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E-Zigaretten-Branche, Wie funktioniert die E-Zigarette, Nikotinentzug, Vape-Shops, Vaper

Die E-Zigaretten-Branche boomt weiter – 420 Millionen Euro Jahresumsatz


Im vergangenen Jahr konnte die E-Zigaretten-Branche erneut einen Umsatzzuwachs verzeichnen. Laut einer Studie des Verbands des eZigarettenhandels (VdeH) wurden im Jahr 2016 420 Millionen Euro mit den elektrischen Zigaretten umgesetzt. Branchenexperten gehen einem weiteren Zuwachs von mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Sogenannte Dampf- oder Vape-Shops sind mittlerweile in allen deutschen Städten zahlreich vorhanden und versorgen „Dampfer“ mit allem, was sie brauchen.

3,5 Millionen Nutzer wollen versorgt werden

Der Verkauf von Tabakzigaretten ist weiterhin rückläufig. Die E-Zigarette wird von vielen als „unschädlichere“ Alternative zum Tabakkonsum angesehen. Der Branchenverband VdeH ermittelte in seiner Studie für Mai 2017 3,5 Millionen regelmäßigen Nutzer der E-Zigarette, Tendenz steigend. Bedenken gegen die E-Zigarette gibt es dennoch zahlreiche, und sie kommen aus allen Richtungen. So wird vor der E-Zigarette als potentieller Einstiegsdroge zum Tabakkonsum gewarnt, und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betont die Nebenwirkungen und schädlichen Begleiterscheinungen, vor allem der nikotinhaltigen Variante der E-Zigarette.

Wie funktioniert die E-Zigarette?

Tatsache ist, dass die E-Zigarette nicht gesund ist. Vielmehr lässt sich - vorsichtig formuliert - sagen, dass sie weniger schädlich ist als die Tabakzigarette. Ein ausreichender Grund für viele Menschen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, auf die E-Zigarette umzusteigen. Aber wie funktioniert sie? Stark verkürzt kann man sagen, dass bei einer E-Zigarette eine Flüssigkeit (das sogenannte Liquid) durch einen akkubetriebenen Verdampfer erhitzt wird. Der entstehende Nassdampf wird vom Nutzer inhaliert. Während bei einer Zigarette also ein Verbrennungsprozess stattfindet, kommt die E-Zigarette mit einer Verdampfung aus. Dieser Dampf ist jedoch kein reiner Wasserdampf, sondern ein Gemisch aus Wasser, Glycerin, Lebensmittelaromen und Propylenglycol. Einige Liquids enthalten zusätzlich Nikotin, vor allem für Raucher, die sich langsam entwöhnen wollen. Durch diese Stoffe, die als Geschmacksträger dienen, können die im Liquid enthaltenden Aromen geschmeckt werden. Überraschenderweise ist das Prinzip bereits vor 50 Jahren erfunden worden. Allerdings wurde es erst 2003 durch einen chinesischen Entwickler marktreif weiterentwickelt.

E-Zigaretten-Branche, Wie funktioniert die E-Zigarette, Nikotinentzug, Vape-Shops, Vaper

Dampfen ist mehr als nur Nikotinentzug

Was auf den ersten Blick anmutet wie ein schnödes Mittel für den Nikotinentzug, ist längst mehr. Umsteiger auf die E-Zigarette führen bei Befragungen jede Menge Vorteile an, von denen wir nur einige auflisten:

  • E-Zigaretten sind verhältnismäßig günstig: 10 ml Liquid entsprechen ca. 8 Schachteln Zigaretten und kosten nur ca. 3 Euro
  • Dampfer können ihrem Hobby im Gegensatz zu Rauchern auch an Orten frönen, an denen Rauchen verboten ist
  • E-Zigaretten riechen deutlich besser als Tabakzigaretten und hinterlassen keine üblen Gerüche in Kleidern oder Räumen
  • Die Auswahl an Liquids und Aromen ist unüberschaubar, sie reichen von Fruchtaromen über Popcorn bis hin zu Kaffee
  • E-Zigaretten hinterlassen keine Asche oder Kippen und sind damit sauberer, durch ihre Technik sind sie auch kurzfristig nutzbar

Vape-Shops sind ein Markt mit Wachstumspotenzial

Das neue Selbstbewusstsein und Vergnügen am Dampfen zeigt sich in zahlreichen neu entstandenen Magazinen, Foren, Dampferstammtischen und in der steigenden Zahl von Merchandise-Produkten, vom T-Shirt mit Vaper-Botschaften bis hin zum Autoaufkleber. Diese wachsende Szene ist jung, urban und sieht sich als Genießer mit einem besonderen Lebensstil. Kein Wunder, dass die dazugehörigen Produkte nicht nur im Online-Handel bestellt werden können, sondern auch in stylischen E-Zigaretten-Shops zelebriert werden.

Design für den urbanen Vaper

Diese Ladenlokale zeichnen sich meist durch ihren urbanen, jungen Style aus, der vor allem trendbewusste Großstädter anzieht, die in entspanntem Ambiente ihrem Hobby nachgehen wollen. Ein Markt mit Wachstumspotenzial. Der Verband des eZigarettenhandels verzeichnet deutschlandweit ca. 500 spezialisierte E-Zigaretten-Fachgeschäfte. Und es werden monatlich mehr. Zu kaufen gibt es dort nicht nur Liquids, sondern auch Zubehör und E-Zigaretten. Selbstverständlich ist auch das Design der E-Zigarette ein Thema bei den Nutzern. Während die ersten Modelle sich noch etwas verschämt dem Aussehen von normalen Tabakzigaretten angepasst haben, hat sich mit dem steigenden Selbstbewusstsein der Vaper auch das Äußere weiterentwickelt. Neben der Funktionalität und guten Dampfbarkeit ist jetzt auch die Optik wichtig. Hersteller wie Vaptio bieten ihrem überwiegend jungen Zielpublikum zum Beispiel Starter-Kits in auffallenden Farbdesigns an, die auffallen wollen.

Der Kenner mischt seine Liquids selber

Liquids als Geschmackträger sind ebenfalls ein Lieblingsthema der Szene. Angeboten werden längst nicht mehr nur Sorten wie Cola, Erdbeer oder Apfel, sondern auch Exotisches wie Kaktus, Frozen Grapefruit oder Cookie. Echte Genießer mischen natürlich selbst und tauschen sich mit Gleichgesinnten über ihre Kreationen aus. Unnötig zu sagen, dass auch der Online-Handel von solchen Entwicklungen profitiert. Der Trend Dampfen geht weiter – trotz aller berechtigten oder unberechtigten Einwände.

Profil Christian Friedrich

Christian Friedrich

Christian Friedrich beschäftigt sich seit seinem Studium intensiv mit den Bereichen Online-Marketing, eCommerce, Fair Trade Handel, Ökonomie und Politik.


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