benötigst du eher eine Verwaltung für deine aktuellen Aufgaben und Aufträge oder auch für die Akquise von Aufträgen bzw. Kunden? VG Pascal

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